YAYA zum 62.

29. Mai 2016

 Theo wird heute gewaltige 62! Also aus gegebenem Anlass:
Im Feuilleton der Lingener Tagespost hieß es am 22.11.95:
„YAYA ist eine Band, die in kein Schema passen will und alles spielt, Hauptsache, es macht Spaß, ist laut und groovt. YAYA´s Setlist koppelt die Stones mit Tom Waits oder ZZ Top mit Bob Dylan. Und sind sie live auf der Bühne, ist nie gewiss, ob es nicht doch ein eigenes Stück wird, das sich aus Zitaten der Blues- und Rockgeschichte herausschält.“
Am 05. Juni 1999 präsentierte sich YAYA im Rahmen eines Benefizkonzertes für Kosovo-Flüchtlinge am Lünner Brauhaus mit erweiterter Besetzung: Zum alten Kern um Theo Keuters (Lead-Gitarre, Gesang), Bernd Ruping (Rhythmus-Gitarre, Gesang), Michael Schweer (Schlagzeug, Akustische Gitarre, Gesang) und Hajo Wiese (Bass, Gesang) gesellten sich Henning Klukkert (Saxophon, Querflöte) und Andreas Prante (Percussion). Offenbar war das Ergebnis für Band und Publikum gleichermaßen befriedigend:
„Noch mehr Druck und Klangfarbe, noch mehr Spielräume für Improvisationen und Publikumsansprache. Für uns hat der Kontakt zu den Leuten vor der Bühne direkten Einfluss auf die Stücke: Was bei uns ankommt, wird bespielt. Genauso proben wir auch. Abfahren im Bekannten, aber wo´s hingeht, weiß keiner.“

(YAYA im Interview mit der Ems-Vechte-Welle, 5.6.2004)

2014 stieg Hajo Wiese aus. Michael Schweer übernahm den Bass, Michael Graupner das Schlagzeug. Mit dem Wechsel änderte sich auch das Repertoire der Band, die sich ab sofort ausschließlich den Eigen-Kompositionen zuwandte. 2015 schließlich erklomm Hermann-Josef Kaiser den Schlagzeug-Schemel, und Michael Schöning erweiterte das Klangspektrum von YAYA mit seinem Keyboard.

Blumenstrauß

31. Juli 2014

Inzwischen habe ich ein wenig mehr über die gestrige Performance der palästinensischen Kinder der Theatergruppe YES Theatre aus Hebron im Lingener Burgtheater herausgefunden, von der ich leider erst im Nachhinein erfahren habe. Der Hintergrund ergibt sich u.a. aus der Presseeinladung zu „Gathering for Gaza“, der die Zeitung unseres Städtchens dann nicht zu folgen vermochte und über die überhaupt der Mantel des emsländischen Schweigens gelegt werden sollte. Andreas Poppe, Beauftragter für Internationales am Institut für Theaterpädagogik, sage in dieser Einladung:

 „“Colour your world“ heißt das Motto des diesjährigen Welt-Kindertheater-Festes in Lingen. Man möchte unwillkürlich fragen, mit welchen Farben die Kinder des Gazastreifens ihre Welt in den nächsten fünf Jahren malen werden.“

Und man muss fragen, warum die Einladung zum „Gathering for Gaza“ weder von der Intendanz des Welt-Kindertheater-Fest (WKT) noch vom Oberbürgermeister, dem Landrat oder dem „Präsidenten“ der RupingEmsländischen Landschaft stammt oder jedenfalls unterschrieben ist. Teilgenommen hat meines Wissens nach auch niemand. Die ursprüngliche Idee stammte aus der Spitze des Forum Judentum Christentum im Altkreis Lingen eV.  Ihr blieb es aber verwehrt, das Vorhaben dem künstlerischen Leiter des WKT und den Obersten im Rathaus darzulegen und zu erklären. Statt dessen kam eine  Ablehnungsbegründung zum Fremdschämen: „Das ist ja was Politisches. Das wollen wir doch gar nicht!“.

Dass „Gathering for Gaza“ („Ein Treffen für Gaza“) dann doch beim TPZ und Professor Dr. Bernd Ruping (Foto lks)  landete ist reines Glück und zugleich Grund, warum die „künstlerische Demonstration in Bildern, Musik und stiller Aktion“ dann doch stattfand, obwohl es im WKT-Zentrum kein Hinweis oder gar eine Empfehlung für diese Sonderveranstaltung gab. Für dieses und das Versäumnis unserer gesellschaftlichen Protagonisten entschädigt auch die Rose nicht, die Heribert Lange nach der Performance jedem Darsteller überreichte. Mehr…

Einmal mehr musste ich heute an die frühe Debatte um den Standort Lingen der Hochschule Osnabrück zurück denken, die damals noch Fachhochschule hieß. Es war seinerzeit nämlich einer der Grußwortschreiber des WKT’14, der wirklich alles daran setzte, keine Theaterpädagogen und keine Kunstschaffenden nach Lingen zu holen. Er sang das Hohe Lied der Betriebswirte und schuchardtIngenieure. Die damalige Lingener SPD-Landtagsabgeordnete Elke Müller und Helga Schuchardt (Foto lks), seinerzeit im ersten Landeskabinett Gerhard Schröder niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, setzten sich gegen ihn durch. So kamen doch die Kulturleute in unser bisweilen so enges Städtchen. Arbeit und Einsatz von zwei starken Frauen haben sich gelohnt, wie gestern bei „Gathering for Gaza“ einmal mehr zu sehen war. Ohne Kulturschaffende in Lingen wäre diese wichtige Veranstaltung mit ihrer Forderung nach Menschenwürde, Frieden und Humanität nicht zustande gekommen. Beiden Frauen hat unsere Stadt mehr als viel zu verdanken.

Elke Müller geht es übrigens nicht gut in diesen Tagen. Sie kämpft  einen schweren Kampf gegen eine heimtückische Krankheit. Ich kann ihr nur von Herzen Kraft und gute Besserung wünschen.

Helga Schuchardt wird an diesem Samstag 75 Jahre alt. Man sollte ihr einen großen Blumenstrauß schicken. Aber ich nehme an, dass unser Oberbürgermeister das längst in Auftrag gegeben hat.

Night of the Profs

12. Oktober 2011

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