Wo ist eigentlich der junge Uhu geblieben, der vor einem Jahr oder mehr versuchte, an der Bonifatius-Kirche heimisch zu werden? Vielleicht gibt es hier Aufklärung:

Stadtvögel – Wer zwitschert da vom Dach?
Lingen (Ems), Burgstraße 21
Samstag, 27. April 2019 – 8.00 – 10.00 Uhr

Am nächsten Samstag gibt es die nächste Vogelstimmen-Wanderung des NABU für Kinder und Erwachsene durch die Grünbereiche und Straßen der Lingener Innenstadt mit dem Experten Bernward Rusche. Treffpunkt ist um 8.00 Uhr der (leider seit dem Verschwinden des Uhu trockengelegte) Brunnen vor der St. Bonifatius Kirche in der Burgstraße 21.

(Foto: Uhu, von tintenreich auf pixabay)

„Lingen, sorry“

12. März 2019

Die Bischöfe sind da. Da kriegt’s unser Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen – aber so was von. „Lingen … Kleinstädtchen“ schreibt beispielsweise Christoph Strack, Journalist der Deutschen Welle aus dem großen Berlin und setzt ein kleines Sorry dazu. Dann versucht sich das Mitglied der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands eV und „Redakteur mit besonderen Aufgaben“ im nächtlichen Lingen aufgeregt an einem Video  und  -sorry, @Strack_C – verwackelt es dabei. Was für eine Szene!

ps Wenn wir nun schon weltweit über die Deutsche Welle als Kleinstädtchenbewohner geoutet werden, auch noch eine wirklich provinzielle Bitte:  Kann jemand freundlicherweise  herausfinden, wo eigentlich die blitzeblanken, supermodern-weißen Meyering-Busse herkamen, mit denen unsere 60 bischöflichen Besucher gestern durch die Stadt zur Bonifatiuskirche gelangten? Sind das die mit viel öffentlichem Geld geförderten Hybridbusse?

Im Liniendienst setzt der Schepsdorfer sie jedenfalls nicht ein. Und dann wurde eingangs der Burgstraße sogar ein Pflanzbottich hochgehoben und fernab abgestellt, damit die teuren Großfahrzeuge überhaupt aus der Bauerntanzstraße in die Burgstraße gelangen konnten.

Vorneweg dabei mit dem Dienstrad Lingener „City-Cop“ Norbert Tenger, der aufgeregt und lautstark einen Lieferbulli der Strecke verwies, als der gerade trotz der heranrollenden Busse frisches Halal-Fleisch für den Medinamarkt anliefern wollte.

Ich als Kleinstädtchen-Innenstadtbewohner bin von alledem sehr beeindruckt…

Remise im Hof

14. Dezember 2018

Heute um 10 Uhr eröffnet der Lingener Restaurator Wolfgang Schnieders auf der Hinterseite des Hauses Burgstraße 26 seine kleine Remise im Hof. Hier, in Lingens schönster Straße präsentiert sich künftig ein weiteres, kleines Juwel. Das Webering’sche Haus ist in diesem Jahr 160 Jahre alt geworden und lebt „spätklassizistischen Geist“, wie Bauhistoriker Baldur Köster einmal geschrieben hat. Es ist eines der bemerkenswertesten Häuser in der Lingener Kernstadt. Auf der einen Seite präsentiert Kathy Hüllsieck in ihrem Geschäft Wohnart moderne Einrichtungen und Accessoires, auf der anderen Seite steht auch in ihrem 95.ten Lebensjahr Gretel Masselink noch in ihrer Friesenkate hinter der Theke.

Jetzt bietet Wolfgang Schnieders in der alten Remise im Hof weitere Klein- und Sitzmöbel und Einrichtungsgegenstände an. Neben Schnieders‘ Antiquitätengeschäft in der Burgstraße 31 ist dies sein zweiter Burgstraße-Standort.

