Mittwoch im Museum

3. Juni 2014

Der älteste Verein im Emsland – Aus der Geschichte der Kivelinge

Lingen (Ems)  –  Emslandmuseum,
Burgstraße 28 b

Mittwoch, 4. Juni  –  16 Uhr und 19.30 Uhr

Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro, Kivelinge mit weißer Mütze: 0 Euro

Die Lingener Kivelinge feiern nicht nur alle drei Jahre ein rauschendes Fest, sie sind auch einer der ältesten Vereine in Deutschland und seit ihrer Gründung im Jahre 1372 ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt Lingen. Über ihre fast 650jährige Geschichte berichtet Museumsleiter  Dr. Andreas Eiynck im Rahmen der Vortragsreihe „Mittwochs im Museum“.

Die Präsentation beginnt mit der Gründung der Kivelinge 1372 und hinterfragt diese Jahreszahl. Vorgestellt wird auch der Thronschatz mit den Königsketten, den Silbervögeln und Plaketten, die bis weit in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Ihre Inschriften berichten nicht nur von Königen und Königinnen aus bekannten und unbekannten Bürgerfamilien in Lingen, sondern sie enthalten auch viele historische Nachrichten und sind somit eine einzigartige Dokumentation von 500 Jahren Vereins- und Stadtgeschichte.

Anschließend gibt es einen Blick in die uralten Kompaniebücher und Chroniken des Vereins. Sie beinhalten nicht nur Einträge und Urkunden aus der Geschichte der Kivelinge, sondern sind gespickt mit historischen Dokumenten und Darstellungen aus der Lingener Stadtgechichte.

Anhand von alten Fotos erläutert Dr. Eiynck schließlich die wesentlichen Etappen des Kivelingsfestes seit dem 19. Jahrhundert. Er beschreibt den Festablauf im Kaiserreich und in der Weimarer Zeit, das Schicksal des Vereins und einzelner Kivelinge in der NS-Zeit sowie die Neubelebung des Kivelingsfestes ab 1949. Schließlich geht der Referent auch auf die Geschenke der Kivelinge, das historische Spectakulum in der Innenstadt, den Wachaufzug und den Festumzug am Pfingstmontag ein, der heute den Höhepunkt des Volksfestes bildet.
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LKIVELINGE-2014Foto oben: @Hans Einspanier („fotogen“) hat 2011 dieses beeindruckende Portrait in seiner Reihe Kivelinge 2011 aufgenommen. Vor drei Jahren durfte ich die Aufnahmen präsentieren, die der Lingener Fotograf aus Anlass des traditionellen Kivelingsfestes des 1372 gegründeten Vereins aufnahm. Zum Beispiel die Aufnahme von Alfons Janßen, Ehrenmitglied im Vorstand der Kivelinge.

Ich empfehle den Rückklick auf die sechs, in diesem kleinen Blog im Juni vor drei Jahren veröffentlichten Kivelingporträts von Hans Einspanier: Kivelinge 2011/1  bis 2011/6. In diesem Jahr vermisse ich weitere fotogen-Porträts. Doch Hans Einspanier macht uns zum Kivelingsfest 2014 ein neues Angebot. Ein Porträt von großen und kleinen Kivelingen im Kostüm für 50 Euro. 

 

(Text/Quelle)

Trefflich

17. Mai 2012

In ihrem Kommentar zu meinem Beitrag über das angekündigte Scheitern der Renovierung der Alten Posthalterei am Markt, schrieb gestern „eine Studierende, ob man in Lingen nichts Besseres zu tun habe, als über historische Dachpfannen zu diskutieren. Ist eine legitime Frage, wie ich finde (und Michael Sänger hat sie pädagogisch angemessen-angestrengt beantwortet).

Doch tatsächlich hat in diesen Tagen unser Städtchen, an Architektur und Denkmalschutz traditionell nicht immer interessiert,  weiterhin nichts Besseres zu tun, als über die herrliche Nichigkeit „Das perfekte Dinner“ zu quatschen. Also auch hier und heute noch mal kurz zu DPD (Hashtag: #DPDEL), über das die LT täglich ungewohnt flott berichtet. Und über Kalle, der  mit sich selbst gesprochen hat, lese ich – also mit seinem KK-Porträt- und erfahre auch: Die überdrehten DPDEL-Mitköchinnen Reinhild (Haselünne) und Sarah (Nordhorn) reagierten genervt auf seine Kivelingitis.

