Lagerstättenwasser

14. August 2019

Die größte Sorge von AnwohnerInnen und UmweltschützerInnen in Emlichheim gilt derzeit dem Trinkwasser. Und zwar wegen des giftigen Lagerstättenwassers, das im niedersächsischen Kreis Grafschaft Bent­heim ausgetreten ist und bei Ölbohrungen entstanden war. Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Trinkwassers gebe es bislang nicht, sagte Heinke Traeger, Sprecherin des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), nun am Montag der taz.

Zuvor ging es im Kreishaus in Nordhorn um genau jene Fragen: Wie groß ist der Schaden, der durch das Auslaufen von Lagerstättenwasser entstanden ist, tatsächlich? Wie und wann startet die Sanierung? Beteiligt an dem Treffen waren Vertreter des LBEG, des Landkreises, der Samtgemeinde Emlichheim sowie des Erdölproduzenten Wintershall Dea, der in der Region seit Jahrzehnten Erdöl fördert.

„Das Schadensausmaß steht immer noch nicht fest“, sagte LBEG-Sprecherin Traeger. Zumindest habe eine gegenwärtig ins Erdreich getriebene Kontrollbohrung bis zu einer Tiefe von 99 Metern keine gesundheitsgefährdenden Kohlenwasserstoffe im Grundwasser aufspüren können. Die…

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1. Mai

30. April 2019

Der 1. Mai des DGB nimmt in Lingen um 10.15 Uhr seinen Auftakt. Vor dem Historischen Rathaus spricht def 2. Bürgermeister Stefan Heskamp (CDU) ein Grußwort. Vom Marktplatz führt dann die Demonstration zur Halle IV. In der ehemaligen Eisenbahnausbesserungsstätte und Hochburg der Gewerkschaften begrüßen die beiden DGB-Kreisvorsitzenden an Ems und Vechte Anette Greiwe (Emsland) und Horst Krügler (Grafschaft Bentheim) spricht als Hauptredner Verdi-Sekretär Maiko Schulz. Dann beginnt das traditionelle  Maifest „mit Infos, Kultur und Livemusik“, teilt der DGB mit. Natürlich ist auch für Essen und Trinken gesorgt.

Die Kinder sind eingeladen, zum Thema „Wie möchte ich wohnen“ zu malen und sie können sich auf der obligatorischen Hüpfburg vergnügen. Die Torwand der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ist ein weiterer Unterhaltungspunkt.

Bereits am heutigen Abend treffen sich die Gewerkschafter in Emlichheim. Hier das regionale 1.-Mai-Programm an Ems und Vechte.

30.04.2019
Emlichheim – 17:30 Uhr
Maibaum aufstellen, Rede zum Tag der Arbeit, Grillen und Maitrunk
Bürgerhilfe Emlichheim, Huskamp 22

01.05.2019
Lingen
– 10:15 Uhr
Auftakt vor dem Historischen Rathaus, Demo zur Halle IV, Kundgebung, Maifest

Bundesweit stehen die Mai-Kundgebungen des DGB in diesem Jahr im Zeichen der anstehenden Europawahl: „Europa. Jetzt aber richtig!“ Für die deutschen Gewerkschaften heißt das: Dem Bekenntnis, Europa sozialer zu machen, müssen jetzt auch Taten folgen, trommeln der DGB und seine Einzelgewerkschaften für europa und gegen Nationalismus. Die Thesen auten:

  • „Europa. Jetzt aber richtig!“ heißt: Die Menschen müssen im Mittelpunkt der europäischen Politik stehen. Die sozialen Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen Vorrang haben vor den Interessen der Unternehmen.
  • „Europa. Jetzt aber richtig!“ heißt: Europaweite Standards für gute Arbeitsbedingungen statt Dumping-Wettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten mit prekärer Arbeit und niedrigen Löhnen. Wir brauchen mehr Tarifbindung in ganz Europa und armutsfeste Mindestlöhne in jedem EU-Mitgliedsstaat.
  • „Europa. Jetzt aber richtig!“ heißt: Gleiche Chancen für Frauen und Männer. Wir brauchen eine EU-Gleichstellungsstrategie – und zwar mit ganz konkreten Maßnahmen.
  • „Europa. Jetzt aber richtig!“ heißt: Wir brauchen ein ambitioniertes Programm für Zukunftsinvestitionen für Europa, das Wachstum, Arbeitsplätze, Bildung, Infrastruktur und Wohlstand für alle sichert und fördert. Die Menschen müssen erleben, dass die EU ihr Leben nachhaltig und konkret verbessert.
  • „Europa. Jetzt aber richtig!“ heißt: Die EU muss zum Vorbild für eine faire Globalisierung werden – internationale Standards für Arbeitnehmerrechte, Soziales, Umwelt- und Verbraucherschutz müssen das Geschehen auf den Märkten bestimmen, nicht umgekehrt.

