Naturpark

28. März 2013

bippenFiltererlass hin, Tiermast her. Es geht mit dem „Immer-mehr-und-immer-größer“ weiter. Jetzt lehnte das Verwaltungsgericht Osnabrück den Antrag der Eigentümerin eines in Bippen nördlich Fürstenau liegenden Waldes ab, einen rd. 1,73 ha großen Teil dieses Waldes sofort roden zu dürfen. Der CDU-geführte Landkreis Osnabrück hatte die Abholzung und Rodung eines Eichenmischwaldes und einen Douglasienforstes genehmigt. Die Flächen liegen innerhalb des Naturparkes Nördlicher Teutoburger Wald/Wiehengebirge -neumodisch bemüht inzwischen Natur- und Geopark TERRA.vita genannt- und sind auch noch zu einem Teil als Biotop „Eichenmischwald trockener Sandböden“ ausgewiesen. Mittels der naturfeindlichen, aber gleichwohl großzügig genehmigten Waldumwandlung soll dem Sohn der Antragstellerin, der deren landwirtschaftlichen Betrieb als Pächter führt, die Erweiterung einer ohnehin schon 160.000 Plätze großen Hähnchenmastanlage um weitere 100.000 Plätze ermöglicht werden. Die für dieses Vorhaben erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung hat der Landkreis Osnabrück separat erteilt.

Gegen die Genehmigung zur Waldumwandlung hat das vom Umweltforum Osnabrücker Land e.V. Klage erhoben und das Projekt dadurch gestoppt.

Das Verwaltungsgericht hat in seinem Eilbeschluss vom 12.03.2013 zunächst festgestellt, dass die Antragstellerin aufgrund der vom Umweltforum gegen die Genehmigung der Waldumwandlung erhobenen Klage der entsprechenden gesetzlichen Regelung zufolge bis zur Entscheidung über diesen Rechtsbehelf von der Genehmigung keinen Gebrauch machen dürfe.

Die Verpächterin habe auch keinen Anspruch auf eine „sofortige Vollziehbarkeit“ der Genehmigung, weil der Landkreis Osnabrück die Waldumwandlung unter Verstoß gegen die einschlägigen Bestimmungen des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie gegen andere umwelt- und naturschutzrechtliche Vorschriften genehmigt habe. Über die Genehmigung zur Rodung der Waldfläche habe nur zusammen mit der untrennbar mit ihr verbundenen immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für die Erweiterung der Hähnchenmastanlage entschieden werden dürfen und zwar in einem die Beteiligung der Öffentlichkeit wahrenden Verfahren. Zudem sei die Waldumwandlungsgenehmigung nicht mit dem Artenschutz- und Waldrecht vereinbar. Es mangele an einer rechtsfehlerfreien Anwendung der naturschutzrechlichen Bestimmungen.

(Beschluss des Verwaltungsgerichtes Osnabrück, 3. Kammer, vom 12.03.2013, Az. 3 B 5/13; die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.)

Chrissi schreibt in Ihrer weloveLingen-Kolumne:

„Seit langer Zeit kann ich endlich wieder ein Hofcafé zu meiner Liste hinzufügen. Es ist ja nicht so, dass mich die Landcafés nicht mehr interessieren. Es ist halt nur so: Ich habe so ziemlich alle abgegrast. Im Osnabrücker Land stehen noch einige auf meiner Liste, die ich noch nicht persönlich besuchen konnte. Aber das ist auch immer recht weit weg und muß sich ergeben. Nun denn, heute habe ich tatsächlich ein komplett neues besucht. Ich vermute, insbesondere Robert freut sich über diese Neuigkeit! [Aber klar! 🙂]

Bevor ich euch davon erzähle, hier eine schlechte Nachricht: Das Mühlencafé Autmaringsche Mühle in Schapen ist geschlossen. So, wie es dort aussieht, wird es wohl auch nicht mehr eröffnen. Ich war leider nie darin. Vor 1,5 Jahren habe ich es mir mal von außen angesehen, da hatte es wegen „Winter“ geschlossen, und vor zwei Wochen war ich nochmals da mit der festen Absicht, hineinzugehen. Leider sah es kein bißchen anders als damals im Winter aus. Ich fürchte, die Mühle verfällt. 😦

