Banana

24. Oktober 2017

„Dies ist ein Apfel. Einige Leuten mögen dir erzählen, es sei eine Banane. Sie mögen immer wieder Banane, Banane, Banane schreien. Sie mögen BANANE in Großbuchstaben schreiben. Ihr fangt vielleicht sogar an zu glauben, dass dies eine Banane ist. Ist es aber nicht. Es ist ein Apfel“, lautet der Text des 30-sekündigen TV-Spots von CNN, der auf Donald Trumps rhetorisches Muster der Faktenverdrehung anspielt, ohne den US-Präsidenten zu nennen.

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Vicente2020

11. September 2017

Kein Mexikaner kritisiert Donald Trump mit bissigerem Witz als Ex-Präsident Vicente Fox. Sein neuestes Video ist ein ganz großes Glanzstück beißenden Spots: Fox will für die US-Wahl 2020 kandidieren. Themen, Kampagne und Merchandising überzeugen.

Gestern berichtete u.a. DIE WELT und wie es sich für die gründlichen Zeigefinger-hoch-Leser dieses Blattes gehört, sind die Onlinekommentare ein absoluter Knaller. Man fasst es nicht: Viele nehmen den Gag der Humorfabrik Super Deluxe tatsächlich ernst und erläutern uns das amerikanische Präsidentschaftswahlrecht.

Hierzulande sieht es inzwischen so aus, als ob es die AfD-Dumpfbacken und -Schreihälse [hier zur Erinnerung an den Tag, als AfD-Gauland 1000 Lingener zu ’neuen Nazis‘ erklärte]  in den Bundestag schaffen – nach meiner Überzeugung auch wegen solch‘ kumpelhafter Printbeiträge, aber vor allem dank genauso platter Aussagen und tönender Sprüche wie Herr Trump. Die deutschen Kabarettisten und Comedians werden also ihre Freude dran haben. Die Menschen und unsere Gesellschaft leider weniger.

 

ps: Apropos Merchandising: Hier kann man die wunderbaren Putin-is-not-my-Papi-Caps kaufen.

 

Daft Punk

18. Juli 2017

Das muss noch nachgereicht werden. Als Trump zum französischen Nationalfeiertag („fête nationale„) letzten Freitag in Paris zu Besuch war, spielte die französische Militärkapelle Daft Punk aufgespielt. Emmanuel Macron hatte sichtbar Spaß, Donald Trump fehlte hingegen ein bisschen der Zugang, dem deutschen General in Reihe ein klein bisschen der Takt…

Travel Ban

14. Juli 2017

Ein starker Auftritt von Spotify. International sendet der Musikstreaming-Marktführer mit der Kampagne „I’m with the banned“ gerade eine wichtige politische Botschaft. Die Initiative vereint Popstars mit sechs unbekannten Künstlern, die von Donald Trumps Travel Ban betroffen sind. Im Mittelpunkt steht neben der Musik auch Video-Content.
Eigentlich ist die Boschaft ganz einfach: When people can’t travel, music will.

Werbefilmchen 3 (Erde)

10. Juni 2017

Drei aktuelle Werbefilmchen an diesem Wochenende auf diesem Blog, die alle Klareres vermitteln als eine Sonntagsrede. Hier No. 3:

Als US-Präsident Donald Trump vor einigen Tagen den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaschutzabkommen verkündete, hagelte es nicht nur Kritik vonseiten der internationalen Staatengemeinschaft. Auch namhafte US-Unternehmen beteiligten sich an der Trump-Kritik. Folgerichtig bezieht auch Apple eindeutig Stellung. Der „iKonzern“ präsentiert einen Werbespot, der nur als klares Statement gegen die Entscheidung Trumps verstanden werden kann.