Der DGB: „All das lässt sich in Europa nur gemeinsam erreichen. Die Rechtspopulisten und Nationalisten in Europa bieten keine Lösungen – im Gegenteil: Die Brexit-Abstimmung in Großbritannien und ihre Folgen haben gezeigt, wohin es führt, wenn diejenigen die Oberhand gewinnen, die Ängste schüren, aber keinerlei Konzepte für die Zukunft haben. Am 1. Mai zeigen wir klare Kante gegen Rechts und alle, die unser Land und Europa spalten wollen. Wir sagen Nein zu Intoleranz, Nationalismus, Rassismus und Rechtspopulismus.“

„Deswegen gehen wir am 1. Mai gemeinsam auf die Straße: Wir machen den Tag der Arbeit zum Tag der europäischen Solidarität. Und wir kämpfen gemeinsam für gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Fortschritt in Deutschland: für Gute Arbeit, gute Einkommen und Arbeitsbedingungen, mehr Tarifbindung und eine Rente, die für ein gutes Leben reicht. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, am 26. Mai 2019 an der Europawahl teilzunehmen: für ein solidarisches und gerechtes Europa“

Hier geht es zum vollständigen Maiaufruf 2019 des Deutschen Gewerkschaftsbunds.

Wunderland

25. November 2015

SPIEGEL-Online weiß:

„Wunderland hat drei Einwohner. Einer davon ist ein Hund. Es gibt zwei Wohnwagen mit vorgebauten Zelten, einen Gartentisch und einen roten Kleinwagen auf dem Gebiet, das der 194. Staat der Welt werden will. 

Zwischen der deutschen und der niederländischen Grenze bei Coevorden liegt der Streifen, der offiziell weder zur Bundesrepublik noch zu den Niederlanden gehören soll. 485 Meter lang, sechs Meter breit. Das meint zumindest eine Gruppe von Niederländern, die darauf nun Anspruch erhoben und Wunderland ausgerufen hat.

„Das wird das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, sagt Rene van Reenen,…“ [mehr]

Emlichheim

6. Dezember 2014

Begleittext: „Im Westen Niedersachsens liegt eines der größten und ältesten Erdölfelder in Deutschland. In Emlichheim (Grafschaft Bentheim) fördert Wintershall bereits seit 70 Jahren Erdöl – und bis heute auf einem konstant hohen Niveau. Mit kurzen Spots wirbt das Öl- und Gasunternehmen in den Kinos in Meppen und Lingen im Dezember für die traditionelle Erdölförderung in der Region.“

1. Mai

30. April 2012

Mehr als 420 Veranstaltungen organisiert der DGB in diesem Jahr zum 1. Mai, mehr als 60 davon in Niedersachsen. Eine startet schon heute  in Emlichheim (Maibaum-Aufstellen ab 17.30 Uhr an der Jugendbildungsstätte; es spricht der DGB-Kreisvorsitzende Horst Krügler; anschließend „gemütlicher Maitrunk“). Eine weitere Mai-Kundgebung findet morgen ab 14 Uhr in Lingen-Schepsdorf, Hubertushof statt (mit anschließendem Familienfest). Es spricht die Osnabrücker  ver.di- Gewerkschafterin Annegret  Preußer.

Das „Familienprogramm“ beinhaltet das obligatorische Kinderschminken, Zaubern mit Hegi und –höchst aktuell– Ponyreiten. Musik: Die Moories. Um 13 Uhr startet ein Fahrradkorso  vom DGB-Haus in Lingen (Ems), Am Gasthausdamm 6. Die drei am schönsten geschmückten Fahrräder werden prämiert.

