mdrza

14. Februar 2021

Die Aktion #mdrza, also „Mit dem Rad zur Arbeit“, ist eine AOK-Mitmachaktion in Kooperation mit dem ADFC und wird seit 2003 bundesweit veranstaltet. Die Hauptaktion startet auch in diesem Jahr wieder ab dem 01. Mai – für die Ankündigung des Wintergewinnspiels heißt es jedoch aktuell:

Das Rad ist nicht nur eine klimafreundliche sondern auch eine überaus gesunde Option für den Arbeitsweg. Hinzu kommt, dass es im Nahbereich sogar oft dabei gleichzeitig die schnellere Alternative zum Auto oder den Öffentlichen darstellt.
Dennoch wird es häufig unterschätzt und hat bei Unternehmen manchmal noch einen eher geringen Stellenwert, z.B. gegenüber Autos. Und das, obwohl Aktivitäten zur Fahrradförderung auch den Unternehmen viele Vorteile einbringen, auch und nicht zuletzt in Sachen Attraktivität als Arbeitgeber und der Gesundheit der Mitarbeitenden.
Unternehmen im Fokus
Konkrete Verbesserungs-Tipps und Wegweiser für Unternehmen wird daher ein Schwerpunkt-Thema des kommenden Aktionsjahres sein. Folgerichtig dreht sich deshalb auch bereits das Vorabgewinnspiel um Fahrradfreundlichkeit im Betrieb.
Wir möchten von Ihnen wissen: Wie fördert Ihr Arbeitgeber heute bereits die Radnutzung im Kollegenkreis?
Und wenn Sie einen Wunsch an ihn frei hätten: Welcher wäre das?

Diese Frage übersetze ich mal an die Leserschaft dieses kleinen  Blogs:

Wie fördert Ihre Kommune heute bereits die Radnutzung?
Und wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Welcher wäre das?

Mein Wunsch wäre, dass nach Schneefall Fahrradwege und vor allem Fahrradstraßen (s.o.) genauso flott geräumt werden wie die Straßen für die Autos…

 

Frevel

5. Februar 2021

Ich kenne es zur Genüge, dass sich die Lokalzeitung an mir abarbeitet. Zurzeit wegen dieses unter dem Twitter-Account der BürgerNahen veröffentlichten, von mir zu verantwortenden Tweet (s.o.).

Was ist geschehen?

Textlich ausreichend, war darin unter einem traurigen Smiley ein 1:1-Auszug aus den amtlichen Bekanntmachungen bei Insolvenzbekanntmachungen.de vom 1. Februar veröffentlicht. Dem lag die Annahme zugrunde, dass die Corona-Restriktion ein erstes Opfer in der Lingener Gastroszene gefordert habe und dies an hervorragendem Platz gegenüber dem hist. Rathaus.

Die amtliche Bekanntmachung vom 29. Januar teilte nämlich mit, dass für den Betreiber der „Schankwirtschaft ‚La Vino'“ am Markt ein Insolvenzverfahren beantragt und vorläufig eröffnet sei. Übrigens: Das Verfahren brach über den Schankwirt nicht herein wie ein Schneesturm; denn das Insolvenzverfahren lief bzw läuft schon seit Wochen, was jede/r am -s.o.- Aktenzeichen erkennt: Es ist die 43. Insolvenzsache im Jahr 2020 beim Amtsgericht und dürfte daher etwa seit Mitte, Ende November dort anhängig sein.

27 Stunden darauf veröffentlichte die „Lingener Tagespost“ dieselbe Nachricht in einem großen Beitrag, und die Leser erfuhren so, dass der Besitzer des Lokals der AOK Geld schulde. Sie erfuhren nicht, dass die Schuld in Höhe eines 5stelligen Eurobetrages alle Sozialversicherungskassen (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung) betraf, und die AOK die Schuld für all diese Sozialversicherungen einzutreiben hat. Auf seine Schulden, zitierte die Zeitung den Inhaber der Schankwirtschaft, habe er am 31. Januar  „an die AOK  25.000 Euro“ gezahlt, also, wenn das stimmt, erst kurz nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens („29.01.2021, 10.35 Uhr“); das könnte eine Verfügung gewesen sein, die er ohne Zustimmung des Insolvenzverwalters gar nicht mehr vornehmen durfte.

Einschub: Sozialversicherungsbeiträge zahlen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer, beide rund 50%. Etwa 12.500 Euro der Schuld hat also der Betreiber der „Schankwirtschaft“ als  Arbeitgeber vom Arbeitnehmerlohn einbehalten, aber dann wochenlang nicht abgeführt. Das legt ein Vergehen nach § 266a Abs. 2 StGB nahe.

Ohne die üblichen Säumniszuschläge entsprächen diese vom Arbeitnehmerlohn einbehaltenen Sozialversicherungsbeiträgen etwa 60.000,00 Euro an Gehältern. Dazu informierte die Lokalzeitung, statt seine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen, habe der Schankwirt für 150.000,- Euro das Lokal renoviert. Nun, jeder muss ja wissen, was er macht, wenn er mit gesetzlichen Abgaben in der Kreide steht, die ihm nicht gestundet sind.

Mehrfach konnte ich in der Folge dann in sozialen Medien lesen, was dies für ein Frevel sei –  also der Tweet sowie die Handlungsweise der AOK, nicht aber das Schankwirt-Vergehen nach § 266a Abs. 2 StGB. Das hat mich erstaunt.

Ganz vorn hier und heute erneut dabei, ein LT-Mann (Name ist mir bekannt), der als Journalist dies heute schrieb (leider hinter einer Bezahlschranke) und dann offenbar im gleichen Zusammenhang einen, mir eher wenig journalistisch erscheinenden Tweet publizierte, den ich nicht verstanden habe:

Dazu noch ein Spoiler: In der 5. Klasse hatte ich Unterricht bei Frau Cattepoel, die hatte keinen Sohn und ich habe sie auch nicht gehasst sondern gut gefunden, weil sie total in Ordnung war.

Schließlich hat mir dann gestern noch jemand vorgeschlagen, einen Präsentkorb zu dem Gastronomiebetrieb zu bringen. Und ich Dummkopf dachte tatsächlich, die närrische Saison falle 2021 aus. Aber immerhin ist Freitag…

 

AOK

18. November 2013

Also, diese werbliche Information der AOK hätte auch @twittarisse nicht eindrucksvoller  gestalten können. Schönen Montag!

AOK

(Foto: Koboldkeks)