Pasta Grannies

25. Juli 2021

Irgendwie bin ich gerade auf der youtube-Seite von Pasta Grannies hängen geblieben. Pina aus Monterosso im italienischen Ligurien zeigt dort, wie lecker gefülltes Gemüse zubereitet wird! Sie hat 2 Paprika, 2 Zwiebeln und 5 Zucchini verwendet, aber man kann jede beliebige Kombination verwenden.
Ihre Füllung: 400g Rinderhackfleisch, 20g Butter, 200g Mortadella, 1 dicke Scheibe Weißbrot, 50ml Milch, 1 Teelöffel Majoranblätter, 100g geriebener Parmesan, ein Teelöffel Salz. Weihnachten kommen Anchovis dazu.
Für eine vegetarische Version, wie Elke Schiedeck sie liebt, 400 g Semmelbrösel anstelle des Fleisches probieren, die Schale und den Saft einer Zitrone, geriebenen Knoblauch und 2 Esslöffel gehackte Petersilie zusammen mit dem Majoran hinzufügen. Alles weitere findet sich in diesem Youtube-Video (engl.). Guten Appetit!

 

Verbotenes Gemüse

9. Juli 2017

Drei Menschen in Niedersachsen widersetzen sich dem gültigen Sortenschutz- und Sortenvertriebsgesetz aus voller Überzeugung. So wollen sie alte, schmackhafte Sorten retten. WDR-Autor Jean Boué begibt sich in deutsche Gärten und spürt die Gemüserebellen auf.

 

 

 

Angela Franke kommentiert:
Das Sortenschutzgesetz nützt ganz offensichtlich vor allem den Konzernen, die die Macht über alle Nutzpflanzen haben wollen und zum großen Teil schon haben. Das Argument, damit die Weltbevölkerung ernähren zu wollen, ist zutiefst verlogen, denn Saatgut gibt es nur gegen Geld. Wer nicht zahlen kann, soll halt verhungern. Tatsächlich ernähren gerade Kleinbauern die Bevölkerung ihrer Länder mit an die heimischen Bedingungen angepassten Sorten. Und nun soll dieser „Marshallplan“ für Afrika letztlich doch nur zur Einführung der weiteren Etablierung der Agrarindustrie mit ihren Einheitssorten führen mit allen Folgen, die diese Art der “Land“wirtschaft für Böden, tierische und pflanzliche Artenvielfalt und Klima schon jetzt hat.

[Quelle: WDR; Video verfügbar bis 22.7.]

prima Obst und Gemüse

24. März 2017

Hardy Kloßek hat zu diesem rassistischen, nationalistischen, anonymen Scheiß gestern auf Facebook Wichtiges gepostet: „Ich bin froh, dass mich der „deutsche Demokrat“ daran erinnert hat, dass ich mal wieder bei der Familie Yavuz einkaufen muss.“

Die reagierte gestern auf das Schreiben fassungslos:

Liebe Kunden,

soeben erreichte uns dieser Brief und löste Entsetzen in uns aus. Wir sind nun seit 25 Jahren als Familienunternehmen hier etabliert und fühlen uns auch als Teil von Lingen. Wir haben uns immer von politischen, kulturellen und religiösen Diskussionen distanziert. Und gerade deshalb möchten wir diesen Brief nicht anerkennen. Trotz dessen möchten wir alle, die derselben Meinung sind, bitten von einem weiteren Besuch bei uns abzusehen.

Allen anderen Kunden und Freunden, die uns wirklich kennen, möchten wir uns für die langjährige Treue und Freundschaft danken.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen die Familie Yavuz

Dabei ist klar, das der anonyme, rechtschreibsichere Schreiberling weder das Deutscsein noch die Demokratie für sich in Anspruch nehmen kann. So sehen und sahen es auch Tausende in ganz Deutschland, die sich binnen weniger Stunden für Familie Yavuz solidarisierten. Am gestrigen Abend äußerte sich Familie Yavuz

überwältigt von dem großen Zusammenhalt. Uns haben Hunderte von Kommentaren aus ganz Deutschland erreicht, in denen man uns Solidarität bekundet hat. 99% aller Kommentare bestehen aus wirklich netten und liebevollen Worten, welche die unsinnigen Kommentare in Vergessenheit geraten lassen.“

Auf ihrer Facebookseite nahm sie zugleich zu einigen Kommentaren Stellung und formulierte die Hoffnung, „diese ‚Sache‘ ein für alle Mal abschließen“ zu können. 

