Isetta

14. November 2019

Hab ich diesen BMW-Beitrag schon gebracht – hier oder auf Twitter? Ich bin mir nicht sicher. Gesehen habe ich ihn jedenfalls schon vor Wochen. Also hier (noch einmal, wenn auch in jedem Fall ein paar Tage zu spät, obwohl Freiheit und Unabhängigkeit zeitlos sind) . BMW erzählt in dem Commercial zum Tag der Deutschen Einheit und dem Mauerfall-Jubiläum eine emotionale Geschichte: Im Inneren einer BMW Isetta gelingt einem Mann die Flucht aus der DDR.
„The Small Escape“ ist ein Kinofilm im Miniformat über Ingenieurskunst, Einfallsreichtum, Mut und Freiheit durch Mobilität – und beruht dabei auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1964. Einfach großartige filmische Erzählkunst zu einem besonderen und historischen Anlass in unserem Land.

Bastian

8. November 2019

Unglaublich. Aber tatsächlich wird Bastian heute 30. Dazu meine Glückwünsche Paten“kind“, herzlich.

Lingen 1960

12. Oktober 2017

 

Im Jahre 1960, ein Jahr vor dem Mauerbau, besuchte eine Delegation aus Pritzwalk die Stadt Lingen (Ems), um die „wahren Verhältnisse“ in der DDR darzulegen. Doch die Situation eskalierte. Mittendrin Lingens damaliger Bürgermeister Robert Koop (CDU). Ein spannendes Thema aus der Zeit des Kalten Krieges,  über das Benno Vocks im Rahmen einer Veranstaltung des Heimatvereins Lingen ( Ems) am kommenden Dienstag, 17. Oktober 2017 referiert. Angehörige der damaligen Protagonisten aus Lingen und Pritzwalk diskutieren mit; darunter auch der Betreiber dieses kleinen Blogs.

Den Rest des Beitrags lesen »

Währungsunion

1. Juli 2015

Heute vor 25 Jahren „am 01. Juli 1990 kam die DM in die DDR“. Dazu empfehle ich dieses hörenswerte Feature vom Deutschlandradio Kultur, das so beginnt:

„Noch vor der politischen Einheit Deutschlands kam am 1.7.1990 die Währungsunion: Sie war die ökonomische Antwort auf revolutionäre Ereignisse, so der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl. Der große Verlierer war dann aber die ostdeutsche Wirtschaft.

„Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau. Guten Abend, meine Damen und Herren. Mit der Einführung einer gemeinsamen Währung und der Aufhebung der Grenzkontrollen ist die Einheit Deutschlands seit heute, Null Uhr, praktisch vollzogen. Der Staatsvertrag über die Wirtschafts-, Sozial- und Währungsunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik ist in Kraft getreten.“

Die Tageschau am Sonntag, dem Ersten Juli 1990 – dem Tag, als die D-Mark in die DDR kam. Nachdem zum Jahreswechsel 89 – 90 die erste Euphorie von Mauerfall und Grenzöffnung verflogen war, bemerkten die bundesrepublikanischen Statistiker, dass die Gründe, aus denen die Mauer einst gebaut worden war, wieder wirksam waren. Allein im Januar 1990 verließen 200 Tausend Menschen die DDR, um in der Bundesrepublik Arbeit zu suchen. Das waren durchschnittlich drei Mal so viele wie vor dem Mauerbau 1961, als etwa 1.000 Menschen täglich der Systemwechsel gelang.

Die Wanderungsbewegung von 1990 war völlig legal und erwünscht. Da aber vor allem die Jungen und Leistungsfähigen die DDR verließen, konnte sich jeder ausrechnen, wann sie wirtschaftlich zusammenbrechen würde – nach etwa einem Jahr. Am 6. Februar unterbreitete Bundeskanzler Helmut Kohl dem DDR-Ministerpräsidenten Hans Modrow völlig überraschend…“ [weiter beim DeutschlandRadio]

(Foto: Peer Grimm fürs Bundesarchiv, CC-BY-SA 3.0)

Noch dies…

31. Dezember 2014

…im alten Jahr. Der Weihnachtsgruß der DDR-Bürgerrechtler 1989 an Pegida & Co:

Wir sind das Volk ruft ihr
Freiheit Toleranz Welt offen meinte das ’89
Visa frei bis Hawaii war die Devise
Und: Die Mauer muss weg

Ihr aber wollt:
Visa frei nur für uns
Die Mauer muss weg nur für uns
Die Mauer muss her am Mittelmeer
25 Jahre nach Mauerfall

Zusehen wollt ihr wenn die Elenden
Der Welt an neuen Mauern sterben
An euren Mauern
Oder ihr dreht euch weg
Um in Ruhe Gänsebraten zu fressen
Und Weihnachtslieder zu singen

