Berlinale 2020/70.

20. Februar 2020

Heute Abend haben die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin im Berlinale Palast ihren Auftakt gefeiert. Es war weniger glanzvoll als erhofft; denn auch die 70. Berlinale stand unter dem Eindruck des rassiatischen Anschlags gestern Abend in Hanau. „Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Die Berlinale steht für Toleranz, Respekt und Gastfreundschaft. Das Festival stellt sich gegen Gewalt und Rassismus.“ sagten die Organisatoren und begannen die Eröffnungsgala der 70. Berlinale mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer von Hanau.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller sowie die neue Berlinale-Leitung Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian eröffneten feierlich die Jubiläumsausgabe des Festivals.

Im Rahmen der Eröffnungsgala wurde die Internationale Jury vorgestellt, zu der neben dem Schauspieler Jeremy Irons (Vereinigtes Königreich) die Schauspielerin Bérénice Bejo (Argentinien / Frankreich), die Produzentin Bettina Brokemper (Deutschland), die Regisseurin Annemarie Jacir (Palästina), der Drehbuchautor und Regisseur Kenneth Lonergan (USA), der Schauspieler Luca Marinelli (Italien) und der Filmkritiker, Regisseur und Programmer Kleber Mendonça Filho (Brasilien) gehören.

Im Anschluss an die Eröffnungsgala wurde die Weltpremiere von Philippe Falardeaus My Salinger Year (Berlinale Special Gala) präsentiert – „ein nahzu perfekter Eröffnungsfilm“ (DIE ZEIT). Der Regisseur und sein Filmteam, darunter Sigourney Weaver, Margaret Qualley, Douglas Booth, Yanic Truesdale, Xiao Sun, Brían F. O’Byrne, Hamza Haq, Joanna Rakoff, Luc Déry, Kim McCraw und Ruth Coady stellten den Film im Berlinale Palast vor.

Im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen Bären sind in diesem Jahr lediglich 18  dabei, etwas weniger als in den vergangenen Jahren.  Hier ein Überblick von SPIEGGEL-Online

Alle da

15. Februar 2018

Heute beginnt die Berlinale. Sie sind nicht dabei? Weil, sonst sind alle da. Guck‘ mal diese gestrige Presseerklärung der Berlinale ’18:

„Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, Jury-Präsident Tom Tykwer und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick werden am 15. Februar um 19:30 Uhr die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin im Berlinale Palast feierlich eröffnen. Im Rahmen der Eröffnungsgala wird die Internationale Jury vorgestellt, zu der neben Regisseur, Drehbuchautor, Filmkomponist und Produzent Tom Tykwer (Deutschland) die Schauspielerin Cécile de France (Belgien), der Fotograf und ehemalige Direktor der Filmoteca Española Chema Prado (Spanien), die Produzentin Adele Romanski (USA), der Komponist Ryūichi Sakamoto (Japan) und die Filmkritikerin Stephanie Zacharek (USA) gehören. Anke Engelke führt als Moderatorin durch die Gala. Die Veranstaltung wird von ZDF/3sat im Fernsehen übertragen und auf www.berlinale.de live gestreamt.

Im Anschluss an die Eröffnungsgala wird die Weltpremiere von Wes Andersons Animationsfilm Isle of Dogs – Ataris Reise gezeigt. Der Regisseur und sein Filmteam, darunter die Sprecher*innen der Figuren, Bryan Cranston, Greta Gerwig, Bill Murray, Jeff Goldblum, Kunichi Nomura, Liev Schreiber, Koyu Rankin, Bob Balaban, Tilda Swinton, Akira Takayama, Yojiro Noda, Mari Natsuki, und die Drehbuchautoren Roman Coppola und Jason Schwartzman, werden den Film im Berlinale Palast präsentieren.

