musiktechnisch

21. Juni 2015

Da überlege ich mir glatt, das Wartezimmer in meinem Büro musiktechnisch aufzurüsten.

Die GEMA kann nämlich keine Gebühren verlangen, wenn ein Arzt in seinem Wartezimmer Radiomusik im Hintergrund abspielt, lese ich im LawBlog. Das habe der Bundesgerichtshof am Donnerstag entschieden.

Der Europäische Gerichtshof hat in einem Grundsatzurteil festgelegt, dass Urheberrechtsabgaben nur dann anfallen, wenn eine unbestimmte Zahl potentieller Adressaten und gleichzeitig „recht viele“ Personen den Hörgenuss haben. Das sei bei einer normalen Arztpraxis aber gerade nicht der Fall.

Der Bundesgerichtshof wendet die Europa-Rechtsprechung nun auch auf das deutsche Urheberrecht an mit der Folge, dass die GEMA bei vielen Freiberuflern künftig in die Röhre schaut (Aktenzeichen I ZR 14/14).

Südsudan

17. Februar 2015

Tag der offenen Tür

20. Juli 2014

Bildschirmfoto 2014-07-20 um 09.38.54

mp3

26. Juni 2013

amazonaInteressant, selbst noch nicht ausprobiert und gerade gelesen bei kultur-retten.de

Amazon schenkt nun allen Käufern von CDs rückwirkend bis 1999 die dazu passenden MP3s aus dem Amazon Programm. Somit müssen keine Kopien mehr erstellt werden sondern es können Original MP3s gezogen werden.

Auf diese Weise entstehen keine Kopien und man ist nicht genötigt den Tarif VR-Ö der GEMA in Anspruch zu nehmen, da die MP3s selbstredend Originale sind.

Die Anleitung findet man hier unter Amazon: 
http://www.amazon.de/b?ie=UTF8&node=2624847031

Space Oddity

14. Mai 2013

„Wunderschön: Der kanadische Astronaut Chris Hadfield ist auf dem Rückweg von der ISS-Raumstation und hat zum Abschied “Space Oddity” von David Bowie vertont. Noch haben die GEMA-Youtube-Filter das Lied nicht entdeckt, insofern kann man es noch schauen, solange der Vorrat reicht:“

gefunden gestern Abend bei netzpolitik.org []

Cancilleria

2. November 2012

Die taz schreibt:
„Nach dem Versuch, „uns mit einem Aufschrei, mit Aufopferung, mit Bitten und mit Schamgefühl Gehör zu verschaffen, bleibt uns nur noch die Poesie“, singt der spanisch-argentinische Sänger Alejo Stivel in seinem neuesten Musikclip. „Ojala“ – „Hoffentlich“ – heißt das Stück über eine enttäuschte Liebe, das 1969 der kubanische Liedermacher Silvio Rodríguez schrieb. Der Text richtete sich an den omnipräsenten Revolutionsführer Fidel Castro.
Stivel hat den Song jetzt erneut aufgenommen. Er singt zusammen mit Lehrern, Krankenhauspersonal, Immigranten, Rentnern und widmet seine Version der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Video macht die Runde durch die sozialen Netzwerke und schickt sich an, zur Hymne der Proteste gegen die Sparpolitik zu werden….“

hier weiter bei der taz
ps Es passt durchaus ins Bild des deutschen Wegschauens und Ausblendens der spanischen Krise und vor allem des deutschen Teils an den Ursachen dieser Krise und der Verpflichtung der Deutschen zum Handeln, wenn das offizielle Video von Alejo Stivel bei youtube nicht zu finden ist, sondern dies:

Also klicken Sie bitte zwei Mal, damit Sie „Ojala“ hören.