Doch da widerspreche ich. Denn so sehr ich mich für die tausendfache Solidarität mit Familie Yavuz freue und sie begrüße: Ich bin überzeugt, dass man sich nicht immer von politischen, kulturellen und religiösen Diskussionen distanzieren“ kann und darf, was Familie Yavuz spontan betont. im Gegenteil: Man muss die Debatte gegen Rassismus, Dummheit und Vorurteile, also gegen Rechts, immer wieder offen und entschlossen führen, auch wenn man sonst vor allem prima Obst und Gemüse verkauft – andernfalls überließe man unsere Welt den Antidemokraten, mögen sie nun Höcke, Assad oder Erdoğan heißen. Daher war es wichtig und richtig, das rechte Geschmiere öffentlich zu machen. Danke dafür an Familie Yavuz und an Hardy Kloßek für seine ganz konkrete, notwendige Handlungsempfehlung.

Gemüseretter

15. April 2016

Bis zur Hälfte einer Ernte bleibt ausschließlich aufgrund ihres Aussehens auf dem Feld liegen, wird vernichtet oder an Tiere verfüttert. Die Etepetete GmbH aus München hat zusammen mit regionalen Bio-Bauern ein „Auffangbecken“ für solches, extravagant aussehendes Gemüse geschaffen. Man kann sich mittels der etepetete-Ökokiste das Gemüse direkt nach Hause liefern lassen. Gemüse, das es aus ästhetischen Gründen nicht in die Supermärkte schafft.

Die Gemüseretter wollen den Vernichtungs-und-Verfütterungs-Missstand ändern und bieten Gemüse an, das nicht „schön“ aussieht, aber eben dennoch so schmeckt, wie Gemüse schmecken sollte. In Bio. Gute Idee, finde ich. Doch meine ungeklärte Frage: Das gibt es in München; aber gibt’s das etepetete-Modell auch in unserem ökologisch eher unterbeleuchteten, glyphosatgeschwängerten Nordwesten?

Gemüsebeet

7. März 2016

Gemüsebeet40 verschiedene Gemüse und Salate können Sie hierzulande frisch aus dem eigenen Garten genießen – erntefrisch, garantiert ökologisch und auf kürzestem Wege. Doch es gibt auch Hunderte von potentiellen Schädlingen. Dadurch sollte man sich nicht entmutigen lassen.

Der Stiftung-Warentest-Ratgeber „Pflanzenschutz im Gemüsebeet“ hilft jetzt – oft auch ohne bedenklichen Gifteinsatz.

So kommen die Früchte der Gartenarbeit vital und aromatisch auf den Teller. „Pflanzenschutz im Gemüsebeet“ vermittelt das komplette Wissen, das zum Anbau von natürlich gesundem Gemüse gebraucht wird. Auf einem Rundgang durch die Beete eines typischen Gemüsegartens werden bei den beliebtesten Gemüsepflanzen und Kräutern die wichtigsten Ursachen für Wachstumsschäden beschrieben. Ausgezeichnete Beschreibungen der Schadbilder und fotorealistische Abbildungen helfen, Obstgartenmöglichen Problemen auf die Spur zu kommen und geeignete Maßnahmen zur Beseitigung zu ergreifen. Gutes Vorbeugen ist die halbe Miete. Gelernt wird, wie man mit der Natur statt gegen sie gärtnert und wie Pflanzen rechtzeitig und durch gezieltes Eingreifen geschützt und und gestärkt werden. Oft lässt sich die Ernte so ohne bedenklichen Gifteinsatz retten. So kommen die Früchte der gärtnerischen Arbeit bei der Ernte vital, aromatisch und unbelastet von Schadstoffen in die Küche und auf den Teller.

Gleichzeitig ist bei Stiftung Warentest ein weiterer Ratgeber für den eigenen Garten erschienen. Pilzkrankheiten, Viren, Bakterien, winzige und größere Tiere: Sie alle können den Obstpflanzen und -früchten schaden. Doch häufig leiden die Pflanzen und die Ernte auch unter Standortproblemen, Wetterstress oder unpassender Pflege. Da lässt sich vielem vorbeugen, damit die Pflanzen stark und gesund bleiben. Der Ratgeber zeigt, wie man kerngesundes Obst erntet. Hier finden Gärterinnen und Gärtner alles zur Soforthilfe – Diagnosetabellen, Schnellerkennungstableaus – und detaillierte Informationen über Schadbilder und die Arten der Bekämpfung. Natürlicher Pflanzenschutz ist das wichtigste Thema im Garten überhaupt.

 

Pflanzenschutz im Gemüsebeet
Was wirklich hilft
Stiftung Warentest

224 Seiten, Buch, 16.90 €
Format: 16,6 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-86851-420-9

 

Pflanzenschutz im Obstgarten
Pilzkrankheiten, Viren, Bakterien
Stiftung Warentest

208 Seiten, Buch, 16,90 €
Format: 16,6 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-86851-421-6