Natürlich…

29. November 2010

…muss ich auch noch kurz Wichtiges über Wikileaks bloggen. Oder mich einfach dem One-and-only Nilz Bokelberg anschließen, Guckst Du hier. Reicht aber wahrscheinlich nicht – oder?

(Danke , David Philippe für den Nilz-Tipp!)

Vorbei…

22. August 2010

„Soziale Netzwerke und minderjährige Nutzer“ lautete das Thema des Informationsabends des Lingener Stadtelternrats letzten Donnerstag im Gebäude des „it.emsland“-Zentrums. Auf dem Programm standen mehrere Kurzvorträge zum Thema, u.a. mit Vertretern der Polizei und der Landesmedienanstalt Niedersachsen. Es war klar, dass zu diesem Thema offenbar erhebliches Interesse und Aufklärungsbedarf besteht. Schon deutlich vor Beginn der Veranstaltung war der nicht kleine Saal voll.

Nach kurzer Begrüßung durch den it.emsland-Geschäftsführer Michael Schnaider referierte zunächst Carsten de Groot von der Landesmedienanstalt über „Zahlen, Daten und Fakten“ der  Mediennutzung von Jugendlichen. De Groot  fasste sich aber so kurz, dass  viele fragende  Gesichter  die Folge waren.

Im Anschluss referierte Ansgar Hulsmeier über „Soziales Netzwerk am Beispiel der „el-community ”. Schon der Titel des Vortrages ließ befürchten, dass es sich vielleicht mehr um eine Verkaufsveranstaltung als Informationsabend handeln würde. Und so kam es auch. Hulsmeier verkaufte den Anwesenden „sein“ Portal, ein „regionales“ Sozialnetzwerk, dass – genaugenommen – gar kein Regionsspezifisches ist; denn natürlich ähneln sich Sozialnetzwerke stark in ihren Grundfunktionen, aber für diese Informationen muss man keine Informationsabende aufsuchen.

Mit Hulsmeier verpasste man es, besorgten Eltern die Portale und Seiten zu zeigen, die ihre Kinder auch wirklich nutzen. Die vorgestellte EL-Community hat in ihrem gesamten Zielgebiet gerade einmal rund 142 Kinder und jugendliche Nutzer im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Wie viele davon wirklich aktiv sind, ist zudem unklar. Zum Vergleich: Im SchülerVZ, dem meistgenutzten Portal bei Heranwachsenden sind es schon mehr als doppelt so viele allein vom Lingener Gymnasium Georgianum. Es scheint so, als sei der Referent wohl aus Beziehungsgründen eingeladen worden, unterhält doch „die EL-Community“ ihr Büro im Gebäude des it.emsland.

Nach dem entsprechend verkorksten Vortrag über die EL-Community ergriff Dieter Rothlübbers vom „Präventionsteam der Polizei Lingen” das Wort. Jetzt sollte es spannend werden, erzeugt die Polizei oft Ängste. Doch es kam anders. Rothlübbers hielt einen kurzen Vortrag über Gefahren beim Chatten im Netz. Vom eigentlichen Titel „Sind soziale Netzwerke gefährlich?
” sprach er nicht. Zwar war der Vortrag sachlich ok und nicht durchtränkt von Panikmache, ging aber trotzdem am Thema vorbei. Rothlübbers ging zudem unversändlicherweise offenbar davon aus, dass die anwesenden Eltern bereits Seiten und Werkzeuge wie „icq“, „msn“ und „knuddels.de“ kannten. Auch hier also: Viele fragende Gesichter.

Auch die anschließende Podiumsdiskussion verlief dann so, wie man es nun erwartete: Am Thema vorbei.

Gast und Kommunikationsexperte David Philippe, der  wohl die bessere Wahl für das Vorstellen eines Sozialnetzwerkes gewesen wäre, stellte  klar, dass soziale Netzwerke nicht nur Negatives mit sich bringen, sondern auch positiv für eigene Zwecke des Nutzers eingesetzt werden können.

Auf die Frage von Sabine Stütting, wie sich ein Soziales Netzwerk wie die EL-Community eigentlich finanziert und ob dies mit den Daten der Nutzer geschieht, erhielten sie und die anderen Anwesenden nur eine halbherzige Antwort. Natürlich finanziert sich die EL-Community über Werbung, so der Vertreter, verschwiegen wurde aber, dass sich Soziale Netze eben auch damit brüsten, ganz gezielt, auf die Hobbys, Interessen, Wohnorte, oder Altersstrukturen angepasste Anzeigen schalten zu können und dazu die gespeicherten Daten der Nutzer zu nutzen. Selbst wenn dies nicht für die EL-Community gelten sollte, gilt es sehr wohl für andere, große Netzwerke.

Verständnisloser Höhepunkt der Diskussion war dann die Forderung eines Vaters, der bemerkt hatte, dass der Browser Mozilla Firefox gespeicherte Passwörter offen im „Einstellungen“-Menü anzeigt, nach einer gesetzlichen(!) Lösung für „dieses Problem“. Als hier keiner der anwesenden Experten widersprach, Michael Schnaider der Forderung sogar beipflichtete, war ich froh, dass die Veranstaltung dann doch schnell vorbei war. Am Thema war sie es -wie gesagt- sowieso schon.

ein Beitrag von Max Koop

(Foto © Soziales Netzwerk von caratello, creative commons)

Sinn

14. August 2010

David Philippe ist ein kluger junger Mann. Er fragt heute in seinem Blog nach dem Sinn bestimmter Aktivitäten im OB-Wahlkampf und schreibt dazu dies:

Lingen ist eine kleine Stadt. Wenn man alles, was so um Lingen herum noch schwirrt, dazu zählt, kommt man ungefähr auf 55.000 Einwohner (inklusive Kühe, Katzen und Hühner). Die nächste größere Stadt liegt etwa 75 km entfernt (Osnabrück), bzw. in etwa 80 km Entfernung Münster. So viel zu der Stadt, in der ich studiere und bereits früher gewohnt habe.

Diese kleine Stadt befindet sich gerade im Wahlkampf – gesucht wird…“ (Hier geht’s weiter!)

Zählen kann er nicht, unser David. Sonst wüsste er, dass es in Lingen allein eine knappe Million Hühn- und Hähnchenmastplätze  gibt, und es natürlich deutlich mehr als 40 Twitterer gibt. Bei mir zuhause allein vier oder fünf (Max, Du twitterst doch auch? Darüber müssen wir unbedingt reden!).  Allerdings räume ich ein, dass es mehr Plätze für Hühnchen und Hähnchen in Lingen gibt als Twitterer. Aber eigentlich ist die von David Philippe aufgeworfene Frage nach dem Sinn das Wichtige und da hat er  irgendwie recht, finde ich!

Also ihr kandidierenden Jungs und Mädel, kommt in den Quark. Ob das von David Philippe empfohlene „regionale soziale Netzwerk“ dabei das Richtige ist, möchte ich aber bezweifeln. Oder? Aber David, Sie können mir ja mal mailen, damit wir gemeinsam das Problem angehen können. Bei „Kandidatin 1″ schaffen wir zwei das sicherlich.