Makoma Lekalakala

17. September 2019

Atomkraftgegner/innen aus Lingen, der Grafschaft Bentheim und dem Münsterland kritisieren scharf den Versuch des Lingener AKW-Betreibers RWE/Preussenelektra vom vergangenen Wochenende, durch einen „Polizeieinsatz auf den öffentlichen Verkehrsflächen vor dem AKW Lingen ihre Kritiker einzuschüchtern“. Auf Initiative der AKW-Betreiberin stellte die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim gleich mit fünf Einsatzfahrzeugen und einer Hundestaffel die Personalien von ganzen sechs Atomkraftgegner/innen fest. Darunter war mit Makoma Lekalakala auch eine renommierte südafrikanische Umweltschützerin und 2018 mit dem Goldman-Environmental-Prize ausgezeichnet, die am Samstagabend in Schepsdorf einen öffentlichen Vortrag über die Situation in Südafrika hielt.

Die regionalen Anti-Atomkraft-Initiativen hatten die angesehene Umweltaktivistin aus Johannesburg nach Gronau und Lingen (Ems) eingeladen. Am Samstagnachmittag zeigten sie ihr das Atomkraftwerk Lingen und befanden sich dort im öffentlichen Bereich vor dem AKW für einen Pressetermin. Außer einigen Erinnerungsfotos passierte nichts, als plötzlich zahlreiche Polizeibeamte auftauchten und einschritten. Wie widersinnig eine Personalienfeststellung war, zeigte sich auch daran, dass zwei Anwesende von der Polizei sofort mit korrektem Namen persönlich angesprochen wurden. Im Nachgang kam die Polizei laut eigener Pressemitteilung selbst zu dem Ergebnis, dass hier nichts Strafbares geschehen war.

Retourkutsche für Kritik an AKW-Rissen in Lingen?

Die Kritik am Vorgehen der Polizei folgte auf dem Fuße. „Wir haben den Eindruck, als sei dieses Vorgehen von RWE eine ziemlich fehlgeleitete Retourkutsche für die anhaltende Kritik an den beunruhigenden Rissefunden im AKW Lingen. Anstatt sich mit diesen gefährlichen Rissen im AKW zu beschäftigen, versucht RWE nun anscheinend über die Polizei Druck auf die Atomkraftgegner/innen auszuüben. Es wäre aber eigentlich die Aufgabe der Polizei, RWE klarzumachen, dass ihr „Hoheitsgebiet“ sich nicht auf den öffentlichen Raum bezieht. RWE ist offensichtlich nervös und kann mit sachlicher Kritik nicht umgehen. Warum lädt RWE nicht zu einer öffentlichen Diskussion über die Risse und die AKW-Sicherheit ein? Derartige Polizeieinsätze erhöhen nicht die AKW-Sicherheit,“ erklärte Alexander Vent vom örtlichen Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner/innen im Emsland.

„Das von dicken Mauern umgebene AKW Lingen ist nicht der Hambacher Forst. Wenn RWE selbst in Lingen schon versucht, den öffentlichen Raum derart massiv für sich reklamieren, dann ist das ein echtes Warnzeichen. RWE will offensichtlich von den AKW-Rissen ablenken. Wir erwarten von RWE eine Entschuldigung für das überzogene Vorgehen und von der Polizei die umgehende Löschung der erhobenen Daten,“ forderte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Für den 26. Oktober ruft ein Bündnis von regionalen und überregionalen Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden zu einer neuerlichen Demonstration in Lingen für die sofortige Stilllegung der dortigen Atomanlagen auf. Die endgültige Abschaltung des Kernkraftwerks Emsland muss spätestens Ende 2022 erfolgen. Die umstrittene Betriebsgenehmigung für die ANF-Brennelementefabrik läuft weiter.


