Isabel Albrecht

17. Mai 2017

Isabel Albrecht 
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
20. Mai bis 9. Juli 2017 
Eröffnung am Freitag, 19. Mai 2017 um 19 Uhr 

Isabel Albrecht wurde 1968 geboren und studierte von 2002 bis 2004 freie Kunst am Royal College of Art in London. Zeit ihres Lebens richteten ihr die Galerie hanfweihnacht in Frankfurt am Main sowie die Galerie Patrick Heide in London Einzelausstellungen aus, sie nahm an Gruppenausstellungen bei Danese in New York, in der Gallery Joe in Philadelphia und in der Gallery Anthony Grant in New York teil. Bis zu ihrem frühen Tod im Jahr 2013 realisierten hingegen keine Institutionen Einzelausstellungen mit dem Werk von Isabel Albrecht. Die Kunsthalle Lingen präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Basis Kunstverein in Frankfurt am Main posthum ihre erste institutionelle Einzelausstellung.

Isabel Albrecht arbeitete vor allem in den künstlerischen Medien Malerei und Zeichnung. Ihre ebenso farbigen Bilder wie Arbeiten auf Papier in schwarz bzw. grau / weiß überziehen meist dichte Strukturen aus horizontal und vertikal verlaufenden dünnen Linien, so dass sie ein flimmerndes Geflecht erzeugen und vor allem durch eine minimalistische Formensprache beeindrucken. Isabel Albrecht sprach vom zeichnerischen Vorgang einmal als visuellem Denkprozess, eine Aussage, die ihre Kunst mit den Errungenschaften der konzeptuellen Kunst der 1960er Jahre verbindet. Ebenso auf einem strengen Konzept basierend wie auch minimalistisch in der Formensprache, steht die Kunst von Isabel Albrecht in der Tradition einer formen- und farbenreduzierten Kunst, wie sie beispielsweise Agnes Martin fertigte. Isabel Albrechts Arbeiten wurden hingegen unter anderem von einer Faszination der Künstlerin für moderne Architektur seit den Errungenschaften des Bauhauses inspiriert. Die über die eigentlichen Bildränder sich imaginär fortsetzenden Werke verweisen auf nichts anderes außer sich selbst und konfrontieren die Betrachterinnen und Betrachter mit ästhetisch hochwertiger Kunst. Die Einzelausstellung in der Kunsthalle Lingen wird das Werk von Isabel Albrecht über eine umfangreich angelegte Präsentation mit Arbeiten aus den Jahren 1998 bis 2012 vorstellen.

Zur Eröffnung am Freitag, 19. Mai 2017 um 19 Uhr begrüßt Georg Aehling (stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins Lingen), der Landrat des Landkreises Emsland Reinhard Winter spricht ein Grußwort und Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle, führt in die Ausstellung ein.

 


Cinéma
Kerstin Cmelka, Tom Dale, Judith Hopf, Peter Fischli / David Weiss, Annika Kahrs, Harry Kramer, Claus Richter, Shimabuku, Corinna Schnitt 
Lingen (Ems) – Kunsthalle Lingen

20. Mai bis 09. Juli 2017 
Eröffnung am Freitag, 19. Mai 2017 um 19 Uhr 

Unter dem Titel „Cinéma“ präsentiert die Kunsthalle Lingen ein inhaltlich umfangreiches Programm aus Video- und Filmproduktionen national und international bekannter Künstlerinnen und Künstler. Gezeigt werden „Mikrodramen“ von Kerstin Cmelka, in denen es um das weite Thema von Beziehungen zwischen Menschen geht, eine Arbeit von Tom Dale, die das Phänomen Erinnerung verhandelt, Judith Hopf präsentiert einen „Hospital Bone Dance“, Peter Fischli und David Weiss zeigen eine faszinierende Kettenreaktion unter dem Titel „Der Lauf der Dinge“, Annika Kahrs setzt in „Playing to the Birds“, ein Stück von Franz Liszt in Szene, Harry Kramer fertigte Experimentalfilme in den 1950er und 1960er Jahren, Claus Richters Musical „Salve Monstrum“ spielt im Mikrokosmos eines Renaissance-Schlosses in dem Richter´s Obsession für Bühnen, Kostüme und obskure Figuren zu einem bitteren Spiel mit dandyesken Königen, zweifelnden Räubern und einem stets groovenden Hofstaat gerät, Shimabukus Film „From Bow to Bow“ thematisiert eine Verwandlung einer Waffe in ein Musikinstrument und schließlich verhandelt Corinna Schnitt amerikanische Familienidylle. 

J’ADORE

29. Juli 2015

J'ADOREJ‘ADORE
Simon Fujiwara, Luis Jacob, Felix Kultau, Michaela Melián, Kim Nekarda, Claus Richter, Matthew Ronay, Willem de Rooij, Susanne M. Winterling, Haegue Yang / Peter Lütje
Lingen (Ems) – Kunst/-Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sa 01.08. – So 20.09.2015
Eröffnung Fr 31.07.2015 um 19.00 Uhr

Eine Hommage ist ein öffentlicher Ehrenerweis, meist auf eine berühmte Persönlichkeit, der man sich verpflichtet fühlt. Oft stehen die Urheber einer Hommage selbst in der Öffentlichkeit. Als Hommage werden vor allem alle Verweise gesehen, die im Rahmen eines künstlerischen Werks gegeben werden und jemanden hervorheben, dem eine Künstlerin oder ein Künstler besondere Anregungen für sein Werk verdankt oder auch den oder die er aus anderen Gründen bewundert. Im Mittelalter verstand man unter Hommage eine feierliche Zeremonie, bei der Feudalpächter oder Vasallen ihre Lehnstreue gegenüber dem Lehnsherren bekundeten. Es handelte sich dabei um eine symbolische Bestätigung des Vasallenvertrags, der zwischen zwei freien Männern geschlossen worden war. Dabei versicherte der Vasall dem Lehnsherren, dessen Mann (franz. homme) zu sein. Eine letzte öffentliche Hommage feudalen Ursprungs fand 1953 bei der Thronbesteigung Elizabeth II. statt.

Die internationale Gruppenausstellung J‘adore lädt national und international bekannte Künstlerinnen und Künstler dazu ein, auf künstlerische Art und Weise eine Hommage zu formulieren. Es bleibt ihnen jeweils frei überlassen, gegenüber wem sie eine Huldigung ausdrücken möchten und in welchem Medium sie dabei arbeiten.