Und sofort denke ich zurück. Denn ich erinnere mich noch gut an mancherlei Bemerkenswertes rund um die Burgstraße 26. Klaus Webering betrieb dort im vorigen Jahrhundert sein kleines Spirituosengeschäft. Der Mann war schwul und stand dazu offen und selbstbewusst –  in Zeiten, in denen dies in Lingen noch ein wirkliches Tabu und in Westdeutschland gar noch strafbar war. Nach seinem Tod und dem Erwerb des Hauses durch die MV Unternehmensgruppe ließ sich dort der unvergessene Elmar Kruse nieder, Modemacher, Kunsthandwerker und Schneider, der dann nach einigen Jahren sein Geschäft schloss und nach Köln und von dort Keitum auf Sylt zog. In diesem Interview gibt Kruse einen Rückblick auf seine Geschichte, aber  verschweigt -schnief- dabei seine Lingener Jahre, wiewohl ein Höhepunkt in seinem Leben zweifellos die Wahl zur Maienkönigin war – beim Tanz in den Mai der Burgstraßenanlieger -zwischen Gretels Friesenkate und der alten Remise. Da war, erinnere ich mich, Wolfgang Schnieders schon dabei, und es geht das Gerücht, dass er damals nicht Elmar Kruse sondern Nachbarin Anneliese Fehrenschmitz gewählt hat, die Vize-Maienkönigin wurde.

An Biggi Brunswick, die mit ihrer Familie vor 50 Jahren auch lange in der Burgstraße 26 wohnte, erinnere ich jetzt natürlich auch. Meine Güte, was habe ich da geschmachtet. Upps, ich schweife ab, ein bisschen…

Anfang dieses Jahrzehnts veranstaltete dann Wohnraumgestalterin Christin Mross in der historischen Remiseim Hof Sektempfänge für Brautleute, die frisch verheiratet vom Kutscherhaus herüber kamen, und auch Lesungen mit Rezitator Michael Sänger und anderen. Als Kathy Hüllsieck mit ihrer Wohnart vor drei Jahren in die Burgstraße 26 zog, knüpfte sie daran an und lud Piano Pete Budden, Geert Meyer, Heinz Eschert, Peter Löning und Clara Strube ein, um eine Anke-Strube-Ausstellungseröffnung musikalisch zu begleiten. Das alles war stets „klein und fein“ und jetzt kommt also Wolfgang Schnieders mit Erlesenem. Wir Lingener dürfen uns darüber freuen – heute ab 10 Uhr – in der historischen Remise im Hof des Hauses Burgstraße 26.

Soldaten! Arbeiter! Bürger!

9. November 2018

Morgen, am 10. November 1918, also vor genau 100 Jahren wurde in unserer Stadt im großen Saal des damaligen Hotels Nave gegenüber vom Bahnhof der Arbeiter- und Soldatenrat gegründet. Ihm gehörten an die Schmiede Müscher und Meyer, der Schleifer Uhle, die Schlosser Bracht und Driemann, der Kupferschmied Strecker und der Tischler Fritz Knospe, der die Versammlung leitete und zum Vorsitzenden bestimmt wurde. Hinzu kamen die Mitglieder des Soldatenrats, der Reservist Bachmann, der Landsturmmänner Nopper und Overbeck, Offiziers-Stellvertreter Fischer, Feldwebel Fuhlhop, Sergeant Heskamp und Sanitäter Schenk.

An den Einsatz dieser Männer und der dahinter stehenden Frauen gegen die Monarchie, gegen den Krieg und für Frieden und Demokratie soll am Samstag, 10. November 2018 mit einer Veranstaltung erinnert werden, zu der ich herzlich einlade.

Sie beginnt um 11.00 Uhr im Butcher’s, Schlachterstraße 12. Dann schließt sich eine Demonstration durch die Schlachterstraße, Bauerntanzstraße, Marktplatz, Burgstraße, Karolinenstraße in die Clubstraße 5 an, wo es in Heidis Litfass eine weitere Lesung gibt und die Veranstaltung zu Ende geht.

Es wirken u.a. mit Peter Löning, Piano Pete Budden, Ali Janßen, Peter Lütje, Gerhard Kastein, Heribert Lange und der Blogbetreiber. Kein Eintritt.

@wroglingen

18. August 2016

@wroglingen ist, zusammen mit @PertzLT, mein Lieblingsredakteur bei der Lingener Lokalzeitung. Er hat mich tatsächlich kritisiert, als ich die betuliche Art und Weise nicht wirklich prickelnd fand, wie am Ende der Burgstraße der Kreisverkehr („KVP“) und die angrenzenden Straßen instand gesetzt wurden. Darunter litten bekanntlich Tausende in unserer Stadt und zwar täglich. Dabei bekam @wroglingen doch auf diese Weise Gelegenheit, seine in der eigenen Biografie verlinkten Kenntnisse über die Dauer von Straßenreparaturen darzulegen, von der ich als Advokat natürlich keine Ahnung habe.

