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20. Drachenfest

9. Juni 2017

Freunde des Drachensportes können sich im Juni auf ein ganz besonderes Highlight freuen: Am kommenden Samstag  von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Sonntag von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr führt die Gemeinde Geeste in Zusammenarbeit mit dem Drachentreff Lingen und die LWT GmbH die 20. Auflage des Drachenfestes am Speichersee Geeste durch.

Rund 30 Teams mit 75 tollkühne Drachenpiloten aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland lassen an diesem Wochenende ihre kunterbunten und phantasievollen Fluggeräte am Himmel über dem Speichersee Geeste tanzen und das Firmament verzaubern. Im Mittelpunkt des Besucherinteresses werden sicherlich die Großdrachen stehen, aber auch über die kleinen und wendigen Himmelstürmer darf gestaunt werden, die ebenfalls mit viel Liebe und besonderer Geschicklichkeit gebaut sind.

„Wir hoffen bei gutem Wetter und ausreichend Wind ein buntes Treiben am Himmel über dem Speichersee präsentieren zu können“, hoffen die Organisatoren Stefanie van Rheenen, Stephan Berndzen und Kai von Seggern. Zur Unterhaltung der „kleinen“ Besucher steht neben der Kinderbelustigung eine Hüpfburg zur Verfügung, die allen Kindern viel Freude bereiten wird. Der Besuch des Drachenfestes ist kostenfrei.

 

(Quelle: PM, Fotos privat)

House am See – Festival 2017
Geeste – Speicherbecken
Do 25. Mai und Freitag 26. Mai 2017

Karten: 37,50 Euro

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Line-Up Tag Eins  – Himmelfahrt 25.5. (Vatertag)

(In einer früheren Version dieses Beitrags hatte ich den Himmelfahrtstag tatsächlich als Gründonnerstag bezeichnet. Blogleser  Wilfried Roggendorf, in einer früheren Version dieses Hinweises vertippt mit F geschrieben, (und Herrn Steve Jobs) sei gedankt, dass ich diesen Fehler – aus dem Badezimmer meines Urlaubshotels heraus – zu korrigieren vermochte… 😎 )

Hostels

1. Juni 2014

EarthershostelEin Sommertipp aus Amiland:

Reisen ist nicht billig, aber Übernachtungen müssen trotzdem nicht teuer sein, weiß mashable.

Hostels -Englisch für Herbergen- sind da eine Lösung, vorzugsweise für junge Reisende, die ein sauberes, bequemes und eben bezahlbares Zimmer suchen, um sich nach einem langen Touristentag ausruhen zu können. Anschließend hat man etwas mehr im Portmonee für Aktivitäten oder ein leckeres Essen vor Ort.

Das US-Onlinemagazin mashable zeigt jetzt die zehn besten Hostels in Europa. Drei liegen in Spanien, zwei in Portugal, dann kommen Polen, Tschechien, Kroatien, Italien und die Türkei.

Gibt’s hierzulande Vergleichbares? Bei uns in Lingen fällt mir nur die Jugendherberge am Dieksee ein; das Jugendgästehaus am Speicherbecken ist nur gruppenweise buchbar.

(Foto: Earthers Hostel in Hvar, Kroatien – Platz 1 bei mashable.com)

Geeste-Zuschrift

6. Februar 2014

133px-Wappen_Geeste„…mach mal wieder etwas Stimmung in deinem Blog, sonst schlafe ich beim Lesen ein!!!
Die Oppositionsparteien im Rat der Gemeinde Geeste, SPD und UWG, stellen den von der Opposition unterstützten parteilosen Kandidaten für die kommende Bürgermeisterwahl am Freitag den 07.02.2014/ 13:00 Uhr in einem Pressegespräch in der Gaststätte „Zur Fähre“ an der Emsbrücke in Geeste-Dalum vor.
Ich verspreche dir, der Kandidat wird einschlagen wie eine Bombe und es der CDU richtig schwer machen – wer will schon Höke in Geeste!“
(Grafik: Wappen der Gemeinde Geeste)

