Besuchsankündigung

18. Januar 2014

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Ich kann es ertragen, dass eine emotional agierende Gruppe in einem Stadtteil ihren Kampf gegen eine Bestattungseinrichtung fortsetzt – aus Gründen (Kinder, in Darme auch nicht, betriebswirtschaftlich zweifelhaft), die ich nicht verstehen kann. Unterstützt von rund 800 Einwohnern eines Ortsteils mit rund drei Mal so vielen Wahlberechtigten. Jetzt soll eine Bürgerbefragung stattfinden. Doch „über Emotionen kann man nicht abstimmen“ (Ratsmitglied Godula Süßmann). So ist es.

Feuerwehr Hannover

31. Oktober 2013

BMWFeuerwehrSchön, dass ein 18-Jähriger ohne weiteres mit dieser Geschichte durchkommen konnte: Er marschierte in ein  Autohaus in Lingen-Darme und bestellte einen Pkw als Begleitfahrzeug für Feuerwehreinsätze mit vielen Extras. Kaum war das Auto fertig, stellte sich heraus: Der junge Mann hat eine geistige Behinderung und lebt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen.

Die Mitarbeiter des renommierten Autohauses hatten dem motivierten Käufer zuvor alle Sonderanforderungen erfüllt. Denn auf Wunsch des 18-Jährigen rüsteten sie den „Einsatzwagen“ zuerst auf beiden Seitentüren mit Schriftzügen FEUERWEHR HANNOVER  und dann in einem zweiten Schritt  mit Signalanlage, Martinshorn und Blaulicht aus.

Dass die Feuerwehr in der Landeshauptstadt den neuen Wagen einer bajuwarischen Edelmarke niemals bestellt hat, kam dann heraus, als der Wagen ausgeliefert werden sollte. Inzwischen ist auch klar: Der junge Mann ist nicht geschäftsfähig, kann also nicht belangt werden – und das Autohaus bleibt auf den Um- und Rückbaukosten von ca. 3.500,- Euro sitzen. Das dürfte sich aber allemal rechnen; denn eine bessere Werbung für engagierten Kundenservice ist kaum denkbar. Oder?

(Quelle, Foto (c) und mehr)

Debatte

24. Mai 2013

EnergiewendeBeginnt da eine längst notwendige Debatte?  Die Journalistin Marita Vollborn kritisiert heute im politischen Feuilleton desDeutschlandradio Kultur: „Um Platz für Solaranlagen zu schaffen oder das Holz in Form von Pellets zu verfeuern, lassen zahllose Städte und Gemeinden in Deutschland Bäume und Sträucher abholzen. Damit werden die Ziele der Energiewende in ihr Gegenteil verkehrt!“

„Denn jeder gefällte Altbaum am Straßenrand bindet zu Lebzeiten mehr Kohlendioxid, als die vermeintliche Ökostromproduktion aus seinen Pellets dann einsparen würde.“

Vollborn: „Um nicht missverstanden zu werden: Nicht die Energiewende an sich ist zu bemängeln, sondern die Auswüchse, die sie generiert. Bundesumweltminister Peter Altmaier muss sich daher fragen lassen, warum der Bund dem desaströsen Geschäft mit der Energiewende kein Ende bereitet.“  Hier geht es zu ihrem beachtenswerten Beitrag.

Man muss nicht alles teilen, was Marita Vollborn thematisiert. Doch der Kern ihrer Kritik überzeugt mich. Wie immer ist es die kapitalistische Zügellosigkeit, das „Ich-ich-ich-haben-haben-haben“, was die Probleme macht. Die Stichworte liefert Journalistin Vollborn. Darüber nachgedacht, ob sich dies auch in unserem Städtchen bemerkbar macht, fallen mir sofort die Pläne für weitere, landschaftsbelastende Windenergieanlagen  oder „maisbefeuerte“ Biogasanlagen ein. Oder die Pellets-Kahlschläge an der Umgehungsstraße B213, zuletzt am „Grüner Jäger“  in Darme/Hanekenfähr.  Es sind keine zu vernachlässigenden Kollateralschäden, keine lässlichen Sünden. Politische Verantwortliche, die die Auswüchse hinnehmen, erlauben oder dabei gar mitmachen anstatt allgemeinverträgliche Regeln zu setzen und einzuhalten, sind ein Problem.

