feste feiern

14. August 2011

Ach schau. Gerade habe ich einen Kommentar in diesem kleinen Blog zur Diskussion um die youtube-Schützenfestvideos der Deichkoenigin geschrieben, da finde ich – keine zwei Wochen nach dieser herrlichen Sommergeschichte um den schwulen Münsteraner Schützenkönig– diese Meldung im Hamburger Abendblatt über die emsländische Schützenverein-Szene:

„Am kommenden Montag will das NDR Fernsehen um 22 Uhr die Dokumentation „Prost Deutschland“ zeigen. Eigentlich sollte sie  bereits am 21. September letzten Jahres laufen. Auf Intervention des …  Schützenvereins Bawinkel-Plankorth wurde das Stück damals aber kurzfristig abgesetzt.

Die Autoren hatten auf einem bierseligen Schützenfest des Vereins gedreht und ihm nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Heinz Lake eine „schöne Dokumentation über Volksfeste im Norden“ versprochen. Herausgekommen sei aber eine Sendung, „die sich mit Alkoholkonsum oder gar Alkoholmissbrauch beschäftigt“. Der NDR habe die Bedenken der Schützen „ernst genommen und den Film noch einmal gründlich bearbeitet“, sagt ein Sendersprecher. Dem Verein reicht das aber offenbar nicht. Sein Vorsitzender Lake bestätigt, einen Rechtsanwalt mit dem Auftrag in Marsch gesetzt zu haben, den zweiten Versuch einer Ausstrahlung der Dokumentation zu verhindern.“

Der Titel des Films von Wolfgang Luck  in der NDR-Dokumentationsreihe 45 Minuten lautet übrigens „Prost Deutschland: Wie wir feste feiern“ (Mehr…).

Spontan denke  ich da an den im Emsland vor allem erfreut zur Kenntnis genommenen Forschungsbeitrag des Hannoveraner Prof. Dr. Christian Pfeiffer. Pfeiffers  Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hatte bei der Vorstellung einer KFN-Schülerbefragung (Autoren: Bettina Doering, Dirk Baier)  das im Vergleich zu anderen Regionen relativ geringe Gewaltpotential emsländischer Jugendlicher unterstrichen, aber auch warnend auf den enorm hohen, überdurchschnittlichen Alkoholkonsum unter emsländischen Jugendlichen hingewiesen.
Also: Montag 22 Uhr NDR-Fernsehen. Und vorher hier noch einmal reinklicken. Denn für Morgen plane ich eine künstlerische „Übergeraschung“… 😉