Das ist jetzt anders. Denn nun kenne ich alles – wegen dieser Zeitrafferaufnahme von Dmitry Chistoprudov aus Moskau, wo vor ein paar Tagen 300 Straßenbaumaschinen den Asphalt der Tverskaya Straße und des Pushkin Platzes erneuerten. 8000 t Bitumen setzten mehr als 3 Hektar Straßenpflaster instand. Dafür brauchten die russischen Arbeiter einen (1) Tag. Also etwas weniger als die drei Wochen der Lingener Bauleute für ihre (geschätzt) 1000 qm…

Geht doch! Guckst Du, @wroglingen, hier:

 

Außenwelt

21. Juli 2016

Ein lokaler Zwischenruf:

Gestern hat wieder eine kleine Schar Arbeiter Leitungen im Bereich des gesperrten Kreisverkehrs Burgstraße/Wilhelmstraße/Rosemeyerstraße verlegt – etwa acht Stunden, dann war Schluss. Außerdem ist immer ab Freitagmittag bis Montagmorgen Arbeitsstopp. Die Baustelle an einem zentralen Punkt unseres Städtchens und damit die Sperrung der Burgstraße zieht sich ausgesprochen träge und zäh, was vorhersehbar war und was vorhergesagt wurde. Es war klar, dass täglich Tausende (!) durch die Sperrung genervt, belästigt und und behindert werden. Als ich dazu zu Beginn der Baustelle Kritik übte, wurde ich öffentlich belehrt. Es sei ja etwas anderes, körperliche Arbeit zu leisten als im Büro oder in einer Redaktion zu sitzen, und wenn es schneller gehen solle, sei bald alles wieder kaputt – Argumente aus dem wohlfeilen Almanach „Dummdreistes aus dem Schatzkästlein des 19. Jahrhunderts“. Die Twitterdiskussion ist hier teilweise nachzulesen.

Notwendig ist die Frage, weshalb nicht in zwei Schichten gearbeitet wird: 16 Stunden am Tag und jedenfalls auch samstags; Immerhin kommt nach den Leitungsarbeiten noch die Grunderneuerung der Straßenoberfläche, die ebenfalls Wochen dauern soll. Würde mit mehr „Manpower“ gearbeitet, wäre heute die Baustelle nahezu fertig. Stattdessen alles zusammen: 7 Wochen für 100m Straße. Und hinterher stehen dann die Verantwortlichen (übrigens nie die bauausführenden Arbeiter!) strahlend auf ’nem Farbfoto in der Lokalpresse, was sie doch für tolle Hechte sind, dass jetzt die XY-Straße wieder in Ordnung ist, usw usw. Man kennt das zur Genüge und es ist und bleibt einfach nur doof.

 

Also, liebe Stadtverwaltung Lingen: Warum so träge? WARUM GEHT DAS NICHT MIT MEHR EINSATZ? BÜRGERFREUNDLICHER? MIT MEHR RÜCKSICHT?! Man könnte wirklich den Eindruck gewinnen, dass es Euch wurscht ist.

Doris Lindhaus hat diesen Eindruck offenbar. Sie arbeitet in einem  Einzelhandelsbetrieb in der Burgstraße und ist faktisch ohne Arbeit. „Abgeschnitten von der Außenwelt“, schreibt sie. Daher hat sie sich heute in einer Leserzuschrift geäußert und ein Konzept für die schönste Straße in unserer Stadt gefordert. Das fehlt total. Jedes ihrer Worte stimmt.

 

 

entwaffnet

1. November 2015

Version 21978 wurde der kleine, eine Hellebarde tragende Kiveling am Mühlsteinebrunnen in der Burgstraße aufgestellt. Er war ein Geschenk der Kivelinge an ihre Vaterstadt Größenmäßig passt er zwar gar nicht in die Welt mittelalterlicher Landsknechte oder der unsere Stadt entschlossen verteidigenden Bürgersöhne. Aber Bronze war eben etwas teuer und daher gab’s nur diese provinzielle Miniaturausgabe.

