Rakete

24. Februar 2014

MarenKockAus Brögbern kam an diesem Sonntag nur Gutes. Leichtathletin Maren Kock aus Brögbern wurde in Leipzig Deutsche Hallenmeisterin über 3000m. leichtathletik.de berichtet so darüber:

„Kock zündet die Rakete
Die Rakete wurde 220 Meter vor dem Ziel gezündet. Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg) zischte an ihrer Vereinskollegin Corinna Harrer und Elina Sujew (Laufteam Hamburg Marathon) vorbei und zauberte eine Schlussrunde von unter 30 Sekunden auf die Bahn. Im Ziel konnte die 23-Jährige ihr Glück nicht fassen. Mit Tränen in den Augen ging Kock auf die schnellste Ehrenrunde des Wochenendes. „Ich wollte genauso laufen. Dass der Spurt aber so stark ist, damit habe ich nicht gerechnet“, jubelte sie nach ihrem zweiten Hallen-DM-Titel nach 2011.

Den letzten Kilometer auf dem Weg zu ihrer Siegerzeit von 9:01,09 Minuten legte Kock in pfeilschnellen 2:50 Minuten zurück. Damit nahm sie der zweitplatzierten Elina Sujew (9:04,96 min) auf der letzten Runde fast vier Sekunden ab. Corinna Harrer folgte in 9:06,99 Minuten. Sie hatte sich zunächst hinter ihre Teamgefährtin Thea Heim geklemmt und hatte den ersten Kilometer nach 3:01,25 Minuten erreicht.

Als Heim – die Sechste über 1.500 Meter (4:27,30 min) – aber aus dem Rennen ging, wurde das Tempo deutlich langsamer. Trotzdem verpasste Maren Kock die Hallen-WM-Norm nur um drei Sekunden. Ihre Hallen-Bestzeit steigerte sie dafür gleich um rund 19 (!) Sekunden.“

Video
Video-Interview

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[Text- und Interviewquelle © mbn auf leichtathletik.de; Foto ganz oben: Maren Kock – noch im Trikot iihres früheren Vereins LG Emstal, via Facebook]

Zehn

30. Januar 2014

Engagierte Krematorium-Gegner aus Brögbern besuchten die gestrige Ratssitzung. Neue Argumente hatten sie nicht. Aber auch ausgesprochen Dummes und Widerliches: Eine Gegnerin verstieg sich dazu, ihren Wegzug aus Brögbern anzukündigen, weil sie in ihrem Garten kein ökologisches Gemüse mehr anbauen könne, wenn das Krematorium gebaut werde. Ich wünsche der Dame angesichts dieser Erklärung einen guten Umzug. Möglichst weit aus Lingen heraus

Ich habe Respekt vor OB Dieter Krone, der mit stoische Ruhe jede der zahlreichen Fragen oder Kommentare beantwortete – auch die erwähnte. Apropos Antwort. Die BI gegen das Krematorium in Brögbern hat auch Fragen an die Fraktionen und den Oberbürgermeister geschickt, die interessanterweise bei mir zwar nicht angekommen sind, weil wohl der Brief verloren gegangen sein muss. Aber ich habe sie mir von der Stadt übermitteln lassen und hier ist jetzt die aktuelle BN-Stellungnahme zu den gestellten zehn Fragen:

Zehn Fragen zum Krematorium. Zehn Antworten.

29. Januar 2014 von bnpressestelle

Krematorium_Fragen

Zehn Fragen haben uns die Nachbarn des künftigen Krematoriums geschickt. Hier sind unsere Antworten:

Sehr geehrte Familie Zumbeel,
sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 16.01.2014, welches erst gestern durch die Stadt Lingen an uns weitergeleitet wurde.

Ihre Fragen haben wir als Bilddatei angefügt, weil sie uns nur als Scan vorliegen. Einer ungekürzten Veröffentlichung unserer Antworten Ihrerseits steht nichts im Wege. Sie sind sicher damit einverstanden, dass auch wir unseren gemeinsamen Dialog veröffentlichen dürfen:

Vorab möchten wir von den BürgerNahen klarstellen, dass wir alle Sorgen und Bedenken Lingener Bürger sehr ernst nehmen. In mehreren Sitzungen unserer Fraktion und unseres Vereins gab es lange und garantiert ergebnisoffene Diskussionen zu diesem Thema. Einen Zusammenhang mit Biogasanlagen haben wir dabei allerdings nicht erkannt. Zu Ihren Fragen:

1. Ja, wir halten ein Krematorium in Lingen für enorm wichtig und wir begrüßen das Vorhaben auch:

2. Sachliche Argumente für ein Krematorium in Lingen gibt es unserer Ansicht nach so viele, dass sie diese Antwort sprengen würden. Nach vielen Gesprächen mit Mitbürgerinnen und Bürgern, aus eigenen familiären Erfahrungen, und zum Teil auch aus eigenen Wünschen heraus entstand bei uns der Eindruck, dass eine Einäscherung vor Ort eine wünschenswerte Alternative zu den (noch?) üblichen Erdbestattungen ist. Wir differenzieren dabei sehr wohl zwischen dem eigentlichen Vorgang der Einäscherung und der Urnenbestattung.Einige von uns, auch der Unterzeichner, haben einer Urnenbestattung bereits beigewohnt und fanden diese Bestattungsform als Angehörige seelisch wesentlich unbelastender als eine Erdbestattung. Dass unsere Angehörigen oder wir selbst für die Einäscherung nicht überregional weit gefahren werden müssen, halten wir für ein überzeugendes Argument. Das Wissen, in Lingen “kremiert” (ein Unwort!) werden zu können, finden wir beruhigend.

3. Über den Zusammenhang zwischen einem Verkauf des Geländes und der Planung eines Krematoriums liegen uns keine Anhaltspunkte vor. Aber die BürgerNahen versichern: Sollte es hierbei zu “Unregelmäßigkeiten” kommen oder gekommen sein, sind wir die Ersten und Gründlichsten, die da nachhaken.

4. Wir können nicht genau sagen, seit wann der Standort Brögbern im Gespräch ist. Wir vermuten, seit Anfang letzten Jahres.

5. Über die Beteiligung und das Wisssen des Ortsrates Brögbern können wir keine Aussage treffen. Zur letzten Kommunalwahl haben wir sehr aktiv versucht, bürgernahe Ideen auch nach Brögbern zu tragen. Das ist uns leider nicht gelungen, sodass wir uns auch über das recht einseitige Wahlergebnis und die geringe Wahlbeteiligung im Nachhinein nicht beklagen dürfen.

6. Über die Auswirkungen eines Krematoriums für den Ortsteil Brögbern haben wir lange diskutiert. Eine Gefahr für Lebensqualität, Gesundheit oder Grundstückswerte sehen wir dabei nicht. Die BürgerNahen meinen, dass die Brögberner stolz auf eines der weltweit modernsten und saubersten Krematorien sein sollten.

7. Wir haben nicht den Eindruck, dass ein Krematorium an einem Naturschutzgebiet problematisch ist. Ganz im Gegenteil, sehen wir die Lage als ideal an, auch was einen möglichen Friedwald angeht. Hier vertrauen wir aber auf die Meinung des Kompetenzteams um Frau Schreiner in der Stadtverwaltung, allerdings nicht, ohne auch dort kritisch nachzufassen.

8. Bei dieser Frage ist uns unklar, von welcher möglichen Belastung der Anwohner Sie schreiben. Wir sehen keine, ganz im Gegenteil: Überall in den Außenbezirken unserer Stadt werden neue Wohngebiete, Gewerbegebiete und Entlastungsstraßen gebaut. Ein Krematorium – ganz besonders mit einem Friedwald drumherum ist ein Garant für jahrzehntelage Ruhe.

9. Warum ein Krematorium nicht im Industriegebiet Lingen Süd oder im Altenlingener Forst gebaut werden sollte, fragen Sie. Unserer Meinung nach gehört ein Krematorium keinesfalls in ein Industriegebiet und ist dort unseres Wissens nach auch nicht genehmigungsfähig. Außerdem wäre es pietätlos. Die Frage, warum es besser in den Altenlingener Forst als nach Brögbern gehört, sollten Sie uns schlüssig beantworten können. Dann sind die BürgerNahen sofort bereit, darüber mit Ihnen zu sprechen.

10. Ein Protokoll der Bürgerversammlung liegt uns nicht vor. Allerdings haben wir Mitschnitte von der Versammlung und auch aus Ortsratssitzungen. Wir haben aber beschlossen, dass deren Veröffentlichung der Sachlichkeit in der Diskussion ganz gewiss nicht gut täte.

Ebenso haben wir beschlossen, dass wir die als persönlich bedrohend empfundenen E-Mails und Blogbeiträge eines Brögberner Bürgers in dieser Sache auch für uns behalten.

Als Fazit, sehr geehrte Damen und Herren, versichern die BürgerNahen, dass wir unsere Stimmen zur Krematoriumsfrage nur zum Wohle der ganzen Stadt abgeben – und dabei ganz besondere Rücksicht auf die persönlichen Belange der direkt Betroffenen nehmen. Die Genehmigungsverfahren in dieser Sache beginnen gerade erst. Und die begleiten wir wie immer ergebnisoffen und unvoreingenommen!
Freundliche Grüße

Marc Riße
Pressesprecher der BürgerNahen e.V.

Robert Koop
Vorsitzender der Fraktion der BürgerNahen im Rat der Stadt Lingen (Ems)

Pressestelle Die BürgerNahen e.V.
Dipl.-Kfm. Marc Riße
Falkenstr. 23
49808 Lingen (Ems)“

Besuchsankündigung

18. Januar 2014

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Ich kann es ertragen, dass eine emotional agierende Gruppe in einem Stadtteil ihren Kampf gegen eine Bestattungseinrichtung fortsetzt – aus Gründen (Kinder, in Darme auch nicht, betriebswirtschaftlich zweifelhaft), die ich nicht verstehen kann. Unterstützt von rund 800 Einwohnern eines Ortsteils mit rund drei Mal so vielen Wahlberechtigten. Jetzt soll eine Bürgerbefragung stattfinden. Doch „über Emotionen kann man nicht abstimmen“ (Ratsmitglied Godula Süßmann). So ist es.

Tweets

17. Dezember 2013

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Bildschirmfoto 2013-12-17 um 07.55.54

Müllverbrennungsanlage

16. Dezember 2013

Ein weiterer, vergleichender Fehlgriff der Brögberner Kritiker in der Diskussion um das Krematorium in Brögbern:

Bildschirmfoto 2013-12-16 um 08.01.42

Ansonsten: Das Notwendige habe ich hier gesagt. Die SPD Brögbern hier, der Ortsbürgermeister hier.

auflebend

3. Dezember 2013

Eben gelesen. Ein offizieller „Kommentar“ der lokalen CDU zur Diskussion um das in Lingen geplante Krematorium:

„In der momentan auflebenden Diskussion um den Standort des Krematoriums in Brögbern möchte die CDU Lingen betonen, dass ihr die Meinung ihrer Vertreter vor Ort in den Ortsräten sehr wichtig ist und es innerhalb der CDU-Stadtratsfraktion derzeit eine offene Diskussion über das Für und Wider eines Krematoriums in Brögbern gibt.

In dieser wird deutlich, dass die Beteiligten vor Ort die lokalen Interessen stark vertreten und der CDU-Ortsrat Brögbern diese Interessen in die Diskussion der Stadtratsfraktion engagiert einbringt. Innerhalb der Stadtratsfraktion werden derzeit diese Argumente mit dem gesamtstädtischen Interesse abgewogen. Hervorzuheben ist vor allem, dass für alle Beteiligten die Sorgen und Fragen bei einer endgültigen Entscheidung berücksichtigt werden müssen und dieser einer Klärung durch Fachleute bedürfen. Hierfür ist es aus Sicht der CDU erforderlich, dass alle Beteiligten gemeinsam darauf achten, dass die Diskussion stets in einem sachlichen Rahmen verläuft und es stets um die Sache und nicht im die handelnden Akteure persönlich geht.

Eine Entscheidung, wie sie am Ende auch ausfällt, wird allen Beteiligten an diesem demokratischen Prozess nicht leicht fallen. Die CDU möchte daher abschließend ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement aller erneut in den Vordergrund stellen und für den Einsatz in der Sache danken.

vom AK-Öffentlichkeitsarbeit“

Und jetzt meine morgendlichen Fragen: Was will die CDU uns mit diesem -auch sprachlich ausgesprochen anstrengenden- Geschwurbel sagen? Dass wir Mitleid mit ihr haben dürfen? Dass bei ihr die Fetzen fliegen? Dass es einen neuen Ortsbürgermeister gibt? Dass die CDU Brögbern das Krematorium nicht mehr will?

Strohdumm

7. November 2013

Eigentlich habe ich heute frei. Aber ich melde mich kurz, weil ich meinen beruflichen Kenntnissen Neues hinzufügen musste. Zu den  Weisheiten von uns Strafverteidigern zählt nämlich -neben manch Anderem- der Satz: “ Es gibt keine dumme Fragen! Es gibt nur dumme Antworten!“

Bisher galt dies für mich ausnahmslos. Nun ist das anders. Denn jetzt weiß ich sicher, dass es auch dumme Fragen gibt. Ausgesprochen dumme Fragen. Noch genauer gesagt: Strohdumme und bisweilen beleidigt man mit bestimmten Fragen selbst das Stroh. Guckst Du zum Beispiel diese Frage aus einer Bürgerversammlung am 5. November im Gasthof Lübben in Brögbern, in der über den bevor stehende Bau eines Krematoriums am evangelischen Friedhof -weit draußen an der Duisenburger Straße- informiert wurde:

gefragtes

Maren II

27. Februar 2012

Da wollen wir gemeinsam  Maren Kock aus Brögbern gratulieren, die seit Anfang des Jahres für die LG telis finanz Regensburg startet. Am ersten Tag der  deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Karlsruhe holte sie nämlich am Samstag die Silbermedaille in der 3000m-Entscheidung und belohnte sich dann selbst und ihren krank zuhause danieder liegenden Trainer Arno Kosmider gestern mit nicht erwartetem Gold über 1500m und vor allem einer wunderbaren persönlichen Bestzeit.

Nur 3000m-Siegerin Corinna Harrer und ihre Vereinskameradin Maren Kock konnten in diesem denkwürdigen 1500m-Finale  Gesa Felicitas Krause (Eintracht Frankfurt) folgen, als diese fast 1400m Tempo machte. Nachdem Maren Kock nach der Hälfte des Rennens so gar etwas den Anschluss verloren hatte, kämpfte sie sich in der Schlussrunde wieder heran, ging auf der letzten Gegengeraden an ihren Konkurrentinnen vorbei und zog in ihrem Windschatten noch Corinna Harrer an der Frankfurterin Krause, immerhin Jugend-Leichtathletin des Jahres, vorbei. In 4:14,72 Minuten lief die 3.000-Meter-Zweite so schnell wie keine andere DM-Siegerin seit mehr als zehn Jahren und sie verbesserte ihre persönliche Bestleistung mal eben so um 9 Sekunden…

Corinna Harrer machte in 4:15,24 Minuten den „Regensburger Doppelsieg“ (leichtathletik.de)  perfekt, Gesa Felicitas Krause wurde in 4:16,36 Minuten Dritte. „Auf den 1.500 Metern hätte ich mir nie zugetraut, dass es so schnell werden kann“, sagte Maren Kock, die sich eigentlich auf die 3.000 Meter konzentriert hatte.
Video
Video-Interview
(Quelle)

SPS

11. Oktober 2011

Warum die SPD darauf Wert legt, jeden ihrer Ortsvereine auf der Internetseite der Stadt im Menupunkt Ratsinfo(rmationssystem) zu präsentieren? Who knows. Allerdings ist der Stadtverband der Sozialdemokraten nicht mehr da, obwohl er doch die Kommunalwahllisten aufgestellt hat. Und wir finden gar noch den SPS (!) Ortsverein Brögbern.

Bei weiterem Zu-Ende-Denken wird mir ganz unwohl angesichts der vielen CDU-Ortsverbände in Lingen, die man auflisten müsste. Aber die Christdemokraten scheinen doch ein wenig nachgedacht zu haben, wie es eigentlich wirkt, würden sie im Jahr 2011 an so prominenter Stelle all ihre lokalen Organisationen präsentieren, ohne Internetseite.

Netzfreie Grüße an die insoweit bemerkenswert unempfindliche SPS in Brögbern. Ihr habt recht, Internet brauchte man früher auch nicht… 😉

Kleiner Nachtrag; Der SPS-Schreibfehler ist dann nicht nur mir aufgefallen und inzwischen behoben.

1655

8. September 2011

Lingen, Burgstraße 7

und Sie sehen, wie man ein historisches Gebäude durch gezielt-angeflanschte Radweg-Hinweise effektiv verschönern kann. Das wirklich Deprimierende ist, dass die Arbeiter sich auch noch richtig Mühe gegeben haben, das (an dieser Stelle überflüssige) Radwegeschild zusammenzuschrauben. Und das Werk ist völlig missglückt. Denn merke: Ein Rosenstock  und Bentheimer Sandstein haben unbedingt  in den Hintergrund zu treten, wenn Emsländisch-Wegweisendes Richtung Freren, Gauerbach, Brögbern, Meppen und andernorts zu präsentieren ist..

Und um die Kritik abzurunden: Nicht weniger beeindruckt auf dem  historisierenden „Burgstrasse“-Straßenschild die Beachtung der Rechtschreibregeln, nach der man das stimmlose s als doppeltes ss nach kurzem Selbstlaut (= Vokal) schreibt, aber ß  nach langen Selbstlauten (= Vokalen). Sie verstehen? Strasse oder Straaaaaaaße?

Dann zieren auch noch ein Warnblinklicht mit Schalter nebst  eine Verteilerdose  die Hausfassade des  Baudenkmals. Danke an die großartige Versicherung, die solches vom Eigentümer verlangt. Goldschmiedin Uschi, wem muss ich schreiben, um den Charakter dieses 356 Jahre alten, für Lingens „Stadtarchitektur so bedeutenden Haustyps“ (Baldur Köster, in: Lingen – Architektur im Wandel, München 1988) zu bewahren?