FSL ’15/32.

13. Juli 2015

Bildschirmfoto 2015-07-12 um 15.32.07Heute startet im Lingener Emslandstadion die jährliche Fußball-Stadtmeisterschaft (Fachkürzel: FSL). Die Zuschauer sehen in diesem Jahr die 32. Auflage der FSL (Hashtag: #FSL15). Traditionell wird der Cup reihum von einem der acht 11 teilnehmenden Lingener Fußballvereine ausgerichtet. In diesem Jahr ist TuS Lingen verantwortlich, dessen Erste gerade in die Oberliga aufgestiegen und deshalb Favorit ist. Der Ausrichter darf einen Gastverein aus dem Umland als 12. Team einladen; deshalb ist der SV Wietmarschen dabei.

Noch eine Besonderheit: Im Rahmen der FSL’15 wird am Dienstag der neue (und bisher einzige) Kunstrasenplatz in Lingen eingeweiht und zwar um 17 Uhr „an den Fischteichen“, wie der verstorbene FSL-Nestor Alois Kemmer den Bereich des Emslandstadions immer nannte, weil dort jahrzehntelang Fischteiche betrieben wurden. Das erste Spiel auf dem neuen Platz bestreiten anschließend Kemmers Verein Olympia Laxten gegen den TuS Lingen.

Gespielt wird die Vorrunde heute und morgen ab 18 Uhr. Das Endspiel wird am kommenden Sonntag ausgetragen. Die Eintrittspreise:

Tageskarte:                    3,00 €
Tageskarte ermäßigt:      2,00 €

Turnierkarte:                10,00 €
Turnierkarte ermäßigt:    8,00 €

Frauen und Kinder bis 14 Jahren zahlen keinen Eintritt.

Nicht nur ich wünsche mir fairen, spannenden Fußball. Hier die Spieltabelle der Vorrunde [Zur Webseite und zum Endrundenspielplan der „FSL’15“ bitte auf die Grafik klicken].

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Alois Kemmer +

26. November 2012

Heute um 2 Uhr in der Nacht ist Alois Kemmer gestorben.

Alois Kemmer war Laxten. Dieser Satz beschreibt ihn am Besten. Im Sommer hatte er noch seinen 80.ten feiern wollen, verschob die große Feier aber wegen eines Trauerfalls. Jetzt hat es ihn selbst getroffen. Zu früh wird man sagen und das stimmt sicherlich.

Alois Kemmer führte die damals noch selbständige Gemeinde Laxten-Brockhausen als Gemeindedirektor 1970 in die Union mit der Stadt Lingen und sorgte dafür, dass Laxten in den nächsten Jahrzehnten alles andere als zu kurz kam. Er leitete die Ortsverwaltung an der Lengericher Straße selbstbewusst wie eine kleine Gemeindeverwaltung (hemdsärmelig auch mit morgendlichen Sprechstunden im Lokal von Margret Gels nebenan…;-) ) und niemand machte ihm das streitig, auch nicht Lingens Chef Karl-Heinz Vehring. Kemmer war mit dem damaligen Bürgermeister Gerd Storm und später dessen Nachfolger im Ortsteil Gerhard Brinker einer der Väter des „Wohnpark Gauerbach“, als der Bundesgesetzgeber Ende der 1960er die Gemeinden an der Einkommensteuer beteiligte und Laxten davon profitieren wollte, in dem man Baugrundstücke bereit stellte. Er baute Laxten von einem bäuerlichen Dorf zu einem modernen Wohnvorort der Stadt Lingen um.

„Alwieß“ -wie er emsländisch schnörkellos gerufen wurde- war aber nicht nur einfach Laxten. Er war auch Olympia Laxten – seit Jahrzehnten und insgesamt deutlich mehr als 50 Jahre. Er gründete mit anderen die „FSL“ -Stadtmeisterschaft der Lingener Fußballvereine und organisierte sie mehr als 20 Jahre genauso an maßgeblicher Stelle wie das längst traditionsreiche A-Jugend-Osterturnier seiner Olympia. Nicht erst im Ruhestand schrieb er unter seinem Kürzel „ake“ Fußballbericht um Fußballbericht  in der „Lingener Tagespost“. In jedem, aber wirklich jedem Artikel über den TuS Lingen war dabei die Rede vom „Stadion an den Fischteichen“; dabei wissen längst nur noch ausgesprochene Lingen-Spezialisten, dass es da Fischteiche gab, wo heute das Emslandstadion und das LINUS Sport möglich machen. Selbst wenn das ake im Artikel fehlte, wusste man so, aus wessen Feder der Bericht stammte.

Vielleicht wird man jetzt lesen: „Alwieß war ein Laxtener Urgestein.“ Aber das ist zu wenig und nicht persönlich genug. Alois Kemmer war in jungen Jahren Fußballtorwart und über die gibt es -wie gleichermaßen über die Linksaußen- eine gemeinsame, zutreffende Erkenntnis. Also kurzum: Eigentlich war Alois Kemmer schlicht Laxten-und-Fußball-verrückt. Und das im handfesten, wirklich positiven Sinne.

Mit Alois Kemmer ist ein Original unserer Region gestorben.

 

(Foto: © Thomas Pertz/LT)