Eisenbahn

16. Juni 2011

Niedersachsen will mehr als bisher die mögliche Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken prüfen. Die niedersächsische  Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) kündigte jetzt an, dafür  geeignete Strecken zu ermitteln. Geprüft wird allerdings erst in zwei bis drei Jahren: 2013 – 2014. Ich frage mich stets, warum die öffentliche Hand für derlei Naheliegendes so unendlich lange Zeit benötigt. Eine mögliche Verbindung soll übrigens die von Bad Bentheim nach Nordhorn sein, wodurch die benachbarte Kreisstadt wieder an die Personenbeförderung mit der Eisenbahn angeschlossen wird. Im Norden von Weser-Ems wird die Verbindung von Esens nach Bensersiel untersucht. Auch Dannenberg – Salzwedel (Sachsen-Anhalt), Bremervörde – Osterholz-Scharmbeck und die Strecken Rinteln-Stadthagen sowie Einbeck-Salzderhelden könnten untersucht werden.
Voraussetzung für einen Neustart alter Linien sei eine positive Kosten-Nutzen-Rechnung und eine gesicherte Finanzierung, sagte der Sprecher der LNVG. Bislang hatte die Gesellschaft auf Wünsche zur Wiedereröffnung von Haltestellen und Bahnstrecken ignoriert. Seit einiger Zeit entwickelt sich aber zunehmend politischer Druck, für bestimmte Verbindungen einen Neustart zu prüfen. An einer Verbesserung des Bahnverkehrs Richtung Nordhorn etwa besteht Interesse auch in den Niederlanden, die im weiteren Verlauf der alten Strecke der Bentheimer Eisenbahn auch die niederländische Grenzstadt Coevorden .
Ein Grund für den aktuellen Kurswechsel ist offenbar die 2014 anstehende Überprüfung der Bundeszuschüsse für den regionalen Bahnverkehr. Erwogen wird, die Höhe der Zuschüsse an die tatsächlich anfallenden Kosten anzupassen. Nachteilig wäre dies für Niedersachsen, das Kosten gesenkt hat, indem sie Strecken an günstigere private Wettbewerber vergeben haben.
Vor der Diskussion über eine Wiederinbetriebnahme muss geprüft werden, ob die Gleise noch vorhanden sind – bei der Nordhornstrecke etwa ist das der Fall. Außerdem werde das derzeitige Pontenzial an Busreisenden geprüft.

Grensland-Express

13. Dezember 2010

Für Berufspendler, Schüler und Besucher im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland gibt es seit gestern eine direkte Verbindung zwischen Bad Bentheim und Hengelo. Die  haben gemeinschaftlich  die niederländische Provinz Overijssel, die Region Twente und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) – verantwortlich für das öffentliche Verkehrsangebot – realisiert. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus und der deutsche Nahverkehrsbetrieb Bentheimer Eisenbahn werden die neue regionale Zugverbindung zwischen dem deutschen Westen und dem ostniederländischen Twente  im Namen der Provinz, der Region und der LNVG umsetzen. Diese neue regionale Zugverbindung wird unter dem Namen Grensland Express fahren. Dieser niederländische Name symbolisiert die Zusammenarbeit im Grenzraum und die historische Überwindung von Grenzen.

Der Grensland Express wird zunächst probeweise für drei Jahre unterwegs sein. In diesem Zeitraum wird dann auch untersucht, ob es genug Reisende gibt, damit diese Zugverbindung auch auf längerer Sicht angeboten werden kann. Das wären 600 am Tag. Wenn sie erfolgreich ist, soll die neue Bahnverbindung  voraussichtlich bis nach Nordhorn verlängert werden, das seit 1974 nicht mehr von Personenzügen angefahren wird. Aber wenn Sie mich fragen, wäre auch Lingen ein ebenso guter, alternativer Endpunkt der Strecke wie Enschede oder Coevorden auf niederländischer Seite.

Die Züge fahren ab Hengelo um 6.35 (Sa: 7.35, So: 8.35), ab Bad Bentheim geht es jeweils um 10 Minuten nach der vollen Stunde zurück. In und nach Bad Bentheim gibt es nach eintreffen des Grensland-Express jeweils drei Minuten vor der vollen Stunde einen direkten Anschluss mit der Westfalenbahn in Richtung Rheine und darüber hinaus.

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De nieuwe treinverbinding tussen Hengelo en Bad Benthheim – met Oldenzaal als tussenstop – werd zondagmorgen officieel in gebruik genomen. Ze verbindt het moderne, zakelijke centrum van Hengelo met de sprookjesachtige wereld van het kuuroord Bad Bentheim.

Het So ein tag, so wunderschön wie heute klonk al bij het uitrijden van het station Hengelo. Een trein vol genodigden, spoorwegliefhebbers en dagjesmensen maakte de eerste feestelijke rit van de Grensland Express mee.

De lijn is in korte tijd met veel geld van Europa, de provincie Overijssel, de Regio Twente en de betrokken gemeenten tot stand gekomen. Om bestaansrecht te bewijzen moet de verbinding, die door Syntus en de Bentheimer Eisenbahn wordt geëxploiteerd, de komende drie jaar gemiddeld 600 passagiers per dag vervoeren. Zowel Nederlandse als Duitse instanties zijn optimistisch dat dat lukt. Al benadrukte Overijsselse gedeputeerde Job Klaassen, dat het van alle betrokkenen een permanente en creatieve inspanning zal vergen om genoeg toeristen, ‚fun-shoppers‘, scholieren, werknemers en werkgevers de trein te laten nemen.

Als de lijn bij de evaluatie in 2013 een succes blijkt te zijn, overwegen de Duitsers de verbinding door te trekken naar Nordhorn en vandaar mogelijk zelfs naar Coevorden.

(entnommen von der Tubantia)

(Foto:  copyright Grensland-Express)