Frauen und Küche…

13. August 2019

REDEN ÜBER KUNST
„Frauen und Küche in der Kunstgeschichte“
Prof. Dr. Susanne Düchting, Osnabrück
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a

Heute, 13. August 2019 um 19.30 Uhr
Kosten 6 Euro, ermäßigt und Mitglieder 4 Euro,
Studierende frei!

 

„Die Geschichte der „Küche“ ist traditionell eng verbunden mit der Geschichte der Frau in ihren Rollen als Hausfrau und Mutter. Seit den 1960er Jahren wird diese scheinbar „natürliche“ Zuordnung von feministischen Künstlerinnen in Arbeiten kritisch hinterfragt, analysiert und reflektiert. Für ihre mal scharf formulierten, mal witzig-ironischen Darstellungen nutzen sie vor allem die Formate Fotografie, Film, Performance und Installation.

Dr. Susanne Düchting ist Kunsthistorikerin und Professorin für „Theorie und Geschichte der Produktgestaltung“ an der Hochschule Osnabrück. Als freie Kunstkritikerin schreibt sie über Ausstellungen in der Region.

 

All the Women

5. August 2019

All the Women
Festival mit Filmen von Frauen, über Frauen und zu feministischen Themen
Lingen (Ems) – Centralkino, Marienstraße 8

Samstag, 10. August 2019 – 17:00 bis 19:15 – Battle of Sexes
Samstag, 10. August 2019 – 20:00 bis 21:45 – Komponistinnen

Sonntag, 11. August 2019 – 12:00 – 14.00 – #Female Pleasure
Sonntag, 11. August 2019 – 15:00 bis 16:45 – Nur eine Frau

All The Women“ – Ein Festival im Lingener Central-Kino mit Filmen von Frauen, über Frauen und zu Themen, die feministische Aspekte reflektieren. Gezeigt werden insgesamt vier Filme, jeweils zwei Filme an einem Tag. Beginn und Eröffnung am Samstag, 10. August 2019 um 16.30 Uhr. Vor jedem Film hält Suelen Silva, Stipendiatin der Humboldt Stiftung in der Kunsthalle Lingen eine Einführung in die Thematik und nach jedem Film gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Das Festival wird kulinarisch begleitet.

In Kooperation mit dem Internationalen Kulturverein Lingen und dem Gleichstellungsbüro der Stadt Lingen (Ems)

Kosten 40 Euro (gesamtes Festival), nur ein Tag jeweils 20 Euro (zwei Filme inkl. Kulinaria), einzelner Film 7 Euro; keine Ermäßigung

wenn Mütter sie gestalten

14. September 2018

Natalie Mayroth hat einen Beitrag von Christine Murray in der britischen Zeitung „The Guardian“ entdeckt und auf dieser feinen piqd-Plattform dargestellt. Ich meine, das diskutiere ich in meiner Familie immer wieder: Architektur aus der Sicht von Müttern: Wie sähen unsere Städte aus, wenn Mütter sie gestalten? Man muss ja nur die lokale Zeitung durchblättern, um zu sehen, wie weit diese Vorstellung von der Realität entfernt ist: Denn alles, was mit Bauen zu tun hat, wird als Männersache begriffen. Dazu braucht man keine feministischen Ansätze sondern nur die Bilder von Spatenstichen und Einweihungen sehen. Es gibt jedenfalls in unserer Region nur ganz wenige Ausnahmen, beispielsweise die Unternehmerin Annemarie Lühn, die jenseits des Wellbergs ein besonderes städtebauliches Projekt natürlich mit Kita verwirklichen will und auch sonst eigene Akzente setzt. Beispielsweise gab es vor zwei Wochen ein Betriebsfest der Firma LühnBau, das familien- und nicht männerorientiert veranstaltet wurde. Vorbildlich, da hätten selbst der OB und die Lingener CDU dazulernen können – beide waren aber nicht da bzw. vertreten…. Hier der Mayrothsche Mütter-Beitrag:

„Wie immer, wenn es um Fragen der Zukunft geht – wie wollen wir leben, wie wollen wir gestalten, wie wollen wir wohnen – ist es auch eine Frage der Repräsentanz, dem Mitbedenken, dass eine Gesellschaft vielfältig ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat.

Doch wie soll das geschehen, wenn die EntscheiderInnen alle allzu gleich sind? Beziehungsweise wie äußert sich das? Wer schon einmal mit einem Kinderwagen unterwegs war – es muss nicht mit dem eigenen Kind gewesen sein oder mit Kleinkind(ern) – der sieht Städte anders. Und das ist der Punkt, an dem Christine Murray ansetzt.

What would our cities be like if mothers had more of a role in designing them? There would be ramps everywhere, for a start. Schlepping a pushchair around makes you think differently about stairs. I cried when my nearest station was revamped without the inclusion of a lift. To stand at the bottom of that flight of steps with two kids and a newborn in a pram is to experience the kind of despair usually reserved for rat-infested dungeons. Any station or public building undergoing refurbishment should by law be made step-free.

Ja, was wäre, wenn nicht nur Frauen, sondern Mütter die Architektur von Städten wie London gestalten würden? Von mir aus auch die Väter, die mit Kind in der Stadt unterwegs sind und die öffentlichen Verkehrsmittel statt den Kombi nutzen. Ich denke, nicht nur London hat da Nachholbedarf. In deutschen Städten könnte man sich die Frage auch stellen beziehungsweise richte ich dieses Gedankenspiel ans piqd-Publikum.

Was meint ihr: Wie sähen unsere Städte aus, wenn wir mehr Stadtplanerinnen mit Kindern an den entscheidenden Positionen hätten? Bei einem weiteren Punkt stimme ich Murray zu, junge Leute und Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, einzubeziehen, würde für uns alle die Stadt lebenswerter machen. Wenn wir, wenn die Politik das will.“

Zettelkrieg

16. März 2014

Bei Schlecky Silberstein finde ich heute diesen Beitrag zum Feminismus-Zettelkrieg der  bundesdeutschen Rechtspopulisten:

„Feminismus ist doof, weil… ja… weil… hm… ja, weil eben! Und sowieso und überhaupt gibt es noch ganz viel mehr Gründe dagegen! Die  scharfsinnigsten kommen von der Jungen Alternative für Deutschland. Auf ihrer Facebookseite haben die Nachwuchspolitiker ihre besten Frauen und Männer versammelt,  um die Welt vor dem Feminismus zu retten und dem altertümlichen Frauenbild der Linken endlich mal ein paar wirklich moderne Argumente entgegen zu setzen:

„Die Jugendorganisation der SPD hat eine Aktion gestartet, bei der sie Sprüche in der Hand hielten wie etwa: “Ich bin Feminist, denn wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden”. Da wir uns “Vernunft statt Ideologie” auf die Fahnen geschrieben haben, konnten wir dies nicht so im Raum stehen lassen. Deshalb zeigt die Junge Alternative Gesicht gegen verstaubte linke Ideologien!“

Und jetzt schnallt euch  an – und lasst euch wegblasen, von der geballten Kraft der Logik:“

AfD