Heute hatte ich zu tun in Handrup. Gar nicht weit weg steht die Sültemühle in Bippen-Lonnerbecke. Ein sehr hübsch gelegenes uriges Café befindet sich darin. Man fährt unter einer Bahnbrücke hindurch. Auf dieser Bahnstrecke kann man mit der Draisine zwischen Bippen und Fürstenau fahren. Ich habe mir dort ein ordentliches Stück Buchweizentorte einverleibt. Die Sültemühle befindet sich allerdings schon lange auf meiner Liste. Nicht aber das Hofcafé, dessen Schild ich auf dem Weg dorthin sah: Ferienhof Nyenhuis mit Hofcafé. Ich habe es ja schon…

weiter bei Chrissi

Christane Adam hat geschrieben. Das Frühlingstorten-Update, oder das Tortenfrühlings-Update – ganz wie Sie es wollen. Viel Spaß:

„Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir wachsen die schlechten Nachrichten aus aller Welt mittlerweile ziemlich über den Kopf. Fukushima, Libyen, unsere Raffinerie brennt beinahe ab… Ich brauchte unbedingt mal eine Pause und wollte etwas Schönes erleben. Eine Torte hilft immer, zumal in schöner Umgebung. Und wenn ich zusätzlich mal eine rasche Pause vom Emsland brauche, dann bietet sich ein Ausflug ins Osnabrücker Land immer an. Sie können mir sagen, was Sie wollen, aber es ist dort einfach irgendwie verwunschen. Diese leicht hügelige Landschaft, die alten Bauernhäuser, der etwas – im positiven Sinne – andere Menschenschlag, alternativ, locker, das ist, als ob man plötzlich in einer ganz anderen Welt wäre, ein bißchen zurück in meine Jugendzeit, schließlich war ich damals eine begeisterte Fiz-Gängerin (wer das noch kennt, wird wissen, was ich meine)… Und so machten wir heute einen Ausflug in die Landschaft Artland.

Zunächst spazierten wir in der Gegend der Eggermühlener Wassermühle herum. Man denkt vielleicht, in Eggermühlen, was gibt es da schon groß zu sehen? Aber man sollte sich nicht täuschen: Es ist wirklich wunderhübsch dort. Es gibt dort ein Wasserschloss, die Mühle, und wie gesagt, irgendwie wirkt alles verwunschen. Was so völlig fehlt im Artland, sind die großen Bundes- oder auch nur Landstraßen. Viel Wald, und überhaupt…

Danach besuchten wir die Freie Kunstakademie Maiburg in Bippen. Ein paar Worte zur Freien Kunstakademie Maiburg: Diese Adresse befindet sich bereits auf meiner Liste. Ich kannte den Ort auch schon. Als ich dort allerdings vor sechs Jahren war, gab es das Café noch nicht. Dort, wo jetzt das Café steht, war damals nur der Wiederaufbau eines historischen Hallenhauses aus dem 17. Jh. geplant. Jetzt steht es dort mit einer Raumhöhe von 9 m. Mit seiner künstlerischen Ausgestaltung ist es „hervorragend geeignet für jede Art von Veranstaltung“. Ich zitiere die Internetseite.

Da wir alleine dort waren, hatte zum einen unser Dackel ausgiebig Gelegenheit, Freundschaft mit den beiden Haushunden zu schließen, sowie wir, uns mit der Hausherrin zu unterhalten. Sie erzählte uns die Geschichte der Freien Kunstakademie, vom Wiederaufbau des Hallenhauses, vom Cafébetrieb (Foto oben), den Kunstausstellungen. Sehr beeindruckt hat mich, wie die Familie (Eltern, zwei Söhne, eine Tochter) sowie eine befreundete Künstlerin jahrelang gegen erhebliche finanzielle und politische Widerstände ihren Traum dort verwirklicht haben. Happy End? Noch nicht. Ich finde, daß die Freie Kunstakademie Maiburg in Bippen ein tolles Projekt ist. Außen ist ein japanisch-buddhistischer Garten, Skulpturen, Brunnen, Pflanzen usw. zu sehen, und ich möchte jedem empfehlen, einmal einen Ausflug dorthin zu machen. Ach ja, und ganz nebenbei habe ich ein paar Stücke leckeren Kuchens verdrückt.

Ich vergebe 4xT(orte) für diesen außergewöhnlichen Ort, den Mut, die Ausdauer und das sehr gemütliche, alternative, bunte Ambiente!

Bippen-Klein Bokern
freie kunstakademie maiburg

TTTT

(Foto lks: ©dendroaspis2008 flickr)