Jesus hätte gekotzt hätte er euch getroffen

Habt ihr euch nie gefragt:
Wer liefert die Waffen für die Bürgerkriege die die Menschen vertreiben
Wer hat der Welt den Neoliberalismus aufgezwungen
Der sie in Ungleichheit Armut Not treibt 
bei uns und im Süden der Erde
Und wer hat die Klimakatastrophen produziert
Die den Sahel zur Hölle machen

Dabei pfeifen die Spatzen von den Dächern:
Es ist das System das ihr nicht schnell genug bekommen konntet
Dem ihr den ’89er Versuch geopfert habt
Den Versuch einer alternativen Demokratie
Einer freiheitlichen solidarischen ökologischen
Doch ihr sprecht nicht über dieses System
Über Kapitalismus seine Gemeinheiten über Interessen
Dafür protestiert ihr gegen die Schwachen
An die Mächtigen traut ihr euch nicht heran

Feiglinge

In Sachsen sind Muslime nur mit der Lupe zu finden
Aber ihr bekämpft die Islamisierung des Abendlands
Euer Abendland heißt Dunkeldeutschland
Ihr riecht nach dem Provinzmief hinter der Mauer
Oder dem in den Tälern der Alpen

Ihr sprecht nicht für ’89
Ihr sprecht für keine Freiheitsbewegung
Ihr seid deren Schande
Schämt euch

Auf euer Abendland haben wir ’89 gepfiffen
Darauf pfeifen wir auch heute
Unsere Solidarität den Flüchtlingen

Und immer noch sagen wir
Eine andere Welt ist möglich
Eine andere Welt ist nötig
Um alle Mauern zu stürzen

Weihnachten 2014

Die Unterzeichner:

Kerstin Ahrens (1989 Kirche von Unten), Silke Ahrens (1989 Kirche von Unten, Offene Arbeit), Susan Arndt (1989 Neues Forum/Student/innenrat HU Berlin), Judith Braband (VL/Zentraler Runder Tisch/Kuratorium Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin), Malte Daniliuk (1989/1990 Bürgerkomitee 15. Januar zur Auflösung des MfS), Bettina Dziggel (1983-89 Lesben in der Kirche, AK Homosexuelle Selbsthilfe Berlin, Gethsemanekirche), Konrad Elmer- Herzig (1989 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR), Hans-Jürgen Fischbeck (1989 Mitbegründer von “Demokratie Jetzt”, Zentraler Runder Tisch), Bernd Florath (1989 Unabhängiger Historikerverband/Neues Forum), Bernd Gehrke (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Elisabeth Gibbels ( Schriftstellerin), Andreas Heise (1989 Neues Forum), Pedro Hertel (1989 Neues Forum, Thüringen), Werner Jahn (1989 Initiative für eine Vereinigte Linke/Gruppe “Gründet Räte in den Betrieben”), Peter Jeschke (1989 Neues Forum, Runder Tisch Halle, ehemals Stadtrat), Wolfram Kempe (Schriftsteller), Samirah Kenawi (1989 Unabhängiger Frauenverband), Thomas Klein (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Lothar König (Pfarrer, JG Stadtmitte Jena), Marinka Körzendörfer (1983-89 Lesben in der Kirche, AK Homosexuelle Selbsthilfe Berlin, Gethsemanekirche), Bernd Markowsky (1976 Haft wg. Staatsfeindlicher Gruppenbildung/AKL und OA Jena), Isa-Lorena Messer (Neues Forum), Antje Meurers (1989 Neues Forum Dresden, Lehrerin), Dietmar Mielke (Friedenskreis Friedrichsfelde), Silvia Müller (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Wolfgang Musigmann (Offene Arbeit Erfurt, 1989 Mitglied des Bürgerkomitees Erfurt ), Neues Forum; Peter Neumann (1989 Neues Forum/Arbeitsgruppe Sicherheit), Angelika Nguyen (1989 Vereinigte Linke), Henning Pietzsch (1989 Offene kirchliche Jugendarbeit Jena/JG-Stadtmitte), Grit Poppe (1989 Demokratie Jetzt, Runder Tisch Bezirk Potsdam, Landesgeschäftsführerin für DJ Brandenburg), Axel Peters (Neues Forum/Besetzung Stasi-Waffenlager Kavelstorf/Besetzer der Stasizentrale in Rostock), Judith Porath (1989 Junge Gemeinde Oranienburg/Theatergruppe Theo), Elske Rosenfeld (89er Demonstrantin, Künstlerin), Rüdiger Rosenthal (1990 Grüne Partei der DDR), Wolfgang Stadthaus (1989 Friedenskreis Berlin), Torsten Schleipp (1989 Vereinigte Linke, Runder Tisch Leipzig), Andreas Schmidt (1989 Neues Forum), Andreas Schreier (Redaktion telegraph), Reinhard Schult (1989 Neues Forum, Zentraler Runder Tisch), Anne Seeck (Dresdner Subkultur, 1989 ausgereist), Wolfgang Stadthaus (1989 Friedenskreis Berlin, Dirk Teschner (1989 Kirche von Unten/Redaktion Friedrichsfelder Feuermelder), William Totok (ehem. Aktionsgruppe Banat, Publizist, Berlin), Veronika Wagner (1989 Opposition, VBK-Berlin Montagsversammlungen,-demonstrationen), Rainer Wahls (1989 Soldatenrat 8. Motschützenregiment Drögerheide/danach StuRa HU Berlin), Dirk Wassersleben (Redaktion telegraph), Albrecht Wetzel (1989/90 Bürgerkomitee 15.Januar zur Auflösung MfS), Dietmar Wolf (1989 Umweltbiblohek Berlin, Antifa Ostberlin); Jolly Zickler (1989 Kirche von Unten), Siegfried Zoels (1989 Neues Forum, Runder Tisch Berlin-Prenzlauer Berg)

