FAHR RAD!

3. Mai 2018

Die Ausstellung „FAHR RAD! ΙDie Rückerorberung der Stadt“ im Deutschen Architektur Museum Frankfurt veranschaulicht anhand beispielhafter Projekte aus aller Welt wie fahrradgerechte Infrastrukturen Städte für alle lebenswerter machen.

Gut gestaltete öffentliche Räume sind zentrale Aufgaben für Stadtplanung und Landschaftsarchitektur. Als dritter Akteur auf dieser begrenzten Fläche kommt die Verkehrsplanung hinzu. Der Radverkehr spielt in all diesen Bereichen eine zentrale Rolle, er kann der Schlüssel zum Erfolg werden.

Um die Lebensqualität zu erhalten und weiter zu verbessern, braucht es in einer zunehmend dicht bebauten und intensiv genutzten Stadt mehr Raum auf Straßen und Plätzen, mehr Grün- und Freiflächen. FAHR RAD! zeigt, wie eine Stadtentwicklung aussehen kann, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad lockt – und wirbt mit Projekten aus aller Welt für diese sanfte Rückeroberung der Stadt. In den Fokus gerückt werden Städte wie Kopenhagen, New York, Karlsruhe und Oslo. Sie zeigen auf, wie der Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Stadt auch über die Planungen für eine fahrradgerechte Stadt führen kann.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 02. September
Ort: Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt
Einlass: Di, Do bis So 11–18 Uhr, Mi 11–20 Uhr, Mo geschlossen.
Eintritt: 9 EUR, erm. 4,50 EUR
Zur Ausstellung erscheint der Katalog „FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt“.
Online-Bestellmöglichkeitdes Katalogs im Museumsshop

Sie sollten in diesem Sommer im DAM Frankfurt vorbeischauen, finde ich, und, wenn ein Verantwortlicher aus dem Lingener Rathaus nach Frankfurt fährt, sollte er es vielleicht nicht nur aus diesem Grund sondern vor allem wegen dieser FAHR RAD!-Ausstellung machen. Sie könnte ihm nämlich die Augen öffnen, was dringend gemacht werden muss. Dies wäre nämlich nachhaltig und für unsere Stadt vor allem dann nützlich, nähme er beispielsweise einen Skizzenblock mit. Alles andere, erscheint mir, ist heiße PR-Luft.

Mehr hier in einer Sendung von HR2 mit den Kuratoren der Ausstellung.

)Quellen: DAM, HR2)

Jupiter

4. Juni 2017

The video started when Mathematician Gerald Eichstädt (Frankfurt, Germany) took still shots taken by NASA’s Juno spacecraft and spent 60 hours editing them together. As if this wasn’t enough, animator Seán Doran then spent another 12 hours smoothing each frame, all 2,400 of them, resulting in this awe-inspiring tribute to the gas giant. Time well spent.

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Bob Dylan

16. Dezember 2016

Wow! Stefan Epping sei Dank:
Nach Stockholm zur Nobelpreisverleihung wollte er nicht kommen – dafür tritt Rocklegende Bob Dylan im Frühjahr in der niedersächsischen Provinz auf. Am Mittwoch, 12. April 2017 gastiert der Singer-Songwriter in der EmslandArena in Lingen(Ems), teilte heute der Konzertveranstalter mit. Außer in Lingen spielt der Literaturnobelpreisträger noch in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt. Auch der Tourveranstalter bestätigte auf dpa-Anfrage den geplanten Emsland-Auftritt des Literaturnobelpreisträgers. „Seit unserer Eröffnung vor drei Jahren ist das sicherlich der größte Act, den wir hier haben“, sagte Stefan Epping, Veranstaltungsmanager der Emsland Arena. In die unbestuhlte Halle passen bei Rockkonzerten bis zu 4500 Zuschauer, mit Bestuhlung sind es 3000. Dylan wird in der bestuhlten Halle auftreten. Das sei schon jüngst bei einem Konzert der Kölsch-Rocker BAP so gewesen, erzählte Epping. „Es ist zwar ungewohnt, einen Song wie „Verdamp‘ lang her“ auf Stühlen sitzend zu hören, ist aber so“, sagte der Arena-Sprecher. Nicht nur die Rock-Legenden, auch ihre Fans werden offensichtlich älter. (Quelle)

Patti Smith Performs For Bob Dylan Forgets The Lines To Bob Dylan Lyrics In Nobel Prize Tribute „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“
Includes Bob Dylan’s Noble Prize. Banquet Speech By Bob Dylan Given By The United States Ambassador To Sweden Azita Raji, At The Nobel Banquet, 10 December 2016.

welches

19. Juli 2016

Einen dicken Applaus für die Literaturabteilung der Polizei Frankfurt.

