Auch solche schönen Geschichten gibt es aus Hamburg zu berichten: Nach der donnerstäglichen Anti-G20-Demonstration „Welcome To Hell“ machte dieses Bild des  Anwohners Andre Kramer die Runde, der ein Schild mit der Aufschrift „Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Dane“ in die Kamera hielt.

Das Social-Media-Team der Supermarktkette reagierte darauf recht clever und wusste Kramers virales Bild für sich sich zu nutzten. Der Anwohner solle zuhause bleiben und würde von Edeka beliefert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anwohner Kramer lehnte jedoch dankend ab, da er aus dem Bild keinen Profit schlagen wolle, und schlug Edeka stattdessen vor, Obdachlosen auf der Reeperbahn zu helfen und die Tafel St. Pauli mit Lebensmittel zu versorgen:

via kfmw

Na? Gestern gegrillt?

18. Mai 2017

Na? Gestern gegrillt?

verkaufsoffen

5. Mai 2017

Lingen ist am Sonntag doch verkaufsoffen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen in Lüneburg (OVG) heute entschieden und einen anderslautenden Beschluss des Verwaltungsgerichts in Osnabrück aufgehoben. So ist es eben, wenn unsere Verfassung und ihre seit 1919 gültige Vorgängerin zwar bestimmen

Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.

doch dann drei OVG-Juristen meinen, auch eine Öffnung am Sonntag entspreche den verfassungsrechtlichen Vorgaben „noch“  Lege man, so das OVG, das Nieders. Gesetz über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten (NLöffVZG) verfassungskonform aus, so könne man es noch verfassungskonform interpretieren.

Voraussetzung für die Öffnung von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen ist, dass der Verkauf nicht im Vordergrund steht…

Nun: In Meppen hat man eigens und erstmals daher die Maitage erfunden und in Georgsmarienhütte ein Cityfest. Das sollen dann Veranstaltungen sein, „die ihrerseits prägende Wirkung für den öffentlichen Charakter des Tages entfalten“ – was für eine Juristenlyrik, was für ein Unfug. So als ob die Petersilie den Braten ausmacht. Geöffnet wird nur, damit der Euro rollt, nicht wegen der Kirmes, der Maitage oder des Cityfestes. Faktisch macht die seltsam-schräge Auslegung eines Verfassungsrecht und eines Verfassungsgerichtsurteils durch das OVG aus dem grundsätzlichen Gebot der Sonntagsruhe das Gegenteil – aufgrund konstruierter Feierei. Man darf darüber getrost den Kopf schütteln, wie leicht das OVG eine kurzweilige Bühnenshow zum Dreh- und Angelpunkt stundenlangen Einkaufens macht..

Für manche Lingener Unternehmen kam die seltsame Shopping-Entscheidung aus Lüneburg allerdings zu spät. Famila in Lingen bleibt jedenfalls geschlossen und was mit Rewe ist, wird man am Sonntag sehen.

Wo wir also gerade über Lebensmittelgiganten reden. Da kommen sich just auf dem Werbeschlachtfeld Lidl und Edeka in die Quere. Lidl, dessen Obst und Gemüse zum wiederholten Male mit einem x-beliebigen Preis ausgezeichnet wurde, hatte bereits im Februar die ersten Rakete Richtung Blau-Gelb abgefeuert

Die Konkurrenz aus Hamburg reagierte so


und Lidl antwortete schnell, aber eher blöd.

„Klein-Ochtrup“

29. März 2017

Da erhielt ich, rechtzeitig zur heutigen Sitzung des zuständigen kommunalen Planungs- und Bauausschusses, der nach nur kurzer Debatte die modifizierte BvL-Planung per Grundsatzbeschluss abgesegnet hat (BN enthielt sich, Grüne dagegen, CDU/SPD dafür), diese Zuschrift:

Zur Sache: So gerne ich Edeka mag und in Lingen vermisse, ich halte das ‚Klein-Ochtrup‚ am BvL-Kreisel für eine Fehlentwicklung. Mittelfristig wird es ein wichtiges Geschäft aus der Innenstadt ersetzen und/oder abwerben, so wie Joachim das schon mal prognostiziert hat.
Die Idee mit den Wohnungen ist charmant, kann aber nicht alles andere ausgleichen.“

So ist es. Dasselbe gilt für den Erhalt des Winkel-Bunkers, der natürlich als Mahn- und Denkmal wichtig für unsere Stadt ist und der als Baudenkmal in jedem Fall stehen bleibt, auch wenn man „Klein-Ochtrup“ nicht zulässt. Und für die Frage, ob man die benötigten 5000 qm städtischer Flächen nicht nach Verkehrswert bezahlen lässt, sondern zum Buchwert veräußert, also fast verschenkt.

