Werkstatt

24. September 2015

Fahrräder

Dienstaufsicht

14. Juli 2015

Sie nervt, dieses selbstherrliche Gebaren der CDU-Ideologen im Landkreis Emsland. Da unterhält der Landkreis als Schulträger seit über 20 Jahren in Lingen (Ems) eine Gesamtschule, die zu den besten Schulen in Niedersachsen zählt. Die Einrichtung enthält nach dem quälend engen Beschluss des Landkreises, mit dem sie auf Druck der Eltern in der legendären Lingener Initiative „Aktion 108″ geschaffen wurde, aber nur die Jahrgangsstufen 5 bis 10. vorübergehend“ setzte man vor 24 Jahren dazu. Von wegen „vorübergehend“. Die Oberstufe fehlt der Schule an der Heidekanpstraße bis heute, obwohl sie integraler Bestandteil jeder Gesamtschule ist. So steht es nicht im Handbuch fortschrittlicher Bildungspolitiker sondern im Niedersächsischen Schulgesetz: „In der  Gesamtschule werden Schülerinnen und Schüler des 5. bis 13. Schuljahrgangs unterrichtet“ und dort können „dieselben Abschlüsse“ wie an den anderen Schulformen „erworben werden“.

Den Landkreis Emsland interessiert das nicht. Er setzt sich über das Gesetz hinweg. Gerade erst hat der Schulausschuss des Landkreises einen geradezu schüchternen Antrag von Bündnis’90/Die Grünen mit CDU-Mehrheit abgelehnt, eine Planungsgruppe für die Oberstufe an der Gesamtschule Lingen einzurichten wegen der Raumfrage usw…

heiligenstadt_fraukeVermutlich hätte ich den Antrag auch nicht befürwortet, weil er überhaupt nicht nötig ist. Alles Notwendige steht nämlich im Schulgesetz, und das hat die staatliche Verwaltung zu beachten und umzusetzen. Das Gesetz gilt nämlich meines Wissens auch im Emsland – trotz Landrat Reinhard Winter und seiner seltsam-unverkrampften CDU-Polittruppe. Also ist die Oberstufe an der Gesamtschule in Lingen weniger ein Fall für Interviews als vielmehr für die Dienstaufsicht des Landes Niedersachsen. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD, Foto lks) soll einfach handeln und dafür sorgen, dass im Emsland das Schulgesetz eingehalten wird. Basta.

(Fotorechte hier)

 

125

26. April 2015

Eine einfache Idee, ein engagierter Macher und eine großartige Resonanz: Die Lingener  Fahrradaktion für Flüchtlinge und Menschen in Not von  Diakon Christian Eilers gestern war ein großer Erfolg. Insgesamt wurden 125 gebrauchte Räder abgegeben. Sie werden jetzt in den Fahrradwerkstätten der Gesamtschule Emsland und der Marienschule geprüft und, wo nötig, instand gesetzt. Dann gehen sie an die Empfänger.

Die Organisatoren nehmen übrigens gerne auch Geldspenden: Sparkasse Emsland Konto 58 305 (BLZ266 500 01) bzw. IBAN DE86 2665 0001 0000 0583 05 BIC NOLADE21EMS Verwendungszweck: „Fahrräder“.

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Fahrräder

24. April 2015

Am Samstag 25.04.2015 startet diese, maßgeblich von Diakon Christian Eilers initiierte Aktion: Fahrräder für Menschen in Not in Zusammenarbeit mit den Fahrradwerkstätten der Marienschule und der Gesamtschule Emsland:

„Am Vormittag von 10-12 Uhr in Biene am Gemeinschaftshaus und Nachmittags von 13-15 Uhr an der Kirche Maria Königin werden wir Fahrräder sammeln die nicht mehr benötigt werden. Anschließend werden die Räder durch die Fahrradwerkstätten der Schulen geprüft und ggf. repariert. Diese Räder werden dann auf Anfrage über den SKM an die Menschen in Not und Flüchtlingen zu Verfügung gestellt….“

Bildschirmfoto 2015-04-24 um 15.47.55

Zur Befriedung

1. März 2015

KAS-Remmers,_Werner-Bild-5503-1Mit der -sagen wir- ausgesprochen ungewöhnlichen Initiative, ausgerechnet die Gesamtschule Emsland in Lingen nach seinem verstorbenen Parteifreund Werner Remmers zu benennen, hat der CDU-Politiker Bernd-Carsten Hiebing für Aufregung gesorgt. Nun haben die Lingener BürgerNahen dem CDU-Funktionär mit einer Alternative geantwortet: Sie bringen eine andere Umbenennung nach dem Lingener Kultur- und Schulpolitiker ins Gespräch:

„Zur Befriedung der aktuellen Debatte schlagen die BürgerNahen vor, die Grundschule Holthausen in Werner-Remmers-Schule umzubenennen.

