BI-ORA

20. November 2013

Bildschirmfoto 2013-11-17 um 21.53.42ORA, die niederländisch-deutsche Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung, will jetzt aus der Region direkt an der Grenze eine deutliche filmische Botschaft an die Politiker der VVD/PvdA-Regierung in Den Haag  schicken: Macht aus Ost-Groningen keinen Megastal!

Die Aktivisten schreiben: „Wir brauchen Euch dazu. Kommt am Samstag, den 23. November um 14.00 Uhr nach Bourtange in den Niederlanden für eine Demonstration gegen die Massentierhaltung. Bringt Eure Banner mit!“  Die Bürgerinitiative filmt diese Demo und fügt dann die aktuellen Bilder in einen eigenen Kurzfilm. So wird daraus eine filmische Botschaft an die Regierenden.

Warum  jetzt? Nun,  die niederländische Regierung will offenbar die bestehende Höchstgrenze der Viehbestände aufgeben wird. Gegenwärtig reden die Politiker noch darüber. Doch sie werden bald eine Entscheidung treffen.  Dann, befürchtet ORA, wird die industrielle Tierhaltung stark und ungebremst wachsen.

Wo geht’s am Samstag los?
Es wird an der Stelle nah der deutsch-nederländischen Grenze gefilmt, wo der Agrarindustrielle Ad Buijs aus Rosmalen in der südniederländischen Provinz Noord-Brabant seinen Mega-Milchviehbetrieb bauen will.  Dort sollen 2000 Milchkühe und Rinder auf 10 Hektar in mehreren großen Ställen stehen.

Nahe  der alten „Feste Bourtange“ beginnt die Demonstration deshalb genau an der Stelle in Bourtange, wo Ad Buijs bauen will und der J.Buijskoolweg in den Bourtangerweg übergeht. Die Organisatoren schreiben: „Berücksichtigt bitte, dass es dort nur schöne Landschaft und nichts anderes gibt. Also bringt bitte selbst eine Thermosflasche mit Kaffee mit. Es kann Schlamm geben, also bitte Stiefel anziehen!“

Wie spät und wie lange? Die Filmaufnahmen der Demonstration beginnen um 14.00 Uhr. Sie werden nicht länger als eine Stunde dauern. Also kann man hinterher vielleicht noch die Schöne Festung Bourtange besuchen. Der Hof des Festingsbauers Sikkepit hat eigens für die Demonstranten geöffnet.

Die Botschaften des Kurzfilms sind

„· dass wir in Ost-Groningen Probleme haben mit dem Antrag von Buijs für einen Mega- Milchviehbetrieb, und mit weiteren Anträgen für ähnlich große Milchviehbetriebe in unserem Region

· dass schon viele Menschen große Probleme haben mit den deutschen Hühner- und Schweinemastställen an der Grenze

· dass wir eine Obergrenze des Viehbestands fordern.“

Informationen über BI-ORA finden sie auf www.bi-ora.eu

Das ORA-Netzwerk organisiert seine Aktion in Zusammenarbeit mit der Niederländischen Organisation ‚Milieudefensie‘. ORA wird  dabei von den niederländischen Parteien GroenLinks und Partij voor de Dieren unterstützt.

Mit dieser Aktion unterstützen wir die nationale Kampagne von Milieudefensie gegen weitere Massentierhaltung.

Fragen? Bitte per E-Mail an info@bi-ora.eu . Weitere Informationen über die ORA-Bürgerinitiative finden Sie auf www.bi-ora.eu

Bildschirmfoto 2013-11-17 um 22.16.06

Slag om Bourtange

1. Mai 2011

Am kommenden Wochenende  präsentiert das niederländische Bourtange einmal mehr (s)ein großes Spektakel. Die direkt an der niederländisch-deutschen Grenze gelegene  Festung Bourtange (Foto re.) kehrt in die frühe Neuzeit zurück.

Hunderte Freiwillige (Reenacters) stellen die Zeit  des achtzigjährigen, spanisch-niederländischen Kriegs (1568-1648) so getreu wie möglich nach. Sie werden nicht nur die Schlacht darstellen, sondern auch in Zeltlagern leben, in denen das Leben vor fast 370 Jahren sehr getreu rekonstruiert wird.  Kleidung, Waffen, Kochutensilien, Zelte, Lagertreiben und Nahrungsgewohnheiten sind exakte Kopien aus der Zeit um 1640. Besucher können dies alles sehen und miterleben. Die Schlacht wird sehr genau nach den damaligen Sitten dargestellt. Das Gedonner der zahlreichen Kanone, das Knallen der Muskete, Pikeniere mit langen Piken, und Lagerfeuer bei den Lagern regen die historische Phantasie an.

In diesem Jahr sammeln sich schon ab Donnerstag 5. Mai die ersten “ Soldaten“. Am Samstag 7.05. ist um 10.00 Uhr die offizielle Eröffnung. Ab 11.00 Uhr finden in der Festung allerlei Aktivitäten statt und die Heerlager (bivakken) sind für die Besucher geöffnet. Die Feldschlacht wird samstags und sonntags je ab 14.00 Uhr nachgestellt.

Seit 1996 organisiert die Vesting Bourtange jährlich die  „Schlacht um Bourtange“. Dabei wird abwechselnd die Schlacht von 1640 und 1814 dargestellt. Dieses Jahr, 2011, kehrt man  zurück in das 17. Jahrhundert. Die Organisation liegt  in den Händen des Vereins Festung Bourtange (SVB), des Exerzier-Pelotons Bourtange (EPB) und des Vereins Militärische Geschichte – Festung Bourtange (VKVB).

Anreise: Über die A 31 bis zur Abfahrt 17 Dörpen. Von dort der Beschilderung folgen. Bourtange liegt direkt hinter der Grenze. Sie sollten die ausgeschilderten Parkplätzen nutzen. Der Eintritt ist nicht ganz billig. Genau konnte ich ihn nicht herausfinden, aber Sie müssen mit 8 Euro/Person rechnen, ermäßigt die Hälfte.

Zur Geschichte der Festung Bourtange:
1580 gab Willem von Oranien den Auftrag, auf einem Sandrücken mitten im Moor, an der Grenze zu Deutschland, ein Fort anzulegen. Das war der Anfang der Vesting Bourtange. Zwischen 1593 und 1851 war Bourtange eine wichtige Festung. Nachdem sie 1851 aufgegeben worden war, entstand hier ein Bauerndorf. Als in den 1960er Jahren nur noch wenige Häuser an die Geschichte erinnerten. ergriff die niederländische Gemeinde Vlagtwedde die Initiative, die Festung Bourtange zu rekonstruieren und wieder aufzubauen. Zwischen 1967 und 1992 wurde das Vorhaben realisiert. Wälle wurden aufgeschüttet, Gräben gezogen und Kasernen errichtet. Heute fühlen sich Besucher in Bourtange, der Festung, die niemals eingenommen wurde, Jahrhunderte zurückversetzt.