In Papenburg dürfte traditionell eine der größeren Veranstaltungen des DGB stattfinden. Hier spricht am Maifeiertag ab 11.30 Uhr in der Kesselschmiede der Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft  NGG Gerd-Joachim Langecker auf der Kundgebung. Auch in Papenburg schließt sich ein Familienfest an

Inhaltlich stehen in diesem Jahr alle Kundgebungen zum „Tag der Arbeit“  unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, soziale Sicherheit“. Der DGB fordert: „Europa braucht einen Kurswechsel.“  In seinem Aufruf kritisiert der Gerwerkschaftsbund, dass die Beschäftigten für eine Krise zahlen, die sie nicht verursacht haben: „Es war nicht die Schuld der Beschäftigten, dass Spekulanten die Weltwirtschaft beinahe in den Abgrund gestürzt haben. MindestlohnTarifautonomie, soziale Sicherung – in den Krisenländern werden hart erkämpfte Erfolge über Bord geworfen.“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert „kraftvolle Investitionen in qualitatives Wachstum und Beschäftigung. Europa darf nicht mit Fiskalpakt und Schuldenbremse kaputt gespart werden. Die Opfer des Fiskalpakts sind die Beschäftigten und die sozial Benachteiligten – heute im Süden Europas und morgen bei uns.“

Konsequenzen

17. Oktober 2011

„Hätte früher etwas getan werden müssen?“ fragte der Vorsitzende und gab die Antwort: „Es war Dorfgespräch. Aber wer geht hin und zieht die Konsequenzen?“

Über einen ungewöhnlich kurzen Mordprozess vor dem Landgericht in Osnabrück habe ich diesen Bericht auf  Quellengrun.de gefunden, der spannenden Internetseite von Gerichtsreporter Hartwig Knoops (Osnabrück):

„Vor zahlreichen Zuschauern aus Emlichheim fand vor dem Landgericht Osnabrück ein ungewöhnlich kurzer Mordprozess statt. In einem sogenannten Sicherungsverfahren musste die 6. Große Strafkammer darüber entscheiden, ob ein 61-jähriger Tankstellenpächter aus der Kleinstadt an der niederländischen Grenze am Morgen des 22. Mai 2011 seinen 64-jährigen Nachbarn im Zustand der Schuldunfähigkeit erschossen hat.

Der Angeklagte räumte die Tat ein und erklärte, wie es dazu gekommen sei. Seit 1986 sei er von seinem Nachbarn, einem ehemaligen Mitarbeiter der Volksbank drangsaliert worden, weil er eine Versicherung bei einem anderen Anbieter abgeschlossen hätte. In der Folge habe dieser und die Volksbank versucht ihn „fertig zu machen“. Seine Tankstelle sei von Mitarbeitern der VB gemieden worden, er sei nicht mehr zu gesellschaftlichen Ereignissen und Jagden eingeladen worden und zwei Fahrradunfälle gingen seiner Meinung nach auch auf das Konto der Volksbank. Sogar für den Ausfall eines Bootmotors sei das Bankinstitut verantwortlich gewesen. Er könne 100 Zeugen benennen, die das alles bestätigen würden. Kurz vor der Tat sei der Leiter der Volksbank bei ihm erschienen, um sein Auto waschen zu lassen und habe gesagt: „Du kannst dich aber schlecht bewegen.“ Da habe er, so der Angeklagte gewusst: „Jetzt haben sie dich bald soweit.“

Am Morgen des Tattages sei der Druck unerträglich geworden. Seine Aushilfskraft habe am Vortag die Regale nicht…“
weiter auf quellengrun.de
© Hartwig Knoops (Danke für die Zustimmung zur Wiedergabe der Reportage.)

