Endlagerentscheidung

6. September 2020

Die Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll betrifft das Emsland. Sechs Standorte sind in die Vorauswahl genommen. Hier nämlich gibt es weit unter der Erdoberfläche Gesteinsvorkommen, die grundsätzlich für das vom Bundestag beschlossene Suchverfahren infrage kommen. Schon vor mehr als 40 Jahren war beispielsweise der Salzstock in Wippingen als Topadresse auserkoren, bevor die damalige niedersächsische CDU-Regierung Albrecht dann nach Gorleben umschwenkte. Seit 2017 läuft jetzt die neue Suche für ein langfristiges bundesdeutsches Atommüll-Lager. Man will aus den vergangenen Versuchen gelernt haben und verspricht einen wissenschaftlich basierten Prozess mit ausreichender Bürger/innenbeteiligung.

Doch damit ist es bisher nicht weit her: Auf Einladung des Bündnis AgiELAtomkraftgegner*innen im Emsland wird Helge Bauer von der Anti-Atom-Organisation  .ausgestrahlt die aktuelle Entwicklung zur Standortsuche beleuchten und der Frage nachgehen, wie sich ein schlechtes Lager verhindern lässt?

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 16. September ab 19 Uhr  in Form einer Videokonferenz statt, kann aber auch am Telefon verfolgt werden. Sie dauert zwischen 60 bis 90 Minuten.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Angemeldeten bekommen die Zugangsdaten, technische Hinweise und Informationen zum Ablauf der Veranstaltung.

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Grafiken: oben: AgiEL; unten: Endlagerstandorte im Emsland auf .ausgestrahlt.

 

Wahn

23. April 2013

Simone Schnase, eine ausgewiesene Emslandkennerin, berichtet in der taz über das emsländische Wahn als potenzielles Endlager-Gebiet:

„Vor über 35 Jahren verhinderte eine Bürgerinitiative, dass der Salzstocks Wahn auf seine Tauglichkeit für ein Atommüll-Endlager hin untersucht wird. Jetzt geht die Suche von vorne los – und auch der Protest.

Wahn gibt es eigentlich gar nicht. Lediglich ein Gedenkstein am Straßenrand mit der Aufschrift „Wahn, use olde Heimat“ deutet darauf hin, dass hier, im Nirgendwo nordöstlich der emsländischen Kreisstadt Meppen, früher einmal etwas war. Hinter dem Findling verbergen Bäume den Blick auf die Siedlungswüstung.

Doch hier liegt ein Salzstock, und zwar einer der drei, die neben Gorleben Mitte der siebziger Jahre in die engere Wahl für ein Atommüll-Endlager kamen. „Geologen hielten Wahn sogar für geeigneter als Gorleben“, sagt Nikolaus Schütte zur Wick, Fraktionsvorsitzender der Grünen im emsländischen Kreistag und Mitglied…“

weiter in der taz

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(Foto: Wehrtechnische Dienststelle 91 bei Wahn, © Simone Schnase; mit Dank an Simone Schnase und die taz für das OK zur Veröffentlichung)