Garten

14. Juni 2010

Die Ausstellung „Der offene Garten“ in der kleinen, aber feinen Lingener Kunsthalle ist entstanden in Zusammenarbeit mit dem Otto-Pankok-Museum, Bad Bentheim/Gildehaus, dem Kunstverein Grafschaft Bentheim, Neuenhaus und der Städtische Galerie Nordhorn.

Sie läuft noch  bis zum 22. August 2010.

Obwohl Lingen im Landkreis Emsland liegt und Neuenhaus, Bad Bentheim und Nordhorn zur  Grafschaft Bentheim gehören, sind alle Städte durch ihre geografische Lage im Westen Niedersachsens an der Grenze zu den infrastrukturell hoch durchorganisierten Niederlanden verbunden. In allen ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der unterschiedlichen Möglichkeiten des Bildungsangebots die gesellschaftliche Fluktuation groß: zahlreiche Personen wandern in die größeren Städte ab, gleichzeitig kommen Menschen aus beruflichen oder privaten Gründen in die vier Kleinstädte. In neuerer Zeit siedeln auch zahlreiche pensionierte Niederländer in die deutschen Randgebiete über. Insofern können Bad Bentheim, Lingen, Neuenhaus und Nordhorn auch als grenzüberschreitende ‚Durchgangsorte’ verstanden werden.

Eben diese Metapher des Durchgangs, des Zwischenortes und auch der durchlaufenden Biografie bildet konzeptuell die Ausgangsbasis für die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler, die an der Ausstellung „Der offene Garten“ teilnehmen. Der Titel ist in radikalem Gegensatz zur Bedeutung des Hortus Conclusus als in sich abgeschlossenem Paradiesgärtlein Sinnbild für Offenheit, Unabgeschlossenheit und Grenzenlosigkeit. In der Kunsthalle Lingen liegt der inhaltliche Schwerpunkt der präsentierten Kunstwerke auf der Thematik der Veränderung und der Transformation ebenso im metaphorischen wie im soziologischen und politischen Sinne.

Die Ausstellung zeigt Werke von Yael Bartana, Christoph Fink, Sandra Kranich, Victor Man,Rivane Neuenschwander, Panamarenko,Charlotte Posenenske.