Lilia & Tulipan

5. Juni 2018

Lilia & Tulipan – Die Sommerausstellung 2018 in der Kunsthalle Lingen (Ems) mit Arbeiten von Sunah Choi, Diango Hernández, David Jablonowski, Victor Man, Rupprecht Matthies, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Julia Schmid, Roman Schramm, Anne Steinhagen“

Eröffnung am Freitag, 8. Juni 2018 um 19 Uhr

Das Motiv der Blumen besitzt in der Kunstgeschichte ein lange Tradition, die bereits in der pompeijanischen Wandmalerei aus der Zeit um 20 v. Chr. beginnt, denn hier erscheinen florale Elemente ohne dass einzelne Blumen eine bestimmte symbolische Bedeutung besitzen. Schließlich nimmt die Lilie in der christlichen Ikonographie eine besondere Stellung ein, denn sie steht für Reinheit bezogen auf die Figur der Maria. Bekannt für seine farbenfrohen Darstellungen von Blumen, kunstvoll gebundenen Girlanden und Kränze wird im 17. Jahrhundert der flämische Maler Jan Brueghel der Ältere (1568 bis 1625). Parallel erscheinen unterschiedliche Blumen als wesentliches Motiv in vielen Stillleben aus dieser Zeit und verwelkte Blumen stehen beispielsweise für den Tod, blühende Blumen für das Leben. In der Malerei des Impressionismus setzen beispielsweise die Seerosenbilder Claude Monets dem Zeitalter der industriellen Revolution und dem Entstehen lauter Großstädte Ruhe und Idylle entgegen.

Auch im 21. Jahrhundert erscheinen Blumen als Motiv in vielen Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Gruppenausstellung mit dem Titel „Lilia & Tulipan“ präsentiert Malerei, Installation, Objekte, Fotografie und Videoarbeiten der national wie international bekannten Künstlerinnen und Künstler Sunah Choi, Diango Hernández, David Jablonowski, Victor Man, Rupprecht Matthies, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Julia Schmid, Roman Schramm und Anne Steinhagen, die auf unterschiedliche Art und Weise über das Motiv von Blumen und Pflanzen auf aktuelle Aspekte unserer Zeit verweisen.“
(Quelle)

Diango Hernández

20. Juli 2017

Diango Hernández
„Sobre las Olas“ (Über allen Wellen)
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Öffnungszeiten:
Di – Fr 10.00 – 17.00 Uhr
Sa, So 11.00 – 17.00 Uhr
Vernissage Fr 21.07., 19 Uhr

Der seit 2003 in Düsseldorf lebende kubanische Künstler Diango Hernández (geb. 1970 in Sancti Spíritus, Kuba) studierte in den 1990er Jahren Industriedesign in Havana und wurde dann einer der Gründer eines Kollektivs aus kubanischen Künstlern und Designern mit dem Namen „Ordo Amoris Cabinet“.

Diango Hernández präsentierte seine Arbeit sowohl in Einzelausstellungen in der Kunsthalle Münster und im Kunstverein Nürnberg und jüngst im Museum Morsbroich in Leverkusen. Er nahm an Gruppenausstellungen in der Kunsthalle Düsseldorf, in der Kunsthalle Basel, im Kunstverein in Hamburg sowie im Museum Ludwig in Köln teil.

Diango Hernández fächert in seinen Bildern, Objekten und Wandmalereien einzelne Momente seiner Biografie auf. Die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat, dem Strand, den Früchten und der Sprache prägt sein ästhetisches Vokabular. Die mäandernden Reden Fidel Castros transformiert Diango Hernández in neue visuelle Ausdrucksformen: In einer Wandmalerei werden Worte zu Wellen und Wellen zu einem Meer aus blauen Zeichen. Heimat als ideologische Konstruktion und Heimat als Sehnsuchtsort bilden die beiden Erinnerungsachsen, Energiespeicher und das Perpetuum mobile der künstlerischen Produktion von Diango Hernández. Präsentiert wird ein umfangreicher Einblick in sein Werk mit Arbeiten aus den vergangenen drei Jahren.

(Quelle: PM)

Ein persönlicher Nachtrag
Die Stadt Lingen erlaubt sich, die Hernández-Ausstellung so anzukündigen:

Zwanglos erkennt man die Provinzialität. Jeder blamiert sich eben so gut, wie er kann.