Airport Twente

28. September 2013

Keine 100km vom -wirtschaftlich kränkelnden- Flughafen Münster-Osnabrück FMO entfernt soll jenseits der deutsche-niederländischen Grenze mit dem Airport Twente ein weiterer europäischer Verkehrsflughafen entstehen. Am Donnerstag wurden dafür die Konzessionsverträge unterschrieben. Man darf als Europäer die entsprechenden Pläne aus ökonomischen, ökologischen und raumordnerischen Gründen für reichlichen Humbug halten. An das Vorhaben musste ich daher sofort denken, als ich  dieses Video des kürzesten Linienflugs der Welt sah. Er startet auf der schottischen Insel Westray und landet nach 75 Sekunden auf der Nachbarinsel Papa Westray…

FMO

11. September 2013

Bildschirmfoto 2013-09-09 um 22.37.52„Der Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) hat ganz schön zu kämpfen. Mit den Halbjahreszahlen stellte sich heraus: Die Zahl der Passagiere ist um fast ein Fünftel gesunken – auf 362.000 in den ersten sechs Monaten des Jahres. Das ist der größte Rückgang unter allen Flughäfen in Deutschland. Das wirkt sich auch auf die Finanzlage des Flughafens aus. Eigentlich war man für das gesamte Jahr 2013 von einem Verlust von sieben Millionen Euro ausgegangen. Das ist jetzt nicht mehr zu halten. Bis zum Jahresende wird voraussichtlich ein Defizit von knapp zehn Millionen auf die Gesellschafter zukommen.

„Die Zeiten der schwarzen Zahlen sind bei uns vorbei“, bedauert Flughafen-Sprecher Andrés Heinemann….“  [weiter auf den Seiten des NDR]

Mehr in der NOZ und den WN

ps Die Gesellschafter müssen also wohl Geld nachschießen, nachdem in diesem Jahr mehr als 40% des gesamten Stammkapitals der Betreibergesellschaft perdu ist. Unter den Gesellschaftern sind sowohl der Landkreis Emsland als auch der Landkreis Grafschaft Bentheim, die allerdings jeweils nur einen Minianteil von 0,45 % des Stammkapitals halten. Um den Verlust 2013 auszugleichen, müssten beide jeweils ca. 20.000 Euro nachschießen.

Der Rückgang der Pasagierzahlen auf dem FMOP  hat neben der schwarzgelben Flugverkehrssteuer hat sicherlich  mit der Konkurrenz durch den Flughafen Düsseldorf zu tun, der für Emsländer und Grafschafter bestens und bequem über die Autobahnen 31 und 3 erreichbar ist.

Die schwierige Situation am FMO scheint die benachbarten Niederländer nicht daran zu hindern, auf dem Vliegfeld Enschede aus einem ehemaligen Nato-Fliegerhorst eine -ebenfalls defizitäre-Konkurrenz machen zu wollen. Auch sie sind offenbar wie so viele hierzulande außerstande, über den Tellerrand zu blicken und haben für den Twente-Airport schon -zig Millionen bereit gestellt..