Peter Müller

25. Dezember 2011

Musik zu Weihnachten
in der Kreuzkirche zu Lingen (Ems)

Kantor Peter Müller spielt an der Flentrop-Orgel
Georg Böhm zum 350. Geburtstag“ III

sowie Werke von Franz Liszt (200. Geburtstag)
und Jehan Alain (100. Geburtstag)

Lingen  –  Universitätsplatz
2. Weihnachtstag, Montag  26.12.  –  18 Uhr

Eintritt 5,00 € (erm. 3,00 €)

Auf der  Youtube-Aufnahme spielt Simone Stella Stücke für Orgel aus „Gelobet seist du, Jesu Christ“ von Georg Böhm (1661 – 1733).

Chor St. Bonifatius und Heiko Holtmeier
Künstlerische Leitung: Joachim Diedrichs
Konzert für Orgel und Chor mit Werken von Franz Liszt (1811-1886)
„Missa choralis“ und Orgelphantasie „Ad nos, ad salutarem undam”
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Lingen (Ems) – St. Bonifatius-Kirche, Burgstraße
Sonntag, 13.11. –  20 Uhr
Eintritt: 12 Euro, erm. 8 Euro

Gala

22. August 2010


Zusammen mit meiner Frau Annette, Martin Heitker (BN) und Sabine Stüting war ich gestern Abend Gast des TuS Lingen. Was soll ich sagen: Der TuS präsentierte sich und seine jetzt hundertjährige Geschichte bei einem Fest in Halle IV, und dieses Fest war ein Genuss, exakt so, wie ich mir die Geburtstagsfeier eines Jubilars vorstelle. Garant für den Erfolg des Abend war dabei Werner Hansch, der traditionell gern beim TuS gesehene Medienprofi.

Top informiert führt der Dortmunder durch den Abend, der dank Hansch‘ Lockerheit stets spannend und informativ blieb und zu keinem ermüdenden Grußwort-Zeremoniell wird. Seine Interviews mit Physiotherapeut Gerd Cardinal („Damals waren wir dritte Liga, jetzt hab ich die Mannschaft in die siebte Liga ‚runtermassiert“), TuS-Macher Gregor Menger („Bin kein Bayern-Fan, aber als Bayern hier bei uns war, war das schon absolut professionell!“) und Festschriftautor Benno Vocks („Nein, ich bin kein Lehrer. Bin ein Lehrer gewesen.“) sind Highlights. Zu keinem Zeitpunkt wird es langweilig. Die Stegmann-Zwillinge finden bei ihren Darbietungen die ganze Aufmerksamkeit von 400 Fußballern und ihren Gästen. Franz Liszts ungarische Rhapsody Nr. 2 auf einem Fußballfest. Das beeindruckt. Die Festschrift ist wirklich ein Hingucker – ein Buch, das Benno Vocks in vierjähriger Arbeit konzipiert und zusammengetragen hat, die Nazi-Zeit nicht ausspart und das durch eine werbewirksam überreichte Spende von „RWE Power“ finanziert ist.

Sabine Stüting folgt beeindruckt der Musik, dann amüsiert wie interessiert den launigen Wortbeiträgen, von TuS-Sprecher Reinhard Klus bis zur munteren Reihe der gratulierenden Nachbarvereine („Hier noch ein Flachgeschenk“) und des TuS-Fanclubs. Besonders interessiert ist sie am tatsächlich einmaligen TuS-Projekt mittendrin, der Integration behinderter Sportler in den Vereinsbetrieb. Sie fragt mich nach Mädchenmannschaften und danach, wie die gleich  mehrfach angesprochenen Zusammenarbeit der Lingener Fußballvereine im Jugendbereich („der demografische Wandel, jaja auch hier.“) gedacht sein könnte. Eine Annäherung der jungen OB-Kandidatin an die ihr sonst nicht ganz so nahe Fußballwelt, auf die ihre fünf männlichen Konkurrenten an diesem Abend verzichten. Keiner ist gekommen. Reinhard Janning, Vorsitzender des SV Holthausen-Biene, erwähnt, dass sein Verein 1922 gegründet sei. Die Hundertjahrfeier der Biener wäre dann ja, sagt meine Nachbarin, mitten in der zweiten Wahlperiode von Oberbürgermeisterin Sabine Stüting, Sabine  lacht, als sie es hört.

Es ist spät geworden gestern, aber jede Minute hat sich gelohnt. Danke an  Gregor Menger, Reinhard Klus, Siegfried („Siggi“) Lüpken und Karl-Josef („Jupp“) Reisloh – die Macher des modernen TuS Lingen.