Saubermänner

5. Oktober 2012

GEMA-und-mehr-Zuschrift:

Hallo Robert,

in einem Naherholungsbereich in Darme kommt es des Öfteren zu eigenartigen Verunreinigungen. So geschah es, dass ein Mülleimer aus der Verankerung gehoben wurde und der Müll wahllos verteilt wurde. Drei Jungs, die nichts damit zu tun hatten (einer davon ist mein Neffe), wollten diesen Dreck wieder loswerden. Zum Dank habe ich Ihnen dieses einfache Video versprochen.

Wenn Du dafür Verwendung in Deinem Blog hast, würde ich mich das natürlich freuen. Die Situation in unserer Stadt hat sich nach meinem Dafürhalten verschlechtert.

http://www.youtube.com/watch?v=lFznM-3iZdg&feature=plcp

Grüße aus Darme

„Die Rocky´s“
und Jörg-Friedrich Küster

Maßlos

28. Mai 2012

Die GEMA lässt mich einmal mehr kopfschüttelnd zurück. Die „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ -so ihr vollständiger Name- verwertet in Deutschland die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von KomponistenTextdichtern und Verlegern von Musikwerken. Sie wird zunehmend kritisch gesehen.

Gerade hat die GEMA bzw. ihre ZPÜ angekündigt, am 1. Juli kräftig die Urheberabgabe für USB-Sticks und Speicherkarten zu erhöhen: Statt derzeit einheitlich 10 Cent pro USB-Stick und Speicherkarte kassiert die GEMA ab Juli bei USB-Sticks unter 4 Gigabyte künftig 91 Cent, darüber 1,56 Euro. Bei Speicherkarten steigt der Tarif entsprechend auf 91 Cent beziehungsweise 1,95 Euro. Die Vereinbarung über Sticks und Karten zwischen GEMA und den Interessenverbänden der Branche war 2011 ausgelaufen. Weil eine neue Vereinbarung scheiterte, setzt die Verwertungsgesellschaft jetzt den Tarif einseitig fest. Grund für die Erhöhung von bis zu 1.850 Prozent sei der technische Fortschritt.  Eine solche Urheberabgabe fällt nicht nur bei USB-Sticks und Speicherkarten an sondern -geregetl in separaten Verträgen- beim Kauf vieler Geräte mit Speichermöglichkeit an, zB Rohlingen, Smartphones, Computer oder MP3-Player.

Dabei zahlen wir anständig. Der CDU-Abgeordnete Peter Tauber hat beispielsweise 180 Euro errechnet, die allein er in jüngerer Zeit an Urheberrechtsabgabe gezahlt hat.  Den Rechentest kann vielleicht jeder machen. Bei mir beispielsweise kommt deutlich mehr zusammen. Nach eigenen Angaben hat die GEMA übrigens nur für Micro-SD-Karten (mSD) versucht, die tatsächliche Nutzung zu ermitteln. Man wolle kein Geld, das einem nicht zustehe, sagten die ZPÜ-Leute in den Verhandlungen mit dem Informationskreis Aufnahmemedien. Aber jetzt  hat sie dennoch einen Tarif für sämtliche Speicherkarten veröffentlicht. Weit mehr als die Hälfte der Speicherkarten sind jedoch „normale“ SD-Karten, die hauptsächlich in Digitalkameras und Camcordern eingesetzt werden. Die Folge: Der Verbraucher soll also für selbst erstellte Fotos und Videos Geld an die Verwertungsgesellschaften zahlen. GEMA & Co.  fordern offensichtlich und wissentlich doch Geld, das ihnen nicht zusteht. (mehr…)

