Denkmal3D

1. Juni 2017

Denkmal3D bietet Einblicke in die archäologischen Ausgrabungen in
Lingen-Laxten

Heute, 1. Juni 2017 – um 16 und 17 Uhran der B 214 gegenüber der Hedonklinik

Deutliche Einschnitte durchziehen die Landschaft und überdimensionale „Maulwurfshügel“ sind auf dem Laxtener Esch seit April dieses Jahres entstanden. Die gut von der Bundesstraße 214 zu sehenden Erdhaufen sind das Werk von Archäologen, das bereits großes Interesse in der Bevölkerung ausgelöst hat. „Zahlreiche Bürger haben sich erkundigt, was konkret gefunden wurde und wie sie mehr darüber erfahren können“, sagt Hubert Ungrun, Fachdienstleiter Liegenschaften der Stadt Lingen. Warum der innerhalb der Stadtverwaltung eigentlich zuständige Kulturbereich oder jedenfalls der Denkmalschutz sich nicht einbringen, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Mit zwei Führungen über das Grabungsareal bietet die Stadt heute um 16 und um 17 Uhr allen Interessierten die Möglichkeit, sich über die Vergangenheit dieses Areals und die archäologischen Arbeiten zu informieren. Inzwischen sind zahlreiche Funde entdeckt, so dass einem Puzzle gleich langsam ein Bild des Siedlungswesens vor Tausenden von Jahren in diesem Bereich entstehen.

Worauf muss vor und bei den Ausgrabungen geachtet werden? Wieso muss der Baggerfahrer ein besonders sensibles Händchen haben? Und wie funktioniert die Dokumentation für die Nachwelt? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um die technische Seite wird Daniela Behrens von denkmal3D bei der Besichtigung geben. „Im Gegensatz zu den großen Erdhaufen sind viele Anforderungen und Arbeiten für den Laien ohne Weiteres gar nicht erkennbar“, verdeutlicht die Grabungstechnikerin und verspricht aufschlussreiche Einblicke in ihr vielschichtiges Aufgabenspektrum.
Treffpunkt ist am Bauwagen vor Ort. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Mitte Juli

26. Juli 2009

juli2009.de„Sie haben Post“, sagt mir eben mein Rechner, und ich lese eine E-Mail der Bürgerinitiative ARENAWAHN Lingen.

Die nach und nach aus dem Urlaub zurückkehrenden Mitglieder der Bürgerinitiative ARENAWAHN gegen die an der B214 geplante Emsland-Arena  staunen nicht schlecht, heißt es da, als sie erfahren, dass das von Oberbürgermeister Pott am 19. Juni  persönlich für „Mitte Juli“ angekündigte und zugesicherte Lärmgutachten immer noch nicht vorliegt. Am 24. Juni hatte er seine Aussage nochmals in einem persönlichen Gespräch bekräftigt.

„Jetzt fragen sich die Mitglieder und interessierten Bürger ernsthaft, wann dieses Gutachten angefertigt wird. Da man der BI ( per LT-Bericht am 16.06.09) seinerzeit ungerechterweise falsche Behauptungen unterstellte, befremdet diese Verhaltensweise seitens der Verwaltung um so mehr. Das erwähnte Lärmgutachten der Ingenieurgesellschaft Zech wurde bereits am 11. Juni 09 in einer öffentlichen Ortsratssitzung vorgestellt (LT- Bericht v. 13.06.09). Die BI-Mitglieder können sich nicht erklären, warum das zugesagte Gutachten nicht ausgehändigt wird, basiert doch die Kurzausgabe immer auf eine Langfassung und nicht umgekehrt.“

Wenn Sie sich aus erster Hand informieren lassen wollen: Die Bürgerinitiative ARENAWAHN Lingen trifft sich am Dienstag wie gewohnt um 20.00 Uhr in der Jugendherberge Laxten.

(Foto © Uschi Brendl, pixelio.de)

kalkulatorisch

14. Juni 2009

340726_R_K_B_by_knipseline_pixelio.deNeues zur Emsland-Arena:

Die Bürgerinitiative „Arenawahn“, deren Internetseite ich immer noch nicht gefunden habe, hat diese Presseerklärung veröffentlicht:

BI: Stadt plant Emslandarena ohne Bedarfsgutachten
Veröffentlichte Zahlen basieren auf Vermutungen und Spekulationen

Rat und Verwaltung der Stadt Lingen betonen seit Wochen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern in beschwörender Weise: „Wir brauchen diese Halle!“ Jetzt stellt sich überraschend heraus, dass der Bedarf gar nicht ermittelt wurde. Erst auf mehrfache Nachfrage der „Bürgerinitiative Arenawahn Lingen“ musste der Leiter des Stadtplanungsamtes, Peter Krämer, kleinlaut eingestehen, dass bis zum heutigen Tage keine Bedarfsanalyse für die Emslandarena erstellt wurde.