Weder Werner Remmers mit seiner außergewöhnlichen politischen Leistung, noch die Gesamtschule Emsland als landesweit einzige ausgezeichnete „Starke Schule“ mit ihrer enormen Entwicklung, haben die derzeitige, kontroverse Diskussion zur Umbenennung der Gesamtschule Emsland in Werner-Remmers-Schule nicht verdient, erklärt Volker Becker für die BürgerNahen.

„Als langjähriger bildungspolitischer Sprecher des Niedersächsischen Landtags entwickelte Werner Remmers in seiner Amtszeit die Schullandschaft weitgehend mit und hat sich somit um die Namensgebung einer Schule gewiss verdient gemacht“, erklärt Becker.

Ortsbezogen leitete Werner Remmers langjährig das Ludwig-Windhorst Haus in Holthausen und hat hierdurch den überregionalen Bekanntheitsgrad des Ortsteiles gefördert. Zudem wohnte Werner Remmers in Holthausen und hat auch dort seine letzte Ruhe gefunden.
Nach Meinung der BürgerNahen liegt damit nah, Werner Remmers auch dort zu ehren, wo er in erster Linie beruflich und privat aktiv war und seinen Lebensmittelpunkt hatte.

Unter Einbeziehung des Ortsrates Holthausen und der Grundschule Holthausen – mit dem Lehrerkollegium, den Eltern und den Schülern – solle deshalb kurzfristig ein gemeinsamer Vorschlag entwickelt werden. Die BürgerNahen befürworten die Umbenennung der Grundschule Holthausen in Werner-Remmers-Schule und freuen sich auf eine fruchtbare Debatte dazu.“ (Quelle)

In der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag hat Volker Becker (BN) beantragt,den BN-Vorschlag in der Sitzung des Schulausschusses am März zu beraten. Man darf gespannt sein, wie sich die CDU positioniert. Bedenkenträger meldeten sich schon am Donnerstag am Rande der Ratssitzung mit dem ausgesprochen beeindruckenden ‚Argument‘, alle Grundschulen in den Ortsteilen sollten keine Namen tragen. Vielleicht aber kann man ausnahmslos für alle ehem. Niedersächsischen Kultusminister  eine Ausnahme in demjenigen Lingener Stadtteil machen, in dem sie jeweils gewohnt haben…

(Foto: Werner Remmers, CDU-Plakat 1978  CC BY-SA 3.0 de)

anders

12. Februar 2015

Gesamtschule_Lingen Sie kann sich freuen, die Gesamtschule Emsland in Lingen (Foto lks); denn gerade hat sie von 669 teilnehmenden Schulen in Niedersachsen den ersten Platz im Landeswettbewerb „Starke Schule“ belegt. Überzeugt hat die Bildungseinrichtung -so das Niedersächsischen Kultusministerium – vor allem mit der hohen Kontinuität in den Jahrgangsteams und der individuellen Förderung von Schülern; die Persönlichkeitsentwicklung werde unter anderem durch Sozialstunden gefördert. Die Gesamtschule hat nun sogar die Chance auf den bundesweiten Gesamtsieg; der wird am 21. April in Berlin bei einer Festveranstaltung mit Bundespräsident Joachim Gauck bekannt gegeben.

Die Erfolgsgeschichte der von den gerade in den Ruhestand verabschiedeten Protagonisten, dem „Gründungsrektor“ Hans-Georg Krupp und der didaktischen Leiterin Irmgard Monecke, geprägten Schule hindert zeitgleich die Landes-CDU nicht daran, wieder einmal ihre ideologische Keule gegen das längere gemeinsame Lernen im Allgemeinen und Gesamtschulen im Besonderen herauszuholen.

