Critical Mass Lingen

29. November 2019

Auch in Lingen engagieren sich jetzt Radfahrer mit einer  Critical Mass. CM ist eine flashmobartige Demonstration, die heute erstmals um 17 Uhr am Bahnhof startet. Mit ihrer Aktion protestieren Radfahrer/innen gegen ihre systematische Benachteiligung im Straßenverkehr.

Die Aktionsform startete 1992 in San Francisco (USA). Sie findet einmal pro Monat in Städten rund um den Globus statt, traditionell am letzten Freitag. Im benachbarten Nordhorn gab es die erste CM vor fünf Monaten, jetzt also auch bei uns. Wenn ich‘ es richtig sehe, ist Lingen damit die erste CM-Gemeinde im Emsland. Die aus der Klimagruppe Emsland stammenden Aktivisten erläutern die Aktion auf ihrer Facebook-Seite. Auf twitter sind sie bislang nicht vertreten

„An jedem letzten Freitag im Monat fahren Menschen bei der Critical Mass gemeinsam mit dem Fahrrad. Niemand organisiert die Critical Mass. Die Critical Mass organisiert sich selbst. Wer vorne fährt, bestimmt die Route.

Mehr als 15 Radfahrer*innen dürfen nach § 27 StVO einen sogenannten Verband bilden. Sie dürfen nebeneinander fahren und eine Spur einnehmen. Sie gelten dabei als ein langes Fahrzeug. Passiert der Verband eine grüne Ampel, die während der Durchfahrt auf Rot springt, so fährt der gesamte geschlossene Verband über die Kreuzung.

Die Geschwindigkeit wird angepasst, so dass alle mitkommen. Wenn Lücken entstehen, wird aufgeschlossen. An Kreuzungen wird die Masse abgesichert, damit keine anderen Fahrzeuge in die CM fahren. Verkehrssicherheit steht an erster Stelle.

Critical Mass ist das, was jede*r für sich und alle zusammen am Freitag daraus machen. Für manche ist es einfach nur ein lebensfrohes Straßenfest, das sich durch die Stadt bewegt. Andere sind es leid, dass sie mit dem Rad nicht sicher durch die Stadt kommen.

Verrückte Fahrräder? Seifenblasen? Verkleiden? Kekse? Irgendwas Kreatives? Ja gern! Alles ist drin, solange es positiv ist und für eine lebenswertere Stadt stehen kann.

Wir treffen uns am 29.11.2019 um 17:00 Uhr am Bahnhof!“

Also: Das ist heute. Organisation? Es gibt keine! Critical Mass organisiert sich von selbst. Jede/r mit einem Fahrrad ist willkommen!

FAHR RAD!

3. Mai 2018

Die Ausstellung „FAHR RAD! ΙDie Rückerorberung der Stadt“ im Deutschen Architektur Museum Frankfurt veranschaulicht anhand beispielhafter Projekte aus aller Welt wie fahrradgerechte Infrastrukturen Städte für alle lebenswerter machen.

Gut gestaltete öffentliche Räume sind zentrale Aufgaben für Stadtplanung und Landschaftsarchitektur. Als dritter Akteur auf dieser begrenzten Fläche kommt die Verkehrsplanung hinzu. Der Radverkehr spielt in all diesen Bereichen eine zentrale Rolle, er kann der Schlüssel zum Erfolg werden.

Um die Lebensqualität zu erhalten und weiter zu verbessern, braucht es in einer zunehmend dicht bebauten und intensiv genutzten Stadt mehr Raum auf Straßen und Plätzen, mehr Grün- und Freiflächen. FAHR RAD! zeigt, wie eine Stadtentwicklung aussehen kann, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad lockt – und wirbt mit Projekten aus aller Welt für diese sanfte Rückeroberung der Stadt. In den Fokus gerückt werden Städte wie Kopenhagen, New York, Karlsruhe und Oslo. Sie zeigen auf, wie der Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Stadt auch über die Planungen für eine fahrradgerechte Stadt führen kann.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 02. September
Ort: Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt
Einlass: Di, Do bis So 11–18 Uhr, Mi 11–20 Uhr, Mo geschlossen.
Eintritt: 9 EUR, erm. 4,50 EUR
Zur Ausstellung erscheint der Katalog „FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt“.
Online-Bestellmöglichkeitdes Katalogs im Museumsshop

Sie sollten in diesem Sommer im DAM Frankfurt vorbeischauen, finde ich, und, wenn ein Verantwortlicher aus dem Lingener Rathaus nach Frankfurt fährt, sollte er es vielleicht nicht nur aus diesem Grund sondern vor allem wegen dieser FAHR RAD!-Ausstellung machen. Sie könnte ihm nämlich die Augen öffnen, was dringend gemacht werden muss. Dies wäre nämlich nachhaltig und für unsere Stadt vor allem dann nützlich, nähme er beispielsweise einen Skizzenblock mit. Alles andere, erscheint mir, ist heiße PR-Luft.

Mehr hier in einer Sendung von HR2 mit den Kuratoren der Ausstellung.

)Quellen: DAM, HR2)

WasserglasVom Fr 08. – Fr 15. April:
Fasten und Fahrradfahren in Freren

Eine Woche lang auf gewohnte Nahrung verzichten, Körper, Seele und Geist in Einklang bringen und bei täglichen Radtouren die Natur des Emslandes genießen. Dieses Angebot vom 08. – 15. April 2016 richtet sich an gesunde Menschen. Ein eigenes Fahrrad ist mitzubringen.

Im Vordergrund der Woche „Fasten und Fahrradfahren in Freren“ steht das Fasten. Schon seit einigen Jahren findet die Fastenwoche in Freren viele Anhänger. Bislang sind wir in dieser Woche gewandert. In diesem Jahr soll der aktive Part mit dem Fahrrad gestaltet werden. Die Teilnehmer/innen treffen sich täglich um 15.00 Uhr in der Alten Molkerei in Freren und schauen zunächst wie das körperliche Befinden ist. Anschließend bleibt 60 bis 90 Minuten  Zeit für das Radfahren.

Informationen gibt es im Büro der Alten Molkerei – Tel 05902/93920 – info(at)impulse-freren.de . Leitung Maria Kuiter (Fastenleiterin FFL) Kursgebühr: 90.-€; maximal 15 Teilnehmer.
Karten online bestellen

Der Ablauf der Fastenwoche:
„Am Freitag 08.04.2016 treffen wir uns um 19.00 Uhr im Kulturzentrum Alte Molkerei in Freren. Nach einer Vorstellrunde und einem Informationsgespräch wird durch das gemeinsame „Glaubern“ das Fasten eingeleitet. Ab Samstag treffen wir uns täglich um 15.00 Uhr. Es werden Messungen vorgenommen (Blutdruck, Ph-Wert, etc.), frisch gepreßter Saft getrunken und dann machen wir eine Radtour von 1-1.5 Stunden. Danach essen wir die täglich wechselnde Gemüsesuppe. Zum Abschluss gibt es ein Angebot für Entspannungsübungen. Um ca. 19.00 Uhr endet das tägliche Programm. Das Fahrrad sollte zu Beginn der Fastenwoche mitgebracht werden; es wird dann abends eingeschlossen.
Am Freitag, den 15.04.2016 wird durch gemeinsames Obstessen abgefastet.“