„We the workers“

7. Mai 2017

„Wir, die Arbeiter_innen“ dokumentiert die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Arbeiter und Arbeiterinnen im Süden Chinas und folgt den sie unterstützenden Aktivist*innen. Zwischen 2009 und 2015 führte der Regisseur Wen Hai Interviews in der Region – bis zu dem harten Vorgehen des Staates gegen die Organisationen, welche die Arbeiter_innen unterstützen, am Ende des Jahres 2015, als mehrere Aktivist*innen, die er interviewt hatte, festgenommen wurden.

Zwar ist es trotz dieser Repressionen weiterhin zu Arbeitskämpfen gekommen (schätzungsweise gab es 2016 in China mehr als 2.500 Streiks und andere Arbeiterproteste), aber das staatliche Vorgehen behindert die Zirkulation von Informationen zu aktuellen Streiks, im Land selbst und auch außerhalb.

Hier der Trailer:

Wer übrigens meint, hierzulande sei alles Paletti, dem sei diese Geschichte dringend empfohlen: Ovidiu Mandrila vers. Harald Huth bzw. dessen Gesellschaft.

Haft wg Probleme machen

29. Juni 2016

@wickedonnaaWer in der Volksrepublik China Arbeiter und Arbeiterinnen bei Protesten und Aktionen unterstützt, wandert ins Gefängnis. Das weiß man nicht erst seit Dezember 2015. Wer über Proteste und Aktionen berichtet – auch, das weiß man nun spätestens seit zwei Wochen. Lu Yuyu und seine Partnerin Li Tingyu sind seit Mitte Juni im Gefängnis unter der „Anklage“, Probleme zu machen (provoking troubles), weil sie seit einigen Jahren über solche Ereignisse in der VR China berichten. Dasselbe Vorgehen wurde früher beim Verteilen von Flugblättern benutzt. Für die Freilassung der beiden gewaltfreien Blogger hat Amnesty International eine Kampagne („urgent action“) gestartet. Dazu aktuell:

[Quelle: Labournet.de]