Dies bedeutet, dass die Entscheidungen, ob überhaupt eine Arena gebraucht wird und wenn ja, in welcher Größenordnung, einzig auf Wunschvorstellungen, Vermutungen und spekulative Zahlen basieren.

Die Bürgerinitiative und alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt stellen sich nun die Frage, wie eine Investitionssumme von ca. 30 Millionen Euro verplant werden kann, ohne auf gesicherte und gutachterliche Daten zurückgreifen zu können.

Jeder Kleinunternehmer und Handwerksbetrieb der Stadt, der ein Bauvorhaben plant, muss für einen öffentlichen Kredit u.a. eine Bedarfsstudie und einen Finanzierungsplan vorlegen. Gelten diese Ansprüche nicht für städtische Bauvorhaben?

Im Bürgerbrief wird um Verständnis und Wohlwollen für die Arena geworben. Wie kann dies vom Bürger erwartet werden, wenn auf eklatante Weise die Öffentlichkeit falsch informiert wird?

Wir fordern Rat und Verwaltung auf, sich endlich sachlich fundiert dem Thema Emslandarena zu nähern und seine Aufgaben zu erledigen. Jeder Bürger hat ein Anrecht darauf.

Wichtig ist: Bis heute fehlt  eine seriöse Ermittlung der Folgekosten einer Emsland-Arena (ohne Hometeam, also ohne eine sportliche Spitzenmannschaft). Brutto sind jährlich für die an der B 214 geplante Emsland-Arena 1.100.000 Euro aufzubringen. Darin sind kalkulatorische Kosten nicht enthalten, die noch einmal bei deutlich mehr als derselben Summe liegen dürften und zu einer seriösen Kostenschätzung gehören. Allein die Zinsen für 20 Mio Euro, die die Stadt für das Projekt als Kredit aufnehmen muss, liegen bei 1 Mio Euro im Jahr.

Bei Einnahmen aus den geplanten „50-60 Veranstaltungen im Jahr“ sollen angeblich 500.000 Euro erlöst werden – also 10.000 Euro pro Veranstaltung. Das halte ich für utopisch und  bin mehr als skeptisch, ob die bisher erklärten Einnahmen realistisch sind. Hinzuzurechnen sind außerdem in jedem Fall die erheblichen Einnahmeausfälle bei den jetzigen Emslandhallen, in denen dann keine Großveranstaltungen mehr stattfinden werden.

Ehrlich diskutieren kann man das Projekt nur, wenn man sagt, dass es jährlich mehr als 2 Mio, eher 3 Mio aus dem städtischen Haushalt abzieht. Zum Vergleich: Die neidisch-aufgeregte Empörung u.a.  vom Darmer Ortsbürgermeister und Arenabefürworter Werner Hartke (CDU) oder auch der SPD über die 80.000 Euro, die der TuS Lingen einmalig aus dem Stadtsäckel  bekommt, ist angesichts dessen bloß  lächerlich.

Achja! Nachgerechnet und überprüft wissen möchte ich auch das Lärmgutachten. Die LT berichtet:

„Seitens der Ingenieurgesellschaft Zech machte Sabine Lehmköster deutlich, dass sowohl die Wohnbebauung des Gauerbachs als auch die Hedon-Klinik und des Kursana Domizils unter lärmtechnischer Berücksichtigung kaum tangiert würden. Beispielhaft nannte Frau Lehmköster unter anderem, dass für die Hedon-Klinik in der lautesten Nachtstunde bei abfahrendem Verkehr und ungünstigem Wind (Nord-West) lediglich 35 Dezibel errechnet worden seien, und das bei geöffnetem Fenster (Zum Vergleich: 30 Dezibel erreicht die Stimme beim Flüstern, 60 Dezibel eine Nähmaschine und 120 Dezibel ein Flugzeug in geringer Entfernung).“

Mit Verlaub: Das glaube ich nicht ohne weiteres, nachdem Planungsamtsleiter Peter Krämer am vergangenen Donnerstag im Ortsrat Laxten erklärte:

Zurzeit arbeite man daran, die Halle verkehrlich zu erschließen und den Lärmschutz weiter zu optimieren.