Oder um es mit Marita Vollborn zu sagen:

„Solaranlagen bleiben sinnvoll, solange sie auf Dächern entstehen. Und Pellets sind eine nachwachsende Energieform, solange Bäume nicht bar jedweder Vernunft zerhäckselt werden. Wer das auf kommunaler Ebene oder in Berlin noch nicht begriffen hat, sollte umdenken – oder seinen Posten räumen.“

 

(Foto Energiewende CC Florian Gerlach (Nawaro))

Gebrüder-Grimm-Schule

16. Dezember 2012

Unnötigerweise hat die CDU-Mehrheit in Lingen (Ems) gerade beschlossen, die Gebrüder-Grimm-Schule (GGS) zu schließen, pardon „auslaufen zu lassen“; der Schulstandort wird dicht gemacht. Dabei ist die Zweizügigkeit der GGS dauerhaft gesichert und das Schulgesetz des Landes Niedersachsen sieht für die „Oberschule“ genannte Verbindung von Haupt- und Realschule -also das Schulmodell der CDU- keine höheren Anforderungen vor. Tatsächlich will die Verwaltung auch vor allem die Pestalozzischule in die GGS umsiedeln, was aber noch nicht verraten wird. Es gibt zwar die Inklusionsvorgabe, doch daneben auch den 1,5 Mio-Euro-Bedarf, um die nur 400m entfernt liegenden Förderschule zu modernisieren. Diese Summe will man einsparen. Und die Marienschule schont man. Diese Privatschule des Bistums Osnabrück hat offenbar eine unbegrenzte Bestandsgarantie von der CDU erhalten. Deshalb dürfen dann die künftigen GGS-Kinder, die nicht auf eine katholische Privatschule wollen oder sollen, quer durch die Stadt gehen oder fahren (oder gefahren werden), um zur Friedensschule in Darme zu gelangen: 40 Minuten zu Fuß, 20 Minuten mit dem Rat oder 9 Minuten mit dem Wagen. Eine Strecke.

Ebenso nachdrücklich wie vergeblich hatten die BürgerNahen und die SPD an die CDU-Ratsmitglieder appelliert, mit der GGS-Schließung nicht ohne Not „den Schulfrieden“ in Lingen aufzukündigen. Die SPD hatte deshalb sogar einen GGS-Antrag für den Stadtrat zurückgezogen. Die CDU stimmte nur vordergründig zu; denn am Mittwoch der letzten Woche fand zwar ein Gespräch miteinander statt. Das aber verlief absolut enttäuschend, wie mir mein Fraktionskollege Volker Becker berichtete; denn gleich zu Beginn habe der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling erklärt, dass die GGS geschlossen wird und die CDU darüber nicht mit sich reden lassen. Punktum. Ich frage mich, was ein solches Gespräch dann sollte.

Die GGS-Eltern und die Schulleitung der GGS haben offenbar resigniert. Der Schulleiter nicht ganz freiwillig, wie ich hörte. Die staatliche Schulbehörde in Meppen soll ihm schon vor einigen Wochen eine Informationsveranstaltung untersagt haben.

Was lernen wir? Wir haben Wahlkampf und man darf nicht alles glauben, was die CDU da so erklärt, sondern das, was  sie beschließt. Guckst Du hier:

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[Oh, das ist ja nicht nur schwer zu verstehen sondern noch ein bisschen schwerer zu lesen.

Deshalb die politische Unwahrhaftigkeit, die es als CDU-Werbeanzeige am letzten Donnerstag bei Facebook gratis gab, noch einmal vergrößert hier:]

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Kolumbarium

21. November 2012

Gestern berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung über die neue Osnabrücker Kolumbariumskirche und erfuhr:

„Die Rundkirche „Heilige Familie“, 1960 am [Osnabrücker] Schölerberg erbaut, erwies sich für die schwindende Zahl der Gläubigen als zu groß. Das Bistum Osnabrück aber wollte das Gotteshaus nicht aufgeben, sondern für Messfeiern erhalten. So fiel die Entscheidung für den Umbau zur Kolumbariumskirche. Doch was ist überhaupt ein Kolumbarium? Das fragt sich fast jeder, der erstmals das Wort hört. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen; ursprünglich bedeutete er Taubenschlag. Denn wie Taubenschläge sahen römische Grabkammern aus mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen für Urnen nach Feuerbestattungen; daher heißen sie seit etwa 50 vor Christus ebenfalls Kolumbarium.“

