Osterfeuer

1. April 2018

Gleich 13 Osterfeuer finden in diesem Jahr in Lingen (Ems) statt. Sie werden allesamt von lokalen Vereinen veranstaltet und beginnen heute Abend. Es fehlt das Laxtener Osterfeuer, einst eines der größten in der Stadt; aber in diesem Jahr ist auch das traditionelle Osterturnier der A-Junioren in Laxten abgesagt.

Folgende  Osterfeuer sind in Lingen (Ems) genehmigt (in alphabetischer Reihenfolge):

–       Altenlingen: auf dem Acker an der Straße „Kirchwand“, 19.00 Uhr

-–      Brockhausen: Acker an der Straße „Beckhookweg/Brockhauser Teiche“, 20.00 Uhr

–       Brögbern: beim Heimathaus Brögbern an der „Duisenburger Straße“, 18.00 Uhr

–       Clusorth-Bramhar: am Parkplatz „Haus der Vereine“ in der „Bramharstraße“, 20.00 Uhr

–       Darme (Foto): Skaterbahn an der Straße „Am Darmer Sportzentrum“, 19.00 Uhr

–       Estringen: am Sportplatz Estringen, 20.00 Uhr

–       Holthausen-Biene: am Gemeinschaftshaus  an der Straße
„Am Gemeinschaftshaus“; 19.30 Uhr

–       Hüvede: auf dem Acker „Achterkehrstraße“, 19.30 Uhr

–       Münnigbüren: auf dem Acker  „Holzkamp“, 19.00 Uhr

–       Neuholthausen: auf dem Acker   „Im Brooke“, 20.00 Uhr

–       Ramsel: an der „Wiesenstraße“, 19.00 Uhr

–       Reuschberge: an der „Teichstraße“ gegenüber dem Emslandstadion, 18.00 Uhr

–       Schepsdorf: auf dem Acker „Zum Gut Herzford/Deichstraße“, 20.00 Uhr

 

update: War schön heute Abend in Münnoigbüren…


(Foto ganz oben: © Richard Heskamp, Osterfeuer in Darme; Foto unten: Osterfeuer in Münnigbüren 2018, CC Robertsblog))

aus dem Traum

20. Juli 2016

MarenKockMittelstreckenläuferin Maren Kock (Foto lks, via FB) sollte in drei Wochen in Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen starten. Sie hatte zwar „die Quali“ nicht ganz geschafft. Doch der internationale Leichtathletikverband  IAAF als Ausrichterin der Leichtathletik hatte Sorge, die 1500m-Vorläufe nicht besetzen zu können. Immerhin hatten die Besucher der Olympischen Leichtathletikveranstaltungen aber sehr viel Geld für Tickets ausgegeben. Da wurde sie dann nachträglich nominiert.

Sinn des Ganzen war, jeden olympischen Wettbewerb mit der von der IAAF gewünschten Teilnehmerzahl „voll zu machen“. Bei einigen, wenigen Wettbewerben waren es am Ende zu wenig Athleten, die die Norm erfüllt hatten. Der fehlende Rest sollte deshalb anhand einer speziellen IAAF Bestenliste, umfassend den internationalen Qualifikationszeitraum vom 1.1. 2015 bis 12.7.2016, mit den nächstbesten Athleten/Innen im Ranking (die Listen sollen am 13. Juli auf der IAAF Seite erscheinen) aufgefüllt werden. Unter diesen wenigen Wettbewerben war die für die LG Telis Regensburg startende Lingener Athletin Maren Kock über die 1500m. [mehr…].

Gestern nachmittag nun das „Kommando zurück“. Die nachnominierten vier Leichtathleten mit knapp verpasster Norm seien vor einer Woche vom DOSB nur „unter Vorbehalt nominiert“ für den Fall, dass der Leichtathletik-Weltverband IAAF zusätzliche Einladungen aussprechen würde. Konkret betraf diese Regelung neben Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg) auch Diana Sujew (LG Eintracht Frankfurt) über 1.500 Meter, Charlene Woitha (SCC Berlin) im Hammerwerfen sowie Tobias Giehl (LG Stadtwerke München) über 400 Meter Hürden. Diese Zusatzplätze stehen nun, schreibt der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) doch nicht zur Verfügung, auch nicht für den 1.500-Meter-Läufer Timo Benitz (LG Farbtex Nordschwarzwald), den der DOSB am Freitag ebenfalls unter Vorbehalt nominiert hatte.

