mit dem Wort bitte

24. Juli 2020

Der von den lokalen Jubelpersern meist besonders kritisch beäugte Twitteraccount von Lingen_Fehler weist bekanntlich mit deutlichen Worten auf Fehler in Stadtplanung und Stadtgestaltung hin. Jetzt hat er auf eine Initiative in Baden-Württemberg hingewiesen und zwar ganz zurückhaltend und mit dem Wort bitte. Wenn man allerdings nicht will, wie die Bauaufsicht in der Lingener Stadtverwaltung, wird sich hier nichts ändern. Leider.

ps Dass Schotter- und Kiesgärten auch in Niedersachsen schon bislang unzulässig sind, ignoriert das Lingener Bauamt kräftig. Sie sind nämlich in Mode gekommen, da sie als pflegeleicht gelten.

Schutz

5. April 2009

367523_r_b_by_thommy-weiss_pixeliodeIn der Lokalpresse lese ich einen Bericht über die Abrisse, die die Stadtverwaltung aus Brandschutzgründen auf dem Campingplatz in Hanekenfähr angeordnet hat. Die betroffenen Bewohner beklagen, dass sie  jetzt die errichteten Anbauten und Holzhütten abreißen müssen. Die LT zitiert:

 „Die Stadt hat uns im Stich gelassen und ist schuld an unserer schwierigen Situation“, meint R. und weist zugleich eine Mitverantwortung der Camper zurück. „Wenn die Stadt schon vor Jahren gegen an-geblich vorschriftswidrige Bauten vorgegangen wäre, hätte sich dieser Konflikt niemals so hochgeschaukelt.“

Diese Argumentation der Camper, die ja längst Dauerbewohner des Areals sind, verstehe ich nicht. Sicherlich ist die Kritik an der Stadtverwaltung berechtigt, dass sie die baurechtswidrigen Zustände  jahre- und jahrzehntelang geduldet hat; denn sie hätte längst handeln müssen.  Aber es ist gut und richtig, wenn jedenfalls  jetzt gehandelt wird. Es ist doch nicht auszudenken, was bei einem Brand den Bewohnern hätte widerfahren können. Es ist Aufgabe der Stadtverwaltung, den Brandschutz durchzusetzen – besser spät als gar nicht! Deshalb wundert mich der mitfühlende  Unterton der Berichterstattung, und -bei allem Verständnis- halte ich die Kritik der Bewohner des Campingplatzes für unberechtigt. Sie sollten froh sein, dass endlich der Brandschutz beachtet wird. Es ist praktizierter Schutz für ihr Leben und ihre Gesundheit. Und wenn sie sich bei den Bauten auf die Zustimmung des Campingplatzbetreibers Heinrich Schepergerdes verlassen haben, sollten sie prüfen, inwieweit er haftet,

Und ich frage mich nach meinem heutigen Spaziergang an der Ems entlang, weshalb eigentlich die zuständige Bauaufsicht des Landkreises Emsland im benachbarten Bereich Gleesen die dortige  „townshipartige“  Bebauung akzeptiert, die die Lingener Bauaufsicht drei Kilometer entfernt beanstandet.
(Bild: Thommy Weiss, Pixelio)