Herrlich

21. April 2013

Grünspecht

Der Grünspecht ist zwar einer der häufigsten Spechtarten in Europa. Aber in den benachbarten Niederlanden hat sich der Bestand zwischen Mitte der 1970er- und Anfang der 1990er-Jahre etwa halbiert.

Grund für negative Entwicklungen ist wohl vor allem der Verlust geeigneter Lebensräume. Der Rückgang von Wiesenameisen, Lieblingsspeise des Grünspechts, durch weiträumige Umwandlung von Grünland in Ackerland und verstärkten Einsatz von Bioziden in der Landwirtschaft ist wohl die wesentliche Ursache. Offene und strukturreiche Gebiete, die der Vogel bevorzugt, werden angesichts agrarindustrieller Strukturen seltener. Eutrophierung und fehlende Mahd von aufgelassenen Wiesen spielen ebenfalls eine Rolle.

Aufgrund der aktuellen Situation und des Bestandsrückgangs über die letzten Jahrzehnte wird der Grünspecht in Deutschland und den Niederlanden in der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Arten geführt.

Gestern Nachmittag war es sonnig und frisch , als vor mir quer über die Bernd-Rosemeyer-Straße ein Grünspecht in den Greiner’schen Garten flog. Mit leuchtend rotem Kopfschmuck und strahlend grünem Federkleid. Er war ein würdiger Vertreter des Picus viridis.

Ich fand’s herrlich.

(Quelle; Foto: Grünspecht (picus viridis). CC Hans-Jörg Hellwig)