Bier & Buletten

28. September 2019

Bier & Buletten
Old Merry Tale Jazzband
Lingen-Reuschberge – emco-Zentrale, Breslauer Str. 34-36 

So 29. Sept. 2019 – 11 Uhr

Karten :Vorverkauf: 6,50 € (erm. 5,00 €)
Tageskasse:   8,00 € (erm. 6,50 €)
Da ist er wieder, der legendäre musikalische Frühschoppen des Kulturforums St. Michael. Weil das angestammte Zuhause in der Reuschberger Kirche nicht mehr zur Verfügung steht, zieht die Veranstaltungsreihe in die Zentrale des Hauptsponsor des engagierten Kulturvereins um, also ins Exil: Auf dem Firmengelände der emco Group Lingen in der Breslauer Straße besetzt „Bier & Buletten“ zusammen mit der legendären Addi Münsters Old Merry Tale Jazzband das Forschungs- und Entwicklungszentrum.
An dem Ort, wo Harald und Ulrike Müller in den 1990ern die ersten Veranstaltungen des noch nicht gegründeten Kulturforums veranstalteten, gibt es alles, was einen  Sonntagsfrühschoppen ausmacht: Beste Musik, lockere Atmosphäre, kühles Bier und natürlich warme Buletten!
Bekanntlich gibt es heute zwei – befreundete – „Merry Tales“. Unsere hier wird vondem inzwischen 84jährigen (!)  Jost (Addi) Münster geführt und trägt daher auch seinen Vornamen. Posaunist Jost, der von Anfang an dabei war, hat die Gruppe 1984 neu formiert und zum Teil verjüngt. Mit Gerhard Vohwinkel, dem Trompeter, Komponisten und Arrangeur holte er für lange Zeit auch den früheren musikalischen Leiter wieder nach Hamburg zurück.
Alles also so wie früher… (Ist das Video eigentlich das richtige…?)


 

wohltuend

1. Juni 2016

KulturforumMichael

Die Idee, die ehemalige Michaelskirche im Stadtteil Reuschberge künftig nicht mehr dem Verein Kulturforum zu überlassen, sondern dort einen Kindergarten zu eröffnen oder zu erweitern verdient das Vorwort „Schnaps-“ . Dabei lässt mich der Umstand immer wieder den Kopf schütteln, wie herzlich wenig einzelne Zeitgenossen mit Kulturangeboten anfangen können, wenn bspw. vorwurfsvoll „in den sozialen Medien“ über das Kulturforum zu lesen ist, es sei überflüssig und „Was machen die denn eigentlich?“

Nun, vorgestern Abend tagte das Kulturforum in der Kindergartenfrage, und es wurde -ich höre einstimmig- eine Erklärung beschlossen, die ich wohltuend sachlich nenne und die auf alle Fragen die ntowendige Antwort gibt. Vor allem diese: Die Michaelskirche bleibt Kulturforum. Hier der Wortlaut.

„Der Verein „Kulturforum St. Michael“ möchte seine jetzige Arbeit in der umgestalteten früheren St. Michael Kirche fortsetzen. Dies gilt aus heutiger Sicht auch für den Zeitraum über den 31.12.2023 hinaus.

Begründung:

Auf maßgebliche Initiative des vor einigen Monaten verstorbenen Unternehmers Harald Müller wurde vor rund 14 Jahren das Kulturforum St. Michael geschaffen, um die frühere St. Michael Kirche zu erhalten und mit einem eigenen kulturellen Konzept zu nutzen.

Die ehemalige Kirche präsentiert sich heute als moderne Begegnungsstätte für Konzerte, Theater und besondere Projekte. Sie wurde nach ihrem Trägerverein in „Kulturforum St. Michael“ umbenannt. Mit seinem Konzept möchte das Kulturforum in Lingen eine Lücke zwischen größeren und kleinen Kulturbetrieben in einem hierfür geeigneten einzigartigen Gebäude schließen. Dieses Ziel wurde nach Auffassung des Kulturforums auch erreicht. Das kulturelle Angebot in unserer Stadt konnte durch zahlreiche attraktive Veranstaltungen erweitert werden, wobei das Kulturamt der Stadt beteiligt wurde.

Zu erwähnen sind hier u. a. die mehrfache Auslobung eines gut dotierten Jugendkuiturpreises, für den Bewerbungen aus der gesamten Region eingingen und das traditionelle Adventskonzert des „Leipziger Bach Orchesters“. Alle Mitglieder unseres Vereins nehmen ihre Tätigkeit ausschließlich ehrenamtlich wahr.

Bildschirmfoto 2016-05-31 um 22.19.49In vertrauensvoller Zusammenarbeit wurde zwischen der Eigentümerin des Grundstücks – der Kirchengemeinde St. Bonifatius – und dem Trägerverein ein Nutzungsvertrag über 10 Jahre abgeschlossen, der im Jahre 2012 um weitere 10 Jahre bis zum 31.12.2023 verlängert wurde. Deutlich mehr als 200.000,00 € wurden für eine Bestuhlung anstelle der Kirchenbänke, eine neue Bühne mit einer modernen Beleuchtung und weitere Umbaumaßnahmen aufgewendet. Öffentliche Mittel wurden hierfür nicht in Anspruch genommen. Die Firma Müller (Emco Group) hat hierfür alle Kosten übernommen, die nicht durch Eintrittsgelder oder kleinere Spenden gedeckt wurden. Dies gilt auch für die Kosten des laufenden Betriebes, die jährlich eine namenharte Summe ausmachen. Der Verein bewertet diese Unterstützung als besonders erwähnenswert.

Die Firma Emco Group wird auch nach dem frühen Tod von Harald Müller ihre finanzielle Unterstützung weiter leisten. Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma, Herr Christian Gnaß, hat dankenswerter Weise den Vorsitz im Trägerverein übernommen und,damit auch persönlich sein Engagement für das Kulturforum bekundet.

Das Verhältnis zwischen der Kirchengemeinde St. Bonifatius und dem Verein Kulturforum St. Michael war immer vertrauensvoll. Der Pfarrer der Kirchengemeinde hat erheblich zur Gründung des Trägervereins beigetragen. Auch das Miteinander des auf dem Grundstück befindlichen Kindergartens der Kirchengemeinde St. Bonifatius mit unserem Verein war stets von gutem Einvernehmen getragen. Die derzeit in Aussicht genommene Erweiterung des Kindergartens dürfte nach Auffassung des Vereins auch ohne Inanspruchnahme des Kirchengebäudes auf dem rund 7.000 qm großen Grundstück möglich sein.

Wegen des besonderen Zuschnitts des früheren Kirchengebäudes und seiner spezifisch technischen Ausstattung ist der Betrieb des Kulturforums nicht auf andere Räumlichkeiten in der Stadt zu übertragen. Die umgestaltete Kirche ist somit das Fundament für die weitere Arbeit des Kulturforums. Wenn dem Verein das Kirchengebäude entzogen würde, würde dies nach Einschätzung seiner Mitglieder das Ende des Kulturforums bedeuten.

(Foto: © Kulturforum St. Michael, Lingen (Ems))