Grass

(via Lachgas)

onaanvaardbaar

19. April 2014

Hoghe„Wenn die Bäume fallen, stehen die Menschen auf“ sangen vor 30 Jahren die Demonstranten und wehrten sich gegen das Abholzen Hunderter Hektar Wald am Flughafen Rhein-Main bei Frankfurt. Letztlich konnten sie aber die bekämpfte Erweiterung des Flughafens nicht verhindern. Mit der Startbahn West, genaue Bezeichnung Startbahn 18 West, (Luftfahrttechnische Bezeichnung „Runway 18“) entstand eine 4000 Meter lange reine Startbahn auf dem Flughafen Frankfurt am Main, die im westlichen Teil des Flughafens von Norden nach Süden verläuft. Die Planungen zu dieser Startbahn stießen auf erhebliche Proteste und wurden zu einem der wichtigsten Bezugspunkte der Umweltbewegung der 1970er und 1980er Jahre.

Ähnliches könnte jetzt den Nachbarn in Twente widerfahren – hoffentlich mit einem anderen Ausgang. Dort nämlich soll die alte Luftwaffenbasis Vliegfeld Twente zum Zivilflughafen Enschede Airport Twente werden.  Auf dem geplanten Flughafen sollen bis zu 22.000 Flugzeuge pro Jahr starten und landen. So steht es im Entwurf eines Betriebsplans, den das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Umwelt unlängst veröffentlicht hat. Die Zahl der Flugbewegungen entspricht einem Aufkommen von 900.000 Passagieren. Erste Maschinen sollen schon 2015 in Twente starten.

Bildschirmfoto 2014-04-16 um 23.29.32Die Flughafen-Pläne sorgen seit Jahren für großen Unmut zwischen der Provinz Overijssel und den deutschen Nachbarn. Problematisch  wird das Vorhaben auch durch die neue Flughafen-Richtlinie der EU-Kommission. Diese sieht nicht nur vor, dass Airports nach Ablauf einer Frist von zehn Jahren keine Beihilfen fürs operative Geschäft mehr erhalten dürfen.

Festgeschrieben hat Brüssel außerdem, dass Flughäfen keinerlei staatliche Subventionen erhalten dürfen, die in einem Abstand von weniger als 100 Kilometer zum nächsten Flughafen errichtet werden sollen: Von Twente bis zum defizitären Flughafen Münster/Osnabrück in Greven (FMO) sind es nur 80 Kilometer.

Die Flughafengegner diesseits der Grenze sind nicht beruhigt von neueren  Zusicherungen der niederländischen Planer, dass die Anflugrouten nicht über das grenznahe Deutschland führen werden. Für die Kritiker jenseits der Grenze sind vor allem die Auswirkungen „unzumutbar („onaanvaardbaar„), die das Projekt auf die Natur hat. So müssten beispielsweise Tausende von Bäumen auf den künftigen Anflugrouten gefällt werden. Unter anderem wird der Wald im Naturschutzgebiet Hoge Venterink bei Oldenzaal der Kreissäge zum Opfer fallen. Es ist ein besonders prächtiger Forst mit Laubbäumen wie Linde, Ulme und Feldahorn und einer reichen Tierwelt.  Insgesamt sollen „840 Hektar Wald vernichtet“ werden, klagt Naturschützer Jaap Braad von der Umweltschutzorganisation Natuurmonumenten und erläutert: „Die Wälder in Twente bestehen aus sehr wertvollem alten Laubwald auf nährstoffreichen, feuchten Böden und fielen Quellen und Bächen. Es gibt zahlreiche Fledermausarten, Eulenvögel und fünf vom Aussterben bedrohte Spechtarten.“ Kaum vorstellbar, dass angesichts dessen das Projekt Enschede Airport Twente eine einigermaßen objektive Umweltverträglichkeitsuntersuchung überstehen kann.

Und die Betroffenen werden aktiv. Natuurmonumenten hat jetzt binnen nur 14 Tagen insgesamt 16.458 Einsprüche gegen den Enschede Airport Twente gesammelt und dem zuständigen niederländischen Ministerium vorgelegt.

(Foto oben: Ferry Siemensma; Quelle: Natuurmonumenten.nl)

belogen

26. Oktober 2013

Netzpolitik.org titelt
Neue Leaks: NSA spioniert doch in Deutschland
und schreibt:

„Der Spiegel hat neue Snowden-Dokumente bekommen und meldet, dass die Special Collection Services (SCS) – Einheit der NSA an 80 Standorten weltweit geheime Überwachungsstützpunkte errichtet hat. In Deutschland sind Berlin und Frankfirt explizit auf der Liste. In Berlin soll die Einheit heimlich aus der US-Botschaft das Regierungsviertel abhören.