Und jetzt der fast schon skurrile, allemal verblüffende Beitrag der Emsland-CDU, womit klar ist, dass diese häufig so bräsig-unsensibel wirkenden Christdemokraten das auch durchsetzen wollen. Die „Gesamtschule Emsland“ soll künftig den Namen des CDU-Politikers Werner Remmers tragen: „Werner-Remmers-Gesamtschule“. Typisch CDU: Die Eltern, Lehrer und Schüler der Gesamtschule hat niemand (!) zuvor gefragt oder gar um eine Stellungnahme gebeten. Ob die Familie Remmers um eine Stellungnahme gebeten wurde? Man darf daran zweifeln.

Zweifellos war der vor vier Jahren verstorbene Werner Remmers ein engagierter, kluger und bisweilen auch unkonventioneller Politiker, ein engagierter Katholik. Er selbst wäre daher kaum auf die Idee gekommen, die die CDU-Kreistagsfraktion jetzt umtreibt.

Man muss kein Sozialdemokrat sein, um diese Namensgebung der konservativen Gesamtschulgegner mit dem Adjektiv zu versehen, das davor gehört: Scheinheilig. Und angesichts der stets diffamierenden CDU-Gesamtschulpolitik auch eher peinlich. Hier -lesenswert!- die empörte, aber auch konstruktive Reaktion der Emsland-SPD:

Seit Jahrzehnten kämpft die CDU auf Landes- und Emslandebene gegen die Integrierten Gesamtschulen. Von Einheitsschule und Gefährdung der Bildungslandschaft ist die Rede und erst vor ein paar Tagen veröffentlichte die Emsland-CDU in einem Eigenbericht: „Das werden wir nicht widerstandslos hinnehmen“.

Jetzt musste sich die SPD-Kreistagsfraktion verwundert die Augen reiben. Die CDU-Kreistagsfraktion stellt den Antrag die Gesamtschule Lingen umzubenennen in „Werner-Remmers-Gesamtschule“. Es sollte guter Brauch sein, dass ein Namensvorschlag von der betreffenden Schule erarbeitet wird und jetzt – ausgerechnet bei der Gesamtschule, dem „Lieblingskind“ der CDU wird die Schule im Vorfeld noch nicht einmal informiert, gefragt schon gar nicht. Häufig soll der Name der Schule das Leitbild der Schule zum Ausdruck bringen.

Die Gesamtschule Lingen, Lehrer, Eltern und Schüler/innen warten seit vielen Jahren auf die Einrichtung einer Oberstufe. Die vielen Versuche der SPD scheiterten immer wieder an der Mehrheitsfraktion. Auch Elterninitiativen auf Gründung einer IGS in Aschendorf/Papenburg wurden abgelehnt.

Die Schule soll den Namen eines CDU-Politikers erhalten, der mit dem Aufbau der Schule überhaupt nichts zu tun hatte, denn zur Gründung der Schule war Herr Remmers gar nicht mehr Kultusminister. Die Schule soll den Namen einer Person erhalten, der einer Partei angehört hat, die die Gesamtschulen seit vielen Jahren und auch heute noch bekämpft.

Es ist auch ein Affront gegen die große Elterninitiative, die sich Anfang der 90er für die Einrichtung der IGS stark gemacht hat. Damals gab es keine CDU-Abgeordneten, die sich stark gemacht haben, sondern Sozialdemokraten wie Elke Müller, Harald Höhne und Edeltraut Graeßner. Erst als der Druck groß wurde, überredete der damalige Landrat Hermann Bröring die Mehrheitsfraktion dem Druck nachzugeben. Alle, die damals dabei gewesen waren können sich noch an viele, nicht immer schöne Auseinandersetzungen und Debatten im Kreistag und in der Presse erinnern. Und nun soll ausgerechnet diese Schule einem CDU-Minister als Denkmal gesetzt werden. Es gäbe sicherlich ehrlichere Möglichkeiten die Arbeit von Herrn Dr. Remmers zu würdigen.