In den folgenden Jahren wurde der kleine Mann dann regelmäßig entwaffnet. Mehrfach verschwand die Hellebarde und so entstand zwanglos der Eindruck eines mit einem Wanderstab ausgerüsteten, verkleideten Karnevalisten gewinnen. Doch lassen wir das, denn als Anekdote berichtenswert ist aktuell:  Nach 20 Jahren bewaffneter Ruhe, ist er seit einigen Monaten wieder nachhaltig entwaffnet, der kleine Kiveling am Emslandmuseum.

Brunnen

23. Mai 2015

Brunnen

 

 

Ich meine, blitzsauber ist er ja. Nur fehlt seit Oktober 2014 das Wasser im Brunnen in der Burgstraße. Wie wusste schon Rainer Maria Rilke 1895:

Ganz verschollen ist die alte,
holde Brunnenpoesie,
da aus Tritons Muschelspalte
eine klare Quelle lallte,
die den Gassen Sprache lieh.

Abends bei den Röhrenkasten
sammelte sich Paar um Paar,
weil der Quelle lieblich Glasten
und ihr Laut der tiefgefaßten
Neigung süßes Omen war.

Aber als durch Menschenmühn dann
Wasser treppenaufwärts stieg,
und kein Paar kam: Misogyn dann
ward der Gott; es schlich sich Grünspan
in die Muschel, – und er schwieg.

 

Nachtrag:

OK, Rilkes Muschelspalte passt nur zu 90%, aber vielleicht plätschert der trockengefallene Brunnen ja bald wieder – möglicherweise gar bevor er in fünf Monaten wieder abgestellt wird…

Nachvernichtung

12. Mai 2015

Ein dienstäglicher Planungszwischenruf aus der Metropole des Emslandes:

03-13-burgstrasseWie ich höre, gibt es doch noch Bewegung bei den Plänen, am Ende der Burgstraße ein neues Gebäude zu errichten; Sie erinnern sich? Kaufmann Hermann Klaas und Ingenieur Siegfried Zech, also die Bauherrn, scheinen sich dazu entschlossen zu haben, doch eine Tiefgarage unter das Bauwerk zu bauen, in dem künftig 60 Ingenieure arbeiten sollen. Außerdem soll es auch eine -leider nur diese einzige- Wohnung obendrauf geben. Die Tiefgarage ist schlechtem Baugrund und einem teueren Bodenaustausch geschuldet [für den ich keine Verantwortung trage, wie ich beteuere] und die Wohnung irgendeiner Überlegung, die ich bisher nicht kenne. Sinnvoll wäre es, die Tiefgarage an die Einfahrt der Pferdemarktgarage anzukoppeln; ich hoffe da auf bessere Einsicht.

Die Planänderungen sind natürlich sehr zu begrüßen. Schließlich bauen wir in unserer Stadt nicht für fünf Jahre sondern für mehr als einhundert. Dass dies Nachhaltigkeit verlangt, hat die Lingener CDU-Ratsmehrheit leider noch nicht erkannt. Sie hat sich statt dessen von ernsthafter Stadtplanung verabschiedet und neben sinnfreien, viel Geld der Häuslebauer vernichtenden „Baugebieten“ (die heißen entlarvenderweise wirklich so und nicht etwa „Wohngebiet“) tut sich die CDU Lingen dadurch hervor, seltsame Gebäudemonster unter dem Namen „Nachverdichtung“ durchzuwinken. Dabei wäre doch das Substantiv „Nachvernichtung“ passender – angesichts fehlender Maßstäblichkeit dieser, sowieso architektonisch meist nicht überzeugenden Bauwerke sowie des Zupflasterns auch letzter Grundstücksecken mit „Einstellplätzen“ und davor platzierter Hutzelhüttchen, in denen Mülleimer ihr Dasein fristen.

Solch grundsatzfreie Stadtplanung nach Landherrenart ist weder nachhaltig noch klug, und nicht nur ich denke da auch sofort an das Bauvorhaben in der Lookenstraße, dass unsere Volksbank gerade in den emsländischen Sand setzt: Ohne Wohnungen, und wie ich höre, gar ohne Treppenhaus und Aufzug, sowie ohne Tiefgarage, also vor allem billig. Vor sieben Jahren hatte der Bauherr um mehr Geschossfläche gebeten, um oben zwei Wohnungen bauen zu können. Darüber freuten sich die Stadtplanenden. Als dann nach der allgemeinen Bankenkrise die Realisierung kam, blieb zwar Geschossflächenwachstum, doch die Wohnungen blieben nur auf der Strecke. „Versicherungsrechtliche Gründe“ lautet die Streich-Ausrede, die man nicht glauben muss, weil man sie nicht glauben kann.

