Zur Eröffnung seiner Sommer-Ausstellung „AltmannKunstMoneckeWake“ lädt der Kunstverein Lingen für den nächsten Freitag, 19 Uhr herzlich ein. Nach den offiziellen Reden führen Studierende der Theaterpädagogik  um 20.00 und um 21.00 Uhr eine Aktion des Künstlers Richard Wake von Student:innen der Theaterpädagogik in Lingen wieder auf.

Der Titel der Gruppenausstellung nennt die Nachnamen von vier Künstlern einer Generation, die alle jedenfalls zeitweise im Emsland lebten und arbeiteten: Beringer Altmann, Friedrich Kunst, Karl-Heinz (Charly) Monecke und Richard Wake. Alle wurden in den 1930er Jahren geboren, erfuhren die Nachkriegsjahre mit den Kunstströmungen Informel, Pop Art, Aktion, Happening  und expressiver Malerei und haben sie in ihrem Werk auf jeweils eigene Art und Weise reflektiert.

Beringer Altmann arbeitete im Medium Malerei, Friedrich Kunst schuf Aquarelle, Zeichnungen und Skulpturen, Karl-Heinz („Charly“) Monecke malte vor allem Bilder und Richard Wake war bekannt durch seine Skulpturen aus Stahl, Eisen oder auch Aluminium, die er auch im öffentlichen Raum präsentierte.  Über die Korrespondenz in der Präsentation von Malerei, Grafik und Skulptur der vier Künstler wird es sowohl möglich, die jeden einzelnen Künstler prägende Formensprache und ihre Inhalte aus ihrer jeweiligen Zeit der Entstehung heraus zu vermitteln als auch diese miteinander zu vergleichen.

Gerade weil es sich bei der Auswahl der Künstler um Menschen einer Generation handelt, die auf die Kunstströmungen seit den 1960er Jahren aus der Perspektive der Peripherie reagiert haben und zwar in großen Städten studiert haben, aber dann danach vor allem in einer kleinen Stadt wie Lingen (Ems) gearbeitet haben, können im Rahmen der Ausstellung Fragen nach einem ihrer Zeit gemäßen Stil oder auch nach einer Zeitlosigkeit in den Inhalten und in der jeweiligen Formensprache verhandelt werden.

Insofern werden sowohl die jeweiligen Eigenheiten der Personen Beringer Altmann, Friedrich Kunst, Karl-Heinz (Charly) Monecke und Richard Wake wie auch ihrer Kunstwerke intensiv vermittelt als auch ihre unterschiedlichen Inspirationsquellen und kulturellen Hintergründe diskutiert. Ebenso wird ihre über diese Region hinausgehende Wirkung vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die kulturelle Identität einer Region kritisch reflektiert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

„Ausstellung und der Katalog werden großzügig unterstützt durch die Lingener Bürgerstiftung. Der Katalog wird großzügig durch die Emsländische Landschaft für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim e.V. gefördert.“ (Kunstverein Lingen)

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in der Kunsthalle Lingen, Kaiserstraße 10a, die aktuellen Schutzmaßnahmen der Corona-Verordnung (begrenzte Personenzahl, Mund-Nasen-Bedeckung, Abstandsgebot) gelten