Abends dann las ich, dass dieses Kirchenprojekt der Architekten Tobias Klodwig & Partner (Münster) im Rahmen des Niedersächsischen Staatspreises für Architektur augezeichnet worden war und machte mich im Internet auf die Suche nach mehr. Schnell fand ich Aufschlussreiches über die Entstehungsgeschichte und dann die Internetseite, die das Projekt so beschreibt:

„Ein Platz zum Bleiben.

Die Gesellschaft verändert sich. Schnell und unwiderruflich. Diese Umbrüche betreffen auch die Bestattungsformen. Früher beerdigten Angehörige die Verstorbenen häufig in Familiengräbern bei ihren Verwandten. Heute ist das nicht mehr selbstverständlich. Deshalb fragen sich viele Menschen: Wie und auf welche Weise und wo soll meine letzte Ruhestätte sein? Bleibt mein Name in Erinnerung?

Der Gedanke an den eigenen Tod konfrontiert uns mit unseren tiefsten Ängsten und wirft viele Fragen auf. Das Kolumbarium bietet Ihnen die Möglichkeit auch schon zu Lebzeiten Urnenplätze zu erwerben.
Die Kolumbariumskirche Heilige Familie Osnabrück mit ihren 1200 Urnenplätzen ist ein Ort, an dem die Verstorbenen ihren Platz finden. Inmitten der Lebenden. Ein Raum, an dem Menschen ihrer gedenken und der mit ihrem Namen verknüpft ist.“

Nicht allein Katholiken können sich in der Osnabrücker Kirche beisetzen lassen, erfuhr ich, sondern „Mitglieder der Kirche oder einer christlichen Konfession“ – also auch Lutheraner, Reformierte oder Orthodoxe. „Für andere Religionen kommt die Beisetzung vom Selbstverständnis her nicht in Frage“, erklärt der Diakon. Tatsächlich finden in der katholische Kirche weiterhin Gottesdienste statt und damit kollidiert nach kirchlichem Selbstverständnis die Bestattung nicht-christlicher Verstorbener.

Auch haben Kirchenoffizielle inzwischen erklärt, die Osnabrücker Kolumbariumskirche sei kein Modell für den „ländlichen Raum“. Aber es ist sicherlich mehr als ein Fingerzeig, mit welcher Würde man Bestattungskultur „leben“ kann. Denn:

„Leben und Tod sind in der „Kolumbariumskirche Heilige Familie“ über die Architektur sinnbildlich miteinander verknüpft. Im Zentrum der Rundkirche liegt der Feierraum. Ihn umgibt ein zum Eingang hin offener Halbkreis aus Urnengängen. Die Wände zum Kolumbarium sind durchbrochen. Es gibt also keine Barriere im Übergang von Feierraum und Trauerraum. Direkt am Eingang, dem Altar gegenüber, steht das Taufbecken. Es erinnert daran, dass die Taufe den Eintritt in die Kirche markiert. So verbindet die Architektur der Kirche die Pole Taufe und Tod – und sie lässt dazwischen viel Raum, das Leben im Glauben zu feiern.“

Doch bei all dem denke ich doch wieder an unser Lingen und unsern Umgang mit dem Sterben. Sicherlich sind es nur Puzzlesteine, doch sofort fallen mir die unsäglichen Aussagen in der so peinlich-oberflächlichen Debatte um ein Krematorium in Lingen-Darme ein und eine ähnliche Einrichtung, die die Christdemokraten in Lohne gar in ein Gewerbegebiet platzierten – bis ein Gericht sie an Grundlegendes im Umgang mit dem Tod erinnerte. Und ich denke auch an den Alten Friedhof am Gasthausdamm in Lingen, wo vor  15 Jahren die Parkplätze aus dem Eingangsbereich entfernt wurde, jetzt aber wieder von Verkehrsstrategen zurückverlegt werden sollen, damit Bequemlinge läppische 50 Meter weniger zu Fuß gehen; die Parkplätze werden auch befahren und angefahren, wenn Trauernde ihre Verstorbenen über den Zufahrtsweg zur letzten Ruhestätte geleiten. Und ein Teil des ohnehin nicht sonderlich großen Geländes am Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wird gleich mit geopfert. Sollte der, der so mit Tod und Gedenken umgeht, nicht einmal innehalten? Vielleicht erkennt er dann, dass 50 Meter eben manchmal ein sehr langer Weg sind.