Warum dies, wenn die Halle lärmtechnisch nur ein leichtes Säuseln hervorruft?

(Foto: knipseline, pixelio)

Sofa

29. Mai 2009

UdojuergensWie von mir angekündigt, gab es die erwartete Ratssitzung. Gestern hat der Lingener Stadtrat alles so  abgesegnet, wie es die CDU mehrheitlich beschlossen hat. 29,5 Mio Euro für eine Emslandarena an der Hedon-Klinik plus Grundstück. Geradezu mit Inbrunst argumentierte unser lieber Oberbürgermeister, wie illegal die Nutzung der Emslandhallen am jetzigen Standort ist und wie schrecklich es ist, dass Udo Jürgens in Nordhorn auftreten muss, weil Lingen keine 2.500 Hallensitzplätze bieten könne. Und die ganze (!) CDU applaudierte – also auch die CDU-internen Gegner des Projekts- und dann war die SPD dafür, weil sonst Lingen genau so eine provinzielle Stadt „wie Haselünne oder Meppen“ werde, und auch die FDP erging sich in Elogen an die Adresse des so mutig handelnden Oberbürgermeisters Pott.

Es gab zwei Neinstimmen zu dem Projekt. Michael Fuest (Bündnis ’90/Die Grünen) und, naja, Sie wissen schon. Ich bin nämlich  davon überzeugt, dass die ganze B214-Planung ein falscher Weg ist, der auf der Unwahrheit aufbaut, der Betrieb der Emslandhallen sei zu laut und damit „rechtswidrig“; deshalb sei ein Arena-Umbau nicht möglich.

Nebenbei: Schon die dazu auch gestern wieder von OB Heiner Pott und seinem Stadtbaurat Lisiecki verbreitete Lärm-These stimmt nicht, dass sich Lärm bei 3 dB  Zunahme vom subjektiven Empfinden her verdoppele. Wikipedia weiß es besser: „Nach übereinstimmenden wissenschaftlichen Untersuchung wird eine Erhöhung um 10 dB als Verdopplung der Lautstärke empfunden.“

Dass es nicht um Veranstaltungslärm geht, ergibt sich bereits daraus, dass die neue Halle schalldicht erstellt wird. Es geht damit lediglich  um den Lärm der an- und abreisenden Besucher. Es geht um 650 Parkplätze auf dem Kirmesplatz. Der notwendige Rest von 850 Stellplätzen steht dann an der Berufsakademie, der Halle I/II des ehem. Ausbesserungswerks, am Emslandstadion und in den Parkgaragen im Stadtzentrum ungenutzt bereit, wenn Abends Veranstaltungen stattfinden. Und mit polizeilicher Hilfe kann jeder Veranstaltungsverkehr vom Kirmesplatz binnen 20 Minuten abfließen.

Worum geht es also wirklich? Nun es geht  erst einmal um die Unfähigkeit der Verwaltungsspitze, den denkbaren Einspruch des direkten Nachbarn und Kaufmanns Bernhard van Lengerich auszuräumen. Der hat nicht vergessen, welche Schwierigkeiten ihm die Stadt Lingen (Ems) in den 80er und 90er Jahren gemacht hat und wehrt sich jetzt. Zweitens muss aber mit dem Arena-Projekt in diesem Jahr begonnen werden, sonst stehen die 5 Mio Euro aus dem Konjunkturprogramm nicht zur Verfügung, das Geld ist futsch und die Vertreter der Stadt Lingen (Ems) haben sich richtig schön blamiert. Wegen van Lengerich ist dies nach Ansicht der Rathausspitze nicht möglich. Also muss irgendeine Alternative her. Deshalb ist übrigens inzwischen auch die FDP für Laxten, schließlich hat sich FDP-Mann Jens Beeck für die 5 Mio aus dem Konjunkturtopf engagiert

Ein zweiter  Kritikpunkt kommt hinzu:
Die Planungen gründeten sich bisher auf eine Machbarkeitsstudie der Fa Wenzel Consulting GmbH aus dem Mai 2008 „zur Ertüchtigung der Emslandhallen“ und deren Zahlen. Die Herren empfahlen seinerzeit eine Variante mit 5000 Sitzplätzen (Kürzel „Variante B – Ausbaustufe 3“) mit 5000 Sitzplätzen. Die Wenzel-Experten setzten dafür Kosten von 19 Mio Euro an. Bei der Arena in Laxten sind es für 3500 Sitzplätze inzwischen 25 Mio Euro plus 4,5 Mio Euro Steuern plus Grundstück. Das sind nicht mehr 3500 Euro pro Sitzplatz sondern 8500 Euro pro Sitzplatz. Ein wesentlicher Grund sind die enormen Aufwendungen für Parkplätze.

Hinzu kommen laufende Bewirtschaftungskosten von rund 1,1 Mio Euro pro Jahr, das sind 20 Euro pro Einwohner im Jahr; die Einnahmen aus dem Betrieb der Arena kann man dabei nicht gegenrechnen. Sie  werden allemal für die Kreditkosten verbraucht.  Zum Vergleich: Für ihre gesamte kommunale Kulturarbeit wendet die Stadt zurzeit  rund 25 Euro pro Einwohner und Jahr auf.  Zudem ist die Rechnung nicht ganz klar: Denn Wenzel-Consulting rechnete vor Jahresfrist mit Bewirtschaftungskostenvon 3,50 Euro pro Besucher und kalkulierte angesichts der Synergieeffekte in den Emslandhallen mit 300.000 Besuchern pro Jahr. OB Pott hat auf der Bürgerversammlung im Gauerbach von 50-60 Veranstaltungen pro Jahr  in der 3500-Plätze-Emslandarena in Laxten gesprochen. Bei ehrlicher Betrachung dürften die Besucherzahlen also deutlich unter 300.000 pro Jahr liegen. Selbst bei voller Auslastung des Arenalein in Laxten käme man nämlich nicht auf 300.000 Besucher.  60 x 3500 sind nicht 300.000 . Rechnen Sie mal nach. Es geht nicht ganz auf … 😉

Meine Schlussfolgerung: Das Konzept am falschen Platz ist schlicht zu teuer und nicht finanzierbar.  Und wenn in der 150.000-Einwohner-Großstadt Osnabrück zeitgleich der Plan für eine Veranstaltungsarena scheitert, weil das Geld eben nicht reicht, sollte Lingen genau nachrechnen und nachdenken, bevor es wegen je 5 Mio Euro Zuschuss von Onkel Hermann aus Meppen und Onkel Christian aus Hannover ein finanzpolitisches Wagnis eingeht. 

Mein Vorschlag bleibt die „Ertüchtigung der Emslandhallen“ am bisherigen Standort mit dem bisherigen Veranstaltungsmix und hin auf neue Veranstaltungsformen – so wie es die Experten von Wenzel Consulting erarbeitet haben und so wie es der Stadtrat am 3. Juli 2008 beschlossen hat. Allerdings muss dazu unser Heiner Pott auf’s Sofa von Nachbar Bernhard van Lengerich, Käffchen trinken und verhandeln, und das will oder kann er nicht.

Leute, sonst wird es zu teuer! Zu den dann drohenden Folgen habe ich im Internet jetzt schon dies gefunden:

Domain erwerben

Sie können die Domain emslandhallen-lingen.de kaufen!

Er schwächelt

19. Mai 2009

Dann will ich Sie mal eben „appdäten“:

Am Montagabend hat die CDU-Fraktion mehrheitlich beschlossen, das Emsland-Arenalein gegenüber der Hedon-Klinik an der B 214 bauen zu lassen. Allerdings soll noch einmal nachgerechnet werden. Am 28. Mai tagt der Stadtrat. Da wird dann die überstimmte CDU-Minderheit ihre ganze Flexibilität zeigen und sich dem Mehrheitswillen der eigenen Mannen unterordnen und pro B214/Hedon-Klinik votieren. Ach ja, die SPD ist portioniert; denn es gibt Ja-Sager, Nein-Sager und solche, die sich „noch nicht festgelegt“ haben. Die FDP übrigens auch nicht, obwohl ihr Vorturner Jens Beeck schon mal  öffentlich gegen den Laxtener-Standort war. Allerdings hat Heiner Pott ihn zwischenzeitlich in Einzelbehandlung genommen.

Die Grünen, die mich in ihre gestrige Sitzung eingeladen hatten (ein Dankeschön dafür), lehnen die Arena in Laxten ab.

Was tun? Immerhin werden gerade 30 Mio Euro  in einem sinnfreien Projekt versenkt: Lingen baut mit dem Arenalein mit 3500 Plätzen nicht einmal ein Euregium, wie es Nordhorn schon hat; dessen Kapazität beträgt nämlich 4200 Zuschauer.

Zunächst einmal empfehle ich angesichts der unprofessionellen Hektik im Rathaus eine Bildungsreise ins gar nicht so ferne Halle in Westfalen. Gerry-Weber-Stadion (im baurechtlichen  Mischgebiet (!) übrigens). Abendveranstaltungen ab 19 Uhr. Schluss um 22 Uhr. Polizisten sorgen für einen reibungslosen Verkehrs(ab)fluss.