Erinnerung:
Lingen demonstriert am Montag, 12. Januar gegen Pegida. 18 Uhr Bahnhof.

17. Juni 1953

17. Juni 2013

Ostdeutschkochen

28. Mai 2013

90 „DDR“-Rezepte finden sich auf diesem YouTube Ostdeutschkochen-Channel, der zur Webseite Erichs Erbe gehört, ein Projekt des Medienmenschen Toni Schwabe aus Neubrandenburg: Schwabe sammelt auf seiner Seite Rezepte aus der DDR, deren Zubereitung er dann verfilmt.

Erichs Erbe präsentiert Deftiges, Herzhaftes, Süßes und sogar Getränke. Viele der Rezepte werden von Lesern eingereicht und  Köchin Doris Schwabe bereitet sie dann originalgetreu zu. Serviert wird stilecht auf Mitropa-Geschirr.

Bei all dem wird Toni Schwabe fachlich offenbar bestens unterstützt durch die langjährige „DDR-Köchin“ Doris Schwabe (Mama? Schwester? Tante?). Ich lese:

Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass nicht alle hier vorgestellten Rezepte zwangsläufig einen ostdeutschen Ursprung haben müssen. Viel mehr möchten wir zeigen, wie diese in der DDR zubereitet wurden. Wir wollen ein Stück Esskultur der Deutschen Demokratischen Republik am Leben erhalten. 

Inzwischen gibt es längst schon eine Erichs-Erbe-Facebookseite und jetzt ist auch ein Buch in Vorbereitung.

Die Harzer Käsesuppe ist mein Favotir. Ich kann sie nur empfehlen. Es gibt sie immer bei Schwägerin Doris, die in Laxten aufgewachsen ist, also -von mir aus betrachtet- auch im Osten.

Bedrohung

23. Dezember 2012

Lothar_KoenigEigentlich wollte ich mich an diesem Wochenende weihnachtlich ruhig zurücklehnen. Aber dann flaggte die JU Münsterdas OVG Niedersachsen fand (jedenfalls im Emsland) Massentierhaltung nicht so schlimm und heute laufen mir dann noch die beamteten rechten Strafverfolger in Sachsen durch den Computer. Die verfolgen nämlich Lothar König.

Warum? Der Mann ist evangelischer Jugendpfarrer in Jena (Thüringen) und nahm samt Dienst-Kfz, einem blauen VW-Bus mit Lautsprecheranlage, an den Gegendemonstrationen gegen Naziaufmärsche am 19. Februar 2011 in Dresden teil. Diese Veranstaltung geriet teilweise außer Kontrolle, bei Ausschreitungen wurden nicht wenige Polizeibeamte verletzt. Rund ein halbes Jahr später kritisierte König im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die Rolle der sächsischen Polizei bei Dresdner Krawallen, vor allem dass die Polizei während der Auseinandersetzungen um die Neonazi-Demo rund eine Million Handydaten in der ganzen Dresdner Südstadt erfasst hatte. Die Polizeiaktion führte anschließend zu mehr als 600 Ermittlungsverfahren. Als König die Überwachungsaktion kritisierte, reagierte Sachsen.

Am 10. August 2011 in der Früh gegen sechs Uhr durchsuchten rund 30 sächsische (!) Polizisten  zusammen mit Ermittlern der Staatsanwaltschaft Dresden die Amts- und Wohnräume des Pastors im thüringischen (!) Jena. Die Bundesländer Sachsen und Thüringen streiten seitdem, ob dieser Sachsen-Einsatz jenseits der Landgrenze erlaubt war. Die sächsische Einsatztruppe beschlagnahmte Computer, Unterlagen und schließlich auch den blauen VW-Bus. König selbst wanderte gerade durch Tirol. Anwesend waren allerdings seine Tochter Katharina und zwei hinzugerufene Anwälte, die aber nicht viel auszurichten vermochten.

