nicht ausspionieren

19. Juni 2020

Die Hildmann&Co-Dummverschwörer toben gerade wieder auf Facebook und andernorts herum, dass die Corona-Warn-App sie ausspioniere und sie sie niemals…. Man kennt das und fragt sich: Wie? Auf Facebook rumheulen? Auf FACEBOOK? Nun denn, #das_kfmw hat dazu diesen Text von Philipp S.Hollstein, gefunden, der die Trotteligkeit der vermeintlich rebellischen Kommentare ganz vorzüglich zusammenfasst: 

Peter Petersen auf Facebook:
„Ich lasse mich doch nicht verarschen!!1!
Diese Corona-App werde ich niemals installieren!
ICH LASSE MICH NICHT AUSSPIONIERN!!“

Facebook so:
Oh, Peter Petersen,
35-40Jahre alt,
männlich,
wohnt in „Sydney“,
loggt sich normalerweise in Wuppertal und Umgebung ein,
politisch eher konservativ,
katholisch,
798 Kontakte ersten Grades,
6712494 Kontakte zweiten Grades,
Name vermutlich korrekt, da in den Adressbüchern der Freunde so vorhanden,
hat 2 Kinder mit „Petra Petersen“ die in 2 Monaten Geburtstag hat und sich aktuell in einer Beziehung mit „Lurchi Mommsen“ befindet,
mag Musik von den Flippers, Andrea Berg und Mötley Crüe, hat gestern Abend auf Netflix „Suits“ geschaut,
war danach auf Pornhub, Stern, und TAZ um Artikel über Reisen zu lesen,
bevorzugt Reiseziele in Bergregionen,
hat in 4 Tagen Geburtstag,
kauft eher impulsiv und online,
interessiert sich für hochpreisige Marken,
hat BMW, Ferrari und Glashütte Uhren abonniert, Haushaltsnettoeinkommen ca 30-50.000 Euro,
hat 1999 an der Kalle Grabowski Universität Unna einen Abschluss in Literaturwissenschaft gemacht,
wohnt weit entfernt von den Eltern,
hat in letzten 4 Jahren mindestens 4 Beziehungen gehabt,
ist aktuell Single,
wird vermutlich demnächst ein Auto der Marken Mazda oder Honda kaufen,
ist technisch interessiert, aber eher skeptisch,
gilt als „late adopter“,
hat gerade einen neuen Post verfasst:
//Ich lasse mich doch nicht verarschen!!1!
Diese Corona-App werde ich niemals installieren!
ICH LASSE MICH NICHT AUSSPIONIERN!!//
Geschrieben mit der Facebook App Version X.X
in der Nähe Marktplatz Wuppertal,
auf einem Apple Iphone X, 256GB,
IOS ältere Version,
Gerätesprache Deutsch
Akkustand 23%
Netzbetreiber Telekom
Das speicher ich gleich mal auf meinen Servern in den USA, Deutschland, Norwegen, Dänemark, ………

[Völlig unbeteiligte Corona-App von Betatester,
auch auf dem Marktplatz in Wuppertal:
Oh. 221h273bd77 hat gerade 5 Minuten unter 2m entfernt von 23882bdw810 gestanden.
Wenn in zwei Wochen keiner von denen gemeldet hat, dass positiv getestet wurde, lösche ich diese Info wieder.
Sonst bekommt die jeweils andere ID eine Nachricht, dass ein Test empfohlen wird.]
Von Philipp S.Hollstein

Äpp

16. Juni 2020

Corona-Warn-App

14. Juni 2020

Die 20 Millionen Euro teure Corona-Warn-App kommt in dieser Woche. Eigentlich wollte die Bundesregierung bereits Mitte April eine sogenannte Contact-Tracing-App auf den Markt bringen, um die Kontakte von mit dem Coronavirus Infizierten schnell nachverfolgen zu können. Eine grundsätzliche Debatte über die Art und Weise der Speicherung verzögerte die Fertigstellung. Die wesentliche Frage war: „Wollen wir die Kontaktdaten zentral oder dezentral speichern?“. Sie wurde  wohl nicht von besserer Einsicht, aber von Apple gegen die zentrale Lösung entschieden und dann wurde auch ein Zuständigkeitsproblem gelöst. Am Dienstag kann jetzt die Warn-App der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Manch Wissenswertes zur Corona-Warn-App findet man bei tagesschau.de hier

Mitarbeiter der TÜV Informationstechnik (TÜVit), einer auf IT-Sicherheit spezialisierten Tochter des TÜV Nord, haben die Warn-App seit Anfang des Monats auf Sicherheitslücken geprüft; dabei haben sie mehrere Mängel entdeckt und an die Entwickler gemeldet, damit diese die Fehler vor dem Start der App in dieser Woche beheben können. Eins der gefundenen Sicherheitsprobleme wurde von den TÜV-Prüfern dabei als recht schwerwiegend eingestuft, schrieb heise.de nach einem Gespräch mit TÜVit-Geschäftsführer Dirk Kretzschmar.

Die größte Sorge vieler potenzieller Anwender der Corona-Warn-App ist sicherlich die Frage nach der Privatheit ihrer Daten. Auf die Privatsphäre der App angesprochen, äußerte sich Kretzschmar recht zuversichtlich. Bisher sieht es wohl so aus, als ob die Corona-App in dieser Hinsicht das hält, was die Regierung versprochen hat. Tracking-Technologien, die über das im Apple/Google-API umgesetzte hinausgehen, habe man nicht gefunden, so der TÜVit-Chef. (hier mehr…)

(Quellen: Tagesschau, heise.de, SZ)