(Quelle: PM AgiEL; Foto: Makoma Lekalakala ©Goldman Environmental Prize)

Nebelbombe

28. September 2012

Heute empört sich die NOZ, dass die vom Betreiber geplante Vernebelungsanlage am AKW Lingen bislang vom niedersächsischen FDP-Umweltminister nicht bearbeitet worden ist.  Diese Aufregung hat nun mindestens zwei Aspekte.

In der Sache hat mich das Nebelkonzept nie sonderlich überzeugt und her an „weiße Salbe“ erinnert, die beim Auftragen nicht hilft. Aber man tut so. Die Vernebelung  von Atomkraftwerken bietet jedenfalls nicht die angedachte Sicherheit gegen Terrorangriffe aus der Luft: Verkehrsflugzeuge werden über GPS gesteuert, Terroristen würden im Zweifel zusätzlich über mobile GPS-Systeme, etwa in Laptops, verfügen. Die GPS-Genauigkeit liegt längst im Zentimeterbereich. Solche Systeme lassen sich nicht durch Nebel täuschen.

Binnen 40 Sekunden -so der Plan-  soll der Nebel ausgebreitet sein, wenn ein anfliegender Jet noch 15 km – das entspricht rund zwei Minuten – von seinem Ziel entfernt sei. Das ist sehr wenig Zeit für die AKW-Mitarbeiter, um die verbunkerte „Notsteuerstelle“ zu besetzen und die „Reaktorschnellabschaltung“ auszulösen – für den Fall, dass der Pilot auch im Nebel trifft. Zusätzlich es gibt noch diese weiteren offene Fragen:

• Reicht die Vorwarnzeiten von zwei Minuten aus, um rechtzeitig die Einnebelung der Kraftwerke im Ernstfall auszulösen?
• Funktioniert das Projekt auch bei  Kälte oder Sturm?
• Kann ein Flugzeug nicht einfach abdrehen und erneut angreifen, wenn sich die künstliche Wolke verzogen hat?

Letztlich scheint es mir ein reichlich hilfloses Projekt zu sein. Es geht natürlich zurück auf den 11. September 2001 und eine sich anschließende Studie der bundesdeutschen Gesellschaft für Reaktorsicherheit zur Sicherheit deutscher AKW bei Flugzeugabstürzen. Das Lingener „Kernkraftwerk Emsland“ ist danach bei Abstürzen von Verkehrsmaschinen nicht sicher, folglich ein potentielles Ziel von Terroristen. Nach der GRS-Studie begann das große Nachdenken, weil bis zum 11. September das Szenario eines Flugzeugangriffs überhaupt nicht zum offiziellen Sicherheitsprogramm für Atomkraftwerke gehört hatte. Ihre Meiler gegen Terrorangriffe aus der Luft zu schützen sei deshalb, so die Betreiber vor acht Jahren, erst einmal eine gesamtstaatliche Aufgabe. Allenfalls zu „freiwilligen Maßnahmen“ wollten sich die Betreiber seinerzeit bereit finden. Dazu zählten auch die Nebelbomben.

Und jetzt zum zweiten Aspekt: Bereits vor acht Jahren, 2004, zählte Niedersachsen zu vier schwarz-gelb- bzw. schwarz-regierte Bundesländern mit AKW-Standorten, die einen Brief an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verfasst, indem sie ihm öffentlichkeitswirksam Untätigkeit des Bundes vorwarfen. Der Schutz der AKWs gegen gezielten Flugzeugabsturz werde „seit über einem Jahr erörtert, ohne dass der Bund seinen Aufgaben nachgekommen ist“ schrieben sie.

Wenn ich heute, Ende 2012, sehe, dass der Nebelbombenantrag von RWE im niedersächsischen Umweltministerium immer noch auf Bearbeitung wartet, dann wird die ganze Unehrlichkeit einer solchen Politik greifbar. Und dann behauptet das Umweltministerium auch noch, die Nichtbearbeitung liege an der Tragödie von Fukushima und der daraus resultierenden Arbeitsbelastung. Die aber war 2011, sieben Jahre nach dem scheinheiligen Brief aus Hannover nach Berlin.  Für wie vernebelt-dumm hält uns dieses niedersächsische Ministerium eigentlich?