 

(Foto: Kolumbariumkirche  Heilige Familie in Osnabrück; (C)  Gem. Heilige Familie Harald Niermann)

 

Schleudergefahr

17. Oktober 2012

„Was muss eigentlich noch geschehen, damit effektiv gehandelt wird? In diesem Jahr haben sich in Lingen-Darme in der Auffahrt zur Umgehungstraße B70/B213 Richtung Norden mehrere schwere Verkehrsunfälle ereignet. Dabei hat es schwer und tödlich verletzte Personen gegeben, u.a.:

04.06.2012 – Mann  22 Jahre schwer verletzt
13.07.2012 – Mann  44 Jahre schwer verletzt
16.07.2012 – Mann  19 Jahre schwer verletzt
22.09.2012 – Frau   18 Jahre tödlich verletzt

Der Straßenbelag in der unteren Rechtskurve ist bei Regen aufgrund des Reifengummiabriebs schmierigglatt. Die Reaktion bisher: In der Auffahrt steht jetzt ein Gefahrenhinweisschild „Achtung Schleudergefahr“.

Das dürfte nicht reichen. Eine sehr effektive und wichtige Lösung ist es, im Auslauf der Auffahrt doppelte Schutzleitplanken übereinander aufzubauen. Denn an dieser Stelle sind die Fahrzeuge bei den Verkehrsunfälle ins Schleudern geraten. Schutzleitplanken würden z. B. Pkw und Kleintransporter auffangen.

Ich bitte Sie, dies dringlich mit der Landesstraßenbauverwaltung zu vereinbaren bzw. seitens der Stadt aktiv zu werden.“

(E-Mail der BN an OB Dieter Krone, nach einem Hinweis von Helga und Hermann Lindwehr)

Saubermänner

5. Oktober 2012

GEMA-und-mehr-Zuschrift:

Hallo Robert,

in einem Naherholungsbereich in Darme kommt es des Öfteren zu eigenartigen Verunreinigungen. So geschah es, dass ein Mülleimer aus der Verankerung gehoben wurde und der Müll wahllos verteilt wurde. Drei Jungs, die nichts damit zu tun hatten (einer davon ist mein Neffe), wollten diesen Dreck wieder loswerden. Zum Dank habe ich Ihnen dieses einfache Video versprochen.

Wenn Du dafür Verwendung in Deinem Blog hast, würde ich mich das natürlich freuen. Die Situation in unserer Stadt hat sich nach meinem Dafürhalten verschlechtert.

http://www.youtube.com/watch?v=lFznM-3iZdg&feature=plcp

Grüße aus Darme

„Die Rocky´s“
und Jörg-Friedrich Küster

Pausenbild 37

26. August 2012

(Golzscheune mit grünem Anstrich in Darme, Lingen (Ems); ©dendroaspis2008 via flickr)

Pausenbild 14

18. August 2012

(Pflanzen am Bahndamm in Lingen-Darme; © dendroaspis2008 via flickr)

Bulldog

17. Juni 2012

Heute ab 15 Uhr veranstaltet der Heimatverein Darme, genauer  die Fachabteilung der Volkskundegruppe/ Bulldog-Treckerteam, am Heimathaus in Darme eine Oldtimerausstellung – im Mittelpunkt: Trecker & Co.

Landschaftsfotograf Richard Heskamp hält  Lichtbildervorträge. Es gibt selbstgebackenen Kuchen und Kaffee  in den Räumen des Heimathauses. Der Eintritt ist frei. Ich empfehle, am Darmer Stadion zu parken und über den Reinelhof die 200m zum Heimathaus zu gehen. Hier schon mal der Bulldog-Klang zum Reinhören.