Seit gestern und noch bis Sonntag gibt es die  „Stunde der Gartenvögel“. Traditionell findet die große NABU-Aktion am zweiten Wochenende im Mai statt. Der NABU schreibt: „Machen Sie mit? Egal ob im Garten oder auf dem Balkon: Schnappen Sie sich Zettel und Stift und zählen Sie eine Stunde lang die Vögel, die Sie beobachten oder hören. In Zeiten von „Social Distancing“ geht das prima im kleinen familiären Kreis oder auch alleine.

Hier alle Infos zur „Stunde der Gartenvögel“

Übrigens: Zum Warmlaufen empfiehlt der NABU seinen „Vogeltrainer“ oder die NABU-App „Vogelwelt“. Beides bereitet ideal auf die Vogelzählung vor.

liegen lassen

21. Oktober 2019

Die Tage werden kürzer, die Blätter färben sich allmählich bunt und sammeln sich in Gärten und auf Wegen. Jutta Over (NABU Emsland/Grafschaft Bentheim) rät: „Im Garten sollte man das Laub nach Möglichkeit liegen lassen und so für einen geschlossenen Stoffkreislauf sorgen.“ Was auf den Rasen fällt, verteilt man am besten auf den Beeten. Denn während das verrottende Laub den Grashalmen nicht gut tut, liefert es für die Pflanzen im Beet wertvolle Nährstoffe. Zudem schützt es Pflanzen und Boden vor Austrocknung und Frost. Kleintiere in der Laubstreu verwandeln das Laub in Humus. Mit einem auf diese Weise aufgebauten, natürlichen Humusboden sind die Pflanzen besser gewappnet, falls wieder ein Dürresommer kommt.

Auch vielen tierischen Gartenbewohnern bietet das Laub in der kalten Jahreszeit Schutz: „Wenn man den Winter über Laubhaufen im Garten liegen lässt, profitieren davon zum Beispiel Igel, Erdkröten und Schmetterlingspuppen. Sie brauchen solche Winterquartiere“, sagt Over. Besonders wichtig seien Laub- und auch Reisighaufen für die Insektenfresser unter den Vögeln, die in der kalten Jahreszeit bei uns bleiben. Rotkehlchen, Zaunkönig und Heckenbraunelle picken im Winter kleine Asseln und Spinnen aus dem Laub. Auch die Amsel scharrt hier gern.

Wer herabgefallene Blätter von Wegen entfernen und der Natur etwas Gutes tun möchte, entscheidet sich für Besen und Rechen. „Laubsauger oder Laubbläser richten großen Schaden an“, so die Biologin „Der Laubsauger saugt mit dem Laub auch Bodenbewohner wie Insekten und Regenwürmer auf, außerdem Frösche, Erdkröten und sogar kleine Igel.“ Spätestens die Häckselfunktion mancher Modelle töte die Tiere oder verletze sie schwer. Laubbläser seien kaum besser. Sie wirbeln Blätter und Tiere mit über 200 Stundenkilometern durch die Gegend. Dabei kommen viele Kleintiere ums Leben, die für die Natur und den Garten sehr wertvoll sind.

Laubsauger und -bläser stellten zudem durch die Lautstärke sowie die Abgase mit ihren Schadstoffen eine Belastungen für die Umwelt sowie Verwenderinnen und Verwender dar. Wer stattdessen zu Besen und Rechen greift, schont die Natur sowie die eigene Gesundheit und spart überdies Geld, so der NABU.

Viele Tipps für den naturnahen Garten gibt es zum Download hier.

Nachtrag: Den Tipp, das Laub liegen zu lassen, hatte vor 40 Jahren schon der Lingener Gartenarchitekt und spätere Naturschutzbeauftragte des Landkreises Klaus Strothmann parat. 


Text: PM des NABU; Foto: © Wilfried Jürges: Laubbesen

Offene Gärten

17. April 2017

Gärten und Parks, Alleen und Plätze bestimmen in hohem Maße die Lebensqualität und den Erlebniswert einer Stadt. Der Garten als Ort der Ruhe und Erholung gewinnt in dabei immer mehr an Bedeutung. Entsprechend wachsen das Angebot an Gartenliteratur sowie die Lust an Gartenreisen. In den letzten Jahren hat sich zudem die Gartenkultur in Deutschland stark gewandelt.

„Offene Gartenpforte“ ist der treffende Name einer folgerichtigen Bewegung, die – ursprünglich aus England – auch hierzulande immer mehr Freunde findet. Seit 1999 wird diese Aktion im benachbarten Westfalen vom Billerbecker Winfried Rusch durchgeführt. Ich bin auf sie durch eine Broschüre aufmerksam geworden, die ich in Kathys Wohnart in der Lingener Burgstraße fand.