(Foto: AKW Lingen, © dendroaspis2008; Quelle)

voRWEg

29. Juli 2009

Logo.deDie Nachrichtenagentur AP meldet heute:

Bei der Schnellabschaltung des AKW Emslandes am vergangenem Freitag haben mehrere Regeleinrichtungen des Meilers fehlerhaft reagiert. Ursache des Störfalls sei zunächst «ein fehlerhaftes Ansprechen einer Schutzeinrichtung» gewesen, die den Ölfluss in einem Trafo des AKWs und einen dazugehörigen Schalter überwache, teilte das Umweltministerium am Mittwoch in Hannover mit. Dann hätten aber auch drei von vier Füllstandsreglern an den Dampferzeugern des Kraftwerks fehlerhaft reagiert.
Lediglich einer habe seine Aufgabe erfüllt, sagte der zuständige Referatsleiter des Ministeriums, Frank Egbert Rubbel. Nur deswegen sei es nach dem ersten Fehler zu einer Schnellabschaltung gekommen. Normalerweise werde die Leistung des Kraftwerks nach einer Trennung vom Stromnetz nur auf 20 bis 25 Prozent * heruntergefahren. Dann sei das Wiederanfahren des Kraftwerks einfacher als nach einer Schnellabschaltung.
Das Kraftwerk war gegen 03.00 Uhr am Freitagmorgen nach dem Ausfall des zunächst betroffenen Trafos vom Netz getrennt worden.
Die fehlerhafte Reaktion der Füllstandsregler sei «ein Vorgang, der über den normalen Betriebsfall hinausgeht, von der Sicherheit her aber kein wichtiger Punkt», sagte Rubbel weiter. Wann das Atomkraftwerk in Lingen wieder anfahren könne, stehe noch nicht fest.
Nach Angaben des Bundesumweltministeriums kann der Reaktor erst nach Zustimmung aus Berlin wieder an Netz gehen. Nach dem selbstständigen Abschalten des Transformators habe die Anlage «nicht wie im Sicherheitskonzept vorgesehen mit einer schrittweisen Reduzierung der Leistung» und einem schonenden Abfahren des nuklearen Teils reagiert, erklärte auch das Bundesumweltministerium. Reaktorschnellabschaltungen sollten möglichst vermieden werden. Die Ursache der Schnellabschaltung sei vor dem Wiederanfahren zu klären, betonte das Bundesumweltministerium.“

Wie die Erfahrung in verschiedenen Atomanlagen zeigt, ist eine Schnellabschaltung oft mit weiteren „Transienten“ (starken Schwingungen) verbunden, die ihrerseits neue Sicherheitsprobleme aufwerfen könnten, schreibt eine  andere Quelle. Vor dem Wiederanfahren des AKW sei es deshalb unbedingt erforderlich, die Ursachen der Schnellabschaltung zu klären und ggf. Maßnahmen gegen Wiederholung in gleichartigen Fällen getroffen zu haben, heißt es aus Berlin. Das Bundesumweltministerium will deshalb, dass vor dem Wiederanfahren des Atomkraftwerkes Emsland Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung solcher Vorfälle durch entsprechende sicherheitstechnische Analysen abgesichert sind.
Die niedersächsische Atomaufsicht hat zugesagt, vor einer Zustimmung zum Wiederanfahren des Reaktors zunächst die Fragen der Bundesaufsicht zu den Ursachen der Reaktorschnellabschaltung zu klären und entsprechende Unterlagen vorzulegen. Der Reaktor soll erst dann wieder ans Netz gehen, wenn sich das Bundesumweltministerium nach entsprechender Prüfung gegenüber der niedersächsischen Aufsichtsbehörde zustimmend geäußert hat.