Nachdem Kalles Fußballkarriere nämlich schon vor mehr als einem Jahrzehnt nach erfolgreicher F- und E-Jugend  mit der D-Jugend des TuS Lingen zu Ende ging, hat er sich dem zweiten lokalen Traditionsverein zugewandt, der bisweilen ähnlich angefeindet wird wie sein erster. Dort wurde er 1. Kapitän, was nichts mit Marine zu tun hat. So porträtierte ihn trefflich vor Jahresfrist Hans Einspanier, Topfotograf der Region. Aufmerksame Leser erinnern sich an das am 10. Juni letzten Jahres als Teil der Kivelingserie hier präsentierte Fotobild. Das schenkte ihm nach dem Kivelingfest der fotogen-Fotograf aus der Burgstraße und Kalle machte damit, was mit einem Bild gemacht werden muss: Er hängte es auf.  Die Kochdamen Sarah und Reinhildwaren darob genervt. Doch sollte man es nicht vielleicht  den beiden schenken, damit sie dann etwas Eigenes haben? Es bleibt nämlich, weil es gut ist, übrigens auch noch dann, wenn über DPDEL schon längst nur noch mit „Weissenochdamals“ an heimischen Theken gequasselt wird.

Und Kiveling Kalle kochte, sprach mit seinem Einspanier-Porträt und inszenierte sein DPD konsequent  kivelingisch. Für ihr Vielzuviel wird vor allem Reinhild  seit gestern in Dutzenden Beiträgen auf der facebook-Seite von DPD in Grund und Boden kommentiert. Die Szene denkt eben weniger kulinarisch als vielmehr wohl alttestamentarisch.  Also zu viel K-Frage? Nö, war ok und  passte schon zu Dir, Kalle! Und das wollten wir in Lingen doch wissen.

(Foto: Kivelinge – 1. Kapitän Kalle Pingel © Hans Einspanier)

Tankstelle

27. November 2011

Die alte Gasolin-Tankstelle verfällt, keine Frage. Aber ekelhaft, wie ein Leser dieses Blogs meint? Nein, da liegt er bei diesem wunderschönen 1950er-Jahre-Gebäude völlig falsch. Zu diesem Ekelhaft habe ich die richtige Antwort bei Hans Einspanier (fotogen) gefunden. Sie sehen hier das Foto des Lingener Fotographen aus dem Juni dieses Jahres. Als großformatiges Original beeindruckt es übrigens ungleich stärker. Einspanier liefert eine grandiose Aufnahme, die das Potential dieses – unter Denkmalschutz stehenden – Gebäudes erkennen lässt.
Ich freue mich, dass ganz aktuell einmal mehr darüber diskutiert wird, was dort passieren soll und muss und wird. Es darf jedenfalls kein Projekt für einen Altenlingener Unternehmer werden! Rettet die Gasolin-Tankstelle!

Fotogen

19. Juli 2011

Vor einigen Wochen habe ich hier die beeindruckenden Kiveling-Porträts von Hans Einspanier vorgestellt. In seinem Fotogen-Blog hat der Fotograf jetzt diese und weitere Porträts veröffentlicht und schreibt:

Alle drei Jahre zu Pfingsten findet in der schönen Lingener Innenstadt das historische Kivelingsfest statt.
Die ganze Stadt ist auf den Beinen und von Nah und Fern reisen tausende von Besuchern an, um dieses besondere, mittelalterliche Volksfest mitzuerleben. Wir hatten die Idee, in unserer neuen Galerie großformatige Portraits der Kivelinge auszustellen.

Die Resonanz war überwältigend. Die Zeitung veröffentlichte diese Aktion auf zwei Doppelseiten und eine Besucherin kommentierte : “Mit diesen großartigen Bildern habt ihr euch in die Herzen der Lingener fotografiert”…

Stimmt! Klicken Sie einfach rein.

(re das Foto von Ehrenmitglied Alfons Janßen, (c) fotogen)

Suchfunktion

27. Mai 2011

Martin Koopmann (Foto re.), Druckereibesitzer und auch sonst ganz in Ordnung, ist bei der letzten Kommunalwahl von vielen Wählern im Stadtteil Bramsche  in den Lingener Stadtrat gewählt worden. Inzwischen ist er in seiner Fraktion nach den CDU-Irrungen und -Wirrungen der OB-Wahl 2010 zum stellvertretenden Vorsitzenden aufgestiegen. Bei aller Solidarität mit seiner Ratsmehrheit bürstet er ganz gern einmal gegen den Strich. Und er fragt nach. Zum Beispiel am 26. Januar 2011 in der Ratssitzung, als Martin Koopmann nach dem Verbleib bestimmter E-Mail-Adressen fragte. Zufällig sprachlich verunglückt, heißt es dazu im Protokoll der Ratssitzung:

TOP 12.3 Internetauftritt der Stadt Lingen (Ems)  

Herr Koopmann fragte, ob die Suchfunktion für Mitarbeiter der Stadtverwaltung wieder auf der Internetseite zur Verfügung gestellt werden könne. Herr Krone erklärte, dass derzeit an einem neuen Internetauftritt der Stadt Lingen (Ems) gearbeitet werde. Dabei werde auch diese Anregung mit verwirklicht. Es werden aber zum Schutz der Mitarbeiter in bestimmten Arbeitsbereichen keine personenbezogenen Daten des jeweiligen Mitarbeiters hinterlegt. Es werde versucht, für die Übergangszeit bis zum vollständigen neuen Internetauftritt eine Lösung zu finden. 

An diesem Stand hat sich bis heute -vier Monate später- nichts geändert. Daher hier mein Zwischenruf:

Lieber Dieter Krone,

bislang ist der Internetauftritt der Stadt, der geändert werden soll, immer noch der alte. Was jahrelang unter http://www.lingen.de  selbstverständlich war (und hier beim Landkreis Emsland weiterhin ist) hat die Stadtverwaltung 2010 klammheimlich von der Seite genommen: Das E-Mail-Verzeichnis ihrer Mitarbeiter; die etwas höher besoldeteen Rathaus-Mitarbeiter waren darin sogar mit flottem fotogen-Portrait aufzufinden, das jeweils der Steuerzahler bezahlt hat.  Seit einem Jahr ist dies anders. Weder der Stadtrat noch seine Ausschüsse haben diese Änderung beschlossen. Die Verwaltung hat es einfach gemacht, weil es ihr gefiel. Natürlich hat die Streichung der E-Mail-Datei nichts mit dem Schutz der Mitarbeiter in bestimmten Arbeitsbereichen (welchen?) zu tun  sondern damit, für Bürger erreichbar zu sein (oder eben nicht).

Es offenbart ein seltsames Selbstverständnis dieses öffentlichen Dienstes, nur das mitzuteilen, was man selbst für mitteilenswert  hält und alles andere nicht. Dafür dann noch den Schutz der Mitarbeiter zu bemühen, wirkt auf mich arrogant. Für die Exekutive in einem demokratischen Rechtsstaat ist es nämlich selbstverständliche Dienstpflicht, mit Namen und E-Mail-Adresse im Verzeichnis der eigenen Behörde auffindbar zu sein. Durch eine solche Veröffentlichung wird nichts und niemand gefährdet. Eine öffentlich zugängliches E-Mail-Verzeichnis aller Mitarbeiter des Rathauses und aller kommunalen Gesellschaften ist ein Muss. Für die Meinung, das Gegenteil sei richtig, sollten Sie sich nicht so schnell vereinnahmen lassen.

Bis das E-Mail-Verzeichnis wieder zu finden ist, hier mein Tipp des Tages:
Weiterhin ist (offenbar ganz ohne Sicherheitsbedenken!) das Telefonverzeichnis der Lingener Stadtverwaltung auf http://www.lingen.de vorhanden und zwar als pdf-Datei hier. Klicken Sie es an, suchen und nehmen dann den ersten Buchstaben des Vornamens des Mitarbeiters, dann einen Punkt und den Familiennamen, danach das @-Symbol; schließen Sie mit lingen.de ab. Dann haben Sie die geheime E-Mail-Adresse des Mitarbeiters der Stadt Lingen (Ems), dem Sie eine E-Mail schreiben wollen. Hier ein Beispiel: Doris Baar Durchwahl -160, Raum 331 ist per E-Mail so zu erreichen „d“ plus „.“ plus „baar“ „@lingen.de“. Warum ich bei diesem Thema jetzt auf Fachbereichsleiterin Baar gekommen bin… es wird wohl reiner Zufall sein.

Martin Koopmann jedenfalls danke ich für seine Nachfrage und der CDU Lingen für die unterstellte und kurz vor der Veröffentlichung erfragte (folglich noch nicht erteilte) Erlaubnis, das Foto des nachfragenden Ratsmitglieds aus Bramsche veröffentlichen zu dürfen.

Übrigens: Martin Koopmann wird heute 50 Jahre alt. Da ist es ohnehin Zeit für eine lobende Erwähnung in diesem kleinen Blog und einen herzlichen Glückwunsch. Wenn Sie sich den Glückwünschen anschließen möchten:  info@koopmann-lingen.de 🙂

(Foto: (c) CDU Lingen)