„Die Gesamtschule Lingen verdient unseren größten Respekt“, so die Fraktionsvorsitzende Karin Stief-Kreihe. „Der große Einsatz und das Engagement der Lehrerschaft, der Eltern und der Schüler/innen hat sich gelohnt. Die Gesamtschule Lingen hat sich weit über das Emsland hinaus einen hervorragenden Ruf erworben. Es bleibt der Wunsch der Lehrerschaft, der Eltern und der Schüler/innen und der SPD-Kreistagsfraktion auf Einrichtung einer Oberstufe. Dazu sollte sich die Mehrheitsfraktion durchringen“.

Vergeblich hat der bei seinem Ausscheiden vor zwei Wochen viel gelobte Schulleiter Hans-Georg Krupp darum gerungen, der Gesamtschule in Lingen eine Oberstufe („Sekundarstufe II“) anzugliedern, damit die Schüler auch das Abitur an der Gesamtschule machen können. Deshalb hat er zu seinem Abschied vom Landkreis weniger Geschenke bekommen als solche gemacht: Eine Machbarkeitsstudie für die Sekundarstufe II. „Ich bin absolut sicher, dass der Zeitpunkt kommen wird, zu dem alle Beteiligten sehen werden, dass unsere Sek. II niemandem wehtun und endlich die emsländische Schullandschaft komplettieren wird“, sagte Krupp dazu. Jetzt liegt in gewisser Weise die CDU-Antwort auf dem Tisch: Es gibt ein Namensschild, das täuscht und daher verärgern muss. Gute Politik geht anders.

 

(Foto: Winterliche Gesamtschule Emsland in Lingen; © dendroaspis2008 via flickr)

Spenden-Gala Morphius

16. Oktober 2014

Spenden-Gala Morphius
für das Projekt Centre for Talent Expression in Ghana
Lingen (Ems) – Theater an der Wilhelmshöhe
Heute, 16.10. und Freitag, 17.10.14 – jeweils 19 Uhr
Eintritt 3 Euro

Noch bis Freitag ist der Gründer und Leiter des „Centre for Talent Expression“ in Winneba (Ghana) in mehreren Schulen im Emsland Workshops für sein Projekt abhalten. Aus Lingen (Ems) dabei sind die Friedensschule, das Gymnasium Georgianum, das Franziskus Gymnasium und die Gesamtschule Emsland. Morphius Eurapson-Quaye (Foto unten re. mit GSE-Lehrer Clemens Vollmer) war Universitätsprofessor für afrikanische Musik, Trommeln und Tanz. Die Gesamtschule Emsland hat seit zwei Jahren eine ClemensMorphius2013Kooperation mit dem „Centre for Talent Expression“. Ziel dieses Zentrums ist es, ausbildungs- und arbeitslosen Jugendlichen und Heranwachsenden einen dreijährigen Bildungsgang mit anerkannten Abschlüssen zu ermöglichen. Weitere Informationen findet man dazu bei www.friends-of-africa.de und auf der Homepage der Gesamtschule Emsland.

Morphius kommt seit vielen Jahren für einige Monate in deutsche Schulen, um das nötige Geld für seine Lehrer und neue Schulgebäude zusammenzubekommen. Der Informationsbesuch im letzten Jahr vor Ort über das Zentrum und die dort erbrachten Arbeiten waren beeindruckend (Foto)

Die beteiligten Schulen wollen jetzt gemeinsam das Center und die dort geleistete Arbeit durch eine „Große Spenden-Gala“ unterstützen.

Morphius hat dafür in den letzten beiden Wochen mit den emsländischen Schülern zwei Stücke einstudiert. Zusätzlich wird sich jede mitwirkende Schule noch durch eigene musikalische Beiträge den Besuchern präsentieren. An der ersten Spenden–Gala nehmen heute das Franziskus Gymnasium, die Friedensschule, die Oberschule Salzbergen und die Geschwister–Scholl–Schule Dalum teil. Die zweite Spenden–Gala am morgigen Freitag wird vom Gymnasium Georgianum, der Johannesschule Meppen, der Grundschule Waldschule Leschede und der Gesamtschule Emsland gestaltet. Alle beteiligten Schulen freuen sich auf zahlreiche Besucher.

