Stefan Wasser: „EmsLänder“
Sonderausstellung
Groß Hesepe  –  Emslandmoormuseum
Noch bis zum 24.08.2014
Dienstags – Sonntags sowie Pfingstmontag 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
Eintritt: 6 Euro (erm. 3 Euro)

Der Fotograf Stefan Wasser ist Autodidakt. Seine fotografische Leidenschaft ist Hobby, aber auch Ausgleich zu seinem Beruf als Orchestermusiker in Lüttich, Belgien. Als gebürtiger Emsländer zog und zieht es Ihn regelmäßig in die alte Heimat.

In seinen zumeist in schwarzweiß gehaltenen Fotografien konzentriert er sich auf die Darstellung der Landschaft und den Menschen darin. Die Aufnahmen scheinen die Objekte zu beobachten, nach besonderen Merkmalen zu suchen, sei es im Gesicht einzelner Personen oder in den Einzelheiten eines Ortes, Grundstückes oder einer Landschaftsszene.

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(Quelle Emslandmoormuseum; Foto © Stefan Wasser)

Henschel

8. August 2013

Gerhard Henschel erhält den mit 15.000 Euro dotierten Nicolas-Born-Preis 2013 des Landes Niedersachsen. Mit der Auszeichnung würdigt das Bundesland herausragende „Schriftsteller mit Bezug zu Niedersachsen“. „Gerhard Henschel regt seine Leser zum Nachdenken an, es gelingt ihm aber gleichzeitig, sie zu amüsieren und zu fesseln“, sagte Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) zur Preisvergabe. Nun denn, solche Allgemeinplätze muss eine verantwortliche Politikerin wohl sagen. Ich aber glaube: In Wahrheit zeichnet man in Hannover Henschels literarische Betrachtung des Emslandes aus.

Denn Gerhard Henschel, 1962 in Hannover geboren, wuchs vor allem in Meppen auf und arbeitet sich an dieser besonderen, (passt das Komma?) provinziellen Beziehung ab. Seit 1992 veröffentlichte er zunächst Sachbücher wie die „Kulturgeschichte der Missverständnisse“ oder „Neidgeschrei“. Der Durchbruch gelang Henschel aber mit dem Briefroman «Die Liebenden» und -vor allem- mit seinem 2004 erschienenen «Kindheitsroman», der ersten autobiografischen Abenteuergeschichte um den Meppener Protagonisten Martin Schlosser, die Henschel mit «Jugendroman» (2009) und «Liebesroman» (2010) fortsetzte. Mit «Abenteuerroman» ist im vergangenen Jahr der vierte Teil der auf sechs Bände ausgelegten Chronik erschienen. Einmal mehr mittendrin: Das Emsland.

Der Preisträger, der auch schon beim Satiremagazin Titanic tätig war, ist wohl das genaue Gegenteil dessen, was die Eigenwahrnehmung des Emslandes durch dessen gesellschaftliche Regionalliga zuzulassen bereit ist und was sich just in diesen Tagen wieder einmal in einer -online nicht auffindbaren- Wochenjubelserie der emsländischen Lokalblätter niederschlägt. Als beispielsweise vor Jahresfrist die Ausstellung der einzigartigen Emslandaufnahmen des Hamburger Fotojournalisten Gerhard Kromschröder im Geester Moormuseum zwar zu verkürzen aber nicht mehr gänzlich zu vermeiden war [mehr…] und Gerhard Henschel auf Wunsch Kromschröders die Laudatio hielt, boten die Mannen um Ex-Landrat Hermann Bröring mit Theo Mönch-Tegeder, Chefredakteur des Osnabrücker Kirchenbote, einen der Ihren als Widerpart zu Henschel auf. Doch auch ihm gelang es nicht, dem pointiert-exakten Emslandbeobachter Henschel etwas Substanzielles entgegen zu setzen.

Und dieser Mann [mehr…] erhält jetzt den Emsland, korr. Niedersachsen-Kulturpreis. Fein.