2 Uhr morgens

6. Januar 2012

Während sich in Berlin ein Niedersachse von einer unwahren Peinlichkeit in die nächste quasselt, steht Niedersachsens Abschiebeminister Uwe Schünemann (CDU) erneut in der Kritik. Er trägt die Verantwortung für den gescheiterten Versuch, die sechsköpfige Roma-Familie Keqaijs in das Elend des kosovarischen Winters abzuschieben. Die taz berichtet:

„Niedersachsen wollte erneut eine Roma-Familie ins Kosovo abschieben. Die für Mittwochnacht angesetzte Rückführung nach Pristina scheiterte jedoch: Die sechsköpfige Familie Keqaj tauchte mit zwei chronisch kranken Kindern unter. Am Nachmittag dann setzte das Verwaltungsgericht Osnabrück die Abschiebung vorerst aus.

Zuvor hatten der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sowie die Oppositionsparteien Innenminister Uwe Schünemann (CDU) aufgefordert, die Keqajs in Deutschland zu lassen.

Die Familie lebt seit 2009 im Flüchtlingslager Hesepe bei Bramsche. Die Mutter leidet an Lungenproblemen, die siebenjährige Tochter hat an einen Herzfehler, der zehnjährige Sohn wurde wegen langer Migräneattacken in einem Osnabrücker Krankenhaus behandelt.

Kurz vor Weihnachten hatte die Ausländerbehörde ihnen die Abschiebung angekündigt. Die Keqajs sollen sich „ab 2 Uhr morgens …“

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