Auf dem Roten Teppich wird neben den Mitgliedern der Internationalen Jury u.a. die Jury für den GWFF Preis Bester Erstlingsfilm erwartet, zu der in diesem Jahr der Regisseur und Drehbuchautor Jonas Carpignano (Italien), der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Călin Peter Netzer (Rumänien) und die Leiterin der Jerusalem Cinematheque Noa Regev (Israel) gehören. Auch die drei Jurymitglieder des Glashütte Original ― Dokumentarfilmpreises, die Kuratorin und Co-Direktorin des Doclisboa Cíntia Gil (Portugal), die Regisseurin, Malerin und Fotografin Ulrike Ottinger (Deutschland) und der Autor, Produzent und Regisseur Eric Schlosser (USA) werden anwesend sein.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie zahlreiche Vertreter*innen der deutschen Politik und Botschafter*innen werden an der Eröffnung der Berlinale teilnehmen.

Zu den weiteren internationalen und nationalen Gästen des Abends gehören: Mario Adorf, Fatih Akin, Feo Aladag, Thomas Arslan, Emily Atef, Harry Baer, Marie Bäumer, Jasna Fritzi Bauer, Hartmut Becker, Meret Becker, Wolfgang Becker, Anna Bederke, Paula Beer, Bibiana Beglau, Iris Berben, Edward Berger, Senta Berger, Christian Berkel, Anne Zohra Berrached, Alexander Beyer, Moritz Bleibtreu, Hark Bohm, Achim von Borries, Ulrich Friedrich Brandhoff, Matthias Brandt, Ana Brun, Natja Brunckhorst, Anna Brüggemann, Dietrich Brüggemann, Daniel Brühl, Detlev Buck, Klaus Bueb, Christel Buschmann, Ingrid Caven, Sung-Hyung Cho, Patricia Clarkson, Clueso, Didi Danquart, Pepe Danquart, Justus von Dohnányi, Can Dündar, Léonore Ekstrand, Uli Edel, Katja Eichinger, Lars Eidinger, Olafur Eliasson, Elle Fanning, Florian David Fitz, Inka Friedrich, Maria Furtwängler, Benno Fürmann, Florian Gallenberger, Toni Garrn, Hans W. Geißendörfer, Jan-Ole Gerster, Godehard Giese, Nina Grosse, Herbert Grönemeyer, Philip Gröning, Monika Hansen-Sander, Corinna Harfouch, Leander Haußmann, André M. Hennicke, Annette Hess, Klaus Hoffmann, Henry Hübchen, Sandra Hüller, Markus Imhoof, Hannes Jaenicke, Peter Keglevic, Nicole Kellerhals, Friederike Kempter, Nikolai Kinski, Michael Klier, Herbert Knaup, Sebastian Koch, Wolfgang Kohlhaase, Lars Kraume, Chris Kraus, Thomas Kretschmann, Marco Kreuzpaintner, Maren Kroymann, Joachim Król, Peter Kurth, Steffi Kühnert, Frederick Lau, Alina Levshin, Dani Levy, Peter Lohmeyer, Florian Lukas, Andreas Lust, Angelina Maccarone, Elyas M’Barek, Heike Makatsch, Leslie Malton, Monika Maron, Marcelo Martinessi, Ulrich Matthes, Axel Milberg, Helke Misselwitz, Nele Mueller-Stöfen, Bjarne Mädel, Helen Mirren, Wotan Wilke Möhring, Jannis Niewöhner, Christiane Paul, Axel Petersén, Franziska Petri, Nina Petri, Christian Petzold, Anne Ratte-Polle, Kida Ramadan, Wolfgang Richter, Oskar Roehler, Franz Rogowski, Lars Rudolph, Benjamin Sadler, Nesrin Samdereli, Yasemin Samdereli, Udo Samel, Helke Sander, Andrea Sawatzki, Clemens Schick, Tom Schilling, Jenny Schily, Sebastian Schipper, Mark Schlichter, Hans-Christian Schmid, Maria Schrader, Karoline Schuch, Jessica Schwarz, Hanna Schygulla, Emilia Schüle, Marie-Lou Sellem, Fernando E. Solanas, Jan Henrik Stahlberg, Florian Stetter, Isabelle Stever, Ula Stöckl, Lena Stolze, Jasmin Tabatabai, Aylin Tezel, Anna Thalbach, Robert Thalheim, Rosalie Thomass, Margarethe von Trotta, Andres Veiel, Simon Verhoeven, Joseph Vilsmaier, Katharina Wackernagel, Nora Waldstätten, Connie Walther, Hans Weingartner, Wim Wenders, Lavinia Wilson, Johanna Wokalek, Mennan Yapo, Ronald Zehrfeld, Nathan und David Zellner, Hanns Zischler.“