Ein vorläufiges Fazit: Es ist nicht nur reichlich brutal sondern vor allem unfair, was der DOSB und die anderen Verbände da mit der jungen Frau aus Brögbern (und ihren Leidensgenossen) treiben. Maren Kock reagierte gestern auf ihrer Facebookseite sportlich-tapfer und mit einer Liebeserklärung an ihren Freund Florian Orth, der in Rio am Start ist. Sie schrieb:

Aus dem Traum aufgewacht !!!
Nachdem der DLV es nun offiziell bekannt gegeben hat, möchte ich nun auch ein paar Zeilen schreiben…
Für mich wird es nun wohl doch leider nicht zu den Olympischen Spielen nach Rio gehen. Wir haben die letzte Chance, über sogenannte Quotenplätze einen Startplatz zu bekommen, versucht zu nutzen.
So richtig verstehen kann ich es aber immer noch nicht. Ein Hin und Her, zumal es anfangs eine offizielle Nominierung gab, sowohl von Verbandsseite als auch vom DOSB, vielleicht nur unter Vorbehalt, dann aber hieß es, es wäre sicher.
Kommunikation war hier noch nie eine Stärke. Nun also nicht, irgendwie ein Alptraum oder einfach Aus des schönen Traums, der leider nur eine Woche andauerte… Das muss erstmal ein paar Tage verdaut werden. Ich bin gespannt auf die Final Entries der IAAF für Rio 2016.

Trotzdem bedanke ich mich bei allen, die sich zumindest für diese kurze Zeit mit mir gefreut haben und mir auf unterschiedlichen Wegen das haben zukommen lassen. DANKE !
Ich werde die restliche Zeit hier in St. Moritz im Trainingslager versuchen zu genießen und natürlich auch noch weiter trainieren. Denn ein Teil von mir fährt nach Rio und da werde ich alles geben, um diesen zu unterstützen.

mehr bei der NOZ

Foto: Maren Kock Facebook

Osterfeuer

24. März 2016

Osterfeuer auf dem Darmer EschOsterfeuer haben nicht nur in unserer Region eine lange Tradition. Sie gelten gleichermaßen als ein Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus Christus wie auch dazu, den Winter zu verabschieden oder auszutreiben und gleichzeitig den Frühling einzuläuten. Die Asche der abgebrannten Osterfeuer wurde anschließend auf den Feldern verstreut, um diese für die kommende Saison fruchtbar zu machen. Heute wird das Osterfeuer meist nicht mehr aus religiösen oder abergläubischen Gründen gefeiert.

Auch 2016 veranstalten am Ostersonntag wieder viele Vereine und Verbände in Lingen ihre traditionellen Osterfeuer. Wie 2015 laden insgesamt 13 Brauchtumsfeuer zum geselligen Beisammensein ein – -mit Ausnahme von Brockhausen-  an denselben Plätzen wie im vergangenen Jahr:

  • Altenlingen: auf der Ackerfläche an der Straße „Kirchwand“
  • Brockhausen: beim Dorfgemeinschaftshaus an der Straße „Zum Dorfplatz 5“
  • Brögbern: beim Heimathaus Brögbern an der „Duisenburger Straße“
  • Clusorth-Bramhar: am Parkplatz „Haus der Vereine“ in der „Bramharstraße“
  • Darme: auf der Ackerfläche an der Ecke „Zum Heidhof/Groten Esch“ (Foto)
  • Estringen: am Sportplatz Estringen
  • Holthausen-Biene: am Gemeinschaftshaus/Marientreff an der Straße „Am Gemeinschaftshaus“
  • Hüvede: auf der Ackerfläche „Achterkehrstraße“
  • Münnigbüren: auf der Ackerfläche Ecke „Holzkamp/Brockortstraße“
  • Neuholthausen: auf der Ackerfläche am „Rabergweg“
  • Ramsel: an der „Wiesenstraße“
  • Reuschberge: an der „Teichstraße“ gegenüber dem Emslandstadion
  • Schepsdorf: auf der Ackerfläche „Zum Gut Herzford/Deichstraße“I

Der Zutritt ist überall frei.

