macht ernst

22. März 2014

10x13_heiligenstadt_frauke_cnmi_zoomNiedersachsen macht ernst und kippt das umstrittene Turbo-Abi am Gymnasium als erstes Bundesland komplett. Ab 2015 soll das Abitur nach 13 Jahren wieder die Regel sein. Am Donnerstag stellte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD Foto lks) die Details dieser Abi-Reform vor. Tags zuvor hatte eine eigens zur Frage der Zukunft des Abis am Gymnasium einberufene Expertenkommission abschließend getagt.

Seit vergangenem Sommer hat sich das Gremium aus Lehrern, Schülern, Eltern und Verbänden mit verschiedenen Möglichkeiten befasst, um den Abistress an Niedersachsens Gymnasien zu mildern: Ein abgespecktes G8, sprich acht Jahre bis zum Abi mit weniger Prüfungsfächern und Klausuren, die Rückkehr zu neun Jahren oder ein paralleles Angebot von G8 und G9. Die Ergebnisse der Kommission sind nun Basis für Heiligenstadts Reformpläne. Ihren Grundsatzentscheid für die Rückkehr zum G9 hatte die Ministerin allerdings schon im Februar verkündet. Zuvor hatte Heiligenstadt über Monate stets darauf verwiesen, auf die Empfehlungen der Expertengruppe warten zu wollen.

Konkretes konnte Heiligenstadt im Februar noch nicht vorlegen. Wie genau ihre Abi-Reform aussehen soll, liefert sie jetzt nach: Ab dem Schuljahr 2015/16 soll das G9 wieder für alle GymnasiastInnen der fünften bis achten Klasse gelten. Der erste Jahrgang soll demnach 2020/21 wieder das Abi nach insgesamt 13 Schuljahren absolvieren. Und auf dem Weg dahin wolle man SchülerInnen „Zeit zum Lernen und zum Leben geben“, wie es Heiligenstadt formuliert.

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( Foto: ©SPD-Landtagsfraktion)