Hier geht’s zum Programm

Hier gibt es den SPON-Überblick 

Mal sehen, was ich an Links  noch nachtragen kann…

Der Goldene Bär der 67. Berlinale geht an den ungarischen Liebesfilm „Körper und Seele“ („Teströl és lélekröl“) von Ildikó Enyedi. Das gab die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven am Samstagabend in Berlin bekannt. Der Film ist eine stille und zärtliche Erzählung über zwei Außenseiter, die durch ihre Träume zueinander finden. Maria und Endre arbeiten in einem Schlachthaus in Budapest. Zaghaft gehen sie aufeinander zu und stellen verwundert fest, dass sie nachts die gleichen Träume haben. In diesen treffen sie sich – als durch den Wald laufende Hirsche. Vorsichtig versuchen sie, diese Annährung in die Wirklichkeit zu überführen. Der Film ist, schreibt rbb24, „schräges Kunstkino“ und sicherlich die ungewöhnlichste Liebesgeschichte des diesjährigen Berlinale-Wettbewerbs. Mir gefallen schlicht die einzigartigen, gleichermaßen ruhigen wie klaren Bilder.

Ungarn holte übrigens den Goldenen Bären zuletzt vor 42 Jahren. Die Regisseurin Márta Mészáros gewann im Jahr 1975 die Trophäe für ihren Film für „Die Adoption“.

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Die Bären 2017

GOLDENER BÄR: „Körper und Seele“ („Teströl és lélekröl“) von Ildikó
Enyedi (Ungarn)
SILBERNER BÄR, GROSSER PREIS DER JURY: „Félicité“ von Alain Gomis
(Frankreich)
SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE: „Die andere Seite der Hoffnung“
(„Toivon tuolla puolen“) von Aki Kaurismäki (Finnland)
SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DARSTELLERIN: Kim Min-hee in „On the
Beach at Night Alone“ („Bamui haebyun-eoseo honja“) von Hong Sang-soo
(Südkorea)
SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN DARSTELLER: Georg Friedrich in „Helle Nächte“ von Thomas Arslan (Deutschland)
SILBERNER BÄR FÜR HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG: Dana Bunescu
für den Schnitt von „Ana, mon amour“ von Calin Peter Netzer
(Rumänien)
SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH: Sebastián Lelio und Gonzalo
Maza für „A Fantastic Woman“ („Una Mujer Fantástica“) von Sebastián
Lelio (Chile)
SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DOKUMENTATION (neu): „Ghost Hunting
(„Istiyad Ashbah“) von Raed Andoni (Frankreich/Palästina/Schweiz)
ALFRED-BAUER-PREIS: „Pokot“ von Agnieszka Holland (Polen)
BESTER ERSTLINGSFILM: „Summer 1993“ („Estiu 1993“) von Carla Simón
(Spanien/Katalanien, ab 11 Jahre)
GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: „Kleine Stadt“ („Cidade
Pequena“) von Diogo Costa Amarante (Portugal)
SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: „Träumerei in der Prärie“
(„Ensueño en la Pradera“) von Esteban Arrangoiz Julien (Mexiko)


(Quellen: rbb24; FAZ) Mehr…

Goldener Bär

21. Februar 2016

Der italienische Dokumentarfilm Fuoco a Mare („Fire at sea“) von Gianfranco Rosi hat den Goldenen Bären der diesjährigen Berlinale bekommen. Ein Film zum Nachdenken und Innehalten, also zu etwas, was zwar nicht aus der Mode gekommen ist, aber wenig Aufmerksamkeit erhält. Hier der Trailer.