Gerade einmal fünf Tage dauerte es, bis Apple seine kreative Protestnote an den US-Präsidenten fertig hatte. In dem 60-Sekünder, den das Unternehmen erstmals bei einem der Finalspiele der National Basketball Association (NBA) im US-TV ausstrahlen ließ, verneigt sich Apple vor dem Planeten Erde. Bei dem Commercial, das passenderweise „Earth“ getauft wurde, setzt Apple auf die altbewährte Mechanik seiner „Shot on iPhone“-Kampagne – nämlich User Generated Content. Wie bei früheren Auftritten serviert Apple den Zuschauern Videos, die iPhone-Nutzer gefilmt haben – mit Bildern, die unseren Planeten in seiner ganzen Pracht inszenieren.


Heute ist der Tag der Pressefreiheit. Aus diesem Anlass wird Reporter ohne Grenzen in Berlin und andernorts gemeinsam für die Freilassung der weltweit über 360 inhaftierten Medienschaffenden demonstrieren.

Journalisten und Medien stehen nämlich weltweit unter zunehmendem, großen Druck. Das zeigt nicht zuletzt die neue Rangliste der der ROG zur Pressefreiheit. Besonders erschreckend ist, dass auch Demokratien immer stärker unabhängige Medien und Journalisten einschränken, anstatt die Pressefreiheit als Grundwert hochzuhalten.

In den USA verunglimpft der Präsident Donald Trump systematisch kritische Medien, in Großbritannien weitet ein neues Gesetz die Überwachungsbefugnisse der Geheimdienste drastisch aus, und schützt Journalisten und ihre Informanten nur unzureichend.

Zur weltweiten Verschlechterung haben in besonderer Weise die Entwicklungen in der Türkei beigetragen. Das Land hat sich auf der Rangliste der Pressefreiheit erneut verschlechtert und steht nun auf Platz 155 von 180 Staaten. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 hat die Repression gegen unabhängige Journalisten und Medien ein nie gekanntes Ausmaß erreicht. Die Untersuchungshaft des deutsch-türkischen Korrespondenten der Zeitung Die Welt, Deniz Yücel, bedeutet eine neue Qualität der Verfolgung, die deutlich über die bisherigen Schikanen gegen Auslandskorrespondenten hinausgeht. Auch der ROG-Mitarbeiter steht wegen Terrorpropaganda vor Gericht.

Heute demonstrieren Reporter ohne Grenzen und ihre Freunde in Berlin – am Mittag vor der türkischen Botschaft, am Nachmittag vor dem Brandenburger Tor und am Abend im Maxim Gorki Theater.

Tweet des Tages

9. April 2017

und ein update mit einem historischen Rückblick des bolivianischen UN-Botschafters Sacha Llorenti vom vergangenen Freitag im UN-Sicherheitsrat:

Gesprächsstoff

6. Februar 2017

„Auf unserem Titelbild enthauptet der amerikanische Präsident jenes Symbol, das seit 1886 Migranten und Flüchtlinge in den USA willkommen heißt, und damit Demokratie und Freiheit.“

The Netherlands second!

24. Januar 2017

„We speak Dutch. It’s the best language in all of Europe. We’ve got all the best words. All the other languages? Failed. Danish? Total disaster“ a voiceover says, mimicking Trump’s cadence. And: „We totally understand it’s going to be America First — But can we just say ‚The Netherlands Second?'“

ps „German is not even a real language. It’s a fake.“

Die Quittung

10. November 2016

„Wo auch immer eine Wahl als Denkzettel an das Establishment geframed werden kann, sollten wir von nun an die Luft anhalten. Das verheißt nichts Gutes für Frankreich 2017. Gedanken zum postliberalen Zeitalter.

Donald Trump ist zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Nur wenige haben das kommen sehen. Dabei konnte man die Welle, die Trump ins Weiße Haus gespült hat, schon seit Jahren rund um den Globus beobachten. Ein paar Gedanken zum postliberalen Zeitalter.

1. Diese Wahl war eine…“

[weiter bei Marc Saxer auf carta.info, Koordinator des europäisch-asiatischen Economy of Tomorrow Projektes und Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung]