Fiesta Mayor

7. Juni 2016

Filmabend Team75
Fiesta Mayor – Salt 2015
Lingen (Ems) – Centralkino
Do 9. Juni – 20 Uhr

Eintritt frei
84px-Escut_de_Salt.svgSeit 1998 pflegt Lingen eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Salt in Katalonien, Spanien. Im Juli 2015 veranstaltete die DHG (Deutsch-Hispanische Gesellschaft, Lingen) eine Bürgerreise nach Salt. Anlass war die Fiesta Mayor. – Auch Kivelinge der Sektion „Schreckensteiner“ waren nach Salt gefahren.
Ein solches Fest findet jährlich in vielen Orten Kataloniens statt und zwar am Tag des Pfarrpatrons. In Salt ist das „Sant Cugat“. Es veranstalten mehrere Vereine des Ortes einen spektakulären Umzug durch die Stadt.- Es sind dies die Gegantes, Riesenfiguren, begleitet von den Cabezudos, den Schwellköpfen, und den Correfocs, den Feuerteufeln; diese speien Feuer und schießen Feuerwerkskörper ab. Sie werden von einer Gruppe von Trommlern begleitet, die mit viel Temperament tanzend und springend durch die Straßen ziehen. Eine weitere Gruppe sind die Castellers, sie bauen Menschentürme mit bis zu 8 „Stockwerken“.- Auch aus den Nachbargemeinden werden die entsprechenden Vereine eingeladen.
Die Feuerteufel traten übrigens feuerspeiend am Freitag den 6. Mai vor dem Theater und am Samstag, dem 7. Mai auf dem Marktplatz vor der Laserschau anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr in Lingen auf. Ihre Feuerwerkskörper durften sie übrigens im Flugzeug nicht mitnehmen…
Die Ereignisse bei der Fiesta Mayor in Salt im vergangenen Juli 2015 wurden von Mitgliedern des Team75, den Lingener Filmamateuren, aufgezeichnet. Hier ein Video der „Konkurrenz“ TVSalt.

spanisch

23. Februar 2015

Wie spanisch war die spanische Zeit in Lingen?
Eine Zeitreise in die Lingener Geschichte
Vortrag von Dr. Andreas Eiynck
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28b
Heute – 19 Uhr

Eintritt frei – Spende erbeten

Zu einem Vortrag über die „Spanische Zeit in Lingen“ lädt die Deutsch-Hispanische Gesellschaft am Montag, 23. Februar, um 19.00 Uhr in das Emslandmuseum Lingen in. Dr. Andreas Eiynck wird anhand zahlreicher Dokumente und Bilder über Lingen im Zeitraum zwischen 1550 und 1630 berichten. In diese Zeit fallen der Ausbau der Lingener Festungswerke, die wechselseitigen Eroberungen der Stadt im spanisch-niederländischen Krieg, aber auch der Wechsel der Konfession, der mit jeder Eroberung der Festung verbunden war. Der Referent wird dabei insbesondere der Frage nachgehen, wie stark die sogenannte „Spanische Zeit“ in Lingen wirklich von Spanien bestimmt wurde, oder ob im damaligen Habsburgerreich nicht ganz andere Kräfte das Schicksal Lingens leiteten.

Zur Einordnung: Der Habsburger Kaiser Karl V. eroberte im 16. Jahrhundert Lingen, um hier die unter den Tecklenburger 1541 eingeführte lutherische Reformation wieder rückgängig zu machen. Als bald darauf in den Niederlanden ein Aufstand gegen die Habsburger losbrach, kam den Habsburgern die Festung Lingen aufgrund ihrer verkehrsräumlichen Lage sehr gelegen. An der Spitze des Hauses Habsburg stand mittlerweile Philipp II, König von Spanien. So gelangten auch spanische Truppen auf den niederländischen Kriegsschauplatz, in dem die Festung Lingen eine wichtige Rolle spielte. Als „Teil von Spanien“ wurde Lingen aber nie betrachte, sondern die Habsburger zählten es immer zu den Niederlanden. Der Begriff „Spanische Niederlande“ kam erst später auf, als sich die calvinistisch geprägten nordlichen Niederlande entgültig von den Habsburgern lossagten. Auch der bekannte Admiral Spinola (Bild oben lks), der 1605 die Festung Lingen den Oraniern nach achtjähriger Besetzung wieder entreißen konnte, war kein Spanier, sondern ein gebürtiger Genuese, der in den Diensten der Habsburger stand. Die von ihm auf dem heutigen Universitätsplatz errichtete Garnisonskirche nannten man folgerichtig auch nicht die „Spanische“, sondern die „Italienische Kirche“. Das Heer der Habsburger bildete ohnehin einen bunten Mix von Söldnern aus vielen Ländern Europas.

Neben den großen politischen und militärischen Ereignissen dieser Zeit schildert Andreas Eiynck (Foto unten) aber auch alltägliche Begebenheiten aus jener Epoche. Hierzu gehört das Leben der Bauern, wie es sich im Spiegel der „Beschrivinge“ der Grafschaft Lingen von 1555 darstellt, aber auch das Schicksal der Bewohner von Stadt und Land in den damaligen Kriegszeiten. Schließlich zeigt der Referent Beispiele, wo Spuren der „Spanischen Zeit“ in Lingen bis heute zu entdecken sind.
Die Deutsch-Hispanische Gesellschaft lädt zu diesem Vortrag ein.

(Aufnahmen: Oben Ambrogio Spinola – Gemälde von Michiel Jansz. van Mierevelt, 1633; unten: Dr. Andreas Eiynck, Foto von J.-H. Janßen CC BY-SA 3.0)

Sprachkurs

14. Mai 2012

Die Idee, dort hinzugehen, wo Arbeit ist, zieht sich seit Jahrhunderten durch die Geschichte. Freunde, wäre bei uns die Arbeitslosigkeit so hoch wie in Salt und dort so niedrig wie bei uns, müssten nicht wenige von uns vielleicht Katalanisch lernen. Jetzt brauchen wir Zuwanderung und Arbeitnehmer sollen kommen. Achim Haming, Chef der Agentur für Arbeit Nordhorn, hat bei den BürgerNahen vor einigen Tagen vorgerechnet, dass bis 2025 in seinem Arbeitsamtsbezirk (sorry, dass ich immer noch Arbeitsamt schreibe) 27.000 Stellen neu zu besetzen sind. wegen Verrentung („demografischer Wandel“) und neuer, zusätzlicher Arbeitsplätzen. So viele Menschen haben wir nicht, auch nicht wenn bspw. die geringe Frauenarbeitsquote kräftig gesteigtert wird oder wir den Unsinn lassen, gut ausgebildete  junge Leute wegen irgendwelcher juristischer Spitzfindigkeiten rauszuwerfen, weil sie einen anderen Pass haben. Oder wenn wir uns um die kümmern, um die wir uns bisher noch nicht genug gekümmert haben.

Also werden Menschen zu uns kommen. Aus unseren Partnerstädten beispielsweise . Das katalanische Salt gehört dazu, wo die Arbeitslosenquote junger Menschen (wie in ganz Spanien) bei fast 50% liegt. Im vergangenen Jahr ist aus dieser „Gemengelage“ die Idee entstanden, einige junge Leute aus der Stadt bei Girona im spanischen Nordosten  einzuladen und zu ermuntern, nach Lingen zu kommen. Im Wahlprogramm der BürgerNahen heißt es dazu eher noch allgemein:

Wir unterstützen Existenzgründer, wollen Betriebe für Lingen gewinnen und so die heimische Wirtschaft fördern. Immer mehr leidet sie aber unter dem Mangel an Facharbeitern. Deshalb werden wir die Lebensqualität in Lingen verbessern, und dadurch Arbeitnehmer und ihre Familien aus dem In- und Ausland für unsere Stadt gewinnen.
BN-Programm 2011

Manel Vidal war Ende letzten Jahres wohl der erste junge Mann, der aus Salt nach Lingen kam, um hier Arbeit zu finden. Er sagt: „Man kann, ein oder vielleicht auch zwei Monate arbeitslos  sein. Aber dann muss man selbst etwas tun, damit sich das ändert.“ Manel Vidal wohnt bei  Dr. Wolfhard und Renate Schmidt, die sich seit Jahren in der Deutsch-Hispanischen Gesellschaft engagieren. Er lernt gerade Deutsch – und beginnt in einigen Wochen bei der Lingener Fa Liesen seinen ersten Job.

Inzwischen gehen die Partnerstädte Salt und Lingen erste Schritte in die notwendige, richtige Richtung und wir in Lingen werden manches machen und lernen müssen, damit aus der Idee ein Erfolg wird. So müssen die Sprachkurse verbessert werden und homogener sein, als sie zurzeit sind. Vor einer Woche war OB Dieter Krone in Salt – u.a. mit Achim Haming- und es wurden mit  Jaume Torramadé, Bürgermeister von Salt, wohl Nägel mit Köpfen gemacht. Für unsere regionale Wirtschaft ist dies eine große Chance und die ganze Stadt tut gut daran, sich zu engagieren.

Also: Denken wir an die Deutsch lernenden Zuwanderer, lernen wir einfach auch ein bisschen katalanisch und fangen damit hier, mit diesem Bericht über den Besuch von OB Dieter Krone in Salt an:

Una quinzena de joves de Salt d’entre 18 i 35 anys podran treballar durant tres mesos a la ciutat alemanya de Lingen. Aquesta iniciativa és fruit del conveni de col·laboració que han acordat les dues ciutats que estan agermanades des del 1998. Durant aquest mes, l’Ajuntament de Salt seleccionarà els candidats que, com a mínim, han de tenir un títol de grau mitjà. L’alcalde de Salt, Jaume Torramadé, ha destacat que es tracta d’una „oportunitat única“ perquè els joves del municipi que estan a l’atur puguin trobar feina a l’estranger. Els seleccionats rebran classes diàries d’alemany.
En els propers mesos, l’Ajuntament de Lingen donarà a conèixer les possibles vacants i el consistori de Salt podrà començar a seleccionar els joves. L’alcalde de Salt ha detallat que es tindrà „molt en compte“ la voluntat d’aprendre la llengua dels candidats, la seva facilitat amb els idiomes i la seva motivació per conèixer noves cultures. Torramadé ha detallat que esperen tenir els joves seleccionats abans de la Fira de Barcelona, el mes de juny. „Moltes empreses de la regió de Lingen estaran exposades en aquest certamen i serà l’oportunitat que els empresaris cone?guin els candidats seleccionats“, ha explicat l’alcalde.
Tot i que no s’ha concretat quina feina realitzaran els joves, l’alcalde de Lingen, Dieter Krone, ha explicat que els seleccionats treballaran durant tres mesos en alguna empresa del sector metal·lúrgic, mecànic, sanitari o de l’àmbit de l’hostaleria. Si l’experiència és satisfactòria per al jove i per a l’empresari, els seleccionats podrien tenir un contracte temporal o indefinit amb l’empresa.
Aquesta iniciativa, l’acord de la qual es va tancar ahir, és una idea que va sorgir des del consistori alemany i es troba emmarcada dins un conveni de col·laboració que han acordat les dues poblacions agermanades. El conveni té com a objectiu intercanviar coneixement i experiències en temes de immigració, habitatge, treball, formació, infància i joventut. „Creiem que pot ser d’ajuda pel futur de Salt l’experiència de Lingen en aquests sectors“, ha destacat l’alcalde alemany. D’altra banda, Torramadé ha remarcat que, en aquests moments de crisi econòmica, és clau „aprofundir en les relacions entre localitats“ i col·laborar entre els municipis.

Ok, ich sehe, Sie haben dieselben Schwierigkeiten wie ich. Daher gibt es hier eine kleine Hilfestellung.

(Foto: OB Krone, BM Torramadé in Salt 5.5.2012; ©www.diaridegirona.cat)