Woodstock

18. Mai 2019

50 Jahre Woodstock und es gibt einen neuen, packenden Dokumentarfilm über das Mega-Festival der400.000 vom 15. bis 18. August 1969 im US-Bundesstaat New York. Hier der Trailer für Woodstock: Three Days That Defined a Generation. Er startet gerade in den US-Kinos und demnächst sicherlich auch bei uns, hoffentlich auch im Central Kino in Lingen (Ems).

Wir sind Juden aus Breslau

24. Oktober 2018

Wir sind Juden aus Breslau
Dokumentarfilm
Lingen (Ems) – Centralkino, Marienstr. 8
Donnerstag, 25. Oktober 2018 – 20 Uhr

D 2016, 108 Min., FSK 12,
Regie: Karin Kaper, Dirk Szuszies
Regisseurin  Karin Kaper ist anwesend und gibt zu Beginn eine Einführung in den 108-minütigen Film. Nach der Vorführung besteht für die Besucher die Möglichkeit zu einem Gespräch mit der Regisseurin.

Karten 7 €

„Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet sie das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat beraubt, entkamen sie in alle Himmelsrichtungen und bauten sich ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt. 14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau, einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen.“ (Quelle PM)

Mehr… und noch mehr...

„Hamburger Gitter“

23. Juni 2018

Gestern Abend hatte er Premiere. In Berlin im Kino International: „Hamburger Gitter“, ein Film von Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard und Luca Vogel. Das linke Filmkollektiv hat die Proteste zum G20-Gipfel aufgearbeitet. Die 76-minütige Dokumentation ist eine Abrechnung mit dem Sicherheitsstaat, wie er sich vor einem Jahr zeigte.

Bezeichnend ist: Man habe sich sehr um Gegenstimmen bemüht, sagt Regisseur Marco Heinig, etwa von am Einsatz beteiligten Polizistinnen un Polizisten – das sei aber erfolglos gewesen. Bereit erklärt hat sich einzig Hamburgs Polizeisprecher Timo Zill. Ungewollt oder nicht, verstärkt Zill dann den Eindruck, dass die Tage in Hamburg eine neue Dimension darstellten – nicht wegen der Gewalt der Demonstrierenden, sondern aufgrund von Form und Ausmaß des Einsatzes.

Die taz ergänzt: „Das staatliche Ringen um Kontrolle wird seit den Tagen im Juli fortgesetzt: Im Sonderausschuss der Hamburger Bürgerschaft argumentieren Polizei und Politik um die Meinungs- und Deutungshoheit, stets nach der Prämisse, nur das einzuräumen, was nicht mehr zu leugnen ist. In der extra für den Gipfel gebauten „Gefangenensammelstelle“ arbeiten noch immer die 170 Polizisten der Sonderkommission „Schwarzer Block“ an der anhaltenden Verfolgung von Straftätern.“

Und wir erfahren vom Bekleidungszuschuss für vermummte Polizeibeamte.

Nothing to Hide

12. Oktober 2017

Nothing to Hide Trailer

Der Dokumentarfilm „Nothing to Hide“ (2016) knöpft sich die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz von staatlicher und kommerzieller Überwachung vor. Über Kickstarter finanziert, ist der Film von Marc Meillassoux und Mihaela Gladovic nun in mehreren Sprachen über Vimeo oder Bittorrent frei abrufbar (CC BY-NC-ND). Mit dabei sind unter anderem Anne Roth, Jérémie Zimmermann, William Binney und Giovanni Buttarelli.

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Ausgedient

25. Januar 2015

„Ausgedient“ handelt von Soldaten, die aus dem Krieg kommen und so krank geworden sind, dass sie weder ihren Einsatz fortführen noch so weiterleben können wie vorher. Ihre psychischen Beschädigungen sind so tiefgehend, dass sie intensiver psychiatrischer Behandlung bedürfen. Ihre Verletzungen sind nicht sichtbar. Aber es sind die Folgen eines Krieges, dem wir uns bisher nicht wirklich gestellt haben. Der Film porträtiert die Kompanie eines Panzergrenadier-Regiments, das auf den Einsatz in Afghanistan vorbereitet wird. Wie bereitet die Bundeswehr ihre Soldaten auf extremste Gewalterfahrungen vor? Wir sehen Soldaten, die aus Afghanistan zurückgekehrt sind, und solche, die dort hinfahren werden. Die traumatisierten Rückkehrer werden vom Horror ihrer Einsätze bis in ihren Alltag verfolgt. Für die Soldaten in der Vorbereitung ist Afghanistan vorerst nicht mehr als ein Potemkinsches Dorf auf einem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Munster.

„So wird nur selten vom Krieg erzählt. An Leichenteile, die nach einem Selbstmordanschlag herumliegen, an Gerüche und Schreie der Verwundeten erinnern sich vier Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren. Und ihre Schilderungen sind erschütternd intensiv und konkret, denn was ihnen vor vielen Jahren widerfuhr, dominiert heute noch ihr Leben.