 

(Foto: © Richard Heskamp, Osterfeuer in Darme)

Einzelheiten

11. Januar 2016

fluechtlingswohnheimPressemitteilung der Stadt:
Einzelheiten zu geplanten Standorten in Brögbern und Reuschberge

Aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen errichtet die Stadt Lingen in diesem Jahr zehn weitere modulare Wohngebäude (Foto lks), um die Flüchtlinge unterbringen zu können. Dabei hält die Stadt weiter an einer dezentralen Unterbringung in allen Stadt- und Ortsteilen fest. Derzeit werden verschiedene Standorte für die mobilen Unterkünfte geprüft und abgestimmt.

Fest stehen jedoch bereits die Standorte in Brögbern an der Niedersachsenstraße sowie in Reuschberge am Langschmidtsweg. Im Rahmen von Informationsveranstaltungen stellt die Stadt Lingen in den kommenden Wochen Einzelheiten zu diesen beiden Standorten, zur Größe und Bauweise der modularen Wohneinheiten sowie zur vorgesehenen Betreuung der künftigen Bewohner vor.
Die Veranstaltung in Brögbern findet am 14. Januar 2016 (Donnerstag) um 19 Uhr in der Gaststätte Sperver (Bremer Str. 11) statt. Am 19. Januar 2016 (Dienstag) folgt dann um 19 Uhr eine weitere Informationsveranstaltung im Haus der Vereine in Reuschberge, (Scharnhorststr. 101).
Zu beiden Terminen lädt die Stadt Lingen(Ems) alle Nachbarn der geplanten Standorte sowie alle Interessierten herzlich ein.

Datum:
Do 14.01. 19 Uhr in Lingen-Brögbern

und Di 19.01. 19 Uhr in Lingen-Reuschberge

Steinkauz

13. Oktober 2015

SteinkauzflugJetzt geht’s ihm wohl doch an den Kragen, dem Baccumer Steinkauz. Zu lange hat die bedrohte Spezies den Ortsrat in unserem östlichen Lingener Stadtteil geärgert, weil er partout da bleiben und nicht aussterben will. Doch jetzt  kommt den ortskommunalen Granden ein Plan ausgesprochen gut zupass. Genau da nämlich, wo der Steinkauz geschützt fliegt und fleucht, soll ein „Flüchtlingswohnheim in Modularbauweise„entstehen. Die Container entstehen exakt dort, wo wegen des Eulenvogels die in einem früheren Bebauungsplan-Entwurf vorgesehenen drei Einfamilienhäuser nicht gebaut werden dürfen. In Mitteleuropa gehen die Steinkauzbestände seit Jahrzehnten stark zurück. Hauptursache dieses Rückgangs ist die Zerstörung von Lebensräumen, die dem Steinkauz geeignete Umweltbedingungen bieten. Bei Flüchtlingsunterkünften aber spielt Natur- und Tierschutz nur die zweite Geige oder vielleicht auch nur die dritte oder vierte. oder gar nur eine Triangel…

Der augenzwinkernde „Wir-schaffen-das!“-Plan in Baccum ist simpel: Steht dort erst einmal Jahre lang ein Flüchtlingsheim in Modularbauweise, ist der scheue Steinkauz wohl auf Nimmerwiedersehen davon und dann können dort endlich die lange geplanten drei Einfamilienhäuser entstehen.

Bildschirmfoto 2015-10-12 um 22.10.06Keine Frage: Das Lingener Konzept der dezentralen Unterbringung ist etwas, auf das andere Kommunen neidisch blicken. Deshalb muss auch Baccum ran und in Kürze Brögbern.