Gruselnachmittag

26. Oktober 2013

Moor.AbzugsgrabenGruselnachmittag im Moor
Geeste  –  Moormuseum

Mittwoch, 30.10. 13  –  16 Uhr
Museumeintritt plus 3 €

Wer traut sich mit ins herbstliche Moor, über wankende Wege, bei einsetzender Dämmerung? Seltsame Geräusche begleiten uns und sind Anlass für spannende Geschichten. Keine Angst: ein Licht wird euch dabei leuchten, denn auch Weglichter werden gebastelt.
Für Kinder von 6 bis 12 Jahren! Bitte vorher anmelden! Treffpunkt Kasse.

 

(Moorgraben. Foto: Hajotthu, CC)

milanpaul d

23. August 2013

SpeicherbeckenLingen

Speicherbecken Geeste, nahe Lingen (Ems), Entnahmebauwerk. milanpaul via flickr

Werner Bußmann +

12. November 2012

Nicht nur die Grünen im Landkreis Emsland trauern um Werner Bußmann, Gründungsmitglied der Grünen und langjähriger Weggefährte.

Aus Osnabrück stammend war er von 1972 bis 1993 Lehrer in Geeste. Noch vor Gründung der Grünen war er bereits Mitglied der Grünen Liste Umweltschutz, die 1980 in der neuen Partei Die Grünen aufging. 1981 war er der erste grüne Vertreter im Kreistag, dem er zehn Jahre lang angehörte. Danach wurde er von 1991 bis 1996 in den Gemeinderat in Geeste gewählt.

Nachdem Werner Bußmann bereits zuvor Beiträge für das Fernsehen gedreht hatte, verließ er 1993 den Schuldienst und wurde freiberuflicher Journalist. Er schrieb vor allem  für Fachblätter aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Von 1991 bis 2006 war Werner Bußmann Geschäftsführer und Vorstandsmitgleid der Geothermischen Vereinigung. 2009 wurde er zum Präsidenten der ENEW ernannt, dem geothermischen Energie Netzwerk. Er organisierte internationale Kongresse zur Erdwärme und nahm häufig an Delegationsfahrten aus den Bereichen Politik und Wirtschaft nach Asien, Südamerika und in viele europäische Länder teil.

Werner Bußmann fand zu der ökologischen Bewegung in der Zeit des Ausbaus der Atomenergie. Ich erinnere mich noch an seine planvolle Mitorganisation der beiden Anti-AKW-Demonstrationen Anfang der 1980er Jahre. Seinen Protest gegen diese Technologie ergänzte er schon früh durch Ideen zu einer positiven Zukunft der Energieversorgung. Bis zu seinem letzten Tag sichtete er Fachzeitschriften, initierte Projekte und koordinierte Bestrebungen zur erneuerbaren Energie auch in unserem Raum. Unten sein letzter Tweet vom 3. November.

Ich erinnere mich gern an seinen feinen Humor, seine ironischen Bemerkungen. Werner Bußmann setzte sich nie in Szene, lautstarkes Verhalten lag im nicht. Trotzdem wurde er in den Anfangstagen der Grünen oft missverstanden und angefeindet, im Emsland trafen seine Ideen kaum auf offene Ohren. Erneuerbare Energien galten lange als weder erforderlich noch realisierbar. Genugtuung erfuhr er jedoch, wenn Projekte in China oder Chile erfolgreich waren. Auch in  bayerischen Kommunen fand er engagierte Mitstreiter.

Nicht nur die Grünen haben ihm viele Anregungen zu verdanken. Sein Verdienst geht weit über die politische Partei oder den regionalen Rahmen des Emslandes hinaus.

(Quelle:PM Bündnis’90/Die Grünen, Norbert Knape)

Mietersuche

12. März 2012

Da hatte ich den Eindruck, dass der in Lingen ganz gut gelegene Schlecker bei mir im Hause läuft. WIr haben auch gerade erst im letzten Spätsommer den Vertrag neu abgeschlossen. Aber ich muss wohl trotzdem einen neuen Mieter für rd. 160 qm Ladenfläche suchen; denn Anton Schleckers Drogeriemarkt zieht „nach der vorläufigen Liste des vorläufigen Insolvenzverwalters“ auch aus der Bauerntanzstraße 10 aus. Hier die ganze (wie gesagt vorläufige) regionale Schlecker-Schließliste:

Bawinkel
Geeste-Groß Hesepe
Twist
Haren/Ems Erika
Haren-Wesuwe

Heede
Lathen
Rhede-Ems
Börger
Papenburg-Bokellesmoor

Lingen, Bauerntanzstraße
Lingen-Baccum
Lingen-Bramsche
Lingen-Gauerbach

Neuenhaus, Hauptstraße
Neuenhaus-Veldhausen
Nordhorn, Bentheimer Straße

Nichtgeltendmachung

28. Januar 2012

„Der 7. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 24. Januar 2012 – 7 LA 91/10 – einen Antrag auf Zulassung der Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Osnabrück vom 16. Juli 2010 – 2 A 58/08 – abgelehnt, mit dem dieses eine Klage mehrerer Kommunen gegen die Nutzung des militärischen Übungsgeländes „Nordhorn Range“ abgewiesen hatte. Das die Klage abweisende Urteil des Verwaltungsgerichts ist damit rechtskräftig geworden.

Bei dem Übungsplatz „Nordhorn Range“ handelt es sich um einen Luft-Boden-Schießplatz in der Nähe von Nordhorn, der 2001 von der britischen Royal Air Force an die Bundeswehr übergeben wurde. Die Nutzung wurde nach der Übergabe von der Bundeswehr im bisherigen Rahmen fortge-führt. Im März 2008 erhoben die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland, die Städte Nordhorn und Lingen, die Samtgemeinde Schüttorf sowie die Gemeinden Wietmarschen, Emsbüren und Geeste Klage gegen die weitere Nutzung von „Nordhorn Range“. Vorangegangen waren er-folgreiche Klageverfahren brandenburgischer Kommunen und Bürgervereinigungen gegen das Übungsgelände Wittstock („Bombodrom“) in Brandenburg, das seit Ende 2000 aufgrund von Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts (Urt. v. 14.12.2000 – 4 C 13.99 -, juris) und des Verwaltungsgerichts Potsdam (Urt. v. 31.7.2007 – 3 K 2498/03 -, juris) von der Bundeswehr nicht mehr genutzt werden durfte.

Das Verwaltungsgericht Osnabrück hatte die Klage gegen „Nordhorn Range“ abgewiesen, weil die klagenden Kommunen ihr Abwehrrecht verwirkt hätten. Aufgrund der langjährigen Nichtgeltendmachung des Abwehrrechts (von 2001 bis 2008) stelle sich dessen Geltendmachung als Verstoß gegen Treu und Glauben dar; die beklagte Bundesrepublik Deutschland hätte davon ausgehen dürfen, dass sich die Kommunen gegen die Nutzung von „Nordhorn Range“ als Luft-Boden-Übungsschießplatz nicht mehr zur Wehr setzen würden. Dieses Urteil hat der 7. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts nunmehr bestätigt. Die von den Klägern geltend gemachten Berufungszulassungsgründe greifen nicht durch. Das Verwaltungsgericht hat das Klagerecht der Kläger zu Recht als verwirkt angesehen. Insbesondere können sie sich nicht mit Erfolg darauf berufen, dass sie zunächst den Abschluss des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens hinsichtlich des „Bombodroms“ in Brandenburg abwarten wollten. Ihre langjährige Untätigkeit war jedenfalls geeignet, auf Seiten der Beklagten den Eindruck zu erwecken, der Übergang von „Nordhorn Range“ auf die Bundeswehr werde zumindest mit rechtlichen Mitteln nicht angegriffen.“