 

(Foto: © Gesamtschule Emsland)

Lange Nacht der Kirchen

11. September 2014

bonifatiuskircheDie vierte Lange Nacht der Kirchen findet am kommenden Samstag, den 13. September von 19.00 Uhr bis ca. 23.45 Uhr statt. Es handelt sich hierbei um „eine Veranstaltung aller Lingener Kirchen und des Forums Juden-Christen in Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen (Ems)“.  Der Eintritt ist kostenlos.
Eröffnet wird die „Lange Nacht“ um 19.00 Uhr auf dem Lingener Marktplatz. Anschließend bieten die Kirchengemeinden Getränke und kulinarische Köstlichkeiten an. Dazu gibt es Infos, Begegnungen, Gespräche und ein musikalisches Bühnenproramm mit den Duos „EL Pato“ und „Random“ (Gitarre und Gesang) und den Orchesterklassen der Gesamtschule Emsland.
Nachmittags werden bereits Kirchenführungen in der Reformierten Kirche (15 Uhr, Hiltraud Pott), Kreuzkirche (16.15 Uhr, Ania von Stephani) und der St. Bonifatius-Kirche (17.00, Gisela Holterhues) angeboten. Das Emslandmuseum zeigt an diesem Tag eine Ausstellung historischer Kirchen- und Hausbibeln aus dem Emsland; Führungen finden ab 19.30 Uhr bis 22.30 stündlich statt. Im Gedenkort Jüdische Schule finden Interessierte um 19.30/20.30./21.30 Uhr einen „Informationsmix“ über das Jüdische Leben statt.
In der Reformierten Kirche gibt es um 20.30 Uhr „Das Gefieder der Sprache streicheln – Märchen von Tod und Leben“ mit Heide Reuter-Siegmann und ein abendliches Liedersingen mit Pastor Edzard Herlyn um 21.30 Uhr „Herr, bleibe bei uns“.
In der Bonifatius-Kirche stehen abends zumindest zwei spannende Orgelkonzerte auf dem Programm. Bereits um 19.30 Uhr  „gastiert“ Peter Müller, Kantor der Kreuzkirche am Universitätsplatz, mit seinem Programm „Jubiläumkomponisten 2014“ an der dreimanualigen Brinkmann/Fleider-Orgel. Um 22.30 Uhr  präsentiert dann Kirchendiözesanmusikdirektor Joachim Diederichs „Skurriles, Heiteres, Pompöses“.
Hier geht es zum Programm (pdf).

Weitermachen

14. Mai 2011

Bünting ist längst mehr als Tee. Zum ostfriesischen Konzern gehören regional so bekannte Discounter wie  Combi, Markant, Telepoint und Famila (mehr…). Insgesamt sind knapp 9000 Mitarbeiter in den einzelnen Schwesterfirmen tätig, die einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro erwirtschaften.

In der Branche zählt das weiterhin in Leer ansässige Unternehmensverbund damit zu den Kleinen. Gerade deshalb gehört für ein solches Unternehmen das soziale und kulturelle Engagement zum Muss oder zur Firmenphilosophie, wie man auch sagen kann. Es unterscheidet sich damit von dem RWE, Aldi, Lidl-Einerlei, obwohl der finanzielle Aufwand eigentlich nicht sonderlich hoch ist.  Vor fünf Jahren gründeten folgerichtig die Bünting-Verantwortlichen anlässlich des 200-jährigen Gründungsjubiläums   die  Johann Bünting-Stiftung.  Sie unterstützt  seither soziale und kulturelle Projekte in unserer Region und vergibt jährlich zwei Förderpreise „für ehrenamtliches, generationsübergreifendes Engagement“ mit je 5.000 Euro. Darüber hinaus wird ein Sonderpreis für Schulprojekte verliehen, der ebenfalls mit 5.000 Euro dotiert ist. Vorgestern wurden im Leeraner Tee-Museum zum vierten Mal die Johann Bünting-Förderpreise verliehen (Foto oben). Gleich zwei von ihnen  gingen in diesem Jahr nach Lingen.

