Fidelio

13. Mai 2018

Few opera choruses are as moving as the one a group of prisoners sings in Act I of Beethoven’s “Fidelio.” Released temporarily from their cells, the inmates almost whisper a hymnlike paean to liberty: “Oh, what a joy to breathe freely again in the open air.”

The transformation from oppression to freedom is at the core of “Fidelio,” which the small, adventurous company Heartbeat Opera is presenting through May 13 at the Baruch Performing Arts Center in Manhattan. There, the recently recorded voices of choirs from Midwestern correctional facilities will join together in Beethoven’s soaring Prisoners’ Chorus.
Heartbeat Opera collaborates with 6 prison choirs in Iowa, Ohio, Kansas, and Minnesota for its new adaptation of Beethoven’s FIDELIO. More than 100 incarcerated singers and 70 volunteers raised their voices in a new SATB arrangement of the iconic „Prisoners‘ Chorus.“ Director/Adaptor Ethan Heard and Music Director/Arranger Daniel Schlosberg visited four choir rehearsals. (Quelle: New York Times)

Abzocke

17. November 2015

Kein Internet, kein Handy. Bei der Telekommunikation sind Gefangene auf die Anlagen angewiesen, die ihnen die Gefängnisverwaltung zur Verfügung stellt. Das ist seit vielen Jahren ein gutes Geschäft für einige wenige Firmen. Denn die Telefonanlagen werden meist privat betrieben.

Den Gefangenen werden teilweise exorbitante Gebühren berechnet, wie man sie allenfalls noch aus Zeiten des Postmonopols kennt. [Beispiel: 1 Minute Rumänien für 1,70 € und so – dies bei einem Tagesverdienst von wenigen Euro]. Allerdings kommt jetzt nach einem Bericht von Zeit Online langsam Bewegung in die Sache, denn Gerichte beschäftigen sich zunehmend mit der „Abzocke hinter Gittern“. [Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Osnabrück mit Sitz in Lingen fand übrigens vor ’nem Jahr keinen Grund zu Beanstandungen bei Betreiber Telio.]

Zum Bericht.

(Quelle: Lawblog)

 

fb-Kleinbürgeraufruf

2. Februar 2014

Bildschirmfoto 2014-02-02 um 23.36.02

Kindstötung

30. September 2012

Im nordfriesischen Husum  hat eine Frau ihre fünf Kinder getötet – jeweils direkt nach der Geburt. Im westfriesischen Leeuwaarden steht eine Frau vor Gericht, der Ähnliches vorgeworfen wird. Sietske H. aus Nij Beets, einige Dutzend Kilometer von unserer Region entfernt. Vier Kinder. Geboren, getötet, in Koffern im Dach versteckt.

Erst bekam die Westfriesin zwölf Jahre Gefängnis. In der Berufung fordert die Staatsanwaltschaft nun vier Jahre plus TBS, also Behandlung im niederländischen Maßregelvollzug. Erst hatte die Angeklagte zuvor eine Untersuchung verweigert, daher die zunächst hohe Gefängnis-Strafe. Dann machte sie doch noch mit. Laut Medienberichten wird ihr Verstand einer Zehnjaehrigen bescheinigt. Sie habe Polymicrogyrie. Eine Fehlfunktion des menschlichen Gehirns (Foto).

Mich erinnern diese Schicksale an eine Strafsache, in der ich vor Jahren eine junge Frau verteidigte, der die Tötung ihres Neugeborenen vorgeworfen wurde. Sie war mit einem IQ von 50 schwachsinnig. Die Staatsanwaltschaft wollte deshalb die Angeschuldigte dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus sehen. Der aus diesem Grund hinzugezogene Sachverständige aber hatte schon froh signalisiert, sie sei nicht gefährlich, weil sie inzwischen erkannt habe, was geschehen sei, und man könne der Frau wegen ihres Schwachsinns auch keinen strafrechtlichen Vorwurf machen. Sie sei bei der Tat nicht schuldfähig gewesen.  Der Vorsitzende der Strafkammer fragte den Sachverständige damals, ob die Angeschuldigten nicht doch verantwortlich sei. Mit Blick auf den IQ  antwortete der erfahrene Mann mit der Gegenfrage: „Würden Sie eine Zehnjährige ins Gefängnis stecken?“

(Quelle, Foto: Polymicrogyrie, © wikipedia.de)