Tragisch

1. Mai 2011

1. Mai 2011 in Lingen (Ems). Sonne, Sause und Superthemen. Sogar die „Süddeutsche“ berichtet jetzt über unser „Städtchen“.  Hier bekannt derweil Mitbürgerin Claudia J.,  auf die „Frage der Woche“ der Lokalpresse,  in diesem Jahr eher „planlos“ gewesen zu sein – ihr Mann hätte nämlich arbeiten müssen. „Aber jetzt machen wir mit unseren Kindern einen Ausflug mit dem Fahrrad oder zu Fuß“, sagt die Lingenerin. „Eigentlich ist der 1. Mai ja der Tag, an dem man der Arbeit gedenken und deshalb auf keinen Fall arbeiten sollte“, so die 32-Jährige. „Die ursprüngliche Bedeutung ist vielen jedoch nicht bewusst, und es wird nicht immer Rücksicht genommen“, so die junge Mutter .

Claudias Mann hätte also beinahe arbeiten müssen. Der arme Kerl! Ich verrate was: Ehemann Frank ist verantwortlicher Mitarbeiter eines Lingener Autohauses – und Mit-Initiator der Automeile. Er wird völlig begeistert über die Aussagen seiner Liebsten sein und noch mehr darüber, dass sein Unternehmen einige Hundert Euro in Werbung zur Automeile versenkt hat und er statt dessen am Sonntag mit seinen Kindern und der jungen Mutter „einen Ausflug mit dem Fahrrad oder zu Fuß“ machen kann. Tragisch. Vermutlich tritt er am Montag beim überforderten LWT aus und direkt bei ver.di ein. Und sein Unternehmen schreibt an die „Lingener Tagespost“, ob die nach diesem Interview  tatsächlich  zu allem Überfluss  die Werbung voll berechnen will... 😉

Claudia und Frank, schönen Maifeiertag noch!