Der Vorwurf gegen Lothar König: Als Fahrer und Halter seines VW-Busses soll er während der Demonstrationen und anschließenden Ausschreitungen in Dresden zu Gewalt aufgerufen haben. Laut Staatsanwaltschaft sei aus seiner Lautsprecheranlage auf dem Autodach in einer Menschenmenge unter anderem gerufen worden: „Deckt die Bullen mit Steinen ein“. Daraufhin seien mehrere Steine auf Polizeiwagen geflogen. König soll auch mit seinem VW-Bus versucht haben, ein Einsatzfahrzeug der Polizei von der Straße zu drängen, und er  habe Verdächtige in sein Auto aufgenommen; das sei Strafvereitelung.

König selbst behauptet das Gegenteil: U.a. habe er mit dem Gemeindefahrzeug seinen Einfluss geltend machen und zur Deeskalation beitragen wollen. Er habe sogar eine Kundgebung angemeldet und genehmigt bekommen. Auch würde er das Wort „Bullen“ für Polizisten nicht benutzen.

Trotzdem hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage wegen schweren Landfriedensbruchs gegen Lothar König erhoben.

Was man dagegen machen kann, schreibt fefe :

„Falls jemand zu Weihnacht noch nen Zehner übrig hat für die gute Sache und nicht weiß wohin damit: Der Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König braucht Hilfe. Der Mann ist ein Stasi-Opfer aus DDR-Zeiten, und er wird heute nahtlos von dem Bundesland Sachsen weiterverfolgt. Aktuell versuchen sie ihm einen „Schweren aufwieglerischen Landfriedensbruch“ anzuhängen, weil es bei einer Gegendemo gegen Neonazis in Dresden vereinzelt zu Straftaten kam. Nicht von ihm, aber ihn wollen sie eh plattmachen, also verfolgen sie jetzt ihn deswegen.

Wer für die Meinungsbildung noch Hilfe braucht, kann sich noch diese Reportage beim CDU-Haussender ZDF angucken. Selbst denen ging das zu weit. Das Video ist auch für Leute mit fester Meinung komödiantisch hochwertig, ab ca 2:35 zeigen sie das Beweisvideo der Polizei.“

„König ist ein kritischer Kauz, doch er erreicht seine Jugendlichen,“ schreibt Der Spiegel. Und auch sonst erfolgreich, muss man hinzusetzen. Bei einer landesweiten Evaluation bekam seine Junge Gemeinde gute Noten, ihre Arbeit wird heute, wie „Die Welt“ weiß, ebenso von Jurys bundesweit angesehener Preise anerkannt wie den ehemals skeptischen Stadtoberen in Jena : „Lothar König geht einen weiten Weg, aber so, dass die Jugendlichen nicht zu weit gehen“, erklärt Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD. Seit 2004 sitzt der Jugendpfarrer für die unabhängige Fraktion „Bürger für Jena“ im Rat der 100.000-Einwohner-Stadt.  All dies ist Grund genug, ihn zu unterstützen, sag ich, und die Initiatoren der „Prozesskostenhilfe“-Sammlung ergänzt:

„Der Gerichtsprozess ist eine ernsthafte Bedrohung! Nicht nur für Lothar König, sondern auch für die Junge Gemeinde Stadtmitte und deren gesellschaftliche Arbeit.“

(Spenden via paypal).

(Quelle: Fefe, wikipediaFoto Lothar König 2011 CC Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung/Fotograf: Ingo Jürgensmann)

Seiters

21. Oktober 2009

PragerBotschaft_W.SchroederEx-Kanzleramtschef Rudolf Seiters (CDU) hat SPIEGEL-ONLINE ein Interview gegeben, wie es war vor 20 Jahren in Prag und Bonn und anderswo. Der CDU-Politiker aus Papenburg war unter CDU-Kanzler Helmut Kohl von 1989 bis 1991 Chef des Kanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben. Der gelernte Jurist führte in der Wendezeit die Verhandlungen mit der DDR-Regierung. Seiters ist seit November 2003 Präsident des Deutschen Rotes Kreuzes. Bei der Prager Balkon-Rede des damaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher am 30. September 2009 stand Kanzleramtsminister Seiters im Schatten der Scheinwerfer neben ihm. 
Die Antworten des CDU-Mannes finde ich sehr informativ, abgewogen und weise – also allemal lesenswert. Beeindruckend seine Bewertung der Leistung Willy Brandts und das offene Eingeständnis: „Wir hatten auch Glück!“

(Foto oben links: Prager Botschaft Herbst 1989; © DRK, W. Schroeder)