Aktuell zieht bereits das Gerücht die Runde, dass als erstes der Spiele-Max im ehemaligen Haus Adelmann, Marienstraße, in das BvL-Vorhaben wechselt. Später droht der Media-Markt zu folgen. Es fällt auf, dass die BvL-Center Entscheidung zu einer Zeit fällt, wo kein einziger Kaufmann oder Handwerker aus dem Stadtzentrum mehr im Lingener Stadtrat Sitz und Stimme hat. Da konnten die Kaufleute Hermann Klaas, Stefan Nottbeck, Torsten Thoben, Stephanie Albers und Stefanie Neuhaus-Richter noch so engagiert am Montagabend in der CDU-Fraktion für eine vitale Innenstadt streiten. Doch die CDU hat ihnenn, fast ausnahmslos CDU-Anhänger, nicht einmal deutlich gesagt, dass sich die christdemokratische Ratsmehrheit schon vor zwei Wochen festgelegt hatte: Für das BvL-Projekt. Ein Projekt, das nur Familie van Lengerich nutzt, der Innenstadt aber schadet und zwar massiv, weil dringend benötigte Kaufkraft abfließt. Denn wie sagte es schon das -damals noch objektive- Gutachten der Stadtforscher von Junkers und Kruse vor 11 Jahren:

„Die Ansiedlung von Einzelhandel, vor allem zentrenrelevantem Einzelhandel, im Bereich städtischer Einfallstraßen, vor dem Hin-tergrund der definierten Zielvorstellungen zur künftigen Einzel-handelsentwicklung, im Sinne einer geordneten Stadtentwicklung sowie zum Schutz bestehender Versorgungsbereiche, ist auszu-schließen. Dabei handelt es sich insbesondere um folgende Straßenzüge: Lindenstraße...“

Die von Experten befürworteten negativen Folgen durch das BvL-Center werden eintreten. Dabei werden natürlich aufgrund des Kaufkraftabflusses nicht die starken Innenstadtstandorte leiden sondern die schwachen B-Lagen, beispielsweise die Große Straße. Das belegt auch die Absage von Investor Hermann Klaas, der eigentlich mit Millionen Euro den überwiegend ungenutzten Sparkassenkomplex vitalisieren wollte und jetzt das Projekt aufgibt. Warum auch sollte er in dieses Vorhaben investieren, wenn OB Krone und seine politischen Unterstützer nicht einmal erkennen, wie sehr sie mit ihren Edeka-BvL-DM-Plänen dem Stadtzentrum allgemein und seinen Plänen im Besonderen zu Leibe rücken. Und was glaubt CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling, wird die Firma Netto tun? Glaubt er tatsächlich, dass das Unternehmen angesichts der kommunal subventionierten Edeka/DM-Lindenstraßenkonkurrenz á la „Klein-Ochtrup“ am geplanten Standort Reuschberge festhalten wird, wo der Kommunalpolitiker wohnt?

Das Ja zum BvL-Center ist kurzsichtig und aktionistisch, also das Gegenteil nachhaltiger Politik. Das geschieht unter der Ägide eines Oberbürgermeisters, der in seinen bisher fast 70 Monaten Amtszeit nicht viel  (man könnte auch schreiben nichts) Wegweisendes für unsere Stadt auf den Weg gebracht hat. Profitiert hat er in seiner Amtszeit vor allem von den Vorarbeiten seines Vorgängers. Sein Nachfolger wird jedenfalls auf Vorleistungen des jetzigen OB nicht zurückgreifen können.

Eatkarus

21. März 2017

Genialer Werbeclip von Edeka. Chapeau!