* Nachtrag aus aktuellem Anlass:
Nach meinen Informationen ist das AKW in Lingen zuletzt vor einigen Wochen wegen eines Kurzschlusses vom Netz genommen worden, wobei seine Leistung auf rund 300 MW (= ca. 25 %) heruntergefahren wurde. Auf der Baustelle des GuD-Kraftwerks war durch Unachtsamkeit ein Kranausleger gegen eine 380 KV-Leitung geraten. Dadurch entstand ein Kurzschluss, der sich direkt auf das benachbarte AKW auswirkte und es notwendig machte, die Anlage vom Netz zu nehmen. Auch vor etwa einem Jahr soll das AKW wegen eines ähnlichen Kurzschlusses bzw. Fehlers beim Bau einer Überlandleitung nahe Messingen vom Netz getrennt  worden sein.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) begrüßt aktuell, dass die niedersächsische Atomaufsicht seiner Bitte um umfassende Aufklärung nachgekommen ist. In einer Pressemitteilung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bekräftigt er: “Ich kann Niedersachsen nur ermuntern, konsequent auf dem jetzt beschrittenen Pfad der Kooperation mit der Bundesaufsicht zu bleiben.” Infolge der ausgiebigen Überprüfungen verlängert sich der Zeitraum, die der Reaktor nicht am Netz ist. Offenbar ist es leicht zu verschmerzen, wenn das AKW Emsland mal keinen Strom in die Überlandleitungen einspeist. Weil fast zeitgleich mit dem AKW in Lingen auch ein Reaktor in Philippsburg abgeschaltet wurde und Biblis, sowie Block B in Grundremmingen ebenfalls schon länger keinen Strom liefern, sind für den Energiekonzern RWE 80 Prozent der Atomenergie einfach ausgefallen.

Fazit: Mit einer Ausfallquote von bis zu 80 Prozent seiner eigenen Kernkraftwerke geht die RWE im Atomausstieg in Deutschland also entsprechend dem Konzernslogan tatsächlich  “voRWEg”.

Beweis

25. Juli 2009

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Wir erfahren: Der nächtliche Störfall im Lingener Atomkraftwerk, der so reichlich an den Trafoausfall im Pannenreaktor Krümmel erinnert, schon weil er zur Schnellabschaltung führte, sei kein Störfall, so unisono Betreiber RWE und Atomnachaufsicht, wobei letztere aber erst noch alles klären muss, obwohl es ja kein Störfall war. Atomlobbylogik.
Derweil löst unsere kleine Lokalpresse das Loyalitätsproblem auf bekannte Weise: Am besten gar nicht erst berichten! Nur ein kleiner Einspalter, wenn ich richtig gezählt habe, 24 Zeilen lang, vorn auf der Außenseite unten rechts. Auch so kann man seine Leser für dumm verkaufen. Gut, dass die Leserschaft sich längst im Netz unabhängig informieren kann, etwa durch den AKW-Virus-Kommentar in der „Frankfurter Rundschau“ heute. Und .ausgestrahlt, eine bundesweite Anti-Atom-Initiative, analysiert bitterböse-sarkastisch zu dem Nicht-Störfall in „unserem“ Lingener „Atomkraftwerk Emsland“:

„Politiker von Union und FDP reden auf Wahlkampfveranstaltungen davon, es bräuchte die Atomenergie in Deutschland für die Versorgungssicherheit und als ‚Brückentechnologie’. Deshalb wollen sie Laufzeitverlängerungen für die 17 deutschen Reaktoren.
Doch heute beweisen die AKW-Betreiber, dass es längst auch ohne Atomkraft geht. Mit dem störungsbedingten Abschalten von Lingen und Philippsburg 2 sind seit dem heutigen Tag acht der 17 Kraftwerke vom Netz. Wären wir für eine sichere Stromversorgung wirklich auf die störanfällige Atomtechnik angewiesen, dann sähe es jetzt schlecht aus.
Doch glücklicherweise geht es längst ohne Atomstrom. Deshalb wäre es hirnverbrannt, die Gefahren dieser Technik weiter in Kauf zu nehmen, nur damit die großen Stromkonzerne Milliardengewinne machen können.
Wenn es in diesem Tempo weitergeht, sind bis zur Bundestagswahl sämtliche Atomkraftwerke abgeschaltet.“