Doch wenn so gezielt naturschutzfeindlich geplant wird, wie in Baccum nahe Rolingshof nordwestlich der Sportplätze (Lageplan lks) , treten deutliches Sodbrennen und klare Verstimmung auf. Denn selbst im Ortsrat Baccum, der an diesem Donnerstag – leider, wie in Lingen üblich, mal wieder nichtöffentlich- den Flüchtlingsstandort debattiert, sind längst mehrere, steinkauzschützende Alternativen bekannt.

„Ich hab da ’ne Wiese, da könnt ihr so ein Haus aufstellen; ich kümmer‘ mich dann auch um die Leute. Nebenan ist ein Haus von mir, in dem schon Flüchtlinge wohnen“, sagte beispielsweise in der letzten Ortsratssitzung ein aufgeweckter Lokalpolitiker der Mehrheitspartei. Dort auf seiner bäuerlichen Wiese gibt es aber keinen Steinkauz, der verscheucht werden kann, wiewohl der Mann sogar familiäre Kontakte bis in die besoldungsmäßig höhere Etage im Rathaus hat. Das aber ist offenbar nicht genug, wenn ein geschützter Vogel mittels Flüchtlingsheim vertrieben werden kann.

(Foto Steinkauzflug; F.C. Robiller / naturlichter.de CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unten Lageplan des geplanten Flüchtlingshauses in Baccum)

Osterfeuer

5. April 2015

In diesem Jahr finden am Ostersonntag 13 traditionelle Osterfeuer in Lingen statt. Ihr Eindruck trügt sie nicht: Es waren schon mal deutlich weniger. In den Abendstunden können heute folgende Osterfeuer besucht werden:

  • Altenlingen: auf der Ackerfläche an der Straße „Kirchwand“
  • Brockhausen: Ackerfläche an der Straße „Brockhauser Teiche“
  • Brögbern: beim Heimathaus Brögbern an der „Duisenburger Straße“
  • Clusorth-Bramhar: am Parkplatz „Haus der Vereine“ in der „Bramharstraße“
  • Darme: auf der Fläche an der Ecke „Zum Heidhof/Groten Esch“
  • Estringen: am Sportplatz Estringen
  • Holthausen-Biene: an der Straße „Am Gemeinschaftshaus“
  • Hüvede: auf der Ackerfläche „Achterkehrstraße“
  • Münnigbüren: auf der Ackerfläche Ecke „Holzkamp/Brockortstraße“
  • Neuholthausen: auf der Ackerfläche am „Rabergweg“
  • Ramsel: an der „Wiesenstraße“
  • Reuschberge: an der „Teichstraße“ gegenüber dem Emslandstadion
  • Schepsdorf: auf der Ackerfläche „Zum Gut Herzford/Deichstraße“

Osterfeuer

[Osterfeuer Rinaldo Wurglitsch CC Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)]

9219

9. April 2014

Leute, bitte! Da knallt jemand durch und bedroht unflätig den Landwirt Tyding und seine Familie aus Brögbern,  und die sozialen Netzwerke in unserem Städtchen explodieren. Gestern haben 9219 Leser meinen Bericht über den Wahn dieses Zeitgenossen besucht. Es sind 9 mal mehr Leser als sonst am Tag und die höchste Besucherzahl ever.  Da frage ich mich, was man davon halten soll.

Bei mir lag schon ein Fischkopf im Briefkasten und irgendwann flog die Haustür raus. Damit muss man leben, weil es immer Bekloppte gibt. Der Brögberner Pöbelheinzi wird ermittelt werden, wenn die Polizei ihre Arbeit macht. Dann muss er sich rechtfertigen und dürfte bestraft werden. Und gut is‘.

