Mehrheitsfraktionen

13. September 2021

Dem BN-Dank an meine MitstreiterInnen schließe ich mich sehr gern an. Gestern war übrigens meine 10. Wahl in den Lingener Stadtrat, also ein ganz ordentliches Ereignis; seit heute kenne ich vor allem aber erstmals den Plural des Wortes Mehrheitsfraktion. Eine ganz neue Erfahrung.

Auch unsere unabhängigen BürgerNahen haben in dem „Bundestagswahlkampf“ dieser Kommunalwahl gut gekämpft. Wir sind zwischen Baerbock, Laschet und Scholz sichtbar geblieben; das war eine große Herausforderung. Über die trotzdem eingetretenen Mandatsverluste wichtiger Ehrenamtler in unserem BN-Team bin ich allerdings traurig. Doch ich habe unter den 49 Kandidatinnen und Kandidaten der BürgerNahen in den letzten Wochen ausnahmslos großartige Menschen kennenlernen dürfen. Sie alle waren angetreten, um mit ihrer Kandidatur Demokratie zu leben. Das gibt mir Mut und Kraft, und die BN darf stolz sein.

Dann habe ich heute einen Satz des Fraktionschefs der bisherigen CDU-Ratsmehrheit gelesen: „Wir sind gesprächsbereit“, äußerte er, aber nicht gegenüber den Fraktionen der bisherigen Ratsminderheit, sondern in der Zeitung, was schon bezeichnend ist. Die Antwort hier: „Natürlich müssen immer Gespräche geführt werden, doch dieses Mal auf Augenhöhe, lieber Uwe Hilling, und nicht als Empfänger von Beschlüssen und Vorgaben Deiner ehemaligen Mehrheitsfraktion“. Dabei weiß ich sehr wohl, dass unsere munteren BürgerNahen nicht am Ruder dieser Gespräche stehen werden, doch sie haben mit mir jemand an Bord, der 45 Jahre lang alle Demütigungen der bisherigen Mindeheitsfraktionen durch die abgewählte CDU-Mehrheit erlebt hat und ertragen musste. Die neuen Mehrheitsfraktionen werden, da bin ich mir sicher, diese Erfahrung nicht mit gleicher Münze zurückzahlen. Warum? Weil wir nicht so sind.

Noch dies: LT-Mann Thomas Pertz kommentiert, die Fraktionen im Lingener Rat sollten sich nicht „gegenseitig blockieren“. Als ob dies jemals eine Option für die neuen Mehrheitsfraktionen gewesen wäre. Die Nein-Sager waren da, wo der Singular des Wortes Mehrheitsfraktionen gelebt wurde.

Danke sagen!

31. Januar 2016

Berlinsagtadnke

Heute sagte Berlin Danke!  Die Hauptstadt bedankte sich an diesem Sonntag bei den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern – mit kostenfreiem Eintritt in Museen, Theatern und Zoos. Am 10. Dezember hatte das Abgeordnetenhaus den „Berlin sagt Danke“-Aktionstag beschlossen. Denn „Ohne die bedingungslose Hilfe Tausender Berlinerinnen und Berliner in den Flüchtlingsunterkünften, könnte Berlin diese besondere Situation nicht bewältigen“, heißt es dazu im Parlamentsbeschluss.

Theater, Opern, Museen, Gedenkstätten und Schwimmbäder waren mit Angeboten dabei. Mehr als 100 Kultur- und Freizeiteinrichtungen beteiligten sich, und Tausende Menschen nutzten das Angebot, melden die Medien. 1500 Freikarten im Berliner Zoo waren schon nach einer Stunde aufgebraucht.

Dieses Danke ist mehr als eine wichtige Geste, und es wäre richtig, auf dieselbe Weise auch den zahlreichen Lingenerinnen und Lingenern Danke zu sagen, die seit dem letzten Jahr ehrenamtlich bei der Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge geholfen haben.

Unsere Fraktion „Die BürgerNahen“ wird dazu einen Antrag in den Stadtrat einbringen. Wer macht mit?