(Grafik: Architekten Krämer + Susok)

6. April

6. April 2015

„6th to 7th April 1945 – Battle in Lingen

On April 6th., 2 RUR was given the task of passing through 2 Warwick at first light in Lingen to clear a sector of the town which lay astride one of the main routes out of it.The intention was to consolidate a vital cross-roads on the outskirts of the town. This would allow the Guards Armoured Division, scheduled to cross the bridge over the canal at 0800 hrs, the same morning, to pass through and exploit our success.In all, the distance to be traversed was about 1500 yards, 2 Warwicks were based upon the line of the Lingen railway, with one company forward of it across a subsidiary road which was to be the start line. The main road ran East from the railway out of Lingen, and at this cross-roads met a subsidiary road running out of South Lingen in a North Easterly direction. This road was to be the scene of bitter fighting when the attack began.Bildschirmfoto 2015-04-06 um 09.20.51Little was known about the enemy as, after a counter attack by German infantry and SF guns had been made against 2 Warwick on the day before our attack, contact had been virtually lost.The Boche was known, however, not to have quitted the town, and was expected to defend all main routes out of it. A patrol from 2 Warwick knew that a house only a short distance from their forward troops, along the main axis, was occupied by the enemy.The plan was as follows. „C“ Company was to capture the vital cross-roads by pushing, not down the main road, but in a right flanking direction, coming up to the road junction along the secondary road. The chief opposition was expected on the main axis, and it was hoped by this bold plan to cut their line of withdrawal.

Once „C“ Company was established, „A“ Company were to advance straight up the main road, clearing the houses and driving the enemy against the firm bed of resistance provided by „C“ Company on the road junction. Subsequently „D“ Company was to pass through „C“ Company to consolidate forward and right, and „B“ Company was to clear any houses that „C“ Company had left unsearched in their advance to the cross-roads.

The Commanding Officer’s orders to Capt. Barry, in command of „C“ Company, were simple and direct. It was to get on to the cross-roads by a circuitous route, straightaway, without clearing more houses than was necessary to get forward rapidly. In support, Capt. Barry had a troop of Sherman tanks, and three Crocodiles, and his Company was to „marry up in the market square and move forward in pre-arranged order.

Lt Purcell’s platoon led the way, and his advance was, in the initial stages, without incident. When he was about 300 yards from the Company objective, however, shots were fired from a house on the right hand side of the road about 100 yards up.

Lingen5445The leading section went to ground and, under cover of its fire Lt Purcell immediately pushed the next section around the back of the houses on the left side of the road, in order to maintain the momentum of the advance.

This apparently sufficed because by the time this reached a point level with the shooting, all was quiet; so they pushed on. No further trouble was experienced by this platoon until the leading section reached the cross-roads, when vicious machine gun fire came from a house on the South side of the main road about 75 yards away.

The first section was pinned down not only by this fire, but by some sniping from a house 50 yards down the main road beyond the cross-roads.

So too was the second section, attempting to approach the house directly from the south. Cpl Watkin in a fearless and gallant rush for the house was unfortunately killed, and casualties were inflicted upon his section.

Meanwhile the third section had come up, and was also pinned down by the withering MG firing from this house.

At this point Lt Purcell signalled to Capt. Barry, and explained the situation in full when he came up. They were just deciding upon a plan for the use of a second platoon with Crocodiles, when five or six men were observed moving by leaps and bounds from the house which was holding out so stubbornly.

Bildschirmfoto 2015-04-06 um 15.30.35They were furiously engaged by the rear section of Lt. Purcell’s platoon and with particular skill and devotion by Rfn Scott, who accounted for at least three of them. But two managed to infiltrate to Platoon HQ and, before being killed, one succeeded in shooting Capt. Barry, mortally wounding him.

The situation was now serious. The forward platoon was thoroughly pinned down to the ground, which was dominated by houses which had not been searched. The enemy might have been anywhere, even in the houses along the company axis of advance; and where he had been located he apparently was in sufficient strength to undertake aggressive action.

