Emsland

24. September 2010

Internetumfragen sind hipp. Sie suggerieren dem klickenden Leser, mit zu entscheiden. Wahrscheinich wird irgendwie auch ein Cookie gesetzt, damit dann zielgenau Werbung… je nachdem, welche Variante bei der Abstimmung gewählt wird. Auf der Internetseite des EL-Kurier, des kostenlosen Werbeblatts aus dem NOZ-Verlag, habe ich eine Gorleben-Abstimmung entdeckt  . Das Voting der Woche: „Gorleben als atomares Endlager – finden Sie das richtig?“ (Bildausschnitt re.)

Nun weiß man zwar bei derartigen reinen Prozentangaben nie, wie viele Internetbesucher tatsächlich abgestimmt haben, doch dass die Mehrheit der EL-Internetleser „Gorleben als atomares Endlager“ für richtig hält, dürfte bundesweit reichlich einmalig sein. Zumal auch die Bundesregierung offiziell den gasgefährdeten Salzstock ja erst einmal bloß weiter „erkunden“ will. (Dazu kurz auch noch jenseits des Themas diese Neuigkeit aus Deutsch-Absurdistan…)

Aber vielleicht wollen sich die emsländischen Atommülfans auch nur den Tatbestand verdrängen, dass Geologen den Salzstock im nordemsländischen Wippingen für den am besten geeigneten halten, um Atommüll abzulagern, wenn…. Das wäre ja auch deshalb ganz großartig, weil man dann den Transrapid nicht mehr mit Millionen Euro Steuergeldern am Leben erhalten müsste. Denn das Endlager wären Hunderte von Arbeitsplätzen für 300.000 Jahre und mehr. Hermann Bröring, übernehmen Sie!