Schnellabschaltung

24. Juli 2009

atomkraftneindanke

ddp meldete im Laufe des Vormittags und zehn, zwölf Stunden nach einem „Ereignis„:

„Im Atomkraftwerk Emsland in Lingen ist es in der Nacht zum Freitag zu einer Schnellabschaltung des Reaktors gekommen. Grund sei die nicht ordnungsgemäß funktionierende Überwachungseinrichtung eines Maschinentrafos gewesen, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover. Das Ereignis sei «nichts Dramatisches» gewesen. Es sei in der untersten Meldekategorie eingestuft worden.
Beamte der Aufsichtsbehörde seien im Kraftwerk, um sich ein Bild zu machen, sagte die Sprecherin.

Der Reaktor werde voraussichtlich in den nächsten zwei Tagen wieder ans Netz gehen, sagte ein Sprecher des Betreibers RWE Power in Essen. Der Maschinentrafo sei nach bisherigen Erkenntnissen nicht beschädigt worden. Von der Störung sei kein sicherheitsrelevantes Teil im Sinne des Atomrechts betroffen, sondern ein Bauteil, wie es in jedem konventionellen Kraftwerk auch vorkomme. Der 1400-Megawatt-Block des Kernkraftwerks Emsland bei Lingen wurde 1988 in Betrieb genommen. Seitdem produziert er nach RWE-Angaben jährlich rund elf Milliarden Kilowattstunden Strom. (ddp)“

Einzelne Passagen aus dieser Pressemeldung habe ich fett hervorgehoben. Sie scheinen mir bedeutsam zu sein.

Was nicht geschrieben ist, also verschwiegen wird: Bei einer Schnellabschaltung wird eine ca. 50-fach erhöhte Radioaktivität freigesetzt. Wenn ein Atomkraftwerk nach einem solchen Abschalten dann wieder hochgefahren wird, gibt es auf jeden Fall wiederum kurzfristig eine erhöhte Strahlenbelastung. Das ist unbestritten. Da dies so ist, wird meist vor der Wiederinbetriebnahme der Anlage die Genehmigung eines erhöhten Grenzwertes beantragt. Die zuständige Behörde, das Bundesamtes für Strahlenschutz, genehmigt diesen Antrag „natürlich“ – nicht im Sinne von Natur, sondern eher von selbstverständlich.

Jetzt sagen einige: Es ist ja nichts passiert, die Sicherheitssysteme haben gegriffen. So, wie in den anderen 5700 (!) Pannen in deutschen Atomkraftwerken in den letzten 50 Jahren. Eine Schnellabschaltung erfolgt überdies  immer dann, wenn andernfalls ein GAU -also der größte anzunehmende Unfall- die Folge sein könnte. Und wie schreibt es ein ZEIT-Leser: „… soweit ich das überblicke, (ist dies) die erste Notabschaltung eines Konvoi-Reaktors überhaupt.“

Die erhöhte Radioaktivitätsabgabe schmeckt, fühlt und spürt man bekanntlich nicht.  Was also werden wir in Lingen jetzt hören? Der Bewertung der Mannen um Atomfreund und Landesminister Sanders (FDP) traue ich kein Millisievert weit. Sie werden uns im Zweifel nicht vollständig oder gar richtig informieren. Ich erahne diese Erklärung: „Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung.“  Das macht mich dann noch hellhöriger…

(Quelle 1, Quelle 2)