Hubert Köllen ist einer der beiden Lingener Preisträger.  Seit fast 40 Jahren gestaltet der inzwischen 75-jährige aus Biene spezielles Holzspielzeug für Kinder mit Beeinträchtigungen. Angefangen hatte es Anfang der 1970er Jahre mit kleinen Geschenken für die Ortsgruppe Biene des Lingener Christophorus-Werks. Inzwischen findet es  in Einrichtungen in ganz Deutschland und in Polen, Russland und Brasilien Verwendung.  Seine  Kenntnisse zur Arbeit mit Kindern mit Beeinträchtigung hat er unter anderem durch Gespräche mit seiner Tochter gewonnen, die als Lehrerin in einer Tagesbildungsstätte arbeitet. Außerdem tauscht er sich regelmäßig mit den Pädagogen aus, die das Spielzeug dann in ihren Einrichtungen einsetzen.

Köllers Spielzeug schult die Motorik der Kinder und spricht ihre Sinne an.  So befinden sich beispielsweise auf  Motorikplatten  bis zu 100 verschiedene Gegenstände – vom Holzwürfel bis zur Drehscheibe, von einer kleinen Wippe bis zum Spiegel oder einer Murmelsammlung. Damit können Kinder mit Hör- oder Sehschädigung oder geistiger Behinderung ihre motorischen Fähigkeiten ausprobieren, auf Klänge hören oder Formen ertasten. „Ich bin dankbar, dass ich noch etwas für andere Menschen machen kann. Es macht mir einfach Freude,“ sagte der ausgebildete Landwirt vor einiger Zeit.  Für Hubert Köllen ist der Förderpreis der Johann Bünting-Stiftung in der Kategorie „Alt für Jung“ nicht die erste Auszeichnung. Vor einigen Jahren  erhielt er bereits von der Caritasstiftung Osnabrück den „Sonnenscheinpreis“. Ans Aufhören denkt Köllen noch lange nicht: „Ich möchte mindestens noch bis 98 weitermachen.“

Soziales Projekt

Den Sonderpreis für Schulprojekte erhielt 2011 die Lingener Gesamtschule Emsland. Seit dem Jahr 2004 gehört das unspektakuläre Sozialprojekt im 8. Schuljahr zum festen Bestandteil unseres Schulkonzeptes. Für ein Jahr übernehmen alle Schülerinnen und Schüler (selbstverständlich ohne Bezahlung) eine Aufgabe, bei der etwas für andere getan wird (Foto re.) . Im zeitlichen Umfang von 90 Minuten pro Woche sind inzwischen rund 600 Schüler in einer öffentlichen, karitativen oder kirchlichen Einrichtung tätig gewesen (oder noch dabei). „Unsere Schule will mit dieser Aktion das gesellschaftliche Engagement, also die „soziale Kompetenz“ fördern und vielleicht auch Wege zu ehrenamtlicher Tätigkeit weisen. Arbeitsplätze finden sich z.B. in Kindergärten, Vereinen, Altersheimen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Kirchengemeinden, Tierheimen, bei der Feuerwehr, dem THW, dem Deutschen Roten Kreuz“,  schreibt die „GE“ auf ihrer Internetseite.

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Fahrräder

10. April 2011

Gerade erst hab ich diesen Beitrag auf der Internetseite des TuS Lingen gefunden und festgestellt, dass ich diese Aktion wohl übersehen habe:

Fahrräder für Afrika
Hallo liebe Tusler

Wir  würden gerne mit eurer Hilfe ein Projekt der Gesamtschule Emsland unterstützen. In der Projektwoche „Afrika“ vom 11.4-14.4 wollen wir in unserem Projekt alte, defekte Fahrräder reparieren und pflegen, um sie dem Verein „Fahrräder für Afrika“ zu spenden. Dieser verschickt sie mit Containern nach Namibia. Dort sollen sie unter anderem Kindern helfen, schneller zur Schule – sie müssen bis zu 17 km laufen – zu kommen. Außerdem soll dort Arbeitslosen ermöglicht werden, Fahrradläden aufzubauen.

Bitte spenden Sie Fahrräder, welche in der Ecke stehen oder repariert werden müssen. Wir würden diese gerne am Freitag, den 08.04.2011 um 17 Uhr am Stadion des TuS Lingen einsammeln. Hiermit bedanken wir uns schon im Voraus

Jutta, Michi und Yvonne“

Der 8.  April war ja schon vorgestern. Aber und also: Wie kann man das IGS-Projekt ganz schnell noch unterstützen? Die Internetseite der Gesamtschule Emsland ist gerade nicht erreichbar…