Moreover, if the general plan was to be successful, it was imperative that „C“ Company should win their objective, and win it quickly, and this they seemed still far from doing.

Such was the situation when Capt. Alexander, second-in-command of „C“ Company, took over command. Spending a few quick minutes with the forward platoon to get acquainted with what had happened, he then turned back to Company Headquarters to unleash the Crocodiles against these fanatically defended buildings.

But bad luck was to play its part. In attempting to manoeuvre into position, the flame-throwers left the road and immediately sank into a soft and boggy stretch of ground and were unable to move.

Undeterred by this disaster, Capt. Alexander formed up his second platoon, under Lt Fairman, for an attack on the house under cover of an AP shoot from one Sherman 17 pdr.

Here again, bad luck appeared to dog his efforts. The first shots from the Sherman, unknown to the gunner, touched upon the branches of a tree which overhung the bank, and burst amongst the platoon causing casualties and some demoralisation. This platoon quickly reorganised and moved forward, but it too was pinned down by fire from a house close by the other.

Notwithstanding these reverses, Capt. Alexander determined to reach his objective. He now pushed his third platoon Northwards to the main road, ordering it to work along towards the cross-roads on the right hand side, clearing all the houses up to the Company objective.

Bildschirmfoto 2015-04-06 um 09.22.03Covering fire was provided by the Shermans and the other two platoons, and this time Capt. Alexander’s plan was blessed with success. Houses were cleared, some 25 prisoners taken, and this third platoon under Lt Harris was able to establish itself well beyond the company objective.

„A“ Company, who had already begun the advance along the main axis, now proceeded merrily on their way. The success of their house clearing was now ensured due to the stop which „C“ Company had built across the German’s line of withdrawal.

Prisoners began to dribble back to Battalion HQ. The objectives were soon made and consolidated. Then a patrol under Lt Songest was sent forward to contact „C“ Company.

Working his way forward about 200 yards he suddenly came under fire from a party of Germans in some houses close to those which had been troubling „C“ Company. In taking cover some casualties were sustained, so without further hesitation Lt Songest decided to attack.

Under cover of a smoke grenade and covering fire from the patrol, he advanced with a small party under intense small arms fire, threw a grenade through a small aperture and, forcing open the door, compelled the enemy to surrender.

Casualties were sustained and Lt Songest, was himself grazed in the neck by a bullet. But 60 prisoners were tumbled out of these houses, and this finally cleared the way through to „C“ Company.

While this was going on, „D“ Company was passing through „C“ Company to reach their objective without opposition. The Commanding Officer was now ordered to send one Company to occupy a triangle of roads on the Battalion’s right flank, some 600 yards due south of „D“ Company’s new position.

„B“ Company under Major Cummins with one troop of Shermans, was accordingly directed to this task. The position was quickly reached and consolidated, and only when a small patrol was sent to investigate a house in front of the forward position did the trouble begin.

7445LingenAs the patrol approached the house, a spandau opened fire from the edge of a large wood which extended a great distance behind the house. This caused casualties, among whom was L/Cpl. Glover, the patrol commander, but in spite of his wounds he retained control, extricated his men, and explained coherently and accurately on his return the position of the gun before being evacuated.

The reserve platoon was now brought up with two Shermans, and while these gave covering fire, an assault was put in with great dash by Lt McCrainor’s platoon killing one, wounding two and capturing one German, putting two others to flight.

Patrolling forward a little further, this platoon was fired on, and two more spandaus were encountered, though fortunately the wood now hindered their field of fire. Just as an attack on these positions was being prepared, information was received from Brigade that the wood was probably held in considerable strength; a substantial part of 7 Para Division was believed to be in it.

The Commanding Officer gave orders that the engagement would be broken off and the company would pull back to its original position. Subsequent information from POWs revealed that when the tanks moved up to begin the attack on the two spandaus the enemy, who were indeed in fair strength, withdrew, although it seems probable that they returned some time later before finally evacuating during the night. At any rate they took no further action against our troops.

This phase of Lingen had produced bitter, lethal fighting. These fanatical Germans asked no quarter and received none. Hand to hand fighting in which our men – stimulated by unexpected resistance – got to close grips with the enemy, took place and the bodies of the Germans lying within a few yards of our own wounded and dead grimly testified to the fierceness and severity of the fighting.