Einer von ihnen spricht davon, dass er „nach neun Jahren in derselben Schleife“ lebt, ein anderer „hasAusgedientst die ersten Frühlingstage“ und stellt in einer Therapiesitzung die Frage, ob es nicht einfacher für ihn gewesen wäre, wenn er, statt sich nun mit diesen Erinnerungen herumzuquälen, in Afghanistan gefallen wäre. „Man hat Menschenleben beendet“, sagt der eine und ein weiterer schildert, wie er das abgetrennte Bein eines Attentäters mit bloßen Händen angefasst hat und sich deshalb heute noch schuldig fühlt.

Michael Richter stellt in seiner Dokumentation „Ausgedient“ die Frage, wie der Krieg die Soldaten verändert…. „
AUSGEDIENT (D 2014, 80 mins) Buch und Regie: Michael Richter, Kamera: Uli Fischer, Jens Gebhard, Ton: Arndt Henning, Schnitt: Silke Olthoff, Redaktion: Jutta Krug (WDR) + Barbara Denz (NDR), gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Eine Produktion von HANFGARN & UFER Nord
*** Nominierung PRIX EUROPA 2014 ****
*** Nominierung Friedensfilmpreis Osnabrück Filmfestival ***
[leider habe ich zu diesem wichtigen Dokumentarfilm keinen Trailer entdeckt]

Wald

20. September 2012

DAS GRÜNE WUNDER – UNSER WALD

Ein neuer Dokumentarfilm aus deutschen Landen, in dessen Farben und Fotos man wohlig ertrinkt. Während einer Drehzeit von insgesamt sechs Jahren (2006 — 2011) waren die international prämierten Kameramänner Jan Haft und Kay Ziesenhenne schwer zugänglichen „Wald-Motiven“ auf der Spur: Das Verhalten der Tiere und packende Lichtstimmungen. Dabei sammelten sie über 250 Stunden Filmmaterial. Zum Einsatz kamen neueste Filmtechniken: Unkomprimiertes, hochauflösendes Video (HDCamSR), extreme Zeitlupen der neuesten Generation sowie bewegte und bewegende Zeitraffer zu allen Tages und Nachtzeiten.

Erzählt von Grimme-Preisträger Benno Fürmann ist der 93-minütige Film eine wissenschaftlich exakte und emotional packende Einladung, unseren Wald neu zu entdecken.

Der Film ist seit dem 13. September in den Kinos. Hoffentlich bald auch in Lingen.  Veröffentlicht sind neben dem Trailer inzwischen diese  9 Clips. Viel Spaß!

Titel: Das grüne Wunder – Unser Wald
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2006 – 2012
Länge: 93 (Min.)
Regie: Jan Haft
Drehbuch: Jan Haft
Kamera: Jan HaftKay Ziesenhenne

Ai Wei Wei: Never Sorry

13. Juni 2012

Ai Wei Wei: Never sorry – Ein bemerkenswerter Dokumentarfilm von Alison Klayman über den chinesischen Künstler Ai Wei Wei. „Der Film zeigt das Portrait einer der wichtigsten Persönlichkeiten des beginnenden 21. Jahrhunderts. Einen Künstler, der glaubt, dass Kunst und menschliche Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind. Im Streben für diese Freiheit wird Ai Weiwei nie aufhören, seine Gegner zu provozieren. Er fragt nach, wo andere schweigen — ungeachtet der Konsequenzen.“ (dcmfilm via youtube).

Ab morgen im Kino. Und wann in Lingen? K.A.

Ai Wei Wei – Never Sorry
Dokumentarfilm, USA 2012,
90 Minuten

Regie/ Buch/ Ton: Alison Klayman
Kamera: Alison Klayman, Colin Jones
Schnitt: Jennifer Fineran
Mischung: Matt Gundy
Musik: Ilan Isakov

Wann

7. Juni 2012

Ja manchmal muss man auch süße Brause, süffigen Wein oder eben wunderschöne Bilder trinken: Deutschland von oben. Ab heute in den Kinos. Aber wann in Lingen und umzu? K.A.

Deutschland von oben,
Dokumentarfilm, Deutschland 2012
113 Minuten
Buch und Regie: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus
Kamera: Marcus von Kleist, Johannes Imdahl, Thomas Schäfer, Torbjörn Karvang, Thomas von Kreisler, Hanno Hart

Stuttgart 21 – Denk mal!

Dokumentarfilm von Lisa Sperling und Florian Kläger
Deutschland 2011, 75 Min, FSK o.A.
Lingen (Ems)  –  Centralkino, Marienstraße

Fr 29. und Sa 30.04.2011,  20 Uhr

„Warst du am Montag bei der Demo?“ Das ist die Frage aller Fragen in Stuttgart seit Januar 2010. Aufgeweckt, wissbegierig und kreativ verschaffen sich die Stuttgarter Bürger Gehör. Veränderung liegt in der Luft, ein neues Bewusstsein, das immer mehr die gesellschaftlichen Strukturen hinterfragt.