Ganz ehrlich: Der Brögberner Drohbrief ist spektakulär, aber auch Ausdruck eines ziemlich verschrobenen Zeitgenossen, dem man nicht auf den publizistischen Leim kriechen darf. Also sollte man die eigene Aufregung zurückfahren. Statt der Aufregung über eine strafbare Bedrohung möchte ich es jedenfalls lieber erleben, dass bei anderen Themen in diesem kleinen Blog ähnlich großes Interesse herrscht. Zum Beispiel zum Schicksal der Romafrau Suada D., über die ich in der letzten Woche geschrieben habe und die von unseren Verwaltungsbeamten nach fast drei Jahrzehnten schikaniert wird. Bei ihr freue ich mich gerade über die eingetretene Wende. Denn Suada D. darf bleiben: Die Berufung gegen das Urteil des Verwaktungsgerichts Oldenburg zugunsten von D. nimmt der Landkreis Wittmund nun zurück. [Presseerklärung!] Darüber lese ich bei der taz:

„Am Internationalen Tag der Roma und Sinti kam das Einlenken. Die 29-jährige Romni Suada D. aus dem Landkreis Wittmund und ihre drei minderjährigen Kinder sollen ein Bleiberecht erhalten, teilten Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) und der Landkreis am Dienstagabend kurz vor Redaktionsschluss mit. Den Rechtsstreit um eine Aufenthaltsgenehmigung für D., die seit 1991 als Geduldete in Deutschland lebt, werde man nicht weiter betreiben.

Dass D. ein Bleiberecht zusteht, hatte das Verwaltungsgericht Oldenburg schon im Mai 2013 geurteilt. Es hatte sich auf die Europäische Menschenrechtskonvention und die jahrelange Verwurzelung von D. im ostfriesischen Friedeburg berufen. Dort sei sie „in das soziale und gesellschaftliche Leben gut integriert“. Eine Abschiebung nach Serbien sei ein „unverhältnismäßiger Eingriff in das Privatleben“, so das Urteil weiter….“

[….weiter bei der taz]

Wie gesagt: Ich freue mich für Suada D. über diese Entwicklung und darüber, dass Innenminister Boris Pistorius (SPD) so schnell reagiert hat. Das ist die wichtige Geschichte heute.

Wahn

9. April 2014

Eigentlich dachte ich, die bisweilen schon in’s Hysterische reichende Debatte um die Krematoriumspläne in Lingen habe sich etwas beruhigt. Doch dann publizierten „Die BürgerNahen“ heute Nacht empört diese anonyme Zuschrift an einen Brögberner Landwirt:

Wahn

Marc Riße (BN) kommentierte: „“Eigentlich gehört so etwas ignoriert. Aber weil das so schlecht ist, gehört es doch wieder publiziert. Die BürgerNahen verurteilen diesen Text aufs Schärfste und erkennen nur ein wahres Wort, in Zeile zehn: Das Wort “Wahn”.

Wir sind uns sicher, dass sich 1048 Männer und Frauen in Brögbern von so etwas distanzieren!“

Die Ermittlungsbehörden werden den anonymen „u.“- und „!!!““-Schmierfink mit seiner Interpunktions- und Dativschwäche schnell finden, wenn man ihn sucht. Und das ist gut so.

Es geht übrigens auch sachlich: Seit gestern und noch bis zum 06.05.2014 sind die Unterlagen für die notwendigen planungsrechtlichen Schritte im Rathaus öffentlich ausgelegt. Sie können außerdem hier abgerufen werden. Die Darlegung der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planungen für das Krematorium in Lingen erfolgt in Gesprächsterminen im Rathaus, bei denen „allgemein Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung (Anhörung)“ besteht. Ganz wahnfrei.

nach wie vor

18. März 2014

ZeliDie LT (Burkhard Müller) berichtet:

„Rund 60 Zuhörer sind [heute] am Dienstagabend der Einladung des Ortsrates Brögbern gefolgt, um im Gasthaus Sperver in Brögbern die weitere Diskussion um das geplante Krematorium in dem Lingener Ortsteil direkt mit zu verfolgen.