Helden

4. April 2011

„Die Helden von damals“
MC Adler Emlichheim

Eine Ausstellung von Svenja Hemke
Aki Artez Enschede

Nordhorn – Stadtbücherei
Di, 05. –  Do 28. April 2011
(während der Öffnungszeiten)

Eintritt frei

Die Ausstellung über den ersten  Grafschafter Motorradclub „Adler Emlichheim“zeigt mit Dokumentar- und Porträtfotos, redaktionellem Design und Grafik Design die Geschichte des Motorradclubs in den 1960er und 1970er Jahren sowie das Leben der Männer damals und heute. Mehr (in niederl. Sprache)…

Fotos: © Svenja Hemke)

Emlichheim

9. November 2010

Das waren noch Zeiten, als vor 60 Jahren die gehobenen Fachkräfte und Ingenieure der boomenden Ölförderung und ihr  Direktor Hahn im Emlichheimer Casino der Wintershall gepflegt speisten. Das Wintershall-Casino gibt es längst nicht mehr. Aber jetzt gibt es Neuigkeiten aus der Niedergrafschaft:

Der Standort an der deutsch-niederländischen Grenze in der Grafschaft Bentheim zählt zu den traditionellen Produktionsstandorten der Wintershall AG in Deutschland. Dort investiert der Konzern nun erneut in seine heimische Ölförderung. Der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent teuft jetzt die erste von 16 neuen Bohrungen am Standort Emlichheim ab. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt zwölf Horizontal- und vier Vertikalbohrungen in die Tiefe gebracht werden. Die Bohrungen werden zudem um 13 Ablenkungsbohrungen aus bestehenden Förderstationen ergänzt. Die Investitionen für all das belaufen sich auf mehr als 60 Millionen Euro. Derzeit fördert die 100-prozentige BASF-Tochter in Emlichheim rund 140.000 Tonnen Erdöl pro Jahr. „Mit den neuen Bohrungen können wir dieses Niveau mindestens bis 2016 halten“, sagt Joachim Pünnel, Leiter der Wintershall-Aktivitäten in Deutschland: „Aber auch weitere Projekte sind in Emlichheim nicht ausgeschlossen.“ Auf Grundlage der heutigen Berechnungen werde Emlichheim seinen Beitrag zur Versorgung Deutschlands mit Erdöl noch mindestens 20 Jahre leisten. Außerdem dürfte davon die Lingener BP-Raffinerie in Holthausen profitieren, die das „Emslandöl“ verarbeitet.

Im Rahmen seiner seltsam betitelten Sendewoche „Unser täglich Öl“ wird auch das ARD-Morgenmagazin am morgigen Mittwoch, 10. November 2010, direkt aus Emlichheim berichten. Weil heutzutage alles aufgemotzt daher kommen muss, ist Emlichheim und umzu dabei gleich „Dallas im Emsland“. Wie auch immer, Moderator Ingo Lamperty wird sich in mehreren Direkt-Schaltungen am Morgen direkt vom Wintershall-Betriebsgelände melden und Wissenswertes über die Ölförderung dort berichten. Das Unternehmen fördert dort immerhin seit 65 Jahren Erdöl – zurzeit 140.000 t pro Jahr. Das ist verglichen mit anderen Förderregionen der Welt eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn das Öl in Emlichheim ist besonders zähflüssig und damit schwieriger zu fördern. Wintershall setzt dazu eine besondere Technik ein und macht dem Öl Dampf: Unter hohem Druck wird 300 Grad heißer Wasserdampf in die Lagerstätte gepresst. Das im Gestein festsitzende Erdöl erwärmt sich, wird dünnflüssiger und kann leichter zu Tage gefördert werden.

„Durch den Einsatz des Dampfflutverfahrens konnten wir die Förderung von rund 140.000 Tonnen Erdöl pro Jahr in Emlichheim stabil halten“, erläutert Pünnel. In Emlichheim wird die anspruchsvolle Technik der Dampfflutung seit 1981 kontinuierlich eingesetzt und konsequent weiterentwickelt. Dies ermöglicht die im internationalen Maßstab bemerkenswert lange Zeit der Förderung.  „Mit Hilfe der Dampffluttechnik in Kombination mit dem ebenfalls produktionssteigernden Verfahren der Horizontalbohrtechnik werden wir den Entölungsgrad der Emlichheimer Lagerstätte auf über 40 Prozent steigern“, erklärt Pünnel. Techniken dieser Art gewinnen bei der Förderung von Erdöl und Erdgas mehr und mehr an Bedeutung. Mit ihnen kann die Lebensdauer bestehender, älterer Ölfelder deutlich verlängert werden. Erdöl- und Erdgasfelder in Deutschland sind aufgrund der schwierigen geologischen Rahmenbedingungen nicht leicht zu erschließen.

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit mehr als 75 Jahren in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas aktiv.

(Quelle: Wintershall, comcenture)