 

zehn

13. Februar 2016

die-pruefung-poster„Die Prüfung“: Ein Dokumentarfilm darüber, wie das ist, wenn fast 700 junge Menschen um zehn Schauspiel-Studienplätze in Hannover konkurrieren. Ein Beitrag der taz:

Insgesamt 16 in Norddeutschland produzierte Filme finden sich im Programm der jetzt gestarteten Berlinale, acht von der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein bezuschusste und ebenso viele von der Nordmedia in Niedersachsen geförderte. Das Spektrum reicht vom Trickfilm für Kinder im Vorschulalter – „Ted Sieger ‚ s Molly Monster“, der zum Teil in Hannover animiert wurde – bis zur 12-Stunden-Dokumentation „Chamissos Schatten“, in der Ulrike Ottinger den Spuren von Naturforschern und Entdeckern aus den vergangen Jahrhunderten folgt, und die, wie die meisten von Ottingers Arbeiten, im „Forum“ gezeigt wird.

Besonders interessant ist Till Harms ‚ Dokumentation „Die Prüfung“, und das nicht nur, weil dabei der Lokalbezug so deutlich ist: Gedreht wurde der Film ausschließlich in den Räumen der staatlichen Schauspielschule Hannover. Es geht um die Aufnahmeprüfungen für den Studiengang Schauspiel – erzählt wird das aber nicht aus der vielleicht gängigen Perspektive der Prüflinge. Harms richtet stattdessen einen genauen Blick auf die Prüfer.

In den vergangenen Jahren hat sich ja geradezu ein eigenes (Sub-)Genre über solche Besetzungswettbewerbe entwickelt, nicht so sehr im Kino als vilmehr im Fernsehen, und so sagte der Regisseur denn auch in einem Interview, „diese ganzen Casting-Shows…“

[weiter hier]

Berlinale ’16

11. Februar 2016

In Berlin beginnt die 66. Berlinale. Ab heute bis zum 20. Februar. Das Filmfest steht unter dem Motto „Das Recht auf Glück“; darüber lästert die FAZ:

„Es könnte allerdings auch ein Übersetzungsfehler aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung sein, wo bekanntlich nur vom „Streben nach Glück“ die Rede ist. So oder so ist dieses Glücksversprechen nach den Programmen der letzten Jahre ein ziemliches Risiko.“

Unter dem Vorsitz von Schauspielerin Meryl Streep (mehr) entscheidet die Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären im Wettbewerb der diesjährigen internationalen Filmfestspiele in der Hauptstadt.

Die weiteren Jury-Mitglieder sind  übrigens der Schauspieler Lars Eidinger (Deutschland), der Filmkritiker Nick James (Großbritannien), die Fotografin Brigitte Lacombe (Frankreich), der Schauspieler Clive Owen (Großbritannien), die Schauspielerin Alba Rohrwacher (Italien) und die Regisseurin Małgorzata Szumowska (Polen).

Berlinale16

Einziger deutscher Film im Wettbewerb ist in diesem Jahr übrigens „24 Wochen “ von Anne Zohra Berrached, der zweite Film einer jungen Regisseurin. Das Drama erzählt von einer Kabarettistin (Julia Jentsch) und deren Mann (Bjarne Mädel), die entscheiden müssen, ob sie ein schwerkrankes Kind zur Welt bringen soll.

Abseits der Berlinale

15. Februar 2015

MerleColletMerle Collet (Foto lks) ist in Lingen aufgewachsen und machte 2006 ihr Abitur am damaligen Johanneum. Inzwischen ist die 28jährige ausgebildete Schauspielerin, lebt in Berlin und schreibt nebenbei für den Tagesspiegel. Hier zum Beispiel über ihre ganz persönlichen Erlebnisse als Schauspielerin. Abseits der Berlinale:

„Wer träumt nicht von einem Leben als Schauspielerin? Am Berlinale-Palast sieht das alles so glänzend, so einfach aus. Doch der Weg dorthin ist voller Absagen und Enttäuschungen. Ein Erfahrungsbericht. 