Nachdem Ortsbürgermeister Ludger Ströer gleich eingangs erklärt hatte, dass der Ortsrat bereits im Dezember 2013 diesem Vorhaben aus „grundsätzlichen Überlegungen“ einstimmig ablehnend gegenüberstehe, betonte er zudem: „Soweit ich weiß, gibt es auch noch kein offizielles Votum seitens des Stadtrates, wohl aber Absichtserklärungen, an den Planungen für diesen Standort festzuhalten.“

Nach dem Vortrag von Stadtbaurat Lothar Schreinemacher wollten die Mitglieder des Ortsrates unter andrem wissen, warum der Schornstein des Krematoriums 18 Meter hoch sein müsse, wie es um die Kontrolle der Anlage, hinsichtlich ihrer Technik bestellt sei und wer garantiere, dass nur Leichname aus dem vereinbarten Gebiet verbrannt würden?

Schreinemacher erläuterte, dass der geplante Schornstein sich etwa drei Meter über den dortigen Baumwipfeln befinden müsse, um eine ordentliche Luftabfuhr zu gewährleisten. Ferner machte der Stadtbaurat darauf aufmerksam, dass die Stadt Lingen die Anlage überwachen werde und die gesammelten Daten auch öffentlich gemacht würden.

In Sachen „Verbrennungs-Tourismus“ machte Helmut Höke, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, deutlich, dass einmal im Jahr geprüft werde, wie viele Verbrennungen stattgefunden hätten und woher die Leichname gekommen seien.

In der sich anschließenden Bürgerfragestunde wurde deutlich, dass sich die anwesenden Brögberner nach wie vor gegen den geplanten Bau des Krematoriums stemmen werden.

Keinen Zweifel ließen aber auch der Grundstückseigner Heinz-Hermann Tyding sowie Bert van der Weide und Wim van der Lee (beide RE-Spectrum) an dem Festhalten ihres Vorhabens. „Stimmt der Stadtrat dem Bau des Krematoriums zu, werden wir an unseren Plänen festhalten. Unbedingt“, erklärten sie.“

(Bericht in der Lingener Tagespost)

[ps Foto: die 1963 verschickte Postkarte zeigt natürlich nicht Brögbern, sondern das Zeli-Kino in Lingen- Damaschke. Aber es steht Brögbern drauf]

Rakete

24. Februar 2014

MarenKockAus Brögbern kam an diesem Sonntag nur Gutes. Leichtathletin Maren Kock aus Brögbern wurde in Leipzig Deutsche Hallenmeisterin über 3000m. leichtathletik.de berichtet so darüber:

„Kock zündet die Rakete
Die Rakete wurde 220 Meter vor dem Ziel gezündet. Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg) zischte an ihrer Vereinskollegin Corinna Harrer und Elina Sujew (Laufteam Hamburg Marathon) vorbei und zauberte eine Schlussrunde von unter 30 Sekunden auf die Bahn. Im Ziel konnte die 23-Jährige ihr Glück nicht fassen. Mit Tränen in den Augen ging Kock auf die schnellste Ehrenrunde des Wochenendes. „Ich wollte genauso laufen. Dass der Spurt aber so stark ist, damit habe ich nicht gerechnet“, jubelte sie nach ihrem zweiten Hallen-DM-Titel nach 2011.

Den letzten Kilometer auf dem Weg zu ihrer Siegerzeit von 9:01,09 Minuten legte Kock in pfeilschnellen 2:50 Minuten zurück. Damit nahm sie der zweitplatzierten Elina Sujew (9:04,96 min) auf der letzten Runde fast vier Sekunden ab. Corinna Harrer folgte in 9:06,99 Minuten. Sie hatte sich zunächst hinter ihre Teamgefährtin Thea Heim geklemmt und hatte den ersten Kilometer nach 3:01,25 Minuten erreicht.

Als Heim – die Sechste über 1.500 Meter (4:27,30 min) – aber aus dem Rennen ging, wurde das Tempo deutlich langsamer. Trotzdem verpasste Maren Kock die Hallen-WM-Norm nur um drei Sekunden. Ihre Hallen-Bestzeit steigerte sie dafür gleich um rund 19 (!) Sekunden.“

Video
Video-Interview

Bildschirmfoto 2014-02-23 um 23.21.10

[Text- und Interviewquelle © mbn auf leichtathletik.de; Foto ganz oben: Maren Kock – noch im Trikot iihres früheren Vereins LG Emstal, via Facebook]