We lost a brave leader in Captain Barry, and several soldiers that day. But „C“ Company could be proud of the fighting spirit it had displayed and none was later surprised to hear that Capt. Alexander, who had led them to success, received the immediate award of the Military Cross for his part in the operation.

070445.LingenjpgThe Guards Armoured Division were by now streaming through our positions along both the main roads which ran away from „C“ Company’s cross-roads. But a few miles further down they were held up by the usual chain of mines, demolitions and craters.

185 Brigade were now brought forward again to take over the perimeter defence of East Lingen releasing 9 Brigade to initiate a second attack South from Lingen in order to open up a second axis running East to west across the River Ems and canal five miles further South.

2 RUR was relieved at 1800 hrs. by 2 Warwick, and by 2000 had returned once more to the centre of the town for a night in concentration. At 0700 hrs. we had been ordered to pass through the Lincolns who were covering the Southern approaches to Lingen, and secure some high ground 1500 yards further on the South side of an excavated canal.

The day had begun for most people at 0400 hrs. and had been occupied with a tiring battle which had lasted several hours with a move at the end of it. Now it was well past midnight before orders and preparations for the next day were complete, and at approximately 0400 hrs. people were required to be up in readiness for the day’s work. It was indeed a testing routine.

The latest information about the enemy was disclosed at a Brigade O Group held at the forbidding hour of 0400 hrs. 7 April. Patrols from the Lincolns had closely investigated the wood in which it was thought that large numbers of 7 Para Division were lurking, and had found nothing but abandoned equipment; they heard absolutely no sound of foreign occupation. Later a civilian was brought in who said that during the night the enemy had pulled back from these positions in an Easterly direction. The advance of 53 Welsh Division North East from Rheine had made this move probable, and it seemed likely that 7 Para Div. had now been switched from the South to cover the Eastern exits from Lingen.

This was later proved to be the case. The Battalion moved forward on to its objective without meeting any opposition whatever. Seeing the position as the Germans must have held it one could not but be grateful that they had decided to withdraw. The forcing of the dried up canal against determined opposition would have been a formidable and costly operation. But the five stragglers who were picked up proved that their commanders had weighed threat to their rear against the strength of the position and found the latter wanting. So the chase was handed over to I KOSB, who during the rest of the day dealt voraciously with a few hundred Flak troops who had remained behind.“

[Quelle und Fotos.
Anmerkung zu den Fotos von oben:
Das oberste Foto zeigt britische Truppen in Lingen, so sagt es die Internetseite der Royal Ulster Rifles, wobei ich meine Zweifel habe, weil ich die Straße und die Häuser nicht zuordnen kann und auch ein weiteres „Lingen“-Bild auf der Seite zu sehen ist, das mE keine Aufnahme aus Lingen ist, wie man am Kirchturm erkennen kann.
Das zweite Bild von oben zeigt die Gefangennahme von drei deutschen Soldaten am Andreasplatz/Lookenstraße, links das Berning-Haus, in dem sich heute die Andreas-Apotheke und die Lohner Landbäckerei befinden; im weiteren Verlauf der Kämpfe brannte das auf der linken Seite sichtbare Stüting’sche Haus aus. Dazu hier die Privataufnahme vor der Zerstörung, die die NOZ/LT veröffentlichte. In der letzten Woche stellte sie die Frage nach dem konkreten Grund. Der Regimentsbericht der Royal Ulster Rifles nennt ihn. Die Folge zeigt die dritte Aufnahme.
Das vierte Foto zeigt britische Soldaten in der Burgstraße vor dem ehem. Schuhgeschäft Harmeling (jetzt HollyBack). Der Blick geht am zerstörten Block Burgstraße/Am Markt vorbei auf die ehem. Kreissparkasse, die 1969 abgerissen wurde.
Das fünfte Bild ist aus dem Haus Burgstraße 18, der heutigen Targo-Bank, aufgenommen; vorn links das Hellmann’sche Haus Burgstraße 13.
Die sechste Aufnahme „Suche nach Heckenschützen“ (Quelle IWM) wurde bei dieser Gelegenheit einige Meter entfernt nachgestellt. Das Foto zeigt das Haus Castellstraße 13 (jetzt Zahnarztpraxis Dr. Horrix; links der offenstehende Saaleingang des ehem. Kolpinghauses]