Neugierig geworden stieß ich dann schnell auf vergleichbare Initiativen, u.a. eine deutsch-niederländische, die sehenswerte Privatgärten in unserer Region und den nordöstlichen Provinzen der Niederlande dem interessierten Publikum zugänglich macht. Auf diese Weise werden sowohl die Gartenkultur als auch der Kontakt zwischen Niederländern und Deutschen gefördert.

Inzwischen nehmen rund 150 Gärten teil, die alle von einer Gartenkommission beurteilt und im Turnus von drei Jahren wieder aufgesucht werden. Kriterien für die Bewertung sind u. a. Gastfreundlichkeit, Pflanzenkenntnis der Besitzer, der Zustand und die Ausstrahlung des Gartens. In Lingen (Ems) darf man den Garten von Johannes Wiemker in Darme besuchen und südlich unserer Stadt zwei Gärten in Ahlde und Emsbüren. Im Landkreis Emsland sind es im wesentlichen öffentliche oder quasi-öffentliche Gärten, die mitmachen. Für Privatleute und ihre Gärten ist noch reichlich Platz.

Im nordwestlichen Niedersachsen können außerdem Gärten im Ammerland, in Ostfriesland,  in Oldenburg und im Oldenburgischen Land besucht werden. Im Sommer und im Herbst findet der so genannte Gartenmarathon statt. Darüber hinaus bieten viele Garteninhaber auch individuelle Termine an.

Verantwortlich für das Ganze ist die Stiftung „Het Tuinpad Op/In Nachbars Garten“. Sie wurde 1984 in der Provinz Groningen von motivierten Gartenfreunden als Träger der Initiative gegründet. 1992 wagte die Stiftung den Schritt über die Grenze der Provinz Groningen nach Nord-West-Niedersachsen. Im Jahre 2007 kam die niederländische Provinz Drenthe hinzu. Weitere Informationen hält die Website sowie der Gartenführer „In Nachbars Garten / Het tuinpad op“ (152 Seiten, 10 Euro incl. Versand) bereit.

Auch im Osnabrücker Land gibt es die Offene-Gärten-Bewegung, und eine niedersachsenweite Übersicht findet sich hier. Für Privatleute und ihre Gärten ist noch reichlich Platz zum Mitmachen.

Gärten und Bronze

4. Juni 2011

Zwei Wochenendtipps:

Am Sonntag, den 5. Juni 2011, in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr öffnen in Herbrum bei Papenburg (Emsland) fünf private Gartenbesitzer ihre Gartenpforten und laden alle Gartenliebhaber zu einen Besuch ein. Unterschiedliche Gärten in verschiedenen Stilrichtungen stehen den Besuchern offen und geben einen Einblick in die Vielfalt heimischer Gärten.

Es besteht für jeden Besucher die Möglichkeit, seine eigene Gartentour durch Herbrum zu unternehmen. Hierbei ergibt sich sicher auch der eine oder andere interessante Erfahrungsaustausch zwischen den Besuchern und Gartenbesitzern.

Ein Flyer mit der Beschreibung und den Standorten der einzelnen Gärten kann von der Internetseite des veranstaltenden Heimatvereins Herbrum  heruntergeladen werden. Der Eintritt in die und in den Gärten ist frei.

Eine Alternative oder eine Ergänzung zur Gestaltung des Wochenende sind die Uelser Bronzezeittage am Samstagnachmittag, den 4. und Sonntag, den 5. Juni.  von 12 bis 18 Uhr. Sie finden zum siebten Mal auf dem Bronzezeithof in Uelsen (Grafschaft Bentheim) statt – zu denen wir auch in diesem Jahr ein buntes Treiben um Handwerk und Kunst, Musik und Kulinarisches auf die Beine stellen werden.

„Entdecken Sie urgeschichtliche Funde, Keramiken, Werkzeuge und deren Repliken in einer Dauerausstellung in Blekker’s Hofcafé.
Hautnah erleben Sie die Geschichte der frühen Uelser Menschen am Riedberg. Informationstafeln und filmische Darstellungen liefern Ihnen Antworten und neue Fragen rund um das Thema Bronzezeit in Uelsen und Umgebung.
Die Dauerausstellung kann kostenlos zu den Öffnungszeiten des Cafés besucht werden.
Öffnungszeiten Blekker’s Hofecafé von Mittwoch – Sonntag: 14 – 18 Uhr“

Eintritt: Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro (ohne Gewähr – die im Internet zugänglichen Meldungen sind leider eher rudimentär.