Edeka und ihre (oder schreibt man seine?) Werbeagentur Jung von Matt haben mit dem neuen Spot einmal mehr für Gesprächsstoff gesorgt. Trotz so mancher Kritik an der Geschichte um ein Dorf voller Übergewichtiger erntet „Eatkarus“ vor allem aus der Kreativszene überwiegend Lob – und wird jetzt auch mit der Spitzenposition im Youtube-Ranking belohnt, in das sowohl bezahlte als auch Earned Views einfließen.
„Mit unserem Eatkarus-Onlinefilm möchten wir die Zuschauer sensibilisieren und ein Bewusstsein für die eigenen Ernährungsgewohnheiten schaffen“, sagt Rolf Lange, Sprecher der Edeka-Zentrale. „Die hohen Aufrufzahlen auf Youtube, sowie 500.000 Shares auf Facebook zeigen, dass die bewusst überzeichnete Geschichte gut ankommt.“

Tja, issso… (Quelle)

EM/2

12. Juni 2016

Der nächste EM-Beitrag. Das Edeka-Werbefilmchen oder: Heute, 21 Uhr: Fertig zum Anfeuern. Allerdings soll es später im Nordwesten noch regnen…

Inkoopen bi Edeka in Ostfreesland

Inkoopen up platt: EDEKA versteckt im ostfriesischen Großefehn das Corporate Wording Konzept der Zukunft. Die lieblosen Marketing-Floskeln wurden komplett durch Plattdeutsch ersetzt, wie überhaupt der komplette Markt durch den Platt-Wolf gedreht wurde. In der Folge sind sämtliche Infotafeln auf Platt formuliert, während eine Schauspielerin vom Niederdeutschen Theater Aurich den Schnack in Mitarbeiter-Schulungen lernen lässt.

“Was bringt das Ganze?” fragt die Marketing-Peitsche vom alten Schlage. Antwort: Wenn da “Lecker Drüppkes” statt “Alkoholische Getränke” steht, kaufen wir gleich doppelt so viel.

pommes4 Der erste Plattdeutsche Supermarkt – EDEKA in Großefehn pommes4pommes5 Der erste Plattdeutsche Supermarkt – EDEKA in Großefehn pommes5pommes1 Der erste Plattdeutsche Supermarkt – EDEKA in Großefehn pommes1pommes3 Der erste Plattdeutsche Supermarkt – EDEKA in Großefehn pommes3
aus lebensmittelzeitung via Schlecky Silberstein

Nicht Edeka

5. Dezember 2015

Nicht Edeka….

LAGeSo

29. November 2015

Schlecky Silberstein informiert:

„Weihnachten steht vor der Tür. Oh Gott, haben wir das gerade wirklich gesagt? Egal. Wir können auch sagen: Der Winter steht vor der Tür. Und das bedeutet für viele Menschen Arsch abfrieren vorm Lageso oder sonst wo. Gleichzeitig schicken uns Unternehmen ihre Videos und winken mit lecker Pinkepinke, wenn wir Euch die Clips zeigen. Da ist in der Regel viel Gülle mit dabei und wir sind gut beraten einmal mehr abzulehnen als zuzusagen. Damit ist die Kohle natürlich auch weg.

Hier der Deal an Euch: Wir nehmen den ganzen Dezember über alle Advertorials an und leiten die Kohle zu 100 Prozent an Moabit-hilft. Die Freunde leisten gute Arbeit, lassen kaum Kohle in der Verwaltung versickern und sind straff organisiert, was die Verbesserung der bitteren Zustände vorm LAGeSo angeht. In jeder Artikel-Headline steht Helpvertorial, dann dürfte es auch zu keinen Missverständnissen kommen. Wir halten Euch über die Einnahmen auf dem Laufenden. Deal or no deal?

Heute bedanken wir uns also bei EDEKA für die tolle Unterstützung. Hier geht’s zum spannenden Kampagnen-Portal mit Gewinnspiel.

Was, fragt der Westniedersache, ist LAGeSo? LAGeSo ist das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales und eines dieser trägen deutschen Bürokratiezentren, die mit der Bearbeitung der Flüchtlingsanträge nicht klar kommen. Kurz: LAGeSo ist der Inbegriff behördlicher Unfähigkeit. Moabit-hilft hält ehrenamtlich dagegen.

Danke an Schlecky Silberstein!

Aldi, Edeka & Co.

18. Juli 2015

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