Und wie schon einmal geschrieben: OB Heiner Pott soll mit Kaufmann Bernhard van Lengerich sprechen und ihn mit einem fairen Angebot überzeugen, seine Lärmbedenken fallen zu lassen. Denn die Arena kann allemal so gebaut werden, dass kein Lärm nach draußen dringt. Der errechnete Lärm betrifft also nur den abfließenden Verkehr. 650 Pkw vom Kirmesparkplatz nach Süden, Westen und Osten, also in drei Richtungen.  Mit polizeilicher Verkehrslenkung ist das wirklich kein Problem und dauert keine 20 Minuten. Auch kein Problem sind die notwendigen 1500 Parkplätze. Denn in maximal 10 Minuten Fußweg stehen 2000 Parkplätze zur Verfügung.

Weil das Projekt wenn überhaupt nur Sinn im Stadtzentrum macht, gehört es sicherlich nicht auf Laxtener Ackerflächen. Aber ich nehme an, es wird die vierte, fünfte Totaldaneben-Entscheidung unseres OB in den letzten drei Jahren. Heiner schwächelt.

Gerücht

17. Mai 2009

368433_R_K_B_by_Hans-Peter-Häge_pixelio.deTrifft es zu, dass der Kaufmann Bernhard van Lengerich den Neubau der Emslandarena im Bereich der Emslandhallen verhindert?

Informationen, die mich erreichen, sagen das: Die Stadt habe  noch zu Karl-Heinz Vehrings Zeiten -nach dem Ende des legendären Jugendtreffs Rockfabrik- die Eröffnung einer Diskothek durch van Lengerich untersagt. Diesen Jugendtreff hätte  Bernhard van Lengerich in einer ehemaligen Verkaufshalle neben dem zuckerhütigen Betonbunker südlich der Kurt-Schumacher-Brücke fertig gestellt. Das anschließende städtische Nein habe der Kaufmann bis heute nicht vergessen. Jetzt halte er dagegen. Die Ausweisung seines ganzen Grundstücks als profitables Sondergebiet im Sinne der Baunutzungsverordnung reiche ihm ebenso wenig wie die Bereitschaft der Stadt, die vorhandenen 150 Jahre alten Linden auf dem sog. Eiskeller und den auch wegräumen zu lassen. Weshalb er die Arenapläne verhindern könne? In erster Linie van Lengerich betreffe die Überschreitung von Lärmgrenzwerten, weshalb er die Emsland-Arena stoppen könne und dies bisher auch wolle.

Tatsache ist: Van Lengerichs Diskothekpläne hat es vor 20 Jahren gegeben. Und das Nein der Stadt ebenso. Und das Verhältnis van Lengerichs zur lokalen Obrigkeit ist -sagen wir mal- traditionell belastet…

Anstatt nun aber den Kopf unter den Arm zu nehmen, lieber Heiner Pott, und mit dem Kaufmann über eine Lösung des Problems zu sprechen, wird eine typisch Lingener Lösung voran getrieben: Losspringen als Tiger und landen als Bettvorleger. Oder anders: Der Bau eines Arenaleins an der B 214 in Laxten. Für 3500 Besucher, also nur unwesentlich mehr als in die Emslandhallen passen. Weil -nu‘ kommt’s- eine Arena mit 5000 Plätzen sich nur lohne, falls man ein „Hometeam“ habe, soll die Kleinlösung kommen, eben das Laxtener Arenalein für flockige 25 Mio. Denn -so Heiner Pott im LT-Interview- „Der Gutachter hat uns eine Sitzplatzkapazität von 3500 empfohlen und nur dann 5000, wenn wir ein sogenanntes Hometeam hätten. Das haben wir zurzeit nicht.“

Gab es da nicht diesen vorfinanzierten Handballplan mit der HSG Nordhorn-…? 

Egal, Leute lasst es sein. Für das jetzige Vorhaben sind die aufzuwendenden 25, 30 oder 35 Millionen Euro rausgeschmissenes Geld. Lieber solltet ihr jedem Lingener 500 Euro in die Hand drücken und das Vorhaben abwracken.

Übrigens zeigt das pixelio-Foto von Hans-Peter.Haege (@-online.de) die Arena in Pula (Istrien). Als ich das Bild sah, fand ich, es passt bestens zu dem Lingener Vorhaben in seiner aktuellen Ausgestaltung…