Mensch, ärgere dich nicht! Ein Strategiespiel ist das nicht. Da braucht man vor allem jede Menge Glück. Voller Optimismus marschiert man mit seinen Figuren gen Ziel. Möchte sie alle schnell unterbringen und ist meist nur noch wenige Schritte davon entfernt. Doch dann taucht der rote Konkurrent auf, würfelt nur noch Sechsen und schlägt die eigenen blauen Spielfiguren. Eine nach der anderen.

Das Glück ist dahin. Zurück an den Start. Alles auf Anfang. Warten auf die nächste Sechs.

Es hat mich schon immer geärgert und ärgert mich auch heute noch. Das Spiel findet jedoch nicht mehr auf dem Brett statt, sondern in meinem Leben: Ich bin Schauspielerin.

 Und ich bin häufig die blaue Spielfigur.

Das rote Lämpchen an der Kamera leuchtet. „Hallo, mein Name ist Merle Collet, ich bin 28 Jahre alt, Schauspielerin und lebe in Berlin. Vielen Dank für die Einladung. Ich freu mich! Und ich habe kein Problem mit Nacktheit, solange die Rolle das rechtfertigt. Und ja, ich mag meinen Körper.“ Es folgen…“
[weiter beim Tagesspiegel]

Mehr über Merle Collet auf ihrer Webseite und im Blog

(Merle Collet – Foto: © Tim Dobrovolny; danke für das ok, das Foto verwenden zu dürfen)

Berlinale

5. Februar 2015

Das größte Publikumsfilmfestival der Welt Berlinale 2015 hat begonnen. Die Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, Jury-Präsident Darren Aronofsky und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick haben heute Abend Uhr die 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin im Berlinale Palast eröffnen. Im Rahmen der Eröffnungsgala wurde die Internationale Jury vorgestellt, zu der neben Darren Aronofsky (Regisseur, USA) Daniel Brühl (Schauspieler, Deutschland), Bong Joon-ho (Regisseur, Südkorea), Martha De Laurentiis (Produzentin, USA), Claudia Llosa (Regisseurin, Peru), Audrey Tautou (Schauspielerin, Frankreich) und Matthew Weiner (Produzent und Drehbuchautor, USA) gehören. Anke Engelke führte als Moderatorin durch den Abend. ZDF/3sat übertrug die Gala  live.

Im Anschluss an die Eröffnungsgala wurde die Weltpremiere von Isabel Coixets Nadie quiere la noche (Nobody Wants the Night) präsentiert [Trailer unten].  Die spanische Regisseurin stellte den Film gemeinsam mit ihren Darstellern Juliette Binoche, Rinko Kikuchi und Gabriel Byrne persönlich in Berlin vor.

Auf dem Roten Teppich zeigten sich die Mitglieder der Internationalen Jury sowie die Jury für den Preis Bester Erstlingsfilm, zu den weiteren internationalen und nationalen Gästen des Abends gehörten:

Ken Adam, Barbara Albert, Alberto Barbera, Harry Baer, Meret Becker, Iris Berben, Senta Berger, Christian Berkel, Alexander Beyer, Sebastian Blomberg, Paolo Branco, Matthias Brandt, Anna Brüggemann, Inga Busch, Marie Bäumer, Adriana Chiesa, August Diehl, Ken Duken, Nina Eichinger, Hannelore Elsner, Veronica Ferres, Florian David Fitz, Thierry Frémaux, Inka Friedrich, Maria Furtwängler, Monika Hansen, Toni Garrn, Geoffrey Gilmore, Fritzi Haberland, Piers Handling, André M. Hennicke, Hannah Herzsprung, Henry Hübchen, Hannes Jaennicke, Julia Jentsch, Sibel Kekilli, Udo Kier, Nikolai Kinski, Burghardt Klaußner, Naum Kleiman, Herbert Knaup, Sebastian Koch, David Kross, Maren Kroymann, Joachim Król, Steffi Kühnert, Günter Lamprecht, Alina Levshin, JBerlinale15an Josef Liefers, Anna Loos Liefers, Peter Lohmeyer, Tom Luddy, Heike Makatsch, Mišel Matičević, Jacob Matschenz, Eva Matthes, Ulrich Matthes, Sunnyi Melles, Daniela Michel, Claudia Michelsen, Elfi Mikesch, Axel Milberg, Ursela Monn, Wotan Wilke Möhring, Anna Maria Mühe, Ulrich Noethen, Karel Och, Jana Pallaske, Christiane Paul, Franziska Petri, Max Riemelt, Armin Rohde, Lars Rudolph, Udo Samel, Andrea Sawatzki, Katrin Sass, Jenny Schily, Tom Schilling, Katharina Schüttler, Robert Stadlober, Miriam Stein, Lena Stolze, Anna Thalbach, Rüdiger Vogler, Lia van Leer, Justus von Dohnáhnyi, Gräfin Vera von Lehndorff, Nora von Waldstätten, Katharina Wackernagel, Christoph Waltz, Alice Waters, Kai Wiesinger, Lavinia Wilson, Natalia Wörner, August Zirner u.v.m.