Der Special Collection Service unterhält in der Berliner Botschaft der USA am Pariser Platz eine nicht legal angemeldete Spionagedependance. Dort überwachen Mitarbeiter der NSA und der CIA mit modernen Hochleistungsantennen Kommunikation im Regierungsviertel.

Wie war das jetzt nochmal bei Ronald Pofalla, dass auf “deutschem Boden” niemand abgehört werde?

Unser Innenminister Friedrich erklärte im Sommer:

Alle Verdächtigungen, die erhoben wurden, sind ausgeräumt. Fest steht: Es gab keine “massenhaften Grundrechtsverletzungen” amerikanischer Geheimdienste auf deutschem Boden, wie behauptet wurde.

Noch im TV-Duell mit Peer Steinbrück erklärte Merkel, das Märchen vom “deutschen Boden” und dass man Fragen an die Amerkaner gestellt habe. Den Aussagen der NSA müsse sie vertrauen, “Ich habe auch keinen Anlass, dem nicht zu vertrauen”. Und nun?

Das Handy von Angela Merkel wurde bereits seit 2002 abgehört. Da war sie nicht einmal Kanzlerkandidatin. Und jetzt die Preisfrage an alle Politiker: Wessen Smartphones werden dann wohl noch abgehört?

Entweder ist unsere Bundesregierung so naiv und lässt sich von der US-Regierung belügen und glaubt das. Oder wir werden belogen.“

Menschenrechtsfilmpreis

13. Januar 2013

Am kommenden Dienstag, 15. Januar 2013 werden in Berlin in einer langen  Nacht die Preisträgerfilme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2012 gezeigt. Mit dabei sind auch die Filmemacherinnen und Filmemacher. Die Initiatoren wollen das Thema Menschenrechte ins öffentliche Bewusstsein rücken, weil es sonst nicht selten hinter wirtschaftlichen oder anderen, vermeintlich nützlicheren Belangen zurücksteht.

Weitere Lange Nächte finden in Hamburg (23.01.), München (29.01.) und Frankfurt am Main (31.01.) statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: www.menschenrechts-filmpreis.de.

Übrigen:
Der 2008 mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis in der Kategorie „Amateure“ prämierte Film Oury Jalloh handelt vom gleichnamigen Asylbewerber aus Sierra-Leone, der am 7. Januar 2005, an Händen und Füßen gefesselt, in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt ist. Die Umstände, die zu seinem Tod führten, sind bis heute nicht geklärt und umstritten. Einen Freispruch angeklagter Polizisten durch das Landgericht Dessau hob der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofsauf den Tag genau fünf Jahre nach dem Tod Jallohs- auf (4 StR 413/09) und verwies die Strafsache an das Schwurgerichtskammer am benachbarten Landgericht in Magdeburg. Im Dezember 2012 veurteilte diese den verantwortlichen Dienstgruppenleiter der Polizei in Dessau wegen fahrlässiger Tötung von „Oury Jallow“ (wie er in den Prozessdokumenten heißt) zu einer Geldstrafe.

Der kurze Film von Regisseur Simon Paetau blendet zurück und zeigt am Beispiel Oury Jalloh die prekären Lebensbedingungen von Flüchtlingen, ihre alltägliche Ausgrenzung, die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Das junge unabhängige Filmteam arbeitete mit Oury Jallohs engsten Freunden. Gemeinsam wollen sie mit dem Film zeigen, wie wichtig es ist, sich für seine Rechte einzusetzen!

Zum Film hat das Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e.V. – EPIZ – Berlin nun pädagogisches Material entwickelt. Es eignet sich für den Unterricht an Allgemeinbildenden Schulen ab Klasse 10, für Berufsbildende Schulen sowie für die Jugend- und Erwachsenenbildung.

unterstellen

16. September 2011

Zum Wochenende noch diese kleine Anekdote:

Im Reisebus von Amsterdam nach Frankfurt.

Der Bus wird in der Nähe von Frankfurt von einem Polizisten angehalten, der standardmäßig alle Taschen auf Drogen untersucht. Ein etwas mürrischer Fahrgast möchte den Beamten so schnell wie möglich wieder loswerden.

Fahrgast (während sein Geldbeutel auf Marihuana untersucht wird):
“Aber das Geld lassen Sie schön drin!”

Polizist: “Wollen Sie mir unterstellen, Sie zu beklauen?”

Fahrgast: “Wollen Sie mir unterstellen, Drogen zu schmuggeln?”

(Über die Berechtigung der Durchsuchung möchte ich bei dieser Gelegenheit nicht nachdenken…)

Quelle