Schon in ein paar Monaten kommt es noch schlimmer:
Nachdem inzwischen auch die Veranstalter von Straßenfesten an die GEMA zahlen müssen, will die Gesellschaft zum 1. Januar 2013 jetzt ihre Abgaben deutlich steigern. Diskotheken, Clubs, Tanzschulen, traditionelle Feste und Festivals sind in großem Maße betroffen. In der letzten Woche haben deshalb beispielsweise die Berliner Clubs Alarm geschlagen. Die Clubszene in der Hauptstadt ist weltberühmt, doch selbst sie ruft um Hilfe; denn die Tarife der GEMA sollen um 400 bis 500 Prozent, teilweise sogar über das Zehnfache  steigen wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband („DEHOGA“) errechnet hat. Das betrifft natürlich nicht nur Berlin sondern  auch die Clubs und Diskotheken in unserem Städtchen – also  das Koschinski, das Qurt, das Litfass, das gemeinsame Altstadtwirtefest, den Joker. Clubs zahlten bisher einen Pauschaltarif (MU III 1c), der die Tonträgerwiedergabe in Clubs und Discotheken abdeckt, und Diskotheken konnten bisher einen Jahrespauschalbetrag abführen. Künftig aber will die GEMA jeden Öffnungstag separat abrechnen und einen  Zeitzuschlag ab einer Öffnungsdauer von 5 Stunden einführen. Eine mittelgroße Discothek mit zum Beispiel 4 Tanzbereichen soll dann anstatt 28.000 Euro brutto jährlich 172.000 Euro brutto zahlen! Da hilft auch nicht der Vorsteuerabzug, das ist maßlos.

Was kann ich tun? Es gibt eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag, die inzwischen rund 100.000 unterstützen, aus unserem Städtchen leider im Gegensatz zu den Nachbarn in Gronau, Rheine, Nordhorn oder Leer erst verhältnismäßig wenige (s. Karte lks.). Über diese Petition kann man sich informieren, man kann sie unterschreiben und so daran  mitarbeiten, dass die Maßlosigkeit der GEMA gestoppt werden.

Deichkind

12. März 2012

Deichkind war zwar nie auf dem Lingener Abifestival und dass ein Konzert von ihnen in den Emslandhallen „mal angedacht“ war, darf ich nicht wissen. Und jetzt dies:

„Die unendliche Geschichte des Streits zwischen Google/YouTube und GEMA über die Sperrung von Musikvideos ist um eine Anekdote reicher. So protestieren Deichkind auf ihrer Facebookseite gegen die Sperrung ihrer Videos auf YouTube wie folgt:

Sooo,
“Leider geil”ist jetzt auch gesperrt.
Ob Plattenfirma, Youtube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben.Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

Deichkind haben dafür mittlerweile knapp 20.000 Likes bekommen. Sie reihen sich damit ein in die Kritik an GEMA und YouTube sich zu einigen, wie sie Mitte 2011 auch von den Major Labels geäußert wurde (“Plattenbosse rebellieren gegen YouTube-Blockade“).

In diesem Zusammenhang auch noch einmal der Hinweis auf einen Artikel von Markus zum Thema “Youtube: Geo-Sperrung leicht umgehen“. „

(Quelle: Netzpolitik.org)

Unterstützung

26. November 2011

gema youtube

Noch immer schauen Internet-Nutzer in Deutschland häufig in die Röhre, wenn sie auf YouTube bestimmte Musikvideos sehen wollen. Über die Hintergründe hatten wir u.a. hier berichtet.

Bewegen tut sich hinsichtlich des Streits zwischen Google und der GEMA jedoch auch nach vielen, vielen Monaten anscheinend gar nichts. Ich bilde mir aber inzwischen durch viele Gespräche ein wenig mehr Durchblick in der Sache ein und glaube, dass es eine Lösung gibt, wenn sich beide Parteien einen Ruck geben. Um diesen Ruck etwas zu forcieren, skizziere ich einen Lösungsansatz in den nächsten Absätzen und bitte durch Verlinkungen dieses Artikels und durch kurze Kommentare um Eure Unterstützung. Ich werde sowohl die GEMA als auch Google um Stellungnahmen zu diesem Artikel bitten, denn vielleicht können wir als Musik- und Netznutzer für ein wenig Druck sorgen.
Read on my dear…

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