Außerdem hat sich deutsche politische Prominenz angekündigt, darunter Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen; Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern; Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit; Bernd Neumann, Staatsminister a.D.; Tim Renner, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten.

Mehr auf der Internetseite der Berlinale.

 

Berlinale ’14

6. Februar 2014

Berlinale2014Heute beginnt die Berlinale. Immer schon sind die Internationale Filmfestspiele Berlin – so der offizielle Name – eines der politischeren Filmfestivals. Dabei gab es internetspezifische Anliegen in den letzten Jahren eher weniger. Filme und Beiträge, die entweder vom Inhalt, der Produktion oder der Lizensierung die das Internets zum Gegenstand hatten, standen nicht im Mittelpunkt. Auch auf dieser Berlinale findet die Thematisierung von NSA, digitaler Überwachung und ungeschminkter Homespionage (noch) nicht wirklich statt. Doch die Aktivisten von netzpolitik.org haben zum Thema  eine kleine Auswahl an Berlinale-Filmen aus diesem und aus vergangenen Jahrgängen zusammengestellt.
Guckst Du hier. Und noch ein Beispiel aus diesem Jahr:

House of Cards erzählt die Machtspiele des fiktiven US-Demokraten Frank Underwood und ist ähnlich wie die dänische Serie Borgen unter PolitikerInnen ausgesprochen beliebt. Es ist explizit keine inhaltlich netzpolitische Serie aber dafür ist der Vertriebsweg, der eingeschlagen wurde, fortschrittlich. Es ist eine der ersten TV-Serien, die ausschließlich per Online-Streaming verfügbar sind und aus dieser Reihe die erste, die mit haufenweise Preisen überschüttet wurde (und das zu Recht!). House of Cards hat gezeigt, dass Formate die nur noch das Internet als Vertriebsweg benutzen keine inhaltliche und kommerzielle Nullnummer sein müssen. Am 14. Februar wird die gesamte zweite Staffel online gestellt und am 16. Februar zeigt die Berlinale die beiden ersten Folgen im Haus der Berliner Festspiele als “Berlinale Special TV Event”. „[von Netzpolitik.org]

Die Bären

18. Februar 2013

Die Bären der Berlinale 2013:

Goldener Bär für den besten Film: „Child’s Pose“ (Poziţia Copilului) von Călin Peter Netzer

Silberner Bär für beste Regie: David Gordon Green für Prince Avalanche

Silberner Bär für die beste Hauptdarstellerin: Paulina García in Gloriavon Sebastián Lelio

Silberner Bär für den besten Hauptdarsteller: Nazif Mujić in An Episode in the Life of an Iron Picker (Epizoda u životu berača željeza) von Danis Tanović

Silberner Bär für das beste Drehbuch: Jafar Panahi für Closed Curtain (Pardé) von Jafar Panahi und Kamboziya Partovi

Silberner Bär für herausragende künstlerische Leistung: Aziz Zhambakiyev für die Kamera in Harmony Lessons (Uroki Garmonii) von Emir Baigazin

Alfred-Bauer-Preis: „Vic+Flo haben einen Bären gesehen (Vic+Flo ont vu un ours) von Denis Côté

Großer Preis der Jury: An Episode in the Life of an Iron Picker (Epizoda u životu berača željeza) von Danis Tanović