Es reicht!

25. September 2019

Da schrieb NOZ-Journalist Burkhard Ewert einen außerordentlich seltsamen Kommentar über, man sagt Klimaaktivistin Greta Thunberg. Kernsatz: „Es reicht!“, womit er nicht sich und seine Aussage meinte, sondern die junge Schwedin. Ein Freund der Familie wies ihn per E-Mail so zu recht:

„…mit Abscheu habe ich Ihren heutigen Kommentar zu Greta Thunberg  gelesen – mit Abscheu vor soviel Anmaßung. Haben Sie „wohl“ bedacht, dass diese junge Aktivistin von einer psychischen Entwicklungsstörung betroffen ist, die Ihnen und mir ein derartiges Engagement, die kaum noch begreifliche Energie, das überzeugende Gedankengerüst und das wirkungsvolle Echo bei allen Menschen, die noch halbwegs wach und offen geblieben sind und nicht aufgegeben haben, kaum noch hätte ermöglichen können?

Und haben Sie vielleicht doch oder auch wahrgenommen, dass Angst und Sorge, die das Kind wegen der unabweislichen Klimakatastrophe nicht nur um die Welt und die Menschen, sondern auch um sich selbst hat, ihr ebenfalls nicht im Wege sind, wenn und da sie in der ganzen Welt um Einsicht und Umkehr wirbt.

Und haben Sie wahrgenommen, dass Ihr, auf Verachtung gebürsteter Text gegen Greta Thunberg sich kaum von dem unterscheidet, was unser aller „Freund“ Donald Trump nach ihrem Auftritt in der UNO-Vollversammlung über diese junge Heroein gesagt hat?

Gott sei Dank haben die Verantwortlichen für den Alternativen Nobelpreis da eine andere Sicht als Sie!“

Tja, Herr Ewert. Einer meiner Hochschullehrer hätte zu Ihnen gesagt: „Setzen, Ewert. Ungenügend.“


Foto: Greta Thumberg Anders Hellberg CC Attribution-Share Alike 4.0 International