Soweit die Pressemitteilung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts („OVG“). Der Beschluss selbst liegt noch nicht vor. Erstaunlich finde ich die Auffassung des Oberverwaltungsgerichts schon, nach lediglich gut sechs Jahren behaupteter  rechtlicher (!) Untätigkeit (verquaster Fachbegriff: „Nichtgeltendmachung“) sei ein Rechtsanspruch verwirkt. Bei wikipedia findet sich diese zutreffende Verwirkung-Definition:

Ein Recht ist verwirkt, wenn (1) der Berechtigte es längere Zeit hindurch nicht geltend gemacht hat und (2) der Verpflichtete sich darauf eingerichtet hat und (3) sich nach dem gesamten Verhalten des Berechtigten auch darauf einrichten durfte, dass dieser das Recht auch in Zukunft nicht geltend machen werde.

Würde man sich angesichts dessen nicht bis auf die juristischen Knochen blamieren, verträte man als Anwalt in einem Prozess nach gut sechs Jahren vielfältiger Debatten und Diskussionen um einen Anspruch die Auffassung, nun sei alles verwirkt, jeder Anspruch perdú? Denn genau das war hier der Fall: Nie konnte sich der Verteidigungsminister darauf einrichten, dass die Menschen und ihre Gebietskörperschaften an Ems und Vechte ihr Recht nicht mehr geltend machen, Nordhorn Range zu schließen. Alle in der Region haben dies von 2001 bis zur Klageerhebung 2008 vielfach und von jedem Verteidigungsminister gefordert.

Mir erscheint der Beschluss fern der Realität. Zu keiner Zeit konnte sich die Bundesregierung auch nur im Ansatz darauf einrichten, dass die klagenden Gemeinden und Landkreise den Luft-Boden-Schießplatz Nordhorn-Range akzeptiert hätten. Das Gegenteil wusste das Verteidigungsministerium. Von Verwirkung kann in Sachen Nordhorn-Range beileibe keine Rede sein.

Das für seine stringent obrigkeits- d.h. verwaltungsfreundliche Rechtsprechung bekannte OVG im ruhigen Lüneburg hat also  nicht nur formal zweifelhaft sondern vor allem bürgerfeindlich entschieden. Denn mit seiner Entscheidung haben die  Oberverwaltungsrichter um ihren Vorsitzenden Wolfgang Kalz auch die vielfachen Aktivitäten der Bürger der Region beiseite gewischt und nicht nur unseren Gemeinden und Landkreisen sondern uns allen, die wir hier leben, jede inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Anachronismus eines Luft-Boden-Schießplatzes inmitten eines dicht besiedelten Raumes verweigert. Die Grafschaft, das Emsland, Nordhorn, Lingen & Co sollten also allemal gegen diese, mir willkürlich erscheinende Verweigerung rechtlichen Gehörs die Hilfe des Verfassungsgerichts suchen. Zumal ein rechtswidriger Zustand nicht durch bloße Untätigkeit rechtmäßig wird.

Aber ich frage heute auch besorgt, wie das Verteidigungsministerium jetzt angesichts der  reagiert: Wird es die Zahl der Schießeinsätze auf Nordhorn-Range wieder erhöhen? Wer könnte es daran hindern, wo doch die Rechte dagegen rechtlich verwirkt sein sollen?

Allerdings:  Selbst wenn in Zukunft das deutsche Verfassungsgericht den sehr arbeitsökonomisch durch das OVG gesetzten  rechtlichen Schlusspunkt durch das OVG absegnen sollte, auf der politischen Tagesordnung steht weiterhin ganz oben die Forderung  „Nordhorn-Range muss weg